Employer Branding – das etwas andere PR-Thema

Auch wenn ich mich bewusst aus der reinen Personal-Ecke heraus entwickelt habe und sehr glücklich bin, im PR-Umfeld gut angekommen zu sein, so bleibt doch ein Thema nach wie vor an mir kleben: Employer Branding. Los lassen will ich es mich nicht so richtig und ich denke, dafür gibt es einen entscheidenden Grund: Es ist einfach viel zu wichtig. Und letztlich bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich mich von diesem spannenden Thema auch nicht ganz und gar trennen muss – auch wenn mein Fokus heute ein anderer ist. Ganz im Gegenteil: Insbesondere für Marketingverantwortliche wird die Darstellung des Unternehmens als attraktiver Arbeitgeber immer wichtiger.

Großes Thema, schnell erklärt
Beim Begriff Employer Branding bekommt so mancher Sorgenfalten:
Das Thema umfasst so viele Themen und ist weder von einem Personalverantwortlichen, noch von einem Marketingexperten im Unternehmen allein zu stemmen. Es geht um Unternehmenskultur, Führungsstrategien, Teamzusammensetzungen, interne und externe Kommunikation sowie viele weitere Apekte, die alle bedacht werden wollen. Am Ende geht es aber nur um drei Dinge:
1. Erkennen Sie Ihre aktuelle Arbeitgebermarke.
2. Definieren Sie das Image, das Sie gerne haben möchten.
3. Arbeiten Sie darauf hin – Schritt für Schritt, damit aktuelle und potenzielle Arbeitnehmer sich bei Ihnen wohl fühlen können.

Quelle: Dominique-Silvia Kemp

Quelle: Dominique-Silvia Kemp

Aller Anfang ist leicht…
Sie interessiert das Thema grundsätzlich, Sie wissen aber nicht, ob es sich lohnt, dass Ihr Unternehmen sich mit Employer Branding einmal näher auseinandersetzt? Dann versuchen Sie doch einmal, sich vorab in eine der vier dargestellten Kästchen einzuordnen.

Ist die Stimmung in Ihrem Unternehmen toll und alle fühlen sich wohl, aber Sie können trotzdem nicht genügend qualifizierte Kandidaten für Ihre offenen Positionen gewinnen? Dann liegt es vielleicht nur daran, dass Sie im Markt nicht sehr bekannt sind oder nicht den zentralsten Standort haben. Mit der richtigen Kommunikation lässt sich ihre Bekanntheit im Markt steigern. Womöglich braucht Ihre Unternehmenswebsite einfach einen neuen Anstrich und einen eigenen Karrierebereich, um Sie entsprechend zu positionieren. Oder läuft mitunter die interne Kommunikation im Unternehmen nicht so gut? Dann sollten Sie hier ansetzen, um die bestehende Mannschaft zufrieden zu halten und eine hohe Verbundenheit mit dem Unternehmen zu erreichen?

Externe Kommunikation bitte nicht ohne interne Basis
Wir als PR-Agentur können natürlich eines besonders gut: kommunizieren. Aber vorsichtig, bitte! Über die eigene Arbeitgebermarke können Sie nur dann wirklich erfolgreich kommunizieren (lassen), wenn die interne Basis stimmt. Sonst laufen Sie Gefahr, dass Ihre aktuellen Kollegen einen glänzenden Außenauftritt vorfinden, in dem sie ihren eigenen Arbeitgeber kaum wiedererkennen. Das sorgt meist für Frust und bei dem einen oder anderen für Fluktuation. Im Idealfall starten Sie einen gutes Employer Branding Projekt mit einer ehrlichen Analyse des aktuellen Status: Wie werden Sie als Arbeitgeber von bestehendem Personal und potenziellen Kandidaten wahrgenommen? Wie sieht Ihr Zielbild aus? Daraus ergibt sich eine Strategie, die sowohl interne als auch externe Maßnahmen beinhalten sollte. Denn nur, wenn Sie ein stabiles internes Fundament aufgebaut haben, lohnt sich die Investition in einen guten Arbeitgeberauftritt und wirksame externe Kommunikation. Gibt es intern wesentliche Probleme, so werden auch neu gewonnene Mitarbeiter schnell wieder das Weite suchen und Sie gewinnen am Ende nichts dazu.

Quelle: http://www.employerbranding.org/download_center.php

Quelle: http://www.employerbranding.org/download_center.php

Aber lassen Sie sich bitte bloß keine Angst machen: Starten können Sie schon mit kleinen Schritten. Darauf aufbauend lassen sich nach und nach alle Einzelmaßnahmen in eine langfristige Strategie zusammenführen und diese immer wieder nachsteuern und an Ihre Ziele anpassen. Employer Branding ist kein einmaliges Projekt, sondern ein dauerhaftes Thema, mit dem sich längst nicht mehr nur die Kollegen aus der Personalabteilung auseinandersetzen müssen. Gern sprechen wir mit Ihnen über Ihre Ideen und mögliche Umsetzungen.

PS: Selbstverständlich möchte ich mit diesem Text männliche und weibliche Leser gleichermaßen ansprechen – aufgrund der Lesbarkeit habe ich jedoch auf diesen Hinweis an verschiedenen Stellen des Textes verzichtet. (Ja, auch die korrekte Formulierung von Stellenanzeigen gehört zum Thema Employer Branding. Sollten Sie in diesem Bereich Unterstützung benötigen, kommen Sie gern jederzeit auf mich zu.)

2 Kommentare

  1. Liebe Frau Kemp,

    danke für die einfache Darstellung dieses mysteriösen Begriffs. Wir haben uns bei cassini auch intensiv mit diesem Thema auseinander gesetzt. Meine Erfahrung zeigt, dass das beste Employer Branding durch authenthische Kommunikation der tatsächnlichen Unternehmenskultur- und Werte ensteht.

    Ein Arbeitgeber sollte kommunizieren, wie er wirklich ist. Nicht wie er für Bewerber attraktiv sein könnte. So wären Enttäuschungen im Rahmen der ersten Gespräche oder noch schlimmer im Rahmen der ersten Monate einer Anstellung vorprogrammiert.

    Stellt der Bewerber jedoch fest, dass auch drinn ist was auf der Packung drauf steht, wird er Begeisterung für das Unternehmen verspüren.

    Besten Gruß
    Sascha Meyer

    • Lieber Herr Meyer,

      Sie bringen es auf den Punkt: ehrliche Außendarstellung statt Mogelpackung mit vorprogrammierter Enttäuschung. Das gilt für beide Seiten, weshalb es sich weder für Unternehmen noch für Bewerber lohnt, zu schauspielern. Ihnen und Cassini wünsche ich viel Erfolg bei der Suche nach den passenden Kandidaten für Ihre Teams – soweit ich das bisher sehen konnte, hat Cassini eine Menge zu bieten.

      Beste Grüße
      Dominique-Silvia Kemp

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