Website-Relaunch: Gut Ding will … Struktur und Vorbereitung haben (Teil 1)

(Quelle: Shutterstock/Urheber: PureSolution)

(Quelle: Shutterstock/Urheber: PureSolution)

Ohne Website geht heute nichts mehr – und das nicht erst, seitdem die Digitale Transformation von sich Reden macht. Als Kommunikationsagentur gehört die Erstellung von Websitetexten natürlich zu unserem Kern-Angebot. Dieses Mal hatte ich die Ehre, den neuen Internetauftritt eines unserer größten Klienten zu betexten. Das Projekt war zwar sehr komplex, aber auch sehr gut vorbereitet. Darum nehme ich den Relaunch als Anlass, um Ihnen den Idealfall der Erstellung von Websitetexten zu beschreiben – für den Fall, dass auch Sie, liebe Klienten und Interessenten, ein ähnliches Projekt planen.

  1. Phase: Gründliche Vorbereitung
    Ein Website-Relaunch gliedert sich in mehrere Phasen. Zu Beginn eines solchen Projekts stehen viele organisatorische und technische Überlegungen an, wie etwa: Welches Content-Management-System setzen Sie ein? Betreiben Sie die Website selbst oder hosten Sie diese bei einem spezialisierten Dienstleister? Wer ist für die Pflege und Verwaltung des Contents verantwortlich? Gerne erarbeiten wir gemeinsam mit Ihnen eine Website-Strategie, die folgende Aspekte berücksichtigt:
  • Nicht ohne (m)ein Konzept
    Die wichtigste Überlegung ist natürlich: Was erwarten Sie von Ihrer neuen Website? Gemeinsam entwickeln wir ein Konzept, das diese und viele weitere Fragen beantwortet: Wer ist Ihre Zielgruppe? Oder gibt es sogar mehrere Zielgruppen? Mit welchen Inhalten möchten Sie diese erreichen? Welche Botschaft(en) wollen Sie transportieren? Soll es zusätzliche Landing Pages geben? Welche Inhalte bzw. Seiten möchten Sie durch Links miteinander verbinden?
  • Auf diese Elemente können Sie bauen
    Während der Vorbereitung ist bereits der Aufbau der einzelnen Seite zu planen. Ist ein großes Stage-Bild vorgesehen? Soll es nur eine Headline oder eine zusätzliche Subheadline geben? Auf wie viele Spalten soll sich der Text verteilen? Welche grafischen Elemente sollen integriert werden? Soll sich zusätzlicher Inhalt hinter einem ausklappbaren Drop-Down-Menü verbergen? Wo soll der Call-to-Action platziert sein? Und vieles mehr. Inspiration liefert das Web in Hülle und Fülle.
  • In der Kürze liegt die Würze
    Wenn der Seitenaufbau geplant ist, geht es ans Eingemachte. Nein, nicht an die Texte, sondern an die Vorarbeit dafür: an die Definition der Zeichenvorgaben für jedes einzelne Textelement. Als Faustregel gilt: So viel Text wie nötig, aber so wenig Text wie möglich. Kein Websitebesucher mag sich durch lange Buchstabenwüsten scrollen. Vielmehr sollte man sich überblicksartig informieren können. Denjenigen, die sich näher mit einem Thema beschäftigen wollen, können Sie zusätzliche Informationen zum Download anbieten. Das hat auch den Vorteil, dass Sie professionelles Lead Management über Ihre Website betreiben können. Wenn Sie unsicher sind, wie viel 200 oder 1.000 Zeichen sind, pflegen Sie einen beliebigen Text in der gewünschten Länge probehalber in Ihr CMS ein. So kriegen Sie ein Gespür für Zeichenumfänge. Übrigens unterstützen wir Sie auch bei der Auswahl des geeigneten CMS.
  • Ein Bild sagt mehr als tausend Worte
    Dieses altbewährte Credo gilt erst recht für eine moderne Website. Benutzen Sie visuelle Elemente, wo immer es sinnvoll ist. Diese lockern die Seite auf und unterstreichen den individuellen Charakter Ihres Webauftritts. Einsatzmöglichkeiten gibt es viele: Anstatt komplexe Sachverhalte umständlich zu erläutern, empfiehlt sich eine aussagekräftige Grafik oder ein erklärendes Video. Falls Sie mit Bullet Points oder Checklisten arbeiten möchten, können Sie den Aufzählungscharakter durch Häkchen unterstreichen. Oder Sie integrieren großformatige Bilder. Das wirkt besonders edel.
  • Der Ton macht die Musik
    Viele einzelne Töne ergeben ein Lied mit einer bestimmten Aussage. Das gilt auch für die Art und Weise, wie Sie sich Ihren Websitebesuchern gegenüber verhalten. Was vielleicht banal klingen mag, ist jedoch fundamental wichtig. Entscheiden Sie, ob Sie Ihre Besucher persönlich und direkt ansprechen wollen (so wie in diesem Blogbeitrag) oder ob Sie eine eher distanzierte, indirekte Ansprache präferieren. Auch was den Ton betrifft, gibt es viele Möglichkeiten: Sie können Ihre Websitetexte sehr sachlich halten oder damit auf die Emotionen Ihrer Besucher abzielen – auch Mischformen sind natürlich möglich. Wenn Sie hierbei unsicher sind, beraten wir Sie gerne.
  • Kommt Zeit, kommt Rat
    Den Abschluss der Vorbereitungen bildet der Entwurf eines realistischen Zeitplans. Auch wenn Websitetexte in der Regel sehr viel kürzer sind als Anwender- oder Fachberichte, bedarf es meist einer größeren Sorgfalt, um die gewünschten Aussagen auf den Punkt zu bringen. Entscheiden Sie während der Vorbereitung, welche Freigabevariante Sie bevorzugen: Möchten Sie mit der Korrektur und Freigabe warten, bis es einen ersten Entwurf von allen Texten gibt? Oder wollen Sie einzelne Texte freigeben, ganz im Sinne eines agilen Freigabeprozesses? Das war die letzte Entscheidung, die Sie während der Vorbereitung treffen müssen. Versprochen! Und jetzt machen wir uns an die Erstellung Ihrer Websitetexte. Worauf es dabei ankommt, lesen Sie im zweiten Teil.