Ein gesunder Rücken kann auch entzücken

Tanja Ressel-Nunheim, 02.07.2019 ***

Quelle: Samuele Sun, Unsplash

Täglich sitzen wir stundenlang vor dem PC. Dass wir dabei unserer Gesundheit schaden, merken wir gar nicht. Dabei kann man mit wenig Aufwand sehr viel für einen gesunden Rücken tun.

Rücken und Nacken verzeihen es uns auf lange Sicht nicht, wenn wir den ganzen Tag in einer – meist nicht sehr ergonomischen – Position ausharren. Wo wir auch schon beim Thema wären. Das Wort „Ergonomie“ setzt sich aus den griechischen Wörtern „ergon“ (Arbeit) und „nomos“ (Gesetz, Regel) zusammen. Es steht für die „Erforschung der Leistungsmöglichkeiten und optimalen Arbeitsbedingungen des Menschen“. Ganz simpel gesagt, geht es in dieser Disziplin darum, die Arbeitsumgebung an den Menschen anzupassen und so dafür zu sorgen, dass er möglichst geringen gesundheitlichen Belastungen ausgesetzt ist. Schließlich ist nur ein gesunder und zufriedener Arbeitnehmer optimal leistungsfähig.

Natürliche Haltung – wie war das nochmal?

Eine ideale Position zum Arbeiten – also eine schonende – ist in der Hocke, ein bisschen wie ein Frosch kurz vor dem Absprung. Kinder sitzen beim Spielen häufig noch in dieser Position. Wir Erwachsenen hingegen haben diese für den Menschen eigentlich „natürliche“ Haltung längst aus unserem Alltag gestrichen – mal abgesehen davon, dass sich deren Integration in den Arbeitsalltag durchaus schwierig gestalten könnte. Und trotzdem gibt es zahlreiche Möglichkeiten, am Schreibtisch eine gesunde Haltung einzunehmen, die unseren Rücken auf Dauer nicht schädigt.

Das richtige Mobiliar

Ein paar kleine Handgriffe genügen, um eine gesunde Haltung einzunehmen: Die richtige Einstellung von Bürostühlen und -tischen ist hier das A und O. Ein moderner, ergonomischer Bürostuhl hat zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten, die eine Anpassung an die jeweilige Person erlauben, unter anderem Sitzhöhe und -tiefe oder auch Höhe und Weite der Armlehnen. Auch die richtige Tischhöhe ist von großer Bedeutung. So sollten Armlehnen und Tischhöhe zum Beispiel so eingestellt sein, dass wir Tastatur und Maus bedienen können, ohne unsere Schultern anzuspannen. Die Rückenlehne sollten wir immer berühren und dabei trotzdem dafür sorgen, dass wir die Kniekehlen nicht mit dem Stuhl abdrücken. Und die Füße gehören immer gerade auf den Boden (hier kann übrigens eine kleine Fußstütze Abhilfe schaffen). Generell sollte man sich für die richtige Sitzhaltung die Zahl „90“ merken: Unter- und Oberschenkel, Oberschenkel und Oberkörper sowie Unter- und Oberarme sollten im 90-Grad-Winkel zueinander stehen. Das sind natürlich nur einige Aspekten, die man für eine gesunde Sitzhaltung am Schreibtisch beachten muss. Das „richtige Sitzen“ ist Einstellungs- und Übungssache. Jedoch ist nicht zu vergessen: Trotz aller Ergonomie-Perfektion sollten Sie regelmäßig aufstehen, mindestens einmal pro Stunde – denn zu langes Sitzen ist selbst mit dem bequemsten und „ergonomischsten“ Stuhl nicht gerade gut für unsere Wirbelsäule.

Die Technik um uns herum anpassen

Die korrekte Ausrichtung von Bildschirm, Tastatur und Telefon ist ebenfalls entscheidend für eine ergonomische Arbeitshaltung. Der Bildschirm sollte nicht mehr als eine Armlänge von uns entfernt sein, damit wir unseren Nacken nicht überstrecken, und wir sollten mit den Augen auf einer Ebene mit der Browserzeile sein. Um nach dem Telefon zu greifen, sollte ebenfalls keine Reckübung notwendig sein. Sollte Ihre Tastatur Füße haben, können Sie diese getrost zurückklappen, denn diese führen dazu, dass wir unsere Handgelenke in einem ungesunden Winkel halten, was wiederum unsere Schultern verspannt. Das schafft die kleine Computer-Maus übrigens auch, wenn wir diese falsch bedienen. Was hier nach Kleinigkeiten klingt, kann große Auswirkungen haben, denn eine dauerhaft verkrampfte Handhaltung kann unserer Gesundheit erheblich schaden.

Alles Gewöhnungssache

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Die meisten von uns wissen: Alles an unserem Tisch hat seinen festen Platz. Ist etwas verrückt, merken wir es sofort und stellen es direkt wieder so hin, wie wir es gewohnt sind. Sollen wir also unsere geliebte Anordnung aufbrechen und unseren Platz nach ergonomischen Gesichtspunkten neu gestalten? Ja! Das ist für viele am Anfang nicht ganz einfach. Darum gilt: Die Veränderungen peu à peu herbeiführen, sodass wir uns langsam an unseren „gesunden“ Schreibtisch gewöhnen können. Vielleicht ist dann ja an dem einen oder anderen Ende des Tisches etwas Platz, um zwischendurch mal die Füße hochzulegen. Das ist nämlich tatsächlich sehr schonend für unseren Rücken.

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