Mit Content-Seeding die Reichweite des eigenen Blogs erhöhen

winter-barley-10435_640Teil 1 + 4 Tipps

Für viele Unternehmen ist der eigene Blog ein wichtiger Baustein ihrer Kommunikations- und immer häufiger auch Content-Strategie. Nach der Definition, was der Blog inhaltlich abdecken und kommunikativ leisten soll, einer gründlichen Themenrecherche, der Festlegung eines verantwortlichen Redakteurs und dem Aufsetzen eines Redaktionsplans, geht es an die Texterstellung (mehr zum Thema gibt’s in diesem Blogbeitrag). Schon bald sind die ersten Beiträge online und wenn Sie alles richtig gemacht haben, wird er regelmäßig mit neuen Inhalten befüllt. Doch wie gelingt, den Blog bekannt zu machen? Besucher, im besten Falle sogar Leser anzulocken?

Spread the word
Neben der Möglichkeit, die Blogbeiträge über die eigenen Social-Media-Kanäle zu streuen, sollte man natürlich auch an Share-Buttons und einen RSS-Feed denken. Darüber hinaus sollte es für Leser die Möglichkeit geben, sich in einen E-Mail-Verteiler einzutragen, um regelmäßig persönlich über neue Posts informiert zu werden.

Seeding – Inhalte richtig säen
Eine weitere Möglichkeit, die Bekanntheit des eigenen Blogs zu erhöhen, ist das Content-Seeding. Beim Content-Seeding geht es darum, Inhalte auf reichweitenstarken Plattformen wie Branchen- und Medienblogs sowie Expertenseiten zu platzieren – mit dem Ziel, die Reichweite für den eigenen Blog bzw. die eigenen Themen zu erhöhen – Backlinks sind hier ein wichtiges Stichwort. So lässt sich nicht nur der Traffic auf dem eigenen Blog erhöhen. Die Platzierung der Inhalte auf relevanten Medien ist auch aus PR-Sicht ein Gewinn: Man erhöht die Awareness für die eigenen Themen und unterstützt – Content mit entsprechender Expertise vorausgesetzt – auch die Beziehungspflege zu Meinungsbildnern, wichtigen Multiplikatoren und den dahinterstehenden Zielgruppen.

Wie das funktioniert, möchte ich Ihnen in 11 Tipps nahe bringen – heute die ersten vier:

1. Wer hat was zu sagen? Recherchieren Sie die wichtigsten Meinungsmacher für den oder die Themenbereiche Ihres Blogs (als weiterer Tipp: Fokussieren Sie sich lieber auf einige wenige Themen, anstatt es nach dem Gießkannen-Prinzip allen recht machen zu wollen). Das können andere Blogs, aber auch Themenportale bzw. Online-Auftritte von Fachmedien sein. Fragen Sie einfach zuerst eine Suchmaschine nach ihrem „Thema“ + Blog.

2. Schauen sie sich Influencer und deren Blogs genau an: Wie ist die Reichweite (hier hilft etwas Recherche-Aufwand)? Wie sieht es mit der Regelmäßigkeit, Aktualität und Qualität der Beiträge aus? Besteht die Möglichkeit, Gastbeiträge zur veröffentlichen? Gibt es eine Blogroll oder eine andere Verlinkungsmöglichkeit (einige Fachmedien bieten u.a. die Möglichkeit, sich als Experte für ein bestimmtes Thema zu bewerben und regelmäßig Beiträge zu veröffentlichen, inkl. eines ausführlichen Autorenprofils)? Besteht gegebenenfalls schon irgendeine Verbindung – ist der Blogbetreiber eventuell ein Partnerunternehmen oder besteht eine Medienpartnerschaft? Achten Sie auch darauf, ob ein Blog von einem Wettbewerber betrieben wird.

3. Priorisieren Sie die Meinungsmacher: Wählen Sie nach den obigen Erkenntnissen Ihre Favoriten hinsichtlich Wichtigkeit/Relevanz aus: Welche sollten Sie unbedingt ansprechen, welche sind vielleicht im zweiten Schritt interessant?

4. Richtige Ansprache: Bei der Ansprache gilt es zwei Dinge zu beachten. Sprechen Sie die einzelnen Blogger und Meinungsmacher vor allem nacheinander an. Das ist für Ihre Planung äußerst wichtig, da Sie die Gastbeiträge ja womöglich exklusiv erstellen müssen. Fragen Sie gleichzeitig bei zehn Bloggern an und alle stimmen zu, setzen Sie sich einem unnötigen Druck aus, können Zusagen gegebenenfalls nicht einhalten und verscherzen es sich mit relevanten Blogs. Sprechen Sie außerdem alle zuvor ausgewählten Personen persönlich und zielgerichtet an – ob per E-Mail oder telefonisch ist dabei eher Geschmacksache. Eine persönliche Ansprache zeugt von Wertschätzung und zeigt, dass Sie sich bereits Gedanken darüber gemacht haben, was für die angesprochene Person interessant sein könnte.

Im zweiten Teil erfahren Sie, wie man die passenden Inhalte für andere Blogs liefert und so den größten Erfolg erzielt. Weiterlesen

Autor: Sandy Wilzek

Agenturleiterin Freiberg der Möller Horcher PR GmbH

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