Die Pressemitteilung ist tot, lang lebe die Pressemitteilung!

3-veroeffentlichung-512px-webDie Menge von freiverfügbarem Content steigt rapide. Hat die Pressemitteilung da noch eine Chance? Klar, und unsere Redakteurin Julia weiß wie.

Die Presselandschaft hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Die Redaktionen sind massiv geschrumpft, daher greifen Redakteure immer häufiger auf externe Inhalte zurück, von denen es mehr als genug gibt. Zahllose kostenfreie Presseservices versprechen, Pressemitteilungen bestmöglich zu verbreiten und für Journalisten verfügbar zu machen – sie produzieren so ein wahres Überangebot an Informationen. Laut einer aktuellen Studie betrachten zwar heute noch immer 96 Prozent der Journalisten in Deutschland die Pressemitteilung als eine ihrer wichtigsten Informationsquellen. Jedoch ist es für Unternehmen aufgrund der großen Anzahl, die auch durch Mitbewerber produziert wird, immer schwieriger, ihre eigenen Meldungen auch platziert zu bekommen. Natürlich gibt es dabei gewisse Unterschiede in den Branchen: Da beispielsweise der Bereich E-Commerce sehr schnelllebig ist, können Pressemitteilungen hier nur schwer Veröffentlichungen erreichen. In den traditionsverbundeneren Branchen wie beispielsweise der produzierenden Industrie und den entsprechenden Medien wird sie hingegen noch sehr viel mehr geschätzt.

 

Der Neuigkeitswert steht über allem
Auch die Themen von Pressemitteilungen haben sich inzwischen stark verschoben. Lange Zeit gehörten Personalmeldungen und Mitteilungen zu Jubiläumsfeiern zum guten Ton der Pressearbeit – auch in Fachzeitschriften. Während früher beispielsweise Produktlaunches alleinig über Pressemitteilungen kommuniziert wurden, braucht es aber heute eine integrierte Kommunikationsstrategie über sämtliche Kanäle hinweg. Und ein Software-Release, über das man heute berichtet, kann morgen schon wieder veraltet sein. Journalisten gehen deswegen noch selektiver vor und legen größeren Wert auf den besonderen Neuigkeits-Faktor einer Mitteilung – mangelnde Relevanz gehört der Studie zufolge immerhin zu den größten journalistischen Herausforderungen! Gute Chancen haben deswegen Themen wie:

  • Innovative Produkte
  • Neue, einzigartige Dienstleistungen
  • Releases mit ganz neuartigen Features

Aber auch andere Mitteilungen finden ihren Abnehmer: Beispielsweise berichten viele Fachzeitschriften im Vorfeld über die großen Branchenmessen und nehmen gerne Messe-Mitteilungen auf: eine Innovation, die auf aufregende und interaktive Art und Weise vorgestellt wird, erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Veröffentlichung deutlich.

Alter Wein in neuen Schläuchen?
Doch eine Pressemitteilung lebt nicht allein von einem spannenden Thema. Es kommt auch darauf an, wie es präsentiert wird. Inzwischen haben sich daher einige Formate etabliert, die eher nutzwertigen Content liefern, wie zum Beispiel checklistenartige Pressemitteilungen, die Redaktionen sehr gern aufnehmen. Sie geben einen kurzen Einblick ins Thema und verweisen häufig auf weiterführenden Content. Aussagekräftiges Bildmaterial verleiht Pressemeldungen zusätzlich Antrieb, um mehr Veröffentlichungen und somit eine höhere Sichtbarkeit in den Zielmedien zu erreichen: Für 85 % der Journalisten ist der Bedarf an visuellem Content in den letzten Jahren rasant gestiegen, so die Studie weiter. Noch beliebter als Bilder sind heutzutage Infografiken, die den Inhalt einer Pressemitteilung visuell ansprechend aufarbeiten. Auch Videos sind auf dem Vormarsch und können ein tolles Add-On für Online-Pressemitteilungen sein.

Mit gutem Namen und professionellem Content
Journalisten selektieren sehr genau, welche Mitteilungen sie für eine Veröffentlichung in Erwägung ziehen und welche nicht. Der Trick: Ein bekannter Name, der bereits vorher hilfreichen Content geliefert hat, sorgt für mehr Aufmerksamkeit. Ein guter Kontakt zu PR-Managern und PR-Agenturen ist daher für die meisten Journalisten Gold wert: Sie wissen, welche Qualität und Nutzwertigkeit sie erwarten können und können im Vorfeld gut abschätzen, wie viel Arbeit sie eventuell noch in einen zugeschickten Text stecken müssen. Für Unternehmen ist es generell ratsam, sich Unterstützung vom Profi zu holen. Er weiß, wie und wo er Ihre Nachrichten optimal platziert. Falls Sie Hilfe bei der Erstellung oder dem Platzieren einer Pressemitteilung brauchen, sprechen Sie uns gern an.