DIGITAL FUTUREcongress: Den ganz großen Sprung wagen

Patricia Heiss, 26.02.2019 ***

Quelle: Patricia Heiss

Nächste Woche, am 8. März, ist der Internationale Weltfrauentag. Was das mit dem DIGITAL FUTUREcongress zu tun hat? Naja, grundsätzlich wird insbesondere die IT-Welt (noch) sehr von Männern dominiert. Auch die Veranstalter des DIGITAL FUTUREcongress haben das erkannt und suchen aktiv nach Speakerinnen für 2020. Und: Alle Besucherinnen konnten an der Verlosung eines Wellness-Trips teilnehmen. Ganz nette Idee – wobei „Dampfbad“ und „Deep Learning“ gegensätzlicher nicht sein könnten…

Man kann es natürlich so sehen, dass die Verlosung eines Wellness-Wochenendes aus Gender-Gesichtspunkten schon etwas despektierlich ist. Als ob Männer eine Massage nicht zu schätzen wüssten. Dennoch ist der Ansatz richtig und wichtig: Auch Frauen müssen auf die große Bühne! Wie erfolgreich sie damit sein können, beweist unsere Geschäftsführerin Gabriele Horcher, die als Moderatorin und Keynote-Speakerin auf nationalen und internationalen Bühnen zuhause ist.

Politik muss Digitalisierung fördern

Aber zurück zum Wesentlichen, nämlich zur Digitalisierung in all ihren Facetten. Konkret bedeutete das: ein Tag im Kongresszentrum der Messe Frankfurt – mit über 40 Vorträgen, Keynotes auf fünf Bühnen und ca. 3.000 Besuchern. Und natürlich einer großen Fläche für die Aussteller, darunter besonders viele ERP- und CMS-Anbieter sowie Dienstleister im Bereich Digital Consulting. Los ging es um 9.00 Uhr auf Bühne 1. Dr. Kristina Sinemus, Hessische Ministerin für Digitales und erst seit Jahresbeginn im Amt, sprach über die Herausforderungen der Digitalisierung und an welchen Stellen Politik und Wirtschaft Hand in Hand gehen müssen. So ist die Politik beispielsweise gefordert, verbesserte Rahmenbedingungen insbesondere für innovative Mittelständler zu schaffen, beginnend bei schnelleren Datenleitungen und der Bereitstellung von Fördermitteln.

Quelle: Patricia Heiss

Was Leichtathletik mit Innovation zu tun hat

An diese kurze Eröffnungsrede schlossen sich die ersten beiden Keynotes von Dr. Roland Krieg, Fraport-CIO, und von Stefan Hentschel, Technologieleiter bei Google Deutschland, an. Wie bei solch renommierten Speakern nicht anders zu erwarten, platzte der nicht allzu große Raum aus allen Nähten. Insbesondere aus dem Google-Vortrag nehme ich mit, dass die digitale Transformation im Kopf jedes Einzelnen beginnt – Stichwort: Digital Mindset. Ein Beispiel gefällig? In der Leichtathletik, genau genommen im Hochsprung, gab es 1968 eine Revolution, ausgelöst durch Richard Fosbury, der sich als Erster mit Rücken und Po über die Stange katapultierte. Damit war der Flop geboren, die heutige Standardtechnik im Hochsprung. Der Flop sieht nicht nur deutlich eleganter aus als die bisherige Technik – mit dem Bauch zur Stange gedreht –, sondern ist auch wesentlich effizienter: Sprünge weit über die Zwei-Meter-Marke wurden plötzlich zur Normalität.

Digitalisierung – mehr als nur die richtige Technik

Was können Unternehmen aus dem Sport-Beispiel lernen? Manchmal müssen sie eine bestehende Struktur komplett auf den Kopf stellen, um innovativ zu sein. Sie müssen ihr Mindset in Richtung Digital verändern. So einfach das klingen mag – es gehört oft mehr dazu als Mut und neue Technologien. Zumal die bekannten Vorreiter wie AirBnB und Flixbus, die mit einem komplett neuen Geschäftsmodell in kurzer Zeit großen Erfolg hatten, allesamt der B2C-Welt angehören. Das heißt jedoch nicht, dass sich B2B-Unternehmen nichts abschauen können. Viele Modelle und Denkweisen lassen sich gut adaptieren. Zum Beispiel, wenn es um die systematische Erfassung und Aufbereitung von Daten geht, um in Marketing und Vertrieb auf Kundenbedürfnisse gezielter eingehen zu können.

Relevanz ist relevant!

Insbesondere auf Bühne 1 gab es hierzu einige spannende Vorträge. Vor allem die Themen Online-Sichtbarkeit und kundenorientierter Vertrieb führen immer mehr zu einer Neuausrichtung in mittelständischen Unternehmen. Stichwort: Relevanz. Für uns als Kommunikationsagentur ist das besonders spannend und zeigt, dass guter, einzigartiger Content weiterhin der Schlüssel zu Erfolg ist. Und wie Tipp 5 aus einem eher augenzwinkernd gemeinten Vortrag zum Thema „Checkliste für Versager – Wie Sie die Digitalisierung vermasseln“ besagt: Entwickeln Sie alles intern, holen Sie sich ja keine Unterstützung von außen und fragen Sie bitte, bitte, niemals nach Feedback!

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