Drei Fragen an Hannah, unsere Hundeflüsterin im Home Office

Thomas Möller, 23.04.2019 ***

Hannah, du lebst mit deiner Familie jetzt schon ein paar Jahre in Bad Dürkheim und arbeitest von zu Hause aus – du schreibst in deinem Home Office. Wie ist das, die Kollegen nicht ständig um sich zu haben? Ist das Arbeiten langweiliger, ruhiger, konzentrierter?

Im Home Office arbeitet man schon anders als in einem Büro. Da man weniger Ablenkung hat, ist man schneller und konzentrierter. Man muss allerdings genug Disziplin besitzen, um sich nicht von Alltagsdingen, wie etwa den Wäschebergen im Keller oder dem schmutzigen Geschirr in der Küche, ablenken zu lassen. Diese Gefahr besteht in einem Büro nicht. Ich kann Arbeit und Privatleben nach gut acht Jahren im Home Office ganz gut trennen. Während meiner Arbeitszeit sitze ich am Schreibtisch in meinem Büro und arbeite. Einen räumlich abgetrennten Bereich zu haben, erachte ich für ein solches Arbeitsmodell übrigens als unerlässlich. Langweilig ist es mir in meinem Home Office nicht, ich habe schließlich genug zu tun. Aber es stimmt schon: Die Ruhe um sich herum muss man aushalten können. Das ist nicht jedermanns Sache. Zum Glück habe ich einen pelzigen Freund, der mir Gesellschaft leistet.

Apropos pelziger Freund: Was hat ein spanischer Tierheimhund einem deutschen Teckel voraus?

Das ist eine gemeine Frage – schließlich möchte ich keinen Dackelbesitzer und -liebhaber verärgern. Was mein Straßenhund einem Teckel voraushat? Da ist zum einen die Optik: Mein Hund ist süß, sieht mit seinen elf Jahren immer noch wie ein Welpe aus. Er ist flauschig und einfach zum Knuddeln. Und dann ist es ja so, dass Hunde ihren eigenen Charakter haben. Als unser Beagle-Mischling 2010 zu uns kam, war er traumatisiert. Warum, wissen wir nicht. Meistens ist das überhaupt nicht aufgefallen. Aber dann gab es Situationen, in denen er ohne erkennbaren Grund einfach zugebissen hat. Doch mit viel Geduld und Zuneigung hat er sich zu einem tollen Hund entwickelt, der immer noch seinen eigenen Kopf hat, aber inzwischen völlig ungefährlich ist. Sogar unser Sohn darf ihn heute am Schwanz ziehen. Was ihn von einem Dackel unterscheidet? Seine ganz eigene Lebensgeschichte.

Von der Lebensgeschichte zur Mediengeschichte: Hat sich die B2B-Kommunikation verändert, seit du angefangen hast für Möller Horcher zu arbeiten? Schreibst du heute andere Textgattungen als früher? Ist Content-Marketing wichtiger geworden?

Ja, ja und ja. Meine Arbeit ist heute anders als 2010, als ich bei Möller Horcher angefangen habe. Damals hatte die klassische Pressemitteilung über neue Produkte, neues Personal, Veranstaltungen oder auch gewonnene Auszeichnungen einen viel höheren Stellenwert als heute. In Zahlen würde ich das so ausdrücken: 50 Prozent meiner Arbeitszeit entfiel auf die Erstellung von PMs, in der restlichen Zeit habe ich umfangreichere Texte wie Fach- und Anwenderberichte geschrieben. Ab und zu auch mal ein Statement oder ein Interview. Fach- und Anwenderberichte sind heute auch noch wichtig, aber zurzeit verbringe ich viel mehr Zeit damit, Websitetexte, Whitepaper, E-Books und Blogbeiträge zu schreiben. Ich erstelle also hauptsächlich ganz klassischen Marketing-Content und keine Pressetexte. Darum kann ich deine Frage, ob Content-Marketing heute wichtiger ist als noch vor einigen Jahren, eindeutig bejahen.

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