Home, sweet Office

Die Arbeitswelt verändert sich, und das schon seit Jahren. Ein Ende des Wandels ist nicht in Sicht. Digitalisierung, flexible Arbeitszeitmodelle, Gleitzeit, Home Office – um nur einige relevante Stichworte zu nennen.

Überall. Jederzeit. Am besten von zuhause. Oder doch nicht?
Vor allem Flexibilität wird gefordert, sowohl auf Arbeitgeber- als auch auf Arbeitnehmerseite. Mit dem rasanten Aufkommen junger, dynamischer Start-ups, die neue Arbeitsstrukturen einführen und (vor-)leben, müssen etablierte Unternehmen sowieso nachziehen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Büro ist heute eben nicht (mehr) gleich Büro. Im Grunde können wir überall arbeiten – wir sind ja schließlich Digital Natives und dazu überaus mobil. Oder wir bleiben gleich zuhause. Home Office ist keine Seltenheit mehr, sondern wird mehr und mehr zur Regel. Ist doch auch praktisch, wenn das neue Sofa geliefert wird, die Züge ausfallen oder man einfach mal einen Tag voller Konzentration für eine knifflige Aufgabe benötigt. Doch ist das heimische Arbeiten für jeden etwas? Welche Vorteile bietet das Home Office? Und was muss man dabei berücksichtigen? Das denken unsere Kollegen darüber:

Redakteurin und Hundeflüsterin Hannah meint:
„Als Redakteurin arbeite ich seit nunmehr sechs Jahren im Home Office. Das funktioniert für mich sehr gut, schließlich brauche ich nur einen Computer, Internet und Telefon, um ohne Einschränkung arbeiten zu können. Was für mich die perfekte Lösung ist – ich wohne und arbeite 130 km von Offenbach entfernt –, mag für andere nicht passend sein. Ich bin davon überzeugt: Nicht jeder kann im Home Office arbeiten. Neben der nötigen Disziplin, um sich nicht zum Müßiggang verleiten zu lassen, muss man auch der Typ dazu sein. Wer großen Wert auf den persönlichen Kontakt mit seinen Kollegen legt, wird in seinem Heimbüro auf Dauer nicht glücklich. Wem der telefonische Austausch und gelegentliche Treffen genügen, für den könnte das Home Office eine Option sein. Glücklicherweise habe ich meinen Hund, der mich durch den Tag begleitet und dafür sorgt, dass ich an die frische Luft komme. Übrigens für alle empfehlenswert: Beim Mittags-Spaziergang durch den Wald habe ich oft die besten Ideen.“

Sandy, unsere Agenturleitung aus Freiberg, sagt:
„Ich finde es sehr schön, dass es die Möglichkeit gibt. Ich nutze sie relativ selten, also nur in Ausnahmefällen – eben dann, wenn ich Beruf und Familie unter einen Hut bringen muss bzw. will. Dabei habe ich gemerkt, dass ich zu Hause ohne jede Ablenkung sehr konzentriert und effizient arbeiten kann. Allerdings fehlt mir auf Dauer auf jeden Fall der direkte und persönliche Austausch mit den Kollegen.“

Unser Redaktions-Neuzugang Ines sagt:
„Mit den heutigen technischen Möglichkeiten spricht eigentlich nichts dagegen, regelmäßig im Home Office zu arbeiten, sofern die Arbeitsinhalte selbst es gestatten. Bei den Aufgaben im Presse- und PR-Bereich ist das der Fall. Für den betreffenden Mitarbeiter kann Home Office ein großes Plus bedeuten, schließlich entfällt der Arbeitsweg, und man verbucht auf diese Weise einen Zeitgewinn. Zudem habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich mich auf besonders anspruchsvolle Texte besser konzentrieren kann, wenn es keine Ablenkung durch die im Büro unvermeidliche Geräuschkulisse gibt. Damit profitiert indirekt auch der Arbeitgeber von diesem Arrangement. Den regelmäßigen persönlichen Kontakt mit den Kollegen können dennoch aus meiner Sicht Telefonate, Chats, E-Mails etc. nicht ersetzen. Zumal man durch den „Flurfunk“ auch Informationen über andere Projekte und Kunden aufschnappt – was für das große Ganze wichtig ist. Home Office und Anwesenheit im Büro sollten sich daher abwechseln. Einen möglichen Stolperstein, besonders bei Unternehmen, für die Home-Office-Arbeitsplätze etwas Neues sind, sehe ich in der Sicherheit. Selbstverständlich muss zwingend dafür gesorgt sein, dass durch den Zugang von außen auf den Server keine Sicherheitsrisiken entstehen.“

Wortjongleurin Jenny kommentiert:
„Ich bin Möller Horcher sehr dankbar dafür, dass ich die Möglichkeit zum Home Office habe. Denn so habe ich herausgefunden, dass es überhaupt nichts für mich ist. Ich bevorzuge den Austausch mit den Kollegen vis-à-vis, denn bei Kommunikation spielen Mimik und Körpersprache eine wichtige Rolle. Dennoch ist Home Office eine gute Option, wenn sich mal der Handwerker angemeldet hat oder wenn man im winterlichen Schnee-Chaos seine redaktionellen Zelte im sicheren Zuhause aufschlagen kann.“