Warum Kommunikation jetzt wichtig ist und was es dabei zu beachten gilt

Sandy Wilzek, 25.03.2020 ***

Quelle: Canva

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Das Corona-Virus hat die Gesellschaft und die gesamte Business-Welt fest im Griff. Nach vielen Wochen der Verunsicherung ist jetzt klar: Das Virus wird unser Leben noch eine ganze Weile beeinflussen. Doch in Anbetracht dieser unwirklichen und bislang unvorstellbaren Situation den Kopf komplett einzuziehen und die Kommunikation auf ein Minimum herunterzufahren, wäre falsch. Hier erfahren Sie, warum es jetzt besonders wichtig ist, zu kommunizieren – und was es dabei zu beachten gilt.

 

 

 

  1. Tipp: Zeigen Sie Empathie.

Versetzen Sie sich bei allen Botschaften, die Sie jetzt kommunizieren, in die jeweilige Zielgruppe hinein:

  • Wie kommt das Gesagte oder Geschriebene beim Empfänger an?
  • Welche Wirkung erzielen Sie damit bei ihm?

Empathisch zu sein und das Gegenüber mit seinen Ängsten und Hoffnungen anzunehmen, ist in Krisenzeiten noch wichtiger als sonst.

  1. Tipp: Halten Sie die Kommunikation aufrecht.

In Anbetracht der Krise sollten Sie nicht nur handeln, sondern auch darüber berichten. Denn nur, wenn andere davon erfahren, dass auch Sie ungewöhnliche Maßnahmen im Kampf gegen die Krise ergreifen, kann daraus Kreativität entstehen. Schließlich hilft jede einzelne Idee. Achten Sie neben der richtigen Tonalität auch auf kleine Nuancen in der Ausdrucksweise und auf den Zeitpunkt, zu dem eine Kommunikationsmaßnahme stattfindet – sowohl im Hinblick auf die externe als auch die interne Kommunikation.

  1. Tipp: Passen Sie Ihre Kommunikation an.

Natürlich ist es erforderlich, die kommunikativen Maßnahmen an die momentane Situation anzupassen – aber nicht Hals über Kopf, sondern wohlüberlegt. Denken Sie darüber nach,

  • welche Botschaften und Inhalte aktuell wichtig und richtig sind und
  • welche Themen nach Ende der Krise in den Fokus rücken werden.

Richten Sie Ihre Kommunikation thematisch entsprechend aus und sehen Sie von einer typischen Krisenkommunikation ab. Das heißt nicht, dass Sie so tun sollten, als gäbe es keine Probleme. Nennen Sie die Dinge ruhig beim Namen, aber tun Sie das lösungsorientiert und mit einem positiven Wording. Berichten Sie von den kreativen Maßnahmen, die Sie jetzt umsetzen, um die aktuellen Herausforderungen zu meistern. Betreiben Sie positive Kommunikation.

  1. Tipp: Stellen Sie keinen künstlichen Zusammenhang zur Krise her.

Trotz einer möglichst positiven und zukunftsgerichteten Kommunikation sollten Sie die aktuelle Situation nicht als Aufhänger nutzen, um einfach nur Ihre eigenen Themen zu platzieren und zu bewerben. Versuchen Sie nicht, einen künstlichen Bezug zur Krise zu konstruieren. Im schlimmsten Fall würde man Ihnen vorwerfen, aus der aktuellen Situation Kapital zu schlagen. Stellen Sie sich stattdessen die Fragen:

  • Welche Herausforderungen und Bedürfnisse haben Ihre bestehenden und potenziellen Kunden derzeit?
  • Mit welchen Dienstleistungen, Produkten und Kommunikationsmaßnahmen können Sie Ihre Kunden jetzt sinnvoll und wirkungsvoll unterstützen?

Seien Sie flexibel und reagieren Sie auf die Wünsche Ihrer Kunden und Interessenten. So etablieren Sie sich als vertrauenswürdiger und seriöser Partner, der auch in der Krise einen kühlen Kopf bewahrt und den Durchblick behält.

  1. Tipp: Stärken Sie Ihre eigenen Kommunikationskanäle.

Jetzt ist die Gelegenheit, sich auf Ihre Kanäle zu konzentrieren. Schon aufgrund zahlreicher abgesagter Messen. Vielleicht haben Sie auch Zeit, die bereits verplant war, wieder zur Verfügung. Nutzen Sie diese und denken Sie strategisch. Legen Sie den Fokus Ihrer Kommunikation verstärkt auf Ihre eigenen Kanäle. Intensivieren Sie zum Beispiel die direkte Kommunikation mit Ihren Kunden, indem Sie

  • zusätzliche Mailings versenden,
  • Podcast-Beiträge veröffentlichen,
  • Video-Konferenzen abhalten und
  • Webinare durchführen.

Diese Kommunikationsmaßnahmen können auch als Ersatz für persönliche Treffen oder abgesagte Messen dienen. Zudem ist es wichtig, die interne Kommunikation nicht zu vernachlässigen. Halten Sie Ihre Mitarbeiter auf dem Laufenden und begleiten Sie Ihre Belegschaft verantwortungsbewusst durch die Krise. Seien Sie vor allem als Person präsent. Persönliche Bindungen sind jetzt besonders wichtig.

  1. Tipp: Halten Sie es einfach.

Ganz egal, ob Sie mit Kunden, Interessenten, Partnern oder anderen Stakeholdern kommunizieren – achten Sie darauf, dass die verbreiteten Inhalte so verständlich wie möglich sind. Was es jetzt braucht, sind konkrete Tipps und Hilfestellungen, die sich schnell, unkompliziert und kurzfristig umsetzen lassen. Neben diesen ganz praktischen und nützlichen Inhalten sollte auch die Kommunikation selbst betont einfach und verständlich gehalten sein.

  1. Tipp: Richten Sie den Blick in die Zukunft.

Wissen Sie noch, damals vor zwei Wochen, als die Welt eine völlig andere war? Irgendwann wird auch diese Krise ausgestanden sein und das Business-Leben normalisiert sich wieder. Aber wird es so sein wie zuvor? Viele sind sich da nicht so sicher und glauben, dass sich neue Standards etablieren werden. Stellen Sie sich darauf ein, dass etliches wieder so sein wird wie vor der Corona-Krise, aber längst nicht alles. Und was entscheidend sein kann: Nach der Krise erinnert man sich eher an die Unternehmen, die auch in schwierigen Zeiten Flagge gezeigt haben – und nicht an die, die alle kommunikativen Zugbrücken hochgezogen hatten. Die Entscheidungen, die Sie heute in Sachen Kommunikation treffen, werden beeinflussen, wie der Markt Sie morgen, in der Zeit nach Corona, wahrnimmt.

Sie haben weitere Fragen zur Kommunikation in der aktuellen Situation? Kommen Sie gern auf uns zu, wir sind jederzeit für Sie da – auch im Homeoffice.

Statements unserer Kunden

Sven Knierim, reputation.com

Auch wenn das öffentliche Leben gerade auf ein Minimum zurückgefahren wird, es gibt sie noch: die Kunden. Sie kaufen ein, lassen sich Essen liefern oder suchen online nach noch verfügbaren Produkten und Dienstleistern. Gerade jetzt, wo Kunden mehr denn je digital unterwegs sind, spielt die Online-Reputation der Anbieter eine entscheidende Rolle. Ihr digitales Image können Unternehmen jedoch nur positiv beeinflussen, wenn sie weiter mit den Kunden kommunizieren, Feedback – etwa auf Google, Social Media oder Branchenportalen – aufnehmen und angemessen darauf reagieren.

Martin Philipp, Evalanche by SC-Networks GmbH

Die Corona-Krise bringt zweifelsohne etliche Herausforderungen mit sich und ist nicht zuletzt Anlass, die eigene Kommunikation zu überdenken: Mit der richtigen Strategie, hilfreichen Inhalten und bekennender „Personality“ können Firmen für ihre Kunden jedoch eine verlässliche Anlaufstelle und ein Stabilisator in der Krise werden. Dazu sollten sie ebenso offen wie authentisch kommunizieren und die digitalen Kommunikationswege sinnvoll nutzen. Denn wenn sich die Lage irgendwann entspannt, erinnert man sich eher an diejenigen, die sichtbar waren und bei der Bewältigung der Krise unterstützt haben. (Bildquelle: Frank Beer)

Michael Märtin, atlantis media GmbH

Gerade in Krisenzeiten ist es enorm wichtig, lieber zu viel zu kommunizieren als zu wenig! Das gilt für Mitarbeiter genauso wie für Kunden und Partner. Ein absolutes Muss ist dabei, offen und transparent miteinander umzugehen – und das möglichst positiv und lösungsorientiert. Nur so lässt sich das gegenseitige Verständnis erhöhen. Und dieses hilft wiederum nicht nur in der Krise, sondern wird auch einen nachhaltigen Effekt haben.

 

 

 

Christian Schmitt, Haufe Group

In Zeiten von Corona stehen Unternehmen vor neuen Herausforderungen. Einerseits sind sie bestrebt, ihre Mitarbeiter zu schützen und zu unterstützen. Andererseits tragen sie die Verantwortung, den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten und die Firma möglichst sicher durch die Krise zu führen – eine wirklich hohe Belastungsprobe. Auch wenn „Social Distancing“ das Gebot der Stunde ist, darf es nicht dazu führen, dass der Kontakt sowohl zu Mitarbeitern und Partnern als auch zu Kunden abreißt. Jetzt ist nicht die Zeit, um abzuwarten, sondern um proaktiv auf sie zuzugehen, ihnen unterstützend zur Seite zu stehen und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.

Marcus Metzner, Arvato Systems

In unsicheren Zeiten ist es generell wichtig, gut informiert zu sein. Nur eine stetige und transparente Kommunikation schafft Klarheit und Orientierung. Nicht nur Mitarbeiter müssen wissen, was wann warum geplant ist und wie getan wird. Auch Kunden wollen erfahren, wie es um die Verlässlichkeit ihrer Dienstleister steht. Wir bei Arvato Systems legen seit jeher großen Wert darauf, ein verlässlicher und vertrauensvoller Partner für unsere Kunden zu sein – gerade in der aktuellen Situation. Unsere Lösungen für „Digital Workplace“ oder „Virtual Desktop Infrastructure“ sind für das Arbeiten im Homeoffice von großer Bedeutung. Wichtig ist, sachlich darüber zu informieren und die momentane Situation nicht für eine Art werblicher Panikmache zu missbrauchen.

 

 

Maik Smolen, Marketing Manager bei SuperOffice

Derzeit haben alle Unternehmen mit der Corona-Krise zu kämpfen. Der Neukundenvertrieb sieht sich mit zahlreichen offenen Angeboten und Investitionsstopps konfrontiert. Deshalb legen Vertriebsmitarbeiter den Fokus auf die Kundenbindung und -weiterentwicklung. Doch: Was ist nach der Krise? Mehr denn je sollten Unternehmen daher nun damit beginnen, das Silodenken zwischen Marketing-, Vertrieb- und Serviceteams zu beseitigen. Jetzt ist der beste Zeitpunkt, sich mit Schnittstellenprozessen oder Marktbearbeitungsmethoden auseinanderzusetzen. So besteht eine deutlich höhere Chance, diese an die Kundenerwartungen und -reisen anzupassen. Ich persönlich profitiere derzeit sehr stark vom Austausch meines Netzwerks – und empfehle daher allen Unternehmen, Impulse zu Lead Management, Marketing Automation, Digitalisierung und KI in Marketing und Vertrieb als Chance wahrzunehmen, um zeitnahe Vertriebs-, Marketing- und Serviceprozesse zu optimieren.