Drei Fragen an Julia, unsere reiselustige Video-Expertin

Sandy Wilzek, 27.09.2016 ***

Beraterin Julia unterstützt unsere Kunden seit 2012 bei der Umsetzung ihrer Kommunikationsstrategie. Im Interview verrät sie, wann sie ihre Leidenschaft für das Thema Video entdeckt hat und warum sie eher auf ausgefallene Reiseziele steht.

Julia, du bist ja bei uns die Expertin für Bilder und Videos. Nicht nur, dass du dich einst mit einem Video bei Möller Horcher beworben hast und Videoprojekte für unsere Kunden umsetzt, du hältst uns auch immer auf dem Laufenden, was aktuelle Trends betrifft. Wann und wie hast du deine Leidenschaft für das Thema entdeckt und was fasziniert dich bis heute daran?

Ich glaube, einer meiner ersten Berufswünsche als Kind sagt alles: Trickfilmzeichnerin bei Walt Disney. (lacht) Später wollte ich dann doch lieber zu Pixar oder Regisseurin, Kamerafrau und Drehbuchschreiberin beim Film sein. Das Thema Filmemachen – egal ob Zeichentrick, Animation oder Realfilm – hat mich von klein auf begeistert. Bis zur Umsetzung meines ersten Videoprojekts hat es dann allerdings doch ziemlich lange gedauert. Erst mit Mitte Zwanzig habe ich mich an der Uni in Freiberg zuerst vor, dann hinter die Kamera gewagt und mich auch in das Schnittprogramm „Premiere“ reingefuchst. Ermöglicht hat mir das meine Zugehörigkeit beim Formula Student Rennteam unserer Uni, für das ich zusammen mit einem Teamkollegen den Bereich Video übernommen hatte. Angefangen bei klassischen Messe- und Veranstaltungsvideos, Berichterstattungen mit Moderation und Doku-Charakter für das Freiberger Fernsehen, kurzen amüsanten Werbeclips für unsere Business Plan-Präsentationen bis hin zu einem täglichen Video-Blog während der Event-Phasen haben wir uns in sehr vielen verschiedenen Video-Formaten austoben können. Selbst bei einem Kurzfilm-Uni-Wettbewerb habe ich mit einem eigenen 12-minütigen Filmchen mitgemacht. Und auch nach dem Studium blieb das Thema „Videos-Machen“ mein Hobby. So Pi mal Daumen komme ich mittlerweile auf gut 80 selbst produzierte Videos. Das Tolle an einem Video ist, dass ich nicht nur unterhalte, Informationen vermittle und „bewegte“ Einblicke in ein Thema gebe, sondern dass ich vor allem mithilfe der passenden Musik die Emotion beim Zuschauer auslösen kann, um die es mir persönlich geht. Wenn ich möchte, dass meine Zuschauer Spaß mit meinem Video haben, dann wähle ich eine fröhliche oder lustige Musik. Wenn ich ein Thema clever rüberbringen möchte, dann brauche ich eine ganz andere Musik, als wenn ich zum Beispiel die Schönheit und Ruhe eines Ortes vermitteln will. Die Ergänzung von Bildern um Musik ist meine Art, in den Menschen die Gefühle für ein Thema auszulösen, die ich ihnen dazu gerne mitgeben möchte.

Mittlerweile wird das Thema Bild und Videokommunikation auch für viele B2B-Unternehmen immer wichtiger. Wie wird sich das Thema deiner Meinung nach in den nächsten zwei bis drei Jahren entwickeln?

Bilder sind wahnsinnig wichtig. Ein Text ohne ein gutes Bild ist nur die Hälfte wert. Das gilt jetzt schon und wird sich in den kommenden Jahren auch nicht ändern – wenn, dann werden Bilder nur noch wichtiger werden. Wir alle haben immer weniger Zeit, in der wir immer mehr Informationen verarbeiten müssen. Bilder scannen wir innerhalb des Bruchteils einer Sekunde. Spricht mich das Bild an, nehme ich mir auch die Zeit den dazugehörigen Text zu lesen. Das bedeutet auch: Wir selbst finden uns in den Bildern wieder. Wir identifizieren uns mit dem Bild. Wenn dann ein Unternehmen hinter diesem Bild steht, dann identifizieren wir uns im gleichen Moment auch mit diesem Unternehmen: Passt das Bild zu mir, passt das Unternehmen möglicherweise auch zu mir. Passt hingegen das Bild nicht zu mir, passt vermutlich auch das Unternehmen nicht zu mir. In diesem Zusammenhang fallen mir auch die Stockphotos ein. Das mag zwar eine schnelle und günstige Möglichkeit sein, für wenig Geld an professionell wirkende Fotos zu kommen, aber letzten Endes ist diese Form von Bildmaterial gar nicht vorteilhaft für Unternehmen. Unternehmen sollten viel lieber einen guten Fotografen engagieren und sich individuelles Bildmaterial anfertigen lassen. Das ist dann auch professionell, sieht klasse aus, es hat kein anderer und passt vor allem perfekt zum Unternehmen, womit wir wieder bei der Identifikation wären. Der Kreis schließt sich.

Beim Thema Video muss ich sagen, dass der B2B-Bereich noch ziemlich viel Aufholpotenzial gegenüber dem B2C-Bereich hat. Es gibt schon recht viele Video-Möglichkeiten für B2B-Unternehmen, aber viele setzen sie noch gar nicht ein. Leider. Ich denke aber, dass hier in den kommenden Jahren auch ein Umdenken stattfinden wird. Das hat auch mit den wachsenden Angeboten und Möglichkeiten für B2B-Unternehmen und ihren doch sehr speziellen Zielgruppen zu tun. Während früher „Bewegtbilder“ fast ausschließlich nur über das Kino und Fernsehen zugänglich und hier der Streuverlust für B2B natürlich viel zu groß war, gibt es mittlerweile so viele Kanäle und Plattformen für B2B, die das Medium Video den entsprechenden Zielgruppen ohne große Streuverluste zugänglich machen. Mal ein ganz konkretes Beispiel: Live-Übertragungen. Da brauchte man früher einen Ü-Wagen, quasi unbezahlbares Equipment und ein echt großes Filmteam, um so etwas überhaupt realisieren zu können. Das bedeutete Kosten im fünfstelligen Bereich. Und heute? Besorge ich mir eine gute Kamera und ein Mikrofon, setze mich an meinen Laptop und übertrage live via Youtube meine Veranstaltung. Wer es noch einfacher haben will, der nimmt sein Smartphone und überträgt ein Live-Video auf Facebook. Kosten: Null Euro. Und das ist nicht die Zukunft. Das ist die Gegenwart. Im Bereich Video ändert sich der Markt so rasant, es würde mich absolut nicht wundern, wenn sich in zwei bis drei Jahren bisher noch völlig ungeahnte Möglichkeiten für das Thema B2B-Bewegtbild entwickeln.

Auch privat hast du die Kamera immer dabei, um deine Reisen zu dokumentieren. Dabei verschlägt es dich immer wieder an nicht so gewöhnliche Urlaubsorte: Lappland, Spitzbergen und Israel standen bisher auf deiner Agenda. Verrätst du uns, was du als Nächstes geplant hast?

Was heißt denn hier ungewöhnliche Urlaubsorte?! Also ich finde meine Reiseziele ziemlich normal. Zugegeben, ich wähle meine Destinationen eventuell anhand anderer Kriterien aus, als andere das tun. Für mich zählt zum Beispiel, ob es dort einen ausgefallenen Marathon gibt oder ob man da schön radfahren kann. Wenn es dann noch ein „superlativer“ Ort ist – z. B. die südlichste Stadt Europas –, umso besser. Manchmal ist es aber auch einfach nur die Erfüllung von Kindheitsträumen – wie beim Thema Video. (grinst) Träume gibt es noch genug – einen konkreten nächsten Plan gibt es allerdings tatsächlich aktuell nicht. Ich weiß zwar, dass ich im Oktober noch ein, zwei Wochen radfahren möchte – allerdings weiß ich im Moment selbst noch gar nicht genau wo. Vielleicht steig ich auch einfach in den nächstbesten Zug, lass mich überraschen, wo der hinfährt, und erkunde dort ein bisschen die Welt. Würde auch zu mir passen. 🙂

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