Gekommen, um zu bleiben: B2B-Marketingtrends 2020

Sandy Wilzek, 07.01.2020 ***

Quelle: geralt, pixabay.com

Trends kommen und gehen – nicht nur in der Mode, sondern auch im Marketing. Viele sind bloß für eine kurze Zeit en vogue, manche erleben nach langer Zeit ein Retro-Comeback – man denke nur an gemusterte Leggins in Neonfarben und Karottenjeans. Lediglich ein kleiner Teil schafft es, sich fest zu etablieren. Ja, in der Mode und im Marketing ist stetiger Wandel gelebte Realität. Darum müssen Trends besonders aufmerksamkeitsstark sein. Um wettbewerbs- und insbesondere zukunftsfähig zu bleiben, sollten Marketer und Kommunikatoren genau beobachten, welche neuen Entwicklungen, Technologien und Strategien auftauchen. Noch genauer sollten sie eruieren, auf welchen Trendzug es sich in der jeweiligen Branche aufzuspringen lohnt, um Kunden und Interessenten zu gewinnen und zu binden. Nur wer offen für Neues ist, kann Entwicklungen aktiv mitgestalten. Wir wagen einen Ausblick für 2020 und verraten Ihnen vier B2B-Marketingtrends, die gekommen sind, um zu bleiben.

Trend 1: Content 4.0 – visuell und interaktiv

Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Informationsflut wird es für Unternehmen immer schwieriger, sich vom Wettbewerb abzuheben und die Aufmerksamkeit ihrer Zielgruppen zu gewinnen. Umso wichtiger ist es, dass Firmen ihren Marketing-Content – unter Zuhilfenahme neuer technologischer Möglichkeiten – der veränderten Medienrezeption anpassen: Inhalte müssen schnell und einfach erfassbar sein. Und es muss Spaß machen, sie zu konsumieren. Visuelle Botschaften erzielen nicht nur eine höhere Aufmerksamkeit und Sichtbarkeit, sondern lassen sich auch leichter verarbeiten und erinnern. Das ist insbesondere bei komplexen und erklärungsbedürftigen Themen im B2B-Umfeld von Bedeutung. Hier kommen Unternehmen nicht umhin, sich über ihre visuelle Sprache Gedanken zu machen und verstärkt auf bildlichen, ja sogar interaktiven Content zu setzen, um ihre Zielgruppen zum Handeln zu animieren. Dazu gehören Infografiken mit Interaktionsmöglichkeiten und animierte Karten, unterhaltsame Grafiken und Videos sowie die Verknüpfung von digitalen und Print-Inhalten, etwa über Augmented-Reality-Elemente. Bei aller Kreativität und Spielerei muss der Mehrwert des Contents aber nach wie vor im Fokus stehen.

Trend 2: Datengetriebenes Denken

Einen erheblichen Mehrwert können Unternehmen ihren Interessenten und Kunden bieten, indem sie datengetrieben denken und handeln. Jeden Tag produzieren Verbraucher eine immense Menge an digitalen Daten – mit ihrer Internetnutzung, ihren digitalen Transaktionen und ihrer Kommunikation. Für Unternehmen bietet das wiederum die Chance, ihre Kommunikation verstärkt an den Bedürfnissen ihrer Zielgruppen auszurichten. Daten, die überall im digitalen Raum entstehen, lassen sich nutzen, um etwa Persona-Profile zu erstellen und Content gezielter auszuspielen. Darüber hinaus eignen sich Daten – egal, ob extern zum Beispiel über Marktanalysen gewonnen oder intern durch eigene Prozesse generiert –, um Content mit Zahlen und Fakten anzureichern. Marketer und Kommunikatoren sollten damit beginnen, datengetrieben zu agieren und sich die vorhandene Datenbasis zunutze zu machen, um lesenswerte Geschichten zu entdecken und sie glaubwürdig zu erzählen.

Quelle: geralt, pixabay.com

Trend 3: Touchpoint Marketing statt Customer Journey

Nicht nur im Bereich der Datenerfassung und -auswertung lässt sich ein neuer Trend beobachten, sondern auch im Customer Experience Management. Viel zu lang haben sich Marketer an die Customer Journey geklammert und Phase für Phase, Touchpoint für Touchpoint eine theoretische Route konstruiert, die zwar schlüssig ist, allerdings nur wenig mit der Realität zu tun hat. Die Kundenreise verläuft nicht linear, sondern individuell. Darum ist es wichtig, dass Unternehmen die für ihre Zielgruppe relevanten Touchpoints mit dem richtigen Content bespielen – und zwar unabhängig davon, in welcher Phase sich ein potenzieller Kunde gerade befinden könnte. Der Content muss für jeden möglichen Kunden ein Wegbereiter sein, um tatsächlich die Informationen zu erhalten, die er aktuell benötigt. Dies gelingt vor allem über Verweise und Backlinks.

Trend 4: Die Zukunft der Kommunikation mitgestalten

Sie fragen sich vielleicht, wo Sie bei all den Trends, die immer rasanter wie Pilze aus dem Boden schießen, anfangen sollen? Und ob es nicht vielleicht besser ist, Trends einfach auszusitzen? Die Antwort lautet klar und deutlich: Nein! Die letzten Jahrzehnte zeigen, warum. Bereits vor 20 Jahren hat sich das Kauf- und Informationsverhalten von Endverbrauchern und Einkaufsabteilungen durch das Internet dramatisch verändert. Diese Veränderung hat Geld, Marktanteile und manchmal sogar das ganze Unternehmen gekostet. Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Kommunikation stehen Unternehmen wieder vor einem gravierenden Paradigmenwechsel. Denn ihre Zielgruppen müssen sich nicht erst überlegen, ob und wie KI in ihre Marketing-, Vertriebs- oder Service-Strategie passt. Sie nutzen KI-basierte Lösungen einfach. Die Veränderungen durch Voice-Commerce, Text-Mining und digitale Assistenten sind bei genauerer Betrachtung der Zielgruppen längst sichtbar. Unternehmer und Führungskräfte in Sales, Marketing, Service und Kommunikation müssen sich jetzt damit auseinandersetzen und entsprechend handeln, damit der Wandel nicht einfach an ihnen vorüberzieht und die Konkurrenz sie abhängt. Es gilt, die Kommunikation der Zukunft erfolgreich mitzugestalten.

Wir haben Ihr Interesse geweckt und Ihnen brennt die Frage auf der Zunge, wie sie diese und viele weitere Trends nutzen können, um Ihrer Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein? Sprechen Sie uns an! Wir unterstützen Sie gerne!

 

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