Bewegtbild bewegt B2B-Beziehungen: Zur Kommunikationsstrategie gehört auch Video

Marco Hübner, 07.08.2018 ***

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Quelle: Marco Hübner, Möller Horcher

Videos lassen Produkte, Personen, Firmenevents sowie andere Schlüsselelemente eines Unternehmens für Außenstehende oft das erste Mal lebendig erscheinen, da sie Emotionen sehr gut vermitteln. Noch immer können sich vermutlich viele Menschen – ganz gleich ob aus der IT-Branche oder nicht – an die Video-Präsentation des ersten iPhones und den damit aufkommenden Hype erinnern. Wer das Medium Film als einen ergänzenden Baustein in seiner Kommunikationsstrategie nach innen und außen begreift, kann die Beziehung zu seinen Kunden und anderen Interesseninhabern über seine Web-Kanäle besser fördern – und bleibt am Ball, was deren mediale Konsumgewohnheiten anbelangt. Das muss nicht zwangsläufig viel Geld und Zeit kosten.

„Videos sind teuer und bringen doch nichts“, so lautet nicht selten die Annahme von Marketing- und PR-Verantwortlichen in vielen Unternehmen. Zum Teil stimmt das tatsächlich: Professionelle Videos sind, verglichen mit eher klassischen PR-Instrumenten, wie etwa einer Pressemeldung, zeitaufwendig in der Produktion und erfordern ein gewisses Know-how: Es braucht ein eigenes Konzept, das unter anderem Kernbotschaft, Zielgruppe, Ästhetik und Inhalt auf einen Nenner bringt. Außerdem ist eine redaktionelle Unterstützung nötig, um die richtige Geschichte für die richtige Zielgruppe via Video zu erzählen. Zudem ist der organisatorische Aufwand nicht zu unterschätzen: Unternehmen müssen für ein Interview oder einen Imagefilm zum Beispiel geeignete Protagonisten finden.

Damit das Video ankommt, ist es wichtig, im Vorfeld klare Ziele festzulegen. Ein PR-Video kann unter anderem ein neues Produkt oder Unternehmensabläufe erklären, ein Gefühl oder das Image einer Organisation transportieren, Wissen vermitteln, neue Zielgruppen ansprechen oder potenzielle Kunden anlocken und Aufmerksamkeit generieren. Natürlich gibt es aber auch rein werbliche Videos, die mehr auf den Abverkauf abzielen, als die Beziehung zu der Außenwelt aufzubauen.

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Umsetzung erfordert ein eingespieltes Team

Für die Umsetzung benötigen Unternehmen nicht nur moderne Technik, sondern darüber hinaus ein gut eingespieltes Video-Team, das Bild und Ton störungsfrei einzufangen weiß, die Protagonisten vor der Kamera anleitet und richtig in Szene setzt. Damit nicht genug: In der Post-Produktion werden die gesammelten Bilder und Töne durch Musik und grafische Elemente ergänzt und zu einem stimmigen Endprodukt vermengt, das den zuvor gesetzten Zielen entspricht. In vielen Fällen ist der hohe Aufwand allerdings angemessen, denn der Effekt, der sich mit einem Film erzielen lässt, überflügelt häufig den einer Standard-Pressemeldung, die die neueste Version einer Software oder ähnliches bewirbt. Haben diese Pressemitteilungen keinen tatsächlichen Neuigkeitswert, verpufft deren Wirkung heute sehr schnell und sie gehen im Info-Dauerfeuer in den Posteingängen von Journalisten und anderen Multiplikatoren unter. Videos hingegen schauen immer mehr Menschen im Netz an, so lautet zumindest das Ergebnis der Analyse „The Future of Content Marketing“ von HubSpot aus dem vergangenem Jahr. 71 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, mehr Videos als im Vorjahr angeschaut zu haben. 53 Prozenten wünschen sich mehr Videoinhalte. Gefragt sind allerdings nutzwertige Videos. Denn: 77 Prozent der Befragten lehnen der Studie zufolge Videos ab, wenn es sich bei diesen um offensichtliche Werbung handelt.

Fast-Food für die Sinne – mit Langzeitwirkung

Ist ein Video – beispielsweise für ein Kundenevent – gelungen und vermittelt nützliche Informationen sowie eine positive Grundstimmung, so freut das nicht nur Kunden, sondern auch die Journalisten: Sie erhalten kostenlos nutzwertigen Video-Content, um ihre sozialen Kanäle zu befeuern oder ihre klassische Berichterstattung zu ergänzen. Das Video-Format entspricht zudem aktuellen Trends: Die Aufmerksamkeitsspanne der Menschen ist über die Jahre deutlich gesunken und Videos lassen sich bequem auf dem Handy oder dem Tablet abrufen – ganz nach dem Motto „Fast Food für die Sinne“. „In der Regel bleibt ein positiver Eindruck zurück, der zum Handlungsimpuls reifen kann“, berichtet Raphaela Bohl, Marketing Spezialist bei SC-Networks, Hersteller der E-Mail-Marketing-Automation-Lösung Evalanche. SC-Networks produziert für seine Events regelmäßig Videos, häufig in Zusammenarbeit mit Möller Horcher. „Nicht selten werden unsere Mitarbeiter auf das Eventvideo angesprochen. Daraus folgt dann oft das Interesse, bei der nächsten Veranstaltung selbst dabei zu sein.“ Zum positiven Effekt von Videos ergänzt Bohl: „Damit konservieren wir die positive Stimmung für unsere Partner und Kunden, die vielleicht dieses Mal nicht beim Event dabei sein konnten. Sie teilen diese Videos meist gerne und sorgen damit für zusätzliche Sichtbarkeit.“

Mit einem Video lassen sich darüber hinaus auch Leads generieren. Vielleicht konnte ein Unternehmen während seiner Veranstaltung auch einen Workshop per Video aufzeichnen, von dem anschließend andere Menschen profitieren können? Somit lässt sich die Lead-Generierung hervorragend ankurbeln, denn für nutzwertigen Content sind viele User bereit, ihre Daten preiszugeben – selbstverständlich ausschließlich durch einen rechtssicheren Double-Opt-In.

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Quelle: Marco Hübner, Möller Horcher

Filmaufnahmen mit dem Smartphone

Videos zu produzieren, bedeutet nicht zwingend, dass man extrem viel Geld in Equipment oder ähnliches investieren muss. Gewusst wie, lässt sich in manchen Fällen sogar das eigene Smartphone für Filmaufnahmen nutzen. Als kleiner Helfer kann beispielsweise schon ein Smartphone-Stativ dienen, um etwa den Unternehmensworkshop aufzuzeichnen. Auf diese Weise lässt sich ein Film mit geringerem technischen Aufwand produzieren, wobei Unternehmen vorab immer Zweck und Zielgruppe des Videos im Blick behalten sollten. Wenn es sich um ein Video handelt, das nur eine kleine Gruppe von Leuten adressiert, die es beispielsweise für interne Schulungen nutzen wollen, kann diese Art von Videoproduktion ausreichend sein. Anders sieht es aus, wenn ein Unternehmen plant, das Video als Teil einer Pressemeldung zu verwenden, um es an die breite Öffentlichkeit zu richten. In solchen Fällen empfiehlt sich tatsächlich eine qualitativ ansprechende Videoproduktion.

Merke: Das Know-how bleibt selbst bei einfachen Produktionen wichtigster Schlüssel, um am Ende nicht mit unausgegorenen Video-Konzepten auf halber Strecke stehen zu bleiben. Sie wollen wissen, ob Ihre Video-Idee in Ihr Kommunikationskonzept passt und Erfolg verspricht? Wir sind für Sie da – kontaktieren Sie uns gerne.