B2B-Marketing-Trends 2024: Das sind die Top 7 in DACH

Sandy Wilzek, 16. Januar 2024

Was sind die B2B-Marketing-Trends 2024? Welche B2B-Marketing-Trends bleiben? Welche B2B-Marketing-Trends kommen, welche gehen? Als Kommunikationsagentur halten wir unsere Augen und Ohren natürlich jederzeit offen. Dass der Senkrechtstarter von 2023 – die Künstliche Intelligenz (KI) – sicher auch 2024 ganz vorne mitmischen wird, ist wohl für niemanden mehr verwunderlich. Dies zeigt auch die aktuelle Studie „Online Marketing Trends 2024“: Dieser zufolge nutzen bereits 84 Prozent der B2B-Unternehmen ChatGPT & Co. oder haben zumindest vor, dies künftig zu tun. Welche weiteren B2B-Marketing-Trends 2024 relevant sein werden, verraten wir Ihnen in diesem Beitrag.

B2B-Marketing-Trends 2024
Das sind unsere B2B-Marketing-Trends 2024

1. B2B-Marketing-Trend 2024: Crossmedialer Content und wachsende Komplexität fordern B2B-Marketer heraus.

Als ehemaliger B2B-Marketing-Trend gehört Content Marketing inzwischen zum Standard-Repertoire der B2B-Kommunikation. Laut der Studie „Online Marketing Trends 2024“ ist Content Marketing im B2B-Kontext neben Social Media der Kanal, in den das meiste Marketingbudget fließt. Damit ist und bleibt diese Disziplin ein sehr wichtiger Bestandteil der Marketingstrategie. Das bedeutet aber auch: Wenn immer mehr Unternehmen auf guten Content setzen, wird es für den Einzelnen zunehmend schwieriger, sich vom Wettbewerb abzuheben und die Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu gewinnen – und zu behalten.

Umso wichtiger ist es, dass die Inhalte dem Nutzer einen Mehrwert bieten und Spaß machen – auch bei erklärungsbedürftigen Produkten und komplexen Themen aus dem B2B-Umfeld. Eine leicht verständliche Sprache ist daher im B2B-Marketing ein Muss. Dabei gilt – unabhängig vom Format: Inhalte sind nicht nur qualitativ hochwertig, konsistent, zielgruppen- und kanalspezifisch aufzubereiten, sondern müssen auch am jeweils passenden Touchpoint bereitstehen. Doch angesichts der kontinuierlich wachsenden Anzahl an Medienkanälen und stetig neu aufkommender Technologien ist es gar nicht so einfach, Budgets und Ressourcen effizient einzusetzen und an allen Kanälen kohärente Markenbotschaften zu senden.  Sinnvoll ist es daher, sich genau zu überlegen, welchen Content man über welche Kanäle und Medien hinweg verbreiten möchte.

So etwa sollten Unternehmen in ihrer Content-Marketing-Strategie neben textbasierten Inhalten den visuellen Content nicht vernachlässigen. Erhebungen zufolge nutzen 45 Prozent der Marketer in DACH (Live- oder Short-Form-)Videos, um sich, ihre Serviceleistungen oder ihre Produkte in Szene zu setzen. Zudem sind Infografiken (46 Prozent) ein beliebtes Werkzeug, um komplexe Sachverhalte anschaulich darzustellen. Wer noch einen Schritt weitergehen möchte, baut Interaktionsmöglichkeiten in seinen visuellen Content ein, wie etwa Augmented-Reality-Elemente, die Print-Content wirkungsvoll bereichern. In Sachen Crossmedialität kommen B2B-Unternehmen zudem seit geraumer Zeit um Audio-Content nicht herum. In diesem Kontext erfreuen sich Unternehmens-Podcasts immer größerer Beliebtheit. Laut einer Untersuchung von Bitkom konsumieren 43 Prozent der Deutschen Content in diesem Format. Daher bleibt es spannend, wie sich Audio-Content im Allgemeinen und Podcasts im Speziellen als B2B-Marketing-Trend 2024 weiterentwickeln werden.

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2. B2B-Marketing-Trend 2024: Employer Branding & Sichtbarkeit gehen Hand in Hand.

Einer der wichtigsten B2B-Marketing-Trends 2024 ist sicherlich das Employer Branding, denn bereits seit einigen Jahren lässt sich beobachten, dass Organisationen regelrecht um Mitarbeitende buhlen müssen. Arbeitnehmer:innen legen immer größeren Wert auf das Image und die Werte, für die ihr (zukünftiger) Arbeitgeber steht. Bei der Personalbeschaffung müssen Firmen daher Kreativität beweisen und mutig neue Wege beschreiten, um sich als attraktives Unternehmen zu positionieren und so vielversprechende Talente zu überzeugen.

Doch was bedeutet Employer Branding eigentlich?

Es handelt sich hierbei um eine Art strategischen Markenaufbau: Unternehmen entwickeln auf Grundlage einer eingehenden Analyse ihre Marke als Arbeitgeber (Employer Brand). Es entsteht eine Employer-Branding-Strategie, die sich dann in einzelne Aktivitäten überführen lässt – von PR-Maßnahmen über Content Marketing bis hin zur Etablierung neuer Formate, wie etwa einem Unternehmens-Podcast. Je mehr dieser Maßnahmen ausgespielt werden, desto sichtbarer ist das Unternehmen – und desto höher ist die Chance, Mitarbeitende zu gewinnen und langfristig im eigenen Betrieb zu halten.

Employer Branding dient auch dazu, die bestehende Belegschaft an das Unternehmen zu binden. Denn was im Vertrieb gilt, ist im Employer Branding ebenso richtig: Zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die besten Markenbotschafter. So können Unternehmen ihre Belegschaft ermutigen, zum Beispiel auf LinkedIn:

  • ihre berufliche Tätigkeit samt spezieller Arbeitsweisen und Methoden vorzustellen,
  • von firmeneigenen Events zu berichten,
  • auf Veranstaltungen hinzuweisen, an denen ihr Arbeitgeber teilnimmt,
  • das soziale Engagement des Arbeitsgebers in den Fokus zu rücken oder auch
  • die Benefits ihres Arbeitsgebers (Betriebssport oder ähnliches) zu präsentieren.
Gendergerechte Sprache – auch im B2B?

Ein Thema, das nach wie vor diskutiert wird, ist das sogenannte Gendern. In Personalabteilungen und im öffentlichen Sektor ist es bereits Pflicht, gendergerechte Sprache zu verwenden, die niemanden ausschließt. Auch wenn Gendern im B2B-Marketing nicht gesetzlich vorgeschrieben ist, offenbart die Entscheidung dafür – oder auch dagegen – die allgemeine Haltung eines Unternehmens diesem Thema gegenüber. Das kann zum Beispiel Einfluss darauf haben, wie Menschen ein Unternehmen im Hinblick auf seine Unternehmenskultur bewerten und ob es für Bewerber als potenzieller Arbeitgeber attraktiv ist. In Zeiten des Fachkräftemangels ist das nicht zu unterschätzen.

Letztlich gehen B2B-Marketing und Employer Branding auch 2024 Hand in Hand. Das Bild nach außen muss alle Stakeholder – ob potenzielle Bewerber:innen oder potenzielle Kundschaft – an allen Touchpoints konsequent überzeugen.

3. B2B-Marketing-Trend 2024: Die digitale Customer Journey erfordert Automation.

Für den Zweck, das Interesse potenzieller Kund:innen zu wecken und Leads zu generieren, sind eigene Online-Kanäle, wie etwa die Corporate Website, Social-Media-Plattformen und Apps, prädestiniert. Dabei hat die geradlinige Customer Journey, also Phase für Phase und Touchpoint für Touchpoint, ausgedient. Als B2B-Marketing-Trend 2024 zeichnet sich ab, dass es wichtiger denn je ist, jedes einzelne Lead entlang seiner individuellen Kundenreise mit maßgeschneiderten Inhalten an den einzelnen Touchpoints zu adressieren – unabhängig von der Phase, in der man einen potenziellen B2B-Kunden gerade vermutet. Diese breite Verfügbarkeit von verschiedensten Inhalten zu jeder denkbaren Customer-Journey-Phase verleiht zum Beispiel dem Social-Media-Marketing im B2B eine enorme Relevanz, allen voran dem international ausgerichteten Netzwerk LinkedIn. Laut der oben genannten Studie von eminded „Online Marketing Trends 2024“ waren im Jahr 2023 84 Prozent der B2B-Marketer auf dieser Plattform aktiv, während nur 35 Prozent der Befragten Xing nutzen. Auch der digitale Vertrieb und Social Selling sind B2B-Marketing-Trends, die sich weiterhin auf LinkedIn konzentrieren und damit das Jahr 2024 prägen werden.

Doch eine sinnvolle Begleitung des B2B-Kunden auf seiner Customer Journey gestaltet sich nicht gerade einfach, weil die Entscheidungsprozesse so individuell und im B2B auch recht langwierig sind sowie obendrein noch mehrere Entscheider involvieren. Genau hier kommt Marketing Automation ins Spiel, die dadurch auftrumpft, dass sie an allen relevanten Touchpoints relevanten, zielgruppenspezifischen Content automatisiert an verschiedene Kundensegmente ausspielt und so die Kundenansprache und -bindung deutlich effektiver werden lässt. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich diese Technologie immer größerer Beliebtheit erfreut: Erachteten laut der Studie „Online Marketing Trends 2024“ im Jahr 2023 noch 61 Prozent der Unternehmen Marketing Automation für wichtig, so sind es für dieses Jahr sogar 71 Prozent. Mit Marketing Automation ist es damit möglich, das Verhalten und die Präferenzen der Zielgruppe in Echtzeit zu analysieren, was dem B2B-Unternehmen ein tiefgehendes Verständnis der individuellen Bedürfnisse jedes (potenziellen) B2B-Kunden beschert. Auf diese Weise lässt sich nicht nur eine gezieltere und wirkungsvollere Kommunikation erreichen, sondern letztendlich auch eine höhere Kundenzufriedenheit und -loyalität.

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Workbook Basis Content ModellUnser Basis-Content-Modell als praxiserprobte Umsetzungsstrategie ermöglicht Ihnen, potenzielle Kunden entlang ihrer Customer Journey mit relevanten Inhalten zu begleiten und Content-Marketing-Kampagnen praktikabel umzusetzen. Sie lernen, wie Sie den Grundstein für Ihre Kampagne legen, die Suchintentionen Ihrer Zielgruppe einbeziehen, ein geeignetes Basis-Thema finden, einen hochwertigen Basis-Content erstellen und diesen durch weitere Content-Bausteine promoten.

4. B2B-Marketing-Trend 2024: Künstliche Intelligenz erobert das digitale B2B-Marketing.

Der genannten Studie zufolge besteht für 56 Prozent der Befragten eine wesentliche Herausforderung im B2B-Marketing darin, die Effizienz über alle Kanäle hinweg zu steigern. Hierfür braucht es neben einer maßgeschneiderten Strategie für die digitale B2B-Kommunikation (40 Prozent) auch die passenden Tools – einschließlich künstlicher Intelligenz. Während wir im privaten Alltag KI ganz selbstverständlich nutzen, ist das Marketing gefordert, die neuen Möglichkeiten, welche diese Technologie eröffnet, zu erschließen und auszuschöpfen. So etwa bietet sich die Möglichkeit, KI-basierte Lösungen wie ChatGPT ins Content Marketing von B2B-Unternehmen einzubinden. Denn im Content Marketing sind solche Technologien hilfreich, wenn es darum geht, Ideen zu konzipieren, Informationen zu sammeln, Texte zu strukturieren und datenbasiert Inhalte zu erstellen, die auf die Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppe zugeschnitten und zudem suchmaschinenoptimiert sind. Darüber hinaus lassen sich ChatGPT & Co. für die Entwicklung von Chatbots nutzen, die automatisch auf Kundenanfragen reagieren, was insbesondere für den Kundenservice und die Interaktion in Social-Media-Plattformen von Vorteil ist.

Gleichzeitig jedoch zählt genau das Thema, das 2023 die Medienwelt bestimmt hat, auch zu den größten Herausforderungen im Jahr 2024. Denn bei all dem Hype um die KI gilt es trotzdem, deren Grenzen stets im Auge zu behalten. Da die KI aufgrund ihrer Trainingsschwerpunkte möglicherweise nicht immer aktuelle oder spezifische Brancheninformationen liefern kann, heißt dies für B2B-Unternehmen, lieber zweimal hinzusehen, ob die generierten Inhalte auch wirklich korrekt sind.

Wer zudem mit Voice Commerce, Text Mining und digitalen Assistenten bei der Zielgruppe punktet, zieht im B2B-Marketing momentan an der Konkurrenz vorbei – noch. In zehn Jahren werden sich KI-basierte Tools sicherlich als Standard etabliert haben. Wer sich heute nicht damit befasst, riskiert, abgehängt zu werden. Bewährte Einsatzszenarien aus dem B2C gibt es zuhauf: angefangen bei der Information, über welchen Kanal die Kundschaft am liebsten angesprochen werden möchte, bis hin zu gezielter Werbung für Regenschirme, wenn in der Region schlechtes Wetter gemeldet ist. Durch die gezielte Nutzung der vorhandenen Daten ist es möglich, Interessenten bereits zu Beginn ihrer Customer Journey personalisiert – und damit wirkungsvoll – anzusprechen. Künstliche Intelligenz ist gekommen, um zu bleiben – und hat damit zurecht einen Platz unter den Top 7 B2B-Marketing-Trends 2024 verdient.

5. B2B-Marketing-Trend 2024: B2B-Marketing-Trend 2024: Demand Gen vs. Lead Gen.

Ein weiterer B2B-Marketing-Trend, der sich für 2024 abzeichnet, ist die Nachfragegenerierung (Demand Gen). Viele Marketingabteilungen haben sich in den letzten Jahren ausschließlich darauf konzentriert, möglichst viele Leads an Land zu ziehen (Lead Gen) – nur um jetzt festzustellen, dass dies nicht mehr zielführend ist. Denn einen wichtigen Aspekt haben sie hierbei außer Acht gelassen: Ohne neu geschaffene Nachfrage am Markt lässt sich die Lead- und Neukundengewinnung im B2B-Marketing nicht bis ins Unendliche steigern. Hinzu kommt, dass die Bereitschaft der potenziellen B2B-Leads, ihre Daten gegen Marketingmaterialien wie Checklisten, Whitepaper oder E-Books einzutauschen, immer weiter sinkt. Das heißt: Nur mit Demand Gen kann das B2B-Unternehmen sein Geschäft weiter ausbauen und sich eine erfolgreiche Positionierung im Markt sichern. Doch was genau ist Demand Gen eigentlich? Und wie unterscheidet es sich von Lead Gen?

Demand Gen und Lead Gen: die Unterschiede

1. Langfristiger Erfolg vs. kurzfristige Gewinne

Unter Demand Gen versteht man eine Vielzahl von Marketingmethoden und -aktivitäten, die darauf abzielen, Aufmerksamkeit und Interesse für die Marke und das dazugehörige Produktportfolio zu wecken. Zudem kann sich das Unternehmen dadurch auch als Fachexperte und somit als Problemlöser für ein spezifisches Thema präsentieren. Der Fokus liegt also darauf, die eigene Marke, das Produkt oder die Serviceleistung einem breiteren Publikum bekannt zu machen sowie eine langfristige Beziehung zu den (potenziellen) B2B-Kunden aufzubauen – und somit sowohl die Nachfrage als auch den Umsatz auf lange Sicht zu steigern. Die Lead Gen hingegen hat den Zweck, Interessenten in kontaktierbare Leads umzuwandeln, um mehr B2B-Kunden zu gewinnen – und auf diese Weise höhere Umsätze zu erzielen.

2. Gegenleistung (nicht) erforderlich

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die Gegenleistung, die vom Interessenten für den zur Verfügung gestellten Content verlangt wird. Beim Content, der auf Nachfragegenerierung gemünzt ist, handelt es sich um Inhalte, die informieren sollen und daher frei zugänglich sind. Hierzu zählen Podcasts, Blogbeiträge und Videos. Weitaus höherwertige Formate wie Whitepaper oder E-Books wiederum dienen der Leadgenerierung und sind daher auch nur gegen Angabe persönlicher Daten wie Name und E-Mail-Adresse erhältlich. Das wiederum bedeutet, dass sich die beiden Ansätze auch hinsichtlich der Kaufphase unterscheiden, in der sich ein potenzieller Kunde oder eine Kundin befindet: Während Demand Gen ganz oben im (fast noch oberhalb vom) Sales Funnel angesiedelt ist, ist Lead Gen eine Stufe tiefer zu verorten.

Das heißt: Demand Gen und Lead Gen sind nicht etwa zwei verschiedene Marketingansätze, sondern unterschiedliche aufeinander aufbauende Phasen der Zusammenarbeit zwischen Marketing und Sales. Langfristig funktioniert das eine nicht ohne das andere. Daher müssen beide Ansätze einen wichtigen Platz auf der Agenda der B2B-Unternehmen einnehmen.

6. B2B-Marketing-Trend 2024: Authentisches Storytelling braucht Daten.

B2B-Kunden produzieren Daten. Mit jedem Klick, jeder Transaktion und jedem Kommunikationskanal geben sie etwas über sich preis. Das eröffnet Firmen die Möglichkeit, ihre Zielgruppe besser kennenzulernen: Je genauer ein B2B-Unternehmen weiß, in welchen Kanälen es seiner Zielgruppe begegnet, desto zielgerichteter kann es seine Kommunikation – im Hinblick auf die favorisierten Kanäle und Interessen der Nutzenden – gestalten. Vor diesem Hintergrund sind Daten im B2B-Marketing gleich aus zweierlei Gründen wichtig. Sie dienen als Grundlage, um einerseits die eigenen Maßnahmen fortlaufend zu optimieren – und zwar gemäß den Wünschen oder Vorlieben der Zielgruppe – und andererseits spannende Geschichten zu erzählen – Stichwort: B2B-Storytelling.

Und genau hier kommt Trend Nummer 6 zum Tragen: Mit geschicktem Storytelling lassen sich positive Gefühle erzeugen, was nicht nur zu einer besseren Kundenbindung beiträgt, sondern in den Interessenten Emotionen weckt, die sie letztendlich zum Kauf animieren können. Deshalb ist das Geschichtenerzählen gerade in der faktenbasierten B2B-Kommunikation äußerst sinnvoll. Doch das bedeutet nicht, dass die Storys nicht mit Daten untermauert sein sollten. Ganz im Gegenteil: Authentische Geschichten, die vielleicht sogar auf realen Kundenerfahrungen basieren und mit datenbasierten Einsichten angereichert sind, helfen dabei, komplexe Inhalte greifbar und überzeugend zu gestalten. So werden datengetriebenes und authentisches Storytelling vereint, um wirkungsvolle und glaubwürdige B2B-Kommunikation zu schaffen, die die Zielgruppe effektiv anspricht und langfristig bindet.

Wie funktioniert datengetriebenes Storytelling?

Marktanalysen von externen Partnern und Marktforschungsinstituten schaffen zum Beispiel eine gute Grundlage. Aufgabe ist es nun, die Geschichte in den Daten zu finden, welche die Zielgruppe besonders gut anspricht. Kann sich die Buyer Persona etwa für Einrichtungstrends begeistern, lassen sich Zahlen aus dem E-Commerce gezielt zu einer Story rund um den Online-Möbelkauf zusammenfassen. Aus den vorhandenen Daten lässt sich zudem ableiten, wie ein Content idealerweise aufzubereiten ist. Entpuppt sich die Zielgruppe beispielsweise als videoaffin, sind Unternehmen gut beraten, auf visuellen Content wie Erklärvideos, Interviews oder animierte Gifs zu setzen.

Bei all den Möglichkeiten, die Daten-PR als B2B-Marketing-Trend bietet, sollten Unternehmen eine Reihe an Regeln befolgen. Andernfalls artet das datengetriebene Storytelling leicht in Chaos aus:

  1. Immer auf das Wesentliche konzentrieren.
  2. Die adressierte Person kognitiv möglichst wenig beanspruchen (Stichwort: Reizüberflutung)
  3. Niemals die spezifischen Bedürfnisse der Zielgruppe aus den Augen verlieren.

In Zeiten eines Information Overload können Unternehmen ihre Zielgruppe mit informativen und zugleich anschaulich aufbereiteten Inhalten besonders gut erreichen. Denn: Zahlenkolonnen und Diagramme transportieren zwar viel Wissen, sind jedoch für viele Kommunikationskanäle ungeeignet und schlicht zu trocken. Verpackt man die Daten in eine Geschichte, die sich an den Interessen der Zielgruppe orientiert, erzielt man deutlich mehr Aufmerksamkeit. Daher ist datengetriebenes Storytelling definitiv ein B2B-Marketing-Trend für 2024.

7. B2B-Marketing-Trend 2024: Mit Strategie und Purpose entsteht Resilienz.

Dass moralische Werte sowie soziale und ökologische Verantwortung auch im Business-Umfeld immer wichtiger werden, ist nicht zuletzt der sogenannten Generation Z (zwischen 1997 und 2010 Geborene) zu verdanken, welche nun in die Arbeitswelt drängt. Für diese jungen Menschen sind Authentizität und ein verantwortungsvolles Handeln sehr wichtig, wenn sie eine Kaufentscheidung treffen. So hat die Studie „Truth about Gen Z“ ergeben, dass 57 Prozent der Befragten bereit sind, mehr für ein Produkt zu bezahlen, wenn die Marke ihre Werte teilt und Themen unterstützt, die ihnen am Herzen liegen, wie etwa soziales Engagement, Diversität und Umweltschutz.

Die Erkenntnisse aus der „Truth about Gen Z“-Studie unterstreichen die Bedeutung von Werten und Authentizität im B2B-Marketing. Doch in einer Welt, die sich rasant wandelt und in der Unternehmen mit ständig neuen Herausforderungen konfrontiert sind, wird es zunehmend wichtig, nicht nur authentisch, sondern auch resilient zu sein. Resilienz im B2B-Marketing bedeutet, dass Unternehmen zum einen auf aktuelle Trends reagieren und zum anderen auch proaktiv Strategien entwickeln müssen, um sich in einem dynamischen Marktumfeld zu behaupten und auf veränderte Kundenbedürfnisse und Marktbedingungen antworten zu können. Letztlich sind die Strategie und der Purpose also entscheidend für den Aufbau einer starken Marke und der Schaffung nachhaltiger Kundenbeziehungen. Die eigene Marke nachhaltig auszurichten, authentisch zu kommunizieren und seinen Purpose mit eindeutigen kommunikativen Botschaften zu unterstreichen, gehört also zu den Top B2B-Marketing-Trends 2024.

Was ist ein Purpose?

Unter dem Purpose versteht man das Selbstverständnis eines Unternehmens im Hinblick auf Sinn und Zweck der geschäftlichen Tätigkeit. Im Gegensatz zum klassischen Leitbild ist der Purpose nach außen gerichtet. Er zeigt, welche Ziele eine Firma verfolgt. So versteht sich Google zum Beispiel nicht als Suchmaschinenbetreiber, sondern will die Informationen der Welt organisieren. Daneben kann ein Unternehmen seinen Purpose aus Tätigkeiten ziehen, die über das Kerngeschäft hinausgehen: eine klare gesellschaftliche Positionierung, Engagement für Klimaschutz oder Unterstützung eines lokalen Vereins. Auch die Firmenkultur kann zum Purpose werden. Fördert ein Unternehmen etwa eine besonders gute Work-Life-Balance oder kümmert sich um das Gemeinwohl, schafft es damit einen Purpose.

 

Vor diesem Hintergrund sind B2B-Unternehmen gut beraten, ihren Purpose zu entwickeln und entsprechend authentisch zu kommunizieren. Dabei gilt: Wer bloß vorgibt, Gutes zu tun und gesellschaftlich anerkannte Werte zu unterstützen, schadet schnell dem eigenen Image – sollte sich der Purpose als „Fake“ herausstellen. Nur, wenn der Purpose glaubhaft zum Unternehmen passt, nehmen ihn die Verbraucher ernst. Sollte ein auf fossile Brennstoffe spezialisierter Energieanbieter kleinere Summen in Klimaprojekte investieren, kommen leicht Vorwürfe des Greenwashings auf. Ein Mittelständler, der seinen Purpose daraus zieht, ein soziales Projekt in der eigenen Region zu unterstützen, wird schon eher ernst genommen. Nachhaltig zu wirtschaften, das Klima zu schützen und Mitarbeiter wertzuschätzen, kann im Kampf um die besten Talente den entscheidenden Unterschied machen. Daher ist purpose-getriebenes Marketing – genau genommen – kein B2B-Marketing-Trend, sondern sollte Unternehmen in Fleisch und Blut übergehen.

Fazit zu den B2B-Marketing-Trends 2024

Wer am Puls der Zeit agiert, weiß, dass Trends kommen und gehen. Einige von den genannten haben sich aus 2023 fortgesetzt und werden sich weiterentwickeln. Andere werden erst in den kommenden Jahren ihren Höhepunkt erfahren. Für B2B-Unternehmen ist es auch nicht entscheidend, jeden Trend schnellstmöglich aufzugreifen und umzusetzen. Vielmehr gilt es, den Überblick zu behalten und aus Trends, Kundenbedürfnissen und dem, wofür das eigene Unternehmen steht oder stehen soll, eine Strategie für das B2B-Marketing zu entwickeln.

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