Welttag der Ehe. Liebe im Büro. Jetzt!

Gabriele Horcher, 10.02.2019 ***

Kennen Sie den „Welttag der Ehe“? Nein? Vielleicht als „World Marriage Day“? Auch nicht? Ist jedenfalls beides dasselbe und findet jedes Jahr am zweiten Sonntag im Februar statt. Der Tag ehrt die Paare einer Ehe als Grundlage der Familie und als Basis der Gesellschaft. Er würdigt die Schönheit ihrer Treue, Opferbereitschaft und Freude im täglichen Eheleben (www.kleiner-kalender.de). So die etwas salbungsvolle Lobpreisung der Institution Ehe durch die amerikanischen Initiatoren des „World Marriage Day“.

Was passiert, wenn man den Geschäftspartner heiratet?

Jedenfalls ist in Deutschland die Zahl der Eheschließungen nach einem Millennium-Rückgang wieder leicht gestiegen und hat sich auf etwas über 400.000 pro Jahr eingependelt. Ehe geht also. Aber funktioniert sie auch am Arbeitsplatz? Viele unserer Freunde sagen: „Nein, mit dem Ehepartner zu arbeiten, das könnte ich mir nicht vorstellen.“ Nun, ich persönlich kann es mir nicht vorstellen, mit jemanden verheiratet zu sein, mit dem ich nicht arbeiten kann. Es geht mir da gar nicht um die sozialpsychologische Betrachtung, dass man an einer guten Beziehung ständig arbeiten muss. Ich spreche da eher aus einer pubertären Prägung heraus.

Ein Pyjama für zwei

Der Filmklassiker „Ein Pyjama für zwei“ mit Doris Day und Rock Hudson hat in mir als Zwölfjährige nicht nur meinen Berufswunsch geweckt, Chefin einer Agentur zu werden, sondern mich auch davon überzeugt, dass man im Job den richtigen Mann findet. Wer den Film nicht kennt: Es geht ums Agenturleben, Spaß, Intrigen, Drogen, Sex – also ein bisschen, schließlich ist der Film von 1961. Und jedenfalls findet frau am Schluss den Mann fürs Leben. Auch mit diesem emotionalen Ziel vor Augen (die Realität der Arbeit in einer Agentur kannte ich ja noch nicht), habe ich meine schulischen Nebentätigkeiten und mein Studium ausgewählt.

Es ist eine Agentur!

Als ich 1996 meinen zukünftigen Mann kennenlernte und erfuhr, dass er als Redakteur arbeitet, war mir der weitere Weg klar. Im Jahr 2000 habe ich mit meinem Lebensgefährten Thomas Möller tatsächlich die Agentur Möller Horcher gegründet. Im Jahr 2002 gab es dann auch das persönliche Happy End: die Hochzeit. Letztes Jahr ist unser gemeinsames Baby, die Agentur, schon 18 Jahre alt geworden. Stolzer könnten wir gar nicht sein. 😊

Wie heißt das Kind?

Ähnlich wie im Film „Ein Pyjama für zwei“ lief das natürlich nicht alles ganz so unkompliziert ab, wie es sich jetzt vielleicht anhört – aber das wäre ja auch zu langweilig gewesen. So musste ich schon ein wenig Überzeugungsarbeit leisten, um meinem Partner die gemeinsame Agentur schmackhaft zu machen. Eine Konzession war zum Beispiel, dass bei uns der Mann im Agenturnamen zuerst genannt wird – „Möller Horcher“ klingt auch besser als „Horcher Möller“.

You DIG?

Außerdem war uns klar, dass wir beide unseren eigenen Verantwortungsbereich brauchten: er die Redaktion und ich Consulting und Vertrieb. Anders wäre das für zwei so dominante Persönlichkeitstypen wie uns kaum gegangen. Jahre später haben wir erfahren, wie das DISG-Persönlichkeitsmodell unsere etwas unterschiedlichen Ausprägungen des D (dominant) beurteilt. Während Thomas sein D mit einem hohen G (gewissenhaft) ergänzt, ist es bei mir mit einer guten Portion I (initiativ) gewürzt: DG und DI. Also eine gemeinsame Leidenschaft – das zielstrebige D – gepaart mit einer jeweils komplementären Ergänzung. Unsere Erfahrung bestätigt, dass das perfekt funktioniert, wie vom DISG-Modell im Nachhinein vorhergesagt. So etwas kann ich jedem Paar nur wünschen.

Herrfrau Möller-Horcher

Übrigens haben wir es Kunden gegenüber nie so stark transparent gemacht, dass wir verheiratet sind. Wir haben bei der Hochzeit beide unsere Geburtsnamen behalten. Wir wollten keine Agentur, die „Möller und Möller“ oder „Horcher und Horcher“ geheißen hätte. Allerdings haben viele Kunden einfach durch unseren Umgang miteinander gemerkt, dass wir auch privat ein Paar sind. Und wenn jemand nicht mehr genau weiß, wer von uns wie heißt – wir fühlen uns immer angesprochen, auch wenn jemand von der „Frau Möller“ redet oder dem „Herrn Horcher“ einen schönen Gruß ausrichten lässt.

Übrigens planen wir jetzt ein weiteres gemeinsames Projekt: zusammen ein Buch zu schreiben. Nein, nicht über Liebe im Büro, sondern über die Chancen und Herausforderung von Künstlicher Intelligenz in Vertrieb und Marketing. Mein Fazit zum Welttag der Ehe: Paare können auch bei der Arbeit zusammen glücklich werden – wenn sie sich ergänzen, statt zu konkurrieren.

Wie halten Sie das mit der Liebe oder gar Ehe am Arbeitsplatz? Schreiben Sie uns unter thomas.moeller@moeller-horcher.de oder gabriele.horcher@moeller-horcher.de.

 

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