Print
TV + Radio
Online
IT + PR
Weekly
Recherchieren Sie in unserem gesamten Newsarchiv:
Abonnieren Sie unseren kostenlosen täglichen Newsservice.
Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse ein:
Weekly

30.08.2010

Birte Arnold, PR-Managerin bei news aktuell, über den  „Aus- und Weiterbildungsbedarf in der Kommunikationsbranche“ (Blitzumfrage Juli 2010)

Deutlicher kann es kaum sein. In Social Media und Online-PR erkennen Vertreter der Kommunikationsbranche auch zukünftig noch immer ihre größten Wissenslücken (70 Prozent). Sehr viel seltener stehen dagegen PR-Themen wie „strategische / operative Planung“ (33 Prozent) oder auch „Evaluation und Wertschöpfung“ (23 Prozent) auf der Dringlichkeitsliste. Das gilt für Leiter Unternehmenskommunikation, Pressesprecher und PR-Berater gleichermaßen. So ergab es eine Blitzumfrage zum Thema „Aus- und Weiterbildung“, die news aktuell und Faktenkontor im Juli durchgeführt haben. Gut 1.100 Fach- und Führungskräfte aus PR-Agenturen und Pressestellen haben mitgemacht.

Der Preis entscheidet immer noch über die Genehmigung einer Fortbildung, so urteilen jedenfalls mehr als zwei Drittel aller Befragten (70 Prozent). Gut die Hälfte setzt zusätzlich auf gute Erfahrung mit dem Anbieter (53 Prozent). Einsteiger erwarten vor allem eine Zertifizierung des Anbieters (16 Prozent).

Tipps und Empfehlungen zum Thema Aus- und Weiterbildung holt sich heute schon jeder sechste über Soziale Netzwerke und Blogs (17 Prozent). Aber auch newsletter der Seminaranbieter werden bei Bedarf sehr gezielt gelesen (51 Prozent).

Auf die Frage nach den beliebtesten Fortbildungsformaten führen mehrtägige Seminare die Wunschliste klar an (42 Prozent). Nur jeder sechste äußert Interesse an Webinaren oder E-Learning-Angeboten (16 Prozent).

Abschließend spannend für alle High-Potentials der Branche: Favorit unter den PR-Studiengängen zum Master ist laut Umfrage die Uni Leipzig. Jeder fünfte PR-Experte gibt dem Studiengang "Master Communication Management" Bestnoten (20 Prozent). Gute Chancen auf einen erfolgreichen Einstieg in die Kommunikationsbranche haben grundsätzlich diejenigen, die einen Studienabschluss vorweisen können. Gern gesehen werden ebenfalls Studienabsolventen mit spezieller PR-Zusatzausbildung.

In diesem Sinne: Allen viel Erfolg bei ihrer Aus- und Weiterbildung zum Kommunikationsprofi!
Und vielleicht bietet auch unser Seminarprogramm zu Pressearbeit, PR und Erfolgsmanagement passende Themen für Ihre Fortbildung. Schauen Sie mal rein: http://www.media-workshop.de/

Birte Arnold

Zusammenfassung der PR-Trendmonitor/Blitzumfrage zur „Aus- und Weiterbildung“ hier: http://bit.ly/ahqIAR

23.08.2010

Peter Koller, Chef vom Dienst der Fachzeitschrift „Elektronikpraxis“, über Digitalisierung und Vernetzung im Qualitätsjournalismus und den notwendigen Wandel, der für die Medienbranche daraus resultiert (Teil 2)

Um angesichts von Digitalisierung und Vernetzung überleben zu können, muss sich der Journalismus stark wandeln. Sieben Thesen:

These 1: Die Funktion der Verlage verändert sich
Die Digitalisierung senkt die Markteintrittshürde im Mediensektor. Dadurch verlieren Verlage die Kontrolle über den Vertriebskanal und sollten sich – statt dem nachzutrauern – wieder auf ihre ureigenste Aufgabe konzentrieren: herausfinden, welcher publizistische Bedarf besteht und diesen bedienen.

These 2: Konzentration auf journalistische Tugenden
Journalisten müssen sich auf ihre Kernkompetenz besinnen: Das Anbieten exklusiver und vertrauenswürdiger Informationen. Das erfordert eine Abkehr von Copy-Paste-Beiträgen, redigierten Agenturmeldungen, gegoogelten Bildern und von der Konkurrenz paraphrasierten Artikeln – „Genau solcher Journalismus ist austausch-, automatisier- und industrialisierbar", warnt der Schweizer Medienwissenschaftler Andreas Braendle.

These 3: Technik hilft Journalisten, ihren Job besser zu machen
Wenn Du eine Entwicklung nicht aufhalten kannst, setz Dich an ihre Spitze. Die Explosion der Contentmenge macht Technikeinsatz zur Filterung unumgänglich – und kann helfen, im immer lauteren Grundrauschen belangloser Informationen die relevanten herauszufiltern.

These 4: Den Lesern besser zuhören
Guter Journalismus lebt seit jeher von der Nähe zum Leser. Und die lässt sich durch Tools wie soziale Netzwerke selbst dann herstellen, wenn der persönliche Kontakt aufgrund wirtschaftlicher Restriktionen nicht mehr möglich ist.

These 5: Journalismus braucht andere Erlösmodelle
Mit der Granularisierung des Contents ist auch das etablierte Bezahlmodell für gebündelte Inhalte perdu. Wie eine Erlösstruktur für entbündelten Content aussehen könnte – Paywall, Micropayment, Crowd-Funding, Kultur-Flatrate oder Leistungsschutzrecht – ist unklar.

These 6: Journalisten und Verlage müssen Technik besser verstehen
„Seit die Druckerpresse den Stadtausrufer vom Markt verdrängt hat, wurde die Weiterentwicklung der Nachrichtenbranche im Wesentlichen von technischen Entwicklungen getrieben", konstatiert die britische Medienforscherin Vivian Sandt. Insbesondere seit Beginn des Webzeitalters kommen Innovationen meist nicht von Verlagen oder Journalisten, sondern von technologisch geprägten Unternehmen wie Google oder Apple. Das muss sich ändern. In der Journalistenausbildung in den USA gehören Programmierkurse schon zum Standardprogramm.

These 7: Do what you do best, link the rest
Infolge von Granularisierung und Vernetzung hat der journalistische One-Stop-Shop immer öfter ausgedient. Anstelle des integrierten Produkts Zeitung oder Zeitschrift treten Plattformen zur Erzeugung eines Hyperpersonal-Newsstream. Statt von allem etwas anzubieten, müssen sich Verlage auf den Bereich konzentrieren, in dem sie sich von der Konkurrenz abheben – und den Rest einfach verlinken.

16.08.2010

Peter Koller, Chef vom Dienst der Fachzeitschrift „Elektronikpraxis“, über Digitalisierung und Vernetzung im Qualitätsjournalismus und den notwendigen Wandel, der für die Medienbranche daraus resultiert (Teil 1)

Der klassische Journalismus kommt durch fortschreitende Digitalisierung und Vernetzung unter Druck. Vier Entwicklungen pflügen die Medienlandschaft um:

Demokratisierung (User Generated Content): Dank Kamera-bestückter Smartphones, YouTube und Blog-Software ist es jedem möglich, Ereignisse zu publizieren.

Industrialisierung (Content-Fabriken): Unternehmen wie Demand Media werten Suchmaschinenanfragen nach den populärsten Themen aus und lassen dazu Content schreiben, der anschließend auf werbefinanzierten Seiten platziert wird.

Technisierung (Algorithmen): Aggregatoren wie Google News waren erst der Anfang. Der Statistik-Dienstleister StatSheet plant, Spielberichte von Sportereignissen per Algorithmus generieren zu lassen, basierend auf statistischen Größen wie der Zahl der Ballkontakte, Eckbälle oder Strafstöße.

Vernetzung (Social Media): Soziale Netzwerke haben sich als Content-Kanal etabliert: Die Schwarm-Intelligenz sorgt für eine schnelle Verbreitung von Informationen, die eine breite Öffentlichkeit für wert befindet.

Der Münsteraner Medienforscher Christoph Neuberger kommt aber in einer Studie zu einem überraschenden Ergebnis: „Die empirischen Befunde legen nahe, dass zwischen dem professionellen Journalismus sowie den partizipativen und technischen Angeboten im Internet vor allem eine vielschichtige komplementäre Beziehung besteht, weniger ein Konkurrenzverhältnis.“ Das bezieht sich leider nur auf den inhaltlichen Aspekt, denn im Werbemarkt als bisheriger Haupterlösquelle von Medien machen sich die drei Bereiche massiv Konkurrenz. Die Gründe:

1. Der Wandel des Werbemarkts vom Anbieter- zum Nachfragemarkt: Die Digitalisierung erhöht die Zahl verfügbarer Werbeplätze exponentiell.

2. Durch das explosionsartig wachsende Inhalteangebot im Web sinkt die Zeit, die der Nutzer dem einzelnen Angebot widmet. Journalistische Inhalte verlieren in der Aufmerksamkeitsökonomie an Wert.

3. Durch die Entbündelung der Inhalte und ihre Granularisierung ist die früher praktizierte Quersubventionierung wenig rentabler Inhalte wie Kulturberichterstattung durch hochrentable wie Stellenanzeigen nicht mehr möglich.

Der zweite Teil beschäftigt sich damit, wie sich der Journalismus wandeln muss, um unter veränderten Rahmenbedingungen fortbestehen zu können.

02.08.2010

Matthias Sandner, Verlagsleitung Online, und Tanja Gabler, Leitung Onlineredaktion, von „Internet World Business“, über das Facebook-Engagement ihres Mediums

Über den Aufstieg von Facebook berichten wir auf internetworld.de jeden Tag. Da stand es für uns schon im vergangenen Jahr fest, dass wir als Medium auch mit einer eigenen Seite präsent sein wollen. Denn schließlich wollen wir da sein, wo unsere User sind. Im Februar war es dann soweit: facebook.com/internetworld.de ging live. Die Voraussetzung für ein Engagement in dem sozialen Netzwerk war für uns die technische Einbindung von Facebook ins Redaktionssystem, die es uns ermöglicht, den Aufwand beim Posten von Inhalten in Grenzen zu halten: Nun können wir bereits im Content-Management-System individuell entscheiden, ob wir eine Meldung auf Facebook veröffentlichen und mit welchem Begleittext. Überschrift, Teaser und Bild erscheinen dann automatisch.

Inhaltlich waren wir uns schnell einig, dass der Content auf unserer Facebook-Seite nicht eins zu eins der gleiche wie auf unserer Website sein darf. Medien sind wie Unternehmen und Marken in Social Media nur erfolgreich, wenn sie passende und einzigartige Inhalte bieten. Auf Facebook veröffentlichen wir deshalb primär jene Nachrichten, die aus dem Social-Media-Bereich stammen oder zum Diskutieren anregen.

Es gibt jedoch auch Inhalte, die wir nur in dem sozialen Netzwerk veröffentlichen, weil sie dem persönlichen Charakter der Facebook-Kommunikation entsprechen. Das kann auch mal ein Foto vom Mittagessen sein oder der Link zu einem viralen Video. Eine Facebook-Aktion, die großen Erfolg hatte, war die Wahl des „Mister Digital“. Die User konnten per Kommentar Personen aus der Branche vorschlagen und über den Gefällt-mir-Button bewerten. Durch eine Abstimmung haben wir unter den zehn Nominierten mit den meisten Stimmen den Gewinner ermittelt und nach der Wahl mit Sieger Heiko Eckert ein Videointerview über seine Kampagne geführt (http://www.internetworld.de/Nachrichten/Medien/Social-Media/Eckert-ueber-den-Erfolg-seiner-Mister-Digital-Kandidatur-Man-muss-Menschen-direkt-ansprechen-29356.html). Dieses Beispiel zeigt in unseren Augen sehr gut, worauf es bei Facebook ankommt: Gemeinsam mit den Nutzern auf eine Weise zu interagieren, die Spaß macht. Durch diese Aktion ist die Zahl unserer Fans um die Hälfte gestiegen - und wächst seitdem weiter an.

Facebook ist für uns jedoch nicht nur als Verbreitungsweg für unsere Inhalte wichtig, sondern auch als Kanal für Feedback, Anregungen und Wünsche. Wir freuen uns über Kommentare, weil sie uns eine Möglichkeit bieten, unsere Leserschaft besser kennenzulernen – und mit ihr zu kommunizieren.

In diesem Sinne: Bis bald auf Facebook!

12.07.2010

Chefredakteur Guido Piech über das neue Magazin „Mobile Business“, das der Medienhaus Verlag im Herbst 2010 lanciert und das die Bedeutung von Mobile Solutions als Wertschöpfungsfaktor beleuchtet

Mit „Mobile Business“ bringt der Medienhaus Verlag ein neues Magazin auf den Markt, das über den Einsatz mobiler Lösungen im Geschäftsumfeld berichtet. Es richtet sich sowohl an Investitionsentscheider und Unternehmensverantwortliche aus verschiedenen Fachbereichen als auch an technikaffine Geschäftsleute, die ihre Arbeitsprozesse optimieren, Kennzahlen und Reports in Echtzeit abrufen und ihre Kommunikation mit Mitarbeitern, Partnern und Kunden beschleunigen möchten. Dazu zählen neben Verantwortlichen in Großkonzernen und mittelständischen Unternehmen vor allem auch Selbstständige und Inhaber von Agenturen und Dienstleistungsunternehmen.

Mit diesem Ansatz möchte Mobile Business die Lücke schließen, die die IT-Fachpresse und die hochspezialisierten Telekommunikationszeitschriften auf der einen und die Wirtschaftspresse auf der anderen Seite hinterlassen. Mit einer Gesamtauflage von 50.000 Exemplaren richtet sich Mobile Business an die für die Umsetzung von Mobility-Lösungen relevanten Zielgruppen der Geschäftsführer sowie Bereichs- und Abteilungsleiter, die einen schnellen und gezielten Überblick über den komplexen Anbietermarkt mit seiner ebenso komplexen Angebotsvielfalt erhalten wollen.

Der Titel soll sich im Zusammenspiel mit dem Online-Portal mobilebusiness.de als praxisorientierte Schnittstelle zwischen Telekommunikations- und Mobilfunkbranche, Hard- und Softwareherstellern für mobile Lösungen sowie den Nutzern positionieren. Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Anbieterverbänden werden ebenso zu Wort kommen wie die Anwender selbst. Sie schildern in exklusiven Interviews, wie der Einsatz von Mobile Applications zur Wertschöpfung beiträgt, welche Herausforderungen es bei der Integration dieser Lösungen zu bewältigen gilt und wie deren Verwendung ihren Geschäftsalltag nachhaltig verändert.

Alle Beiträge werden eng an Zahlen und Fakten geknüpft. Grafiken, Tabellen und Charts sollen schnell Auskunft über Unternehmenskennzahlen sowie Projektdaten und Wirtschaftlichkeitsberechnungen geben. Mobile Business wird dabei alle Aspekte von der Planung über die Durchführung bis hin zum Aufbau der Infrastruktur und zum Einsatz mobiler Applikationen beleuchten. Weiterhin sollen Markttrends, Erfolgsmeldungen aus Forschung und Entwicklung, erfolgreiche Pionierprojekte und Produktneuheiten, die für den Praxisbetrieb tauglich sind, großen Raum finden.



05.07.2010

Albert WarneckeMarketing-Profi, Mitgründer von Yahoo Deutschland und Blogger über Technik, Medien und Marketing unter www.bandikutmedia.de – darüber, wie Unternehmen die passende PR-Agentur finden

Wie finde ich die richtige PR-Agentur?

Oh Gott, wie fang ich´s an?
PR-Agenturen gibt´s massenweise, gute PR-Agenturen gibt es viele. Aber die, die zu Ihnen passt, werden Sie nicht gleich übermorgen finden. Ich habe damals acht Wochen intensiv nach der für uns passenden PR-Agentur gesucht. Ich habe mir die Zeit genommen und genau recherchiert, und in der Nachschau muss ich sagen: Das war keine Zeitverschwendung, ich würde das heute wieder ganz genauso machen.


28.06.2010

Prof. Dr. Lothar Rolke, Professor für Betriebswirtschaftslehre und Unternehmenskommunikation an der FH Mainz – University of Applied Sciences, über die Frage, ob PR oder Werbung das Kommunikationsinstrument der Zukunft sein wird

Die Frage, ob PR oder Werbung in Zukunft die kommunikative Führungsrolle inne haben wird, ist eine sehr entscheidende. PR kann die Führungsrolle übernehmen, muss aber in der Sache mutiger und in Sachen Kommunikations-Controlling professioneller werden. Doch auch die Werber werden versuchen, sich neu zu erfinden. Am Ende werden sich PR und Werbung stärker verzahnen. Das traditionelle Nebeneinander kann es auf Dauer nicht geben. PR-Manager dürfen keine Angst vor großen Budgets haben, und Werber müssen lernen, mit den kommunikativen Unsicherheiten umzugehen. Denn gelingende Kommunikation ist nie sicher, sondern nur wahrscheinlicher oder weniger wahrscheinlich. Was die Wahrscheinlichkeit erhöht, muss durch Monitoring und Erfolgskontrolle gelernt werden. PR ist in vielen Fällen wirksamer, weil sie glaubwürdiger ist und weniger Abwehrverhalten auslöst. Erfolgreiche PR trägt das Gütesiegel einer Redaktion, die eine „Geschichte“ geprüft und dann ins Blatt gehoben oder auf den Bildschirm gebracht hat. Das wirkt. Hinzu kommt, dass sie unterm Strich betrachtet auch preiswerter ist. Das steigert die Effizienz der Kommunikation. Werbung hingegen wird sich selber verändern, kaum noch pur auftreten und letztlich die Funktion eines Ergänzungskanals haben. Wenn PR situativ nicht funktioniert oder schwächelt, dann muss Werbung ran, aber immer nur im Verbund mit anderen Instrumenten.

Das komplette Interview finden Sie auf http://www.pr-journal.de/index.php?option=com_content&view=article&id=8677:interview-nr-36-pr-kann-die-fuehrungsrolle-uebernehmen&catid=256:das-pr-interview&Itemid=366

21.06.2010

Last-Minute-Angebot für Kurzentschlossene

Möller Horcher Public Relations verschenkt in Kooperation mit dem ITP Verlag und der Zeitschrift „LANline“ limitierte VIP-Karten für das Tech Forum „IT-Service-Management/ITIL“ am 01. Juli 2010 im Holiday Inn Munich-City Centre in München.

In Zeiten der zunehmenden Virtualisierung ist ITSM (IT-Service-Management) ein viel diskutiertes Thema. Deutsche Unternehmen erkennen immer mehr die zentrale Bedeutung, die einem klar strukturierten IT-Service-Management zukommt. Informationstechnik entwickelt sich immer stärker in Richtung eines virtuellen Business Service, sodass sich Unternehmen mit der Herausforderung konfrontiert sehen, die Effizienz, die Qualität und die Wirtschaftlichkeit ihrer IT kontinuierlich zu verbessern.

An diesem Punkt setzt die IT Infrastructure Library (ITIL) an. Die dritte Version der Best-Practice-Sammlung gilt international als De-facto-Standard und weist den Weg vom IT-Service-Management zum Business-Service-Management (BSM). Eher statisch angelegt, stellt sich im Kontext der Nutzung von ITIL die Frage, wie sich ITIL-basiertes ITSM angesichts der zunehmenden Verbreitung virtueller IT-Landschaften entwickelt. Kann ITIL dem Wunsch nach dynamischen Infrastrukturen und nach schneller Reaktion auf neue Business-Anforderungen auch in Zukunft gerecht werden?

Vor diesem Hintergrund diskutiert das Tech Forum „IT-Service-Management/ITIL“ Lösungsvorschläge in direktem Dialog mit Endanwendern. Das Tech Forum richtet sich an IT-Verantwortliche in all jenen Unternehmen, die ihre IT-Service-Prozesse durch eine ITSM- Einführung optimieren möchten. Mehr Informationen finden Sie unter http://bit.ly/9n3uAP.

Kurzentschlossene, die Interesse an einer der limitierten VIP-Karten haben, schicken ihre Anforderung bitte per E-Mail mit dem Betreff „Tech Forum“ an info@moeller-horcher.de.

Das Angebot gilt nur, solange der Vorrat reicht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

14.06.2010

Heinrich Vaske, Chefredakteur der „Computerwoche“, macht sich Gedanken über die Vertrauenskrise in der IT-Branche

Das Vertrauen der Bundesbürger in die IT-Branche ist im zweiten Quartal 2010 zurückgegangen. Über die Ursachen kann nur spekuliert werden - aber die Datenschutzskandale der jüngsten Zeit dürften Spuren hinterlassen haben.

Bedrohlich ist der Trend sicher nicht, aber eben doch auffällig: Mit einem Wert von 41,5 Punkten im Vertrauensindex des Wirtschaftsverbandes Gesellschaft Public Relations Agenturen e. V. (GPRA) ist die IT-Branche hinter den erstplatzierten Automobilsektor (44,4), die Lebensmittelerzeuger (42,2) und die Gesundheitsbranche (42,1) auf den vierten Platz zurückgefallen. Das Minus beträgt 0,9 Punkte - nicht viel, aber ausreichend genug, um den dritten Platz einzubüßen. Noch weniger Vertrauen genießen der Verkehrs- und Transportsektor (39,5), die Chemische Industrie (37,6), die Energieerzeuger (36,4) und - wenig überraschend - der Finanzsektor (33,7).

Mehr lesen Sie bitte unter  http://www.computerwoche.de/mittelstand/1937678/.

31.05.2010

Rudolf Felser, Chefredakteur der Computerwelt Online, über Markenbindung durch Social Media: Nur Bares is’ Wahres?
 
Zwei Fragen, die in Verbindung mit Social Networks (und so ziemlich jedem anderen Trend) immer wieder auftauchen, lauten: „Brauch ich das?“ und „Kann man damit Geld verdienen?“.

Im Fall von Twitter, Facebook & Co. lauten die Antworten „Ja“ und „Jein“. Denn Social Networks werden als Kommunikationsform nicht so schnell von der Bildfläche verschwinden. Eine Facebook-Fanpage, ein Twitter-Profil oder ein Buzz-Account sind heute und morgen das, was die Homepage noch vor ein paar Jahren war – die virtuelle Visitenkarte eines Unternehmens in der digitalen Welt. Sie werden wahrscheinlich schon bald genauso unverzichtbar sein, um nicht Gefahr zu laufen, plötzlich mit einem angestaubten Image dazustehen.

Schon heute geben Internetnutzer an, eher Produkte zu empfehlen oder selbst zu beziehen, wenn sie in einem Social Network mit der Marke verbandelt sind: Die Marktforscher von Chadwick Martin Bailey (CMB) und iModerate Research Technologies haben zu diesem Thema mehr als 1.500 Konsumenten befragt. 60 Prozent der Facebook-Fans und 79 Prozent der Twitter-Follower gaben an, eine Marke eher weiterzuempfehlen, nachdem sie sich virtuell mit ihr vernetzt hatten. 51 Prozent der Facebooker und 67 Prozent der Twitterer würden zudem von diesen Marken eher Produkte kaufen.

Geld verdienen kann man mit Social Media natürlich in den seltensten Fällen auf direkte Weise. Ein Softwarehaus macht ja normalerweise auch keinen Umsatz mit seinen Telefonen oder Faxgeräten. Aber stellen Sie sich einmal vor, wie viel Umsatz es OHNE seine Telefone machen würde...

25.05.2010

Jennifer Kopf, Diplom-Betriebswirtin (BA) und Fachjournalistin über die Zukunft des Microblogging-Diensts Twitter

Im Rahmen meiner Abschlussarbeit an der Freien Journalistenschule Berlin beschäftigte ich mich mit dem Thema: „Twitter als PR-Instrument – eine Untersuchung der Zukunft des Microblogging-Diensts innerhalb der PR“. In Gesprächen mit PR-Agenturen wollte ich herausfinden, ob Twitter „das“ PR-Instrument der Zukunft oder nur ein aktueller Hype ist. Um es vorweg zu sagen: die Meinungen über Twitter in der PR gehen auseinander. PR-Agenturen und PR-Verantwortliche in Unternehmen wägen die Chancen und Risiken von Twitter genau gegeneinander ab. Die auf Dialog basierende Kommunikation mit der Zielgruppe ist für viele Unternehmen immer noch Neuland. Sie müssen lernen, den Interessenten und Kunden über Twitter – und andere Social Media-Tools – Inhalte mit Substanz zu bieten. Damit sind Themen gemeint, die nicht werblich sind, die keine Botschaften i. S. von „kauft unsere Produkte, weil wir die Besten sind“ enthalten und gleichwohl nicht nur auf einen Artikel im Blog oder auf der Internetseite verweisen. Twitter bietet Unternehmen die Chance, durch das Posten persönlicher Beiträge menschlicher zu wirken. Zukunftschancen könnte der Microblogging-Dienst vor allem im Bereich Monitoring haben. Unternehmen produzieren für Märkte – und damit für jene Menschen, die ihre Produkte kaufen sollen. Über Gespräche der Zielgruppe in Twitter erhalten Unternehmen Informationen darüber, wie über sie und ihr Angebot diskutiert wird. Via Social Media können Unternehmen ihren Kunden oder Interessenten genau dort nahe sein, wo sie sich mit dem Produkt beschäftigen.

Eine bedeutende Rolle für den Erfolg und Misserfolg eines Twitter-Accounts hat die Unternehmenskultur. Ein Unternehmen muss bereit sein, sich gegenüber der Öffentlichkeit zu öffnen, und den Mitarbeitern genügend Vertrauen entgegenbringen, um sie eigenständig twittern zu lassen. Eine Mehrheit der Befragten geht davon aus, dass die schnelle Kommunikation via Microblogging-Dienst auch über den ersten Hype hinaus Bestand haben wird. Schließlich ist Twitter ein Teil des nicht mehr umkehrbaren Social Web, in dem Menschen durch Gespräche selbst zu Medienschaffenden werden. Ob Twitter als Social Media-Tool bestehen bleibt oder abgelöst wird, lässt sich noch nicht absehen.

Letztendlich bin ich der Meinung, Twitter ist nicht „das“ Instrument der PR i. S. einer Heilslehre, zu der es manche Medienberichte hochstilisieren. Twitter ist für viele Unternehmen ein interessanter Kanal, der alleine nichts wert ist. Twitter muss in die Kommunikationsstrategie eingebunden und – wenn es Sinn macht – bedient werden.

03.05.2010

Isabel García, Rednerin, Kommunikationsexpertin und Autorin des Buches „Ich REDE. Kommunikationsfallen und wie man sie umgeht“, spricht über das Thema „Vorbeugen: Angriff oder Flucht?“

Die Körpersprache ist ein Bereich, der immer wieder heiß diskutiert wird. Und gerade beim Vorbeugen und Zurücklehnen sind viele geteilter Meinung. In vielen Büchern und bei vielen Vorträgen wird - auch heute noch - gelehrt, dass wir uns vorbeugen sollten, um eindeutig Interesse an einem Gespräch und an einer Person zu zeigen. Sowohl beim Sitzen als auch beim Stehen.

Aber nun überlegen Sie mal: Beugen Sie sich ständig vor, wenn Sie mit Ihrem besten Freund oder Ihrer besten Freundin zusammen sitzen und über Gott und die Welt reden? Lehnen Sie sich nicht viel eher entspannt zurück in den Sessel und genießen die Zweisamkeit? Leichtes Zurücklehnen bedeutet also nicht immer Ablehnung, und es bedeutet auch nicht in jedem Fall Flucht. Es kann auch einfach nur bedeuten, dass ich gerade völlig entspannt bin.

Und in einem Bereich wird das Zurücklehnen sehr wichtig: Bei Konflikten. Wenn Sie sich nach vorne beugen, dann treten Sie aktiv in Kontakt mit Ihrem Gegenüber. Wenn Sie frisch verliebt sind, dann ist dies gewünscht. Wenn Sie sich aber gerade streiten, dann soll mein Feind sich bloß fern halten. Wenn Sie sich bei einem Konflikt nach vorne beugen, kann das Gespräch leicht eskalieren, weil sich Ihr Gegenüber nicht nur verbal auf den Schlips getreten, sondern auch noch körperlich eingeengt fühlt. Wenn Sie nun einen Hauch hinter der eignen Achse bleiben, dann kommen Sie Ihrem Gegenüber nicht zu nahe. Ich meine damit nicht, dass Sie sich mit dem Oberkörper so weit zurück lehnen, dass Sie den Bauch dabei anspannen. Lehnen Sie sich soweit zurück, dass Sie einen Zentimeter hinter der eigenen Körperachse sind. Spielen Sie mit dieser Achse... Sie sehen sofort an der Körperspannung Ihres Gegenübers, ob Sie ihm oder ihr zu nahe kommen und ob Sie sich wieder aus dem persönlichen Bereich Ihres Gegenübers zurückziehen sollten.

Spielen Sie mit dieser Achse! Und entgehen Sie dadurch so manchen Kommunikationsfallen.

Zum Weiterhören, -sagen und -bilden: Isabel García „Ich REDE. Kommunikationsfallen und wie man sie umgeht“ oder Isabel García und Eva Ullmann „Ich REDE.² Spontan und humorvoll in täglichen Kommunikationssituationen“.

12.04.2010

Martin Schwarz, Chefredakteur von 4c, dem österreichischen Magazin für Druck & Design, über sprachliche Flatliners in Presseaussendungen

Von Experimentierlust getrieben, habe ich kürzlich einen aufschlussreichen Suchprozess in meiner Mailbox gestartet. Ich wollte wissen, in wie vielen mir zugegangenen Presseaussendungen seit Beginn des Jahres mindestens einmal das Wort „Marktführer“ vorkommt. Das Ergebnis wird die Branche zwar wenig verblüffen, sollte aber umso mehr zu denken geben: in 314 Presseaussendungen der letzten drei Monate kam mindestens einmal dieses für PR-Menschen offenbar so symbolhafte Wort vor – und zwar völlig unabhängig von der tatsächlichen Bedeutung des abgehandelten Unternehmens. Egal, ob es da um eine nicht weiter für den Weltengang erhebliche Softwarebude mit 16 Mitarbeitern ging oder um einen Weltkonzern mit 300.000 Mitarbeitern – zu Marktführern, Weltmarktführern oder weltweit tätigen Marktführern werden sie in der oft bedauerlich larvenhaften Sprache vieler Presseaussendungen alle.

Dabei frage ich mich, was Kommunikationsfachleute dazu treibt, ihren Kunden dauerhaft Marktführerschaft zu unterstellen, wenn doch langsam durchgesickert sein müsste, dass dies eben weder ein Unterscheidungsmerkmal zu anderen Unternehmen noch eine treffende Klassifikation eines Unternehmens ist. Deshalb könnte man das Marktführertum eigentlich auch weglassen – nebst vielen anderen sprachlichen Codes für den Superlativ. Denn die Legende von der Marktführerschaft und dem weltweit hochinnovativen und einzigartigen, mindestens aber unverzichtbaren Produkt wird nicht glaubwürdiger, nur weil man den einen oder anderen sprachlichen Purzelbaum schlägt.



29.03.2010

Martin Weigert, Redakteur von www.netzwertig.com und Blogger auf www.martinweigert.com, über den besten Umgang mit dem permanenten Informationsstrom im Internet.

Das soziale Web gewinnt für viele Nutzer sowohl im beruflichen als auch privaten Kontext immer mehr an Bedeutung. Gleichzeitig nimmt die Menge an Informationen zu, die uns im Laufe eines Tages über verschiedene Kanäle des Netzes erreicht. Mitteilungen über Twitter, Status Updates bei Social Networks wie Facebook oder meinVZ, Eilmeldungen großer Nachrichtenportale und unzählige Blogeinträge über RSS wechseln sich ab und erfordern von wissbegierigen und interessierten Anwendern ein effizientes Informationsmanagement.

Einige Benutzer behandeln einzelne Objekte des Informationsstroms wie ungelesene Nachrichten im E-Mail-Posteingang: Jeder einzelne Tweet, jeder Artikel im RSS-Reader und jedes Status-Update der Freunde wird separat zur Kenntnis genommen und gedanklich als gelesen markiert. Doch angesichts von hunderten oder gar tausenden von einzelnen Informationselementen pro Tag gerät mit diesem Verfahren selbst der fleißigste Schnellleser irgendwann an die Grenze des Möglichen.

Wer über Twitter & Co. einem möglichst breiten Spektrum an Personen und Quellen folgen und dadurch auch seine eigenen Chancen erhöhen möchte, mehr Aufmerksamkeit im Social Web zu erhalten, muss akzeptieren, dass dies mit einer Behandlung des Streams nach dem E-Mail-Prinzip kaum möglich ist.

Folgende vier Grundsätze helfen dabei, den nicht enden wollenden Informationsstrom im Netz auf eine entspanntere und effiziente Art zu managen:

1. Informationsobjekte im Netz (Tweets, Status-Updates, Link-Empfehlungen, RSS-Feeds etc.) sind keine E-Mails und müssen nicht wie E-Mails behandelt werden.

2. Es ist unmöglich, alle im Netz veröffentlichten Informationsobjekte zu konsumieren.

3. Was wirklich wichtig ist, taucht mehrfach im persönlichen Stream auf.

4. Tritt ein Gefühl der Informationsüberlastung auf, spricht nichts dagegen, dem Stream über einen bestimmten Zeitraum keine weitere Aufmerksamkeit zu schenken.

22.03.2010

Thomas Möller, Creative Director von Möller Horcher PR, über Storytelling in der PR

Der Begriff des Storytelling und seine Anwendung für die Public Relations Arbeit geht auf Robbie Vorhaus zurück, einen ehemaligen Journalisten, unter anderem beim US-Network CBS, der 1989 seine eigene PR-Agentur gründete. Mit ein wenig Verspätung von zwei Dekaden ist der Storytelling-Trend nun auch in der PR-Landschaft in Deutschland angekommen. Auf der Website seiner Agentur listet Vorhaus 20 ‚Core Values‘. An erster Stelle steht da: „Truth is the ultimate spin.“ Man vermutet es hinter dem Begriff des Storytelling vielleicht nicht, aber tatsächlich sind Glaubwürdigkeit und journalistische Qualität ganz zentrale Voraussetzungen für das Gelingen der Vorhausschen Methode. Dem ist nicht zu widersprechen: Glaubwürdigkeit und journalistische Qualität sind die zentralen Tugenden jeder erfolgreichen PR-Arbeit.

Im Grunde erzählt auch jede gute PR-Botschaft für ein Industrie-Unternehmen eine Story: es gibt ein Problem oder einen Bedarf und das Produkt/die Dienstleistung des Herstellers/Anbieters löst das Problem. Schon ein simpler Anwenderbericht oder eine einfache Neukunden-Pressemeldung hat so gesehen im Sinne des Storytelling einen Human Touch und ist emotional aufgeladen – vorausgesetzt sie ist gut geschrieben, das heißt ebenso unterhaltsam wie überzeugend. Der englische Begriff macht die Verbindung sinnfällig: Success Story. So neu ist die Storytelling-Idee also gar nicht.

Tatsächlich hat von Anfang an ein ganz zentrales Element der Public Relations einen Bezug zum Storytelling. Beim Storytelling braucht es einen vertrauenswürdigen und glaubhaften Erzähler – Edward Bernays‘ grundlegende PR-Idee der „Third Party Technique“ leistet genau das: positive Emotionalisierung einer Botschaft durch einen mehr oder minder unabhängigen Dritten. Das kann durchaus ein Redakteur sein, den man von der Relevanz der eigenen Botschaft hat überzeugen können. Für all diejenigen, die PR bisher nur als bloße Fortsetzung ihrer Werbung mit kaum veränderten Mitteln betrachtet haben, ist der Storytelling-Gedanke wohl wirklich revolutionär. Für diejenigen, die schon länger gute PR-Arbeit machen, ist er im Grunde eine Selbstverständlichkeit.

15.03.2010

Dr. Cathrin Christoph, selbstständige PR-Beraterin aus Hamburg, über den Umgang der Medien mit PR-Material

Circa 80 Prozent aller Pressemitteilungen, die in den Redaktionen eingehen, werden sofort gelöscht oder wandern in den Papierkorb. Das ist aus PR-Sicht zunächst nicht ermutigend. Aber dennoch bleibt genug PR-Material übrig, das Eingang in die Medienberichterstattung findet. Denn nimmt man verschiedene Studien zum Thema unter die Lupe, dann ergibt sich daraus der Mittelwert, dass etwa die Hälfte aller Medieninhalte auf PR zurückgeht. In Zeiten von immer dünner besetzten Redaktionen wird dieser Anteil tendenziell noch steigen. Dabei wird von den Medien in der überwiegenden Anzahl der Fälle die wertende Tendenz des PR-Materials übernommen. Zu diesem Schluss gelangt die Autorin in ihrer Untersuchung „Textsorte Pressemitteilung. Zwischen Wirtschaft und Journalismus“.
 
Hierin wurden Pressemitteilungen und darauf zurückgehende Erwähnungen in den Medien auf Wertungen im Sinne des Absenderunternehmens untersucht: Wie häufig sind im Text der Pressemitteilung Wertungen zu finden? Wie viele dieser Wertungen tauchen dann auch in der Medienberichterstattung auf? Und in welchem Verhältnis steht die Anzahl von Fremd- und Eigenwertungen im Text? Die Untersuchung gelangt zu dem Ergebnis, dass tatsächlich neutral nur 47 Prozent der untersuchten Print- und 19 Prozent der Onlinemedien berichten. In den übrigen Fällen wurde die wertende Tendenz der Pressemitteilungen in der Berichterstattung übernommen. Das heißt: Werbliche Aussagen werden in der Regel nicht hinterfragt und entsprechende Aussagen zum Teil wörtlich wiedergegeben. Dieses Ergebnis deckt sich mit anderen Studien zum Thema. Das heißt: Wenn das PR-treibende Unternehmen mit seiner Botschaft durchdringt – das heißt: wenn die Botschaft veröffentlicht wird –, dann meist in einer Art und Weise, die im Sinne des Absenders ist.
 
„Viel hilft viel“ gilt nicht für PR-Texte

Allerdings zahlt es sich nicht aus, Pressemitteilungen nach dem Motto „Viel hilft viel“ zu verfassen. Denn je werblicher der Text ist, desto häufiger werden die Wertungen in den Redaktionen herausgestrichen. Und: Journalisten merken es, wenn sie zum Überbringer kostenloser Werbung gemacht werden sollen und reagieren darauf sehr kritisch. Im Zweifelsfall werden sie die Finger von dem Text lassen oder umso penibler darauf achten, Wertungen zu eliminieren. Vor allem die Printmedien lassen sich von der Anzahl wertender Aussagen im Text nicht beeinflussen. Auch veröffentlichen sie Pressemitteilungen nicht Wort für Wort, was bei Onlinemedien häufig der Fall ist. Zumindest die Überschrift von Pressemitteilungen wird von den Printredaktionen stets verändert, während in Onlinemedien oft sogar die Überschriften übernommen werden.
 
Zum Weiterlesen:
Christoph, Cathrin (2009): Textsorte Pressemitteilung. Zwischen Wirtschaft und Journalismus. Konstanz: UVK.
254 Seiten, br.
ISBN 978-3-86764-202-6
Euro (D) 29,00 / Euro (A) 29,90 / SFr 49,90


08.03.2010

Möller Horcher Public Relations verschenkt in Kooperation mit dem ITP Verlag und der Zeitschrift „LANline“ ein kleines Kontingent an VIP-Karten für das Tech Forum „IT-Service-Management/ITIL“ am 01. Juli 2010 im Holiday Inn Munich-City Centre in München.

In Zeiten der zunehmenden Virtualisierung ist ITSM (IT-Service-Management) ein viel diskutiertes Thema. Deutsche Unternehmen erkennen immer mehr die zentrale Bedeutung, die einem klar strukturierten IT-Service-Management zukommt. Informationstechnik entwickelt sich immer stärker in Richtung eines virtuellen Business Service, sodass sich Unternehmen mit der Herausforderung konfrontiert sehen, die Effizienz, die Qualität und die Wirtschaftlichkeit ihrer IT kontinuierlich zu verbessern.

An diesem Punkt setzt die IT Infrastructure Library (ITIL) an. Die dritte Version der Best-Practice-Sammlung gilt international als De-facto-Standard und weist den Weg vom IT-Service-Management zum Business-Service-Management (BSM). Eher statisch angelegt, stellt sich im Kontext der Nutzung von ITIL die Frage, wie sich ITIL-basiertes ITSM angesichts der zunehmenden Verbreitung virtueller IT-Landschaften entwickelt. Kann ITIL dem Wunsch nach dynamischen Infrastrukturen und nach schneller Reaktion auf neue Business-Anforderungen auch in Zukunft gerecht werden?

Vor diesem Hintergrund diskutiert das Tech Forum „IT-Service-Management/ITIL“ Lösungsvorschläge in direktem Dialog mit Endanwendern. Das Tech Forum richtet sich an IT-Verantwortliche in all jenen Unternehmen, die ihre IT-Service-Prozesse durch eine ITSM- Einführung optimieren möchten. Mehr Informationen finden Sie unter http://bit.ly/9n3uAP.

Bei Interesse an einer der limitierten VIP-Karten schicken Sie bitte Ihre Anforderung per E-Mail mit dem Betreff „Tech Forum“ an info@moeller-horcher.de.

Das Angebot gilt nur, solange der Vorrat reicht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.



15.02.2010

Prof. Dr. Lothar Rolke, Professor für Betriebswirtschaftslehre und Unternehmenskommunikation an der FH Mainz – University of Applied Sciences, über die volkswirtschaftliche Bedeutung von PR

PR ist als Instrument zum Aufbau und zur Pflege von kommunikationsbasierten Beziehungen bei den Unternehmen zweifellos geschätzt. Denn sie hilft Aufmerksamkeit zu organisieren und einen guten Ruf zu erhalten. In Krisensituationen läuft sowieso nichts ohne ein professionelles PR-Management. All das findet allmählich auch in der BWL Beachtung. Wie aber sieht es mit der volkswirtschaftlichen Bedeutung von PR aus – einer Branche, die nach Einschätzung von Experten etwa 5 Milliarden EURO im Jahr umsetzt. Doch nicht im Branchenumsatz zeigt sich ihre Bedeutung, sondern in ihrer marktunterstützenden Funktion. Und hier lohnt eine genauere Betrachtung…

Den kompletten Artikel lesen Sie auf PR-Professional unter http://bit.ly/d0jmiO.

08.02.2010

Gabriele Horcher, Geschäftsführerin der Möller Horcher PR GmbH, über eine schöne Leser-Blatt-Bindungs-Maßnahme der Frankfurter Rundschau. Von Bronski können PR-Agenturen nur träumen.

Bronski ist Ihr Mann in der FR-Redaktion. Bronski sorgt dafür, dass Ihre Meinung ins Blatt und ins Blog kommt. Er vertritt Ihre Interessen gegenüber Redakteuren. Er korrigiert unsere Fehler. Er kümmert sich um Ihr Anliegen. Bronski hat jederzeit direkten Zugang zur Chefredaktion. Er ist Ihr Mittelsmann zur Redaktion. Schreiben Sie an Bronski, Frankfurter Rundschau, 60266 Frankfurt am Main. Faxen sie an: 069: 2199-3666, Mailen Sie an: Bronski@fr-onlne.de. Oder diskutieren Sie mit Bronski und anderen FR-Lesern im Blog: www.frblog.de. Die Redaktion behält sich allerdings vor, Leserbriefe zur Veröffentlichung zu kürzen ;-)

25.01.2010

Jonathan Fasel, Journalistik- und Politikwissenschaft-Student an der Universität Leipzig und Chefredakteur der Leipziger Zwei-Wochen-Zeitung „Weiter“, die fundierten Lokaljournalismus liefern will, mit einem Zwischenstand über bisherige Entwicklung und Resonanz für sein Medium

„Das Überleben der Zeitung besteht in journalistischer Qualität – in nichts anderem.“ Etwas mehr als sechs Monate ist es her, dass ich diese Zeilen in einer dieser „Weekly“-Ausgaben schrieb. Und, kurz gesagt: Seitdem haben wir in Leipzig ein Printmedium auf den Markt gebracht, das versucht, genau diesen Satz zu beherzigen. „Weiter“ heißt das 14-tägige Blatt; der Name ist Programm: Geschichten sollen zu Ende gedacht und zu Ende erzählt werden. Wir wollen weiter in Materien einsteigen, als das die meisten lokalen Tageszeitungen heute können oder wollen.

Ende April gedeiht eine erste Idee zwischen den drei späteren Gründern Jan Kröger, Constanze Kretzschmar und mir. Schon seit Beginn des Journalistik-Studiums gärt bei uns der Gedanke, dass gerade in Leipzig, einer 500.000-Einwohner-Stadt mit nur einer ernst zu nehmenden Lokalzeitung, noch Platz für, besser noch Bedarf nach einem ergänzenden Medium ist. Und so versammeln wir eine wachsende Gruppe junger Menschen um diese Idee, die immer größer wird, je mehr Personen daran teilhaben. Ein Name entsteht: „Weiter“. Arbeitsmotto: „Wir nennen es Journalismus.“ Daraus wird später die neutrale Formulierung: „Wochenzeitung für Leipzig.“

Stück für Stück arbeitet sich die Gruppe voran. Etwa ein Dutzend Menschen ist dabei. Ein Redaktionsstatut entsteht, ein Layout wird entwickelt. Wir gründen eine Unternehmergesellschaft. Nach drei Anläufen – weiter.net, weiter.es und weit.er – entscheiden wir uns für den Kauf der Domainrechte an nochweiter.de. Dirk Stascheit stößt zu den drei Gründern; die Erfahrung aus seiner Zeit als Macher des lokalen Tageszeitungsprojekts „Der Leipziger“ und seine Internet-Erfahrungen ergänzen das Team perfekt.

Am 23. Oktober geht die Website mit einem ersten Artikel online, eine Woche später, am 30. Oktober, erscheint die erste Ausgabe. Über mangelnde Aufmerksamkeit können wir uns nicht beklagen: Die „taz“ beäugt uns kritisch, „epd Medien“ berichtet, Blogs sowieso. Die „Leipziger Volkszeitung“ hingegen sieht in uns (bisher?) kein Thema. Dank der Reaktionen im Straßenverkauf und über die diversen digitalen Rückkanäle haben wir stetig Rückmeldung unseres Leserkreises – von „Ihr hattet aber viele Rechtschreibfehler in der ersten Ausgabe“ über „Mein Abo ist immer noch nicht da“ bis hin zu „Der Beitrag über vegane Ernährung gefiel mir nicht“.

Bereits nach der zweiten Ausgabe müssen wir ein paar Weichen neu stellen: Vorerst erscheint „Weiter“ alle 14 Tage mit seinen üblichen 16 Seiten. Warum? Es geht uns um die Qualität. Wir alle haben ein Leben neben „Weiter“, wir studieren, schreiben Abschlussarbeiten oder verdienen Geld – etwas, das mit „Weiter“ bisher nicht möglich ist. Also nehmen wir uns lieber etwas mehr Zeit, um Texte ein drittes und viertes Mal gegenzulesen und den einen Anruf mehr zu tätigen, der Licht in die Geschichte bringt.

Mit „Weiter“ haben wir uns einen kleinen Traum von journalistischer Qualität erfüllt. Er ist erkauft mit schlaflosen Nächten des Schreibens und Layoutens, aber auch der puren Anspannung durch Verantwortung. Ich persönlich bin dankbar dafür: Besser, sich auszubeuten und dafür journalistische Selbstbestimmung zu gewinnen, als sich einer inhaltlich starren und vielleicht frustrierenden Redaktionsstruktur zu ergeben.

11.01.2010

Damian Sicking, Kolumnist bei dem Fachhandelsportal „heise resale“, über den Umgang von Managern mit Journalisten

Ich bin immer wieder erstaunt und entsetzt, wie schlecht vorbereitet Manager in Gespräche mit Journalisten hineingehen. Und anschließend wundern sie sich darüber, dass das, was geschrieben wurde, so gar nicht dem entspricht, was sie gerne geschrieben sehen würden. Dann schimpfen sie gerne über die Journalisten. Schuld sind aber meistens sie selbst. Dazu ein aktueller Fall:
Vor einiger Zeit hatte ich einen Gesprächstermin mit einem Geschäftsführer eines IT-Unternehmens. Weder der Name des Mannes noch des Unternehmens spielt eine Rolle. Es hätte auch ein anderer Geschäftsführer eines anderen Unternehmens sein können. Denn das Gespräch war typisch. Und zwar typisch schlecht.
Zwei Wochen vor diesem Termin hatte mich eben dieser Geschäftsführer angerufen und mich gefragt, ob ich an einem Gespräch interessiert sei, er hätte etwas Interessantes zu berichten. Leider sei er in der nächsten Zeit nicht in München, ob ich vielleicht zu ihm kommen könnte. In Erwartung einer spannenden und exklusiven Story machte ich mich an dem vereinbarten Tag auf den Weg – 200 Kilometer hin, 200 Kilometer zurück. Ich war pünktlich dort und wurde von der Sekretärin freundlich empfangen. Als mein Gesprächspartner auftauchte, stellte sich schon bald heraus, dass er völlig unzureichend vorbereitet war. Das Einzige, was er sich vermutlich auf dem Weg in den Konferenzraum noch schnell geschnappt hatte, war der Ausdruck einer Firmenpräsentation in Powerpoint.
Das Gespräch verlief zwar in einer sehr angenehmen Atmosphäre, aber nachrichtentechnisch gesehen war es außerordentlich zäh und mühsam. Offenbar hatte mein Gesprächspartner nur eine sehr vage Vorstellung davon, was er mir eigentlich mitteilen wollte. Mehr und mehr gewann ich den Eindruck, dass er von mir erwartete, dass ich schon die „richtigen“ Fragen stellen würde. Schließlich sei dies ja mein Job. Das ist zwar grundsätzlich richtig – und natürlich habe ich mein Standardfragen-Programm abgespult –, aber wenn der Firmenvertreter den Journalisten mit dem Versprechen auf eine gute Story schon in seine Höhle lockt, dann sollte er ihm auch einen Leckerbissen vorsetzen und nicht vom Journalisten erwarten, dass er das Essen mitbringt oder – noch schlimmer – ihn mit hungrigem Magen wieder heimschicken.
Wie gesagt, das Gespräch war nachrichtentechnisch gesehen ein ziemlicher Flop und dementsprechend trat ich reichlich angefressen den Heimweg an. In einer Bäckerei musste ich mir als Trösterli erst einmal eine Vanilleschnecke und einen Cappuccino besorgen. Den überwiegenden Teil der Rückfahrt zermarterte ich mir das Hirn über die Frage, was ich aus diesem Termin machen sollte. Dabei stand eins fest: Ich fahre nicht mehr als 400 Kilometer und opfere nicht insgesamt sieben bis acht Stunden meiner Zeit für nichts. Die einzige Option, die nicht bestand, war, gar nichts zu schreiben. Ich hasse es und vermeide es, wann immer es geht, ohne eine Story nach Hause zu kommen. Klar, es kommt vor, dass man mal mit leeren Händen da steht. Aber das geht eigentlich nur, wenn entweder mein Gesprächspartner oder ich mindestens 40 Grad Fieber haben. Es ist meine feste Überzeugung und war es schon immer, dass es das Versagen des Journalisten ist, wenn er aus einem Termin keine Story mitbringt. Warum? Weil er dann entweder nicht die richtigen Fragen gestellt hat, weil er nicht aufmerksam genug beobachtet hat oder weil er einfach zu dumm, zu faul oder zu unkreativ war.
Zurück zum aktuellen Beispielfall. Der Geschäftsführer hat in diesem Termin so ziemlich alles falsch gemacht, was er hatte falsch machen können. Der wesentliche Fehler aber bestand darin, dass er es mehr oder weniger mir und meiner Phantasie überlassen hat, was ich anschließend schreibe. Er hat dies dadurch getan, dass er mir selbst keine Geschichte angeboten hat. Es kann einfach nicht sein, dass ein Manager einen Journalisten mit der Aussicht auf eine gute Story zum Gespräch einlädt, und der Journalist muss anschließend darüber grübeln, was nun eigentlich die Story ist und was er denn nun schreiben soll! Die meisten Journalisten schreiben dann etwas, irgendetwas, und wenn der Manager Glück hat, dann hat dieses Geschriebene tatsächlich etwas mit dem zu tun, über das er gesprochen hat. Aber vielleicht ist seine Botschaft doch etwas zu wichtig, um es dem Zufall zu überlassen, ob sie auch so rüberkommt?
Was die meisten Manager nicht sehen, ist, dass der Journalist in dem Moment, in dem sie ihm gegenüber sitzen, ihr Kunde ist. Das ist ein wichtiger Punkt, vielleicht der wichtigste überhaupt. Der Journalisten-Kunde hat einen speziellen Bedarf, nämlich eine möglichst gute und exklusive Story zu bekommen. Und wie der Journalist der Kunde, so ist der Manager der Anbieter. Nämlich der Anbieter einer Geschichte, die er dem Journalisten verkaufen will. Was erschwerend hinzu kommt, ist, dass der Manager nicht der einzige Anbieter ist. Es gibt sogar unzählige davon, und alle wollen dem Journalisten-Kunden ihre Geschichten verkaufen. Auch hier gibt es einen Wettbewerb. Natürlich „kauft“ der Journalisten-Kunde die Geschichte desjenigen Anbieters, bei dem er sich am besten aufgehoben fühlt und dessen Geschichte seinen Bedürfnissen am besten entspricht. Der Journalisten-Kunde verhält sich genauso wie jeder andere Kunde auch. Manager tun gut daran, ihn auch wie jeden anderen Kunden zu behandeln.
Wenn die Manager in die Gespräche mit ihren sonstigen Kunden genauso schlecht vorbereitet gehen wie in die Gespräche mit den Journalisten-Kunden, dann brauchen sie sich über fehlende Aufträge nicht zu wundern. Auch hier gilt der Leitspruch „Preparation is 90 per cent of the success”. 

21.12.2009

Jens Petersen, Leiter Unternehmenskommunikation "news aktuell", über die jüngsten Ergebnisse des PR-Trendmonitor: weniger Erfolgskontrolle, dafür mehr Social Media-Engagement

PR-Kampagnen ohne Erfolgskontrolle? Das ist, als ob man ein Haus baut ohne die Statik zu überprüfen – vielleicht bleibt es stehen oder es kracht einem über dem Kopf zusammen. Im letzten halben Jahr hat sich die Zahl der Pressestellen, die auf eine Erfolgskontrolle verzichten, sogar mehr als verdoppelt. Im Gegensatz zu 11 Prozent im April, sind es nun 25 Prozent der Pressestellen, die die Überprüfung ihrer Arbeit für unnötig erachten. Auch in Zeiten der Wirtschaftskrise darf nicht am falschen Ende gespart werden. Nur wer seine Arbeit kontrolliert, bemerkt auch, wenn sie am Ende nicht die gewünschte Wirkung entfaltet.

Wieso nicht öfter kontrollieren? Paradox: Besonders kleine Agenturen betreiben wenig Erfolgskontrolle und geben aber trotzdem an, dass sie mit den Ergebnissen die Geschäftsleitung von weiteren Investitionen in die Pressearbeit überzeugen können (42 Prozent). Dagegen reicht aber die regelmäßig durchgeführte Erfolgskontrolle bei einem Drittel der Unternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern nicht aus, um die Geschäftsleitung für mehr PR zu begeistern. Diese Erkenntnisse ergeben sich aus dem letzten PR-Trendmonitor. Der PR-Trendmonitor ist eine gemeinsame Umfrage der dpa-Tochter news aktuell und Faktenkontor, die zwei Mal pro Jahr durchgeführt wird. Fast 1.400 PR-Fachleute haben an der Umfrage teilgenommen.

Kaum ein PR-Fachmann hat den Satz „Die klassischen Medien verlieren an Bedeutung“ noch nicht gehört. Print, Audio und TV müssen immer mehr Einsparungen vornehmen, und das Internet entwickelt sich zunehmend zu einer Alternative. Die Stunde der Social Media-Plattformen wie zum Beispiel Facebook, Twitter oder Xing als Dialogmedium hat geschlagen. Bei Xing sind 86 Prozent der Mitarbeiter von PR-Agenturen angemeldet, bei Facebook immerhin 57 Prozent. Diese Zahlen überraschen, denn im vorvergangenen PR-Trendmonitor meinte nur jeder Zwanzigste, dass die Affinität zum Internet einen wichtigen Erfolgsfaktor für die Karriere bedeutet. Social Media lohnt sich! Zahlreiche Kampagnen haben bewiesen, dass mit klugem Marketing und einer innovativen, frechen, interaktiven Social Media-Aktion große öffentliche Aufmerksamkeit erzeugt werden kann. Gutes Beispiel dafür war das VW-Blog mit Hape Kerkeling alias „Horst Schlämmer“ schon vor mehr als zwei Jahren. Auch wir bei news aktuell setzen natürlich auf Social Media, haben bei Twitter knapp 1.500 Follower und mittlerweile auch über 250 Fans bei Facebook.

Social Media kann nur erfolgreich sein, wenn die essentiellen Werte wie Offenheit, Partizipationsmöglichkeiten und klare Sprache beachtet werden. Was heißt das konkret? Dem User muss auf den ersten Blick klar werden, mit was er es zu tun hat. Die Grundidee darf nicht erst nach dem Studieren eines langen Textes erkennbar sein und der Nutzer muss Möglichkeiten bekommen, sich selbst mit einzubringen. Entweder durch Kommentare oder wie zum Beispiel bei Facebook mit einem einfachen Klick (Beispiel: Like-Button).

Pressestellen und Agenturen müssen grundsätzlich überlegen, welches Social Media-Engagement für sie Sinn macht. Statt nur die eigene Homepage zu pflegen, sollten sie auch ihre Pressemitteilungen für Social Media aufbereiten. Social Media News Release nutzen bisher nur ein Zehntel der Pressestellen und ein Viertel der PR-Agenturen. Wieso nur so wenige? Mit der Social Media News Release lassen sich die Aktivitäten eines Unternehmens optimal darstellen. Was aber optimistisch stimmt: Immerhin beschäftigen sich über die Hälfte der PR-Fachleute bereits mit dem Thema oder plant, dies demnächst zu tun.

Links zum PR-Trendmonitor:

Pressemitteilung mit Video:
http://www.presseportal.de/pm/6344/1523664

PDF-Download:
http://www.newsaktuell.de/pdf/prtrendmonitor102009.pdf

Blätterkatalog (Flash):
http://www.newsaktuell.de/katalog/2009/PRT102009

Slideshare.com (teilen, einbetten und twittern):
http://bit.ly/8URofp
 
YouTube:
http://www.youtube.com/newsaktuell#p/u/0/vJOUT-EIfv0

14.12.2009

Robert Schoblick, Chefredakteur des neuen Online-Fachmagazins „iTKarinthia.com“, sieht in der Krise die Chance, zu den journalistischen Werten zurückzukehren – hier der abschließende Teil 2 seines Beitrags „Findet man eh alles im Internet“

Gute Informationen und fachlich fundiertes Wissen sind wertvoll. Das zeigt sich für jeden Fachmann spätestens beim nächsten Einstellungsgespräch. Was einen Wert hat – das sagt der Begriff an sich schon aus – hat einen finanziellen Gegenwert. Gut recherchierte Informationen, fachlich fundiertes Wissen und sogar Grundlagen kosten Geld. Alles grundsätzlich im Internet zu finden – genauer ausgedrückt „kostengünstiger“ bzw. sogar „gratis“ finden zu können – ist ein eklatanter Trugschluss!
Grundsätzlich hängt der Erfolg einer Internet-Recherche von der Exklusivität eines Themas ab. Technische Grundlagen auf universitärem Niveau stehen ausgesprochen selten in den vorderen Plätzen eines Suchmaschinenergebnisses.


07.12.2009

Robert Schoblick, Chefredakteur des neuen Online-Fachmagazins „iTKarinthia.com“, sieht in der Krise die Chance, zu den journalistischen Werten zurückzukehren – hier Teil 1 seines Beitrags

Manch einem wird es vielleicht ähnlich gehen: Man betritt einen Kiosk und schaut sich um. Es wird viel Gedrucktes geboten und stets dominiert die „Größe“: Oberweiten, Autos, Motorräder, Boote und jede Menge wahrlich hässlicher Schlagzeilen zu Katastrophen und Kriegen. Die „Yellow-Press“ hat noch ihren Leserkreis und – recht gut gestaltete sowie informative – Nachrichtenmagazine ebenso. Doch wie sieht es mit den Fachmagazinen aus? Welche Bedeutung haben sie erlangt? Welche Funktion nehmen sie in der Branche wahr und wie können sich informative Magazine überhaupt noch finanzieren?


30.11.2009

Davor Kolaric, Chefredakteur beim IT-Security-Portal „all-about-security.de“, über die Frage, wie gut Pressemeldungen für das Internet geeignet sind

Grundsätzlich sind sich Pressemeldungen für Print und Internetmedien ähnlich.
Es gibt jedoch einige wenige Punkte, an die man denken und die man zum Wohle des Kunden berücksichtigen sollte.

Die Reichweite von Print ist meistens bekannt. Die Reichweite, die durch Online-Portale erzielt werden kann, wird in den meisten Fällen unterschätzt. Selbstverständlich haben die Online-Portale ihren festen Leserstamm. Das meiste kommt aber über Suchmaschinen. Ein Interessent gibt einen Suchbegriff ein und blättert auf den ersten Seiten von Google oder Yahoo. Das, was ihm vielversprechend erscheint, wird angeklickt, um sich die erhofften Informationen einzuholen. Und da sind wir bereits beim ersten wichtigen, wenn nicht dem wichtigsten Punkt für Online-Pressemeldungen. Ist meine Pressemitteilung so gestaltet, dass sie von Suchmaschinen überhaupt erfasst wird bzw. werden kann?


16.11.2009

Günter Fenchel, Redakteur bei der Fachzeitschrift „netzpraxis“, über seine Erfahrungen auf der Suche nach dem zwischenmenschlichen Dialog

Auf Messen und Ausstellungen wird gerne das Statement „Technik zum Anfassen“ verwendet. Doch wie sieht es mit dem „Menschen zum Anfassen“ aus?

Ja, in der guten alten Zeit, da hatte man besagte noch und man sprach auch miteinander. Dialog und Gespräche wurden gepflegt, der Stammtisch hatte seine Blütezeit und die Frage „Wie geht’s“ war noch nicht zur Floskel verkommen. Mit dem Beginn des Telekommunikationszeitalters hatte man sogar die Möglichkeit zum „Fernsprechen“.

Doch wie schaut es heute aus? Der E-Mail-Verkehr bestimmt das Geschäft; elektronische Mailboxen krächzen einem entgegen, falls man doch das Gespräch sucht. Unter diesen Rahmenbedingungen suche zumindest ich immer wieder den „Menschen zum Anfassen“. Sie wissen, was ich meine: nicht im wörtlichen Sinne. Aber ich möchte dem Menschen ins Gesicht schauen, seine Gesten sehen, seine Mimik deuten. Natürlich ist das mit einem gewissen Aufwand verbunden. Kürzlich hatte ich einen derartigen „Anfasstermin“ – ein Interview zum hochaktuellen Thema Smart Metering – zu absolvieren. Dreieinhalb Stunden ICE-Fahrt von Frankfurt nach München, die gleiche Zeitspanne zurück – und das für ein halbstündiges Gespräch. Die „Rüstzeit“ stand in keinem Verhältnis zur „Nutzzeit“, um es betriebswirtschaftlich auszudrücken.

Aber – ich möchte derartige Termine nicht missen. Auch wenn vor Reiseantritt zur Pressekonferenz, zur Messe und zur Firmenpräsentation nicht abzusehen ist, ob es sich „rechnet“. Diese Abwägung ist aus meiner Sicht zu kurz gegriffen. Mancher erwartungsvolle Termin „ging voll daneben“; ein anderes, als unspektakulär angesehenes Treffen konnte als voller Erfolg verbucht werden.

Natürlich – wir müssen verantwortungsvoll umgehen mit der Ressource Zeit (wie oft wird sie uns „gestohlen“). Dennoch ist der direkte Kontakt von Mensch zu Mensch ein wertvolles Gut, das es zu pflegen gilt – abseits des reinen Nützlichkeitsdenkens. Und natürlich gilt das für die privaten Kontakte gleichermaßen wie für die geschäftlichen.

09.11.2009

Dirk Liedtke, Redakteur beim „Stern“, über die Bedeutung der Web 2.0-Kommunikation für die Pressearbeit und die Fehler von PR-Agenturen im Kontakt mit Journalisten

Welche Bedeutung können Web 2.0-Medien für aktive PR-Arbeit haben?

Sie gehören integral dazu. Allerdings ist die Ansprache heikel. Ich bin auf Facebook mit P.R.-Leuten „befreundet“, weil ich auch dort professionell und nicht privat aktiv bin. Aber es ist mitunter befremdlich, wieviel Privates – Kinder- und Urlaubsbilder etwa – Pressesprecher dort preisgeben. Amüsiert hat mich der Unternehmenssprecher, der auf Facebook von seinem bevorstehenden TV-Interview schrieb und mich – auf das Interview angesprochen – in einem Telefonat fragte, ob der Sender eine Vorabmeldung zu seinem Statement herausgegeben habe. Er hatte den entsprechenden Facebook-Eintrag offenbar vergessen.

Welches sind die größten Fehler, die PR-Agenturen begehen können?

Die Hölle für jeden Redakteur sind Mitarbeiter, die telefonisch nachfragen, ob die Kontaktdaten noch aktuell sind oder die Pressemitteilung per Mail (gerne mit der idiotischen Betreffzeile „Pressemitteilung“ und als Absender dem Namen einer sicherlich sympathischen Praktikantin) oder per Post angekommen ist. Der neueste Trend grenzt an Psychoterror, nämlich die Eingangsfrage am Telefon: „Störe ich Sie gerade?“ Da muss man sich zusammenreißen, um nicht „Ja“ zu brüllen …

Das ganze Interview lesen Sie auf „PR-Professional“ unter http://tinyurl.com/yhculh6.

02.11.2009

Iris Lohmann, Geschäftsführerin der SM:ILe Communication, Agentur für Konferenz-, Seminar- und Messemanagement, zum „Presseforum 2010“

Gibt es ein Leben nach der „CeBIT“? Das fragen sich Presseverantwortliche in IT-Unternehmen und ihre Pendants bei den Medien. Die „CeBIT“ bedeutet für alle Beteiligten Mega-Stress. Die Produktmeldungen für die Vorberichterstattung der „CeBIT“ müssen bereits im Dezember distribuiert werden. Danach werden Presseevents geplant, Einzelgespräche vereinbart und Pressemappen angefertigt. In den ersten Monaten des neuen Jahres glühen die Drähte zwischen Unternehmen und Redaktion. Die Journalisten durchpflügen hunderte Pressemeldungen, um das für sie interessante Material herauszufiltern und erwehren sich – meist freundlich – der vielen Einladungen, die sich am besten alle am Beginn der fünf Tage Ausnahmezustand stapeln.

Um diesen Wust zumindest ein wenig für die Unternehmen zu entzerren, veranstalten wir seit sechs Jahren sehr erfolgreich das „Presseforum“. Das „7. ICT Presseforum“ findet am 14. Januar 2010 in München statt. Dort, wo auch die meisten Redaktionen angesiedelt sind. Wir erwarten etwa 80 interessierte Vertreter der Fach- und Wirtschaftspresse („CIO Magazin“, „CHIP“, „Computer Woche“, „dpa“, „Computer Reseller News“, „InformationWeek“, „eCommerce Magazin“, „Content Management Magazin“, „Süddeutsche Zeitung“, „VDI“, „VNU“, „w&v“, „Wirtschaftswoche“, „ZDnet.de“ u.v.m.), die wir gezielt zu einzelnen Themen einladen.

Auf der eintägigen Pressekonferenz erfahren die Pressevertreter geballt und stressfrei noch vor der „CeBIT“ von News und Innovationen, die den Markt künftig bewegen. Schlag auf Schlag werden Keynotes und Präsentationen erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert. Branchen-Größen und renommierte Analysten umrahmen das Programm mit Einschätzungen und Prognosen und moderieren durch den Tag. Jedes Thema wird nur einmal in der Agenda besetzt. Ausgewählte Unternehmen präsentieren etwa eine halbe Stunde dem hochkarätigen Auditorium ihre neuesten Strategien und Produktentwicklungen. Wir ordnen die Vorträge thematisch zu einer schlüssigen Agenda. Die Pausen zwischen den Präsentationen können von Unternehmensvertretern und Journalisten für Interviews und Gespräche genutzt werden. Bei vielen Journalisten ist das Forum bereits als fixer Termin im Kalender eingetragen.

Mehr Infos finden Sie auch auf: http://bit.ly/3fZ3WS oder telefonisch unter 08841-678616.

26.10.2009

Dr. Jens Kegel, Berater für Verbale Unternehmenskommunikation und Inhaber der Akademie Text®, über die wirtschaftliche Bedeutung einheitlicher Unternehmenssprache

Unternehmen müssen vor allem sachbezogene Inhalte vermitteln. Dies geht nur mit Sprache, auch wenn Grafiker und Designer dies nicht immer gern hören. Sprache erklärt den Nutzen des Produktes, beschreibt Vorteile für den Kunden, nennt Besonderheiten. Im Idealfall kommuniziert Sprache diese Inhalte emotional, anschaulich, humorvoll und gespickt mit unterschwelligen Informationen. Wenn die bildreiche Wortsprache dann mit der verwendeten Bildsprache parallel kommuniziert, hebt sich das Unternehmen wohltuend von anderen ab und hat die Chance, sich im Gedächtnis der Kommunikationspartner festzusetzen.

Nun sieht die Situation in den meisten Firmen in Bezug auf die Texte aber ganz anders aus. Der Geschäftsbrief orientiert sich am Bürokratie-Stil des zwanzigsten Jahrhunderts, die in Broschüren verwendeten Texte derselben Firma erfreuen mit frechen Überschriften und knappen Werbetexten. Die Dame am Telefon hingegen spricht eher reserviert, die Rede des Chefs ist dröge, der Text im Internet wiederum scheint von einem ganz anderen Unternehmen zu stammen. Unterm Strich: Text- und daraus folgend Informations-Chaos.

In Anlehnung an den Begriff des Corporate Designs gehen immer mehr Unternehmen zu einer Corporate Language über. Die Vorteile liegen auf der Hand: Das Unternehmen positioniert sich gegenüber dem Wettbewerb, es stärkt seine Einzigartigkeit und verleiht sich ein professionelles Image. Wer in allen Texten eine einheitliche Sprache spricht, reduziert vor allem die laufenden Kosten und vereinfacht seine Kommunikationsaufgaben. Dass dies trotz unterschiedlicher Textsorten möglich ist, zeigen große Unternehmen wie zum Beispiel Baiersdorf. Aber auch KMU können dies umsetzen, wenn sie nur wollen.

Folgende (Haupt-)Schritte haben sich bewährt, um eine einheitliche Unternehmenssprache zu kreieren, die weniger als Korsett denn als Rahmen zu betrachten ist:

1. Weil alle Mitarbeiter verbal kommunizieren, müssen alle wissen, worin die Vorteile einer einheitlichen Unternehmenssprache für das Unternehmen liegen.
2. Zielimage des Unternehmens festlegen
3. Alle Texte, mit denen ein Unternehmen kommuniziert, sammeln, sortieren, analysieren; zugleich Texte der wichtigsten Konkurrenten begutachten und mit den eigenen in Beziehung setzen
4. Ziel- und Kommunikationsgruppen analysieren und eventuell neu bestimmen
5. Vorhandene Texte überprüfen, inwieweit sie die gesetzten Ziele verfolgen
6. Textinventar überarbeiten, einen einheitlichen Unternehmensstil kreieren und alle Textsorten anpassen.

19.10.2009

Gabriele Braun, Geschäftsführerin und Redakteurin beim Online-Portal „marketing-Börse“, gibt zehn Tipps, welche Möglichkeiten man bei der Recherche von Newsletter-Themen nutzen kann

Ihr Newsletter erscheint wöchentlich, alle zwei Wochen, monatlich? Über welches Thema werden Sie berichten?  
Interessant soll der Newsletter sein und Ihre Leser zum Öffnen des Newsletters locken. Dazu 10 Tipps.

1. Relevante Themen finden

Überlegen Sie, was Ihre Kunden zurzeit interessiert. Gibt es aktuelle Branchenmeldungen, Gerichtsurteile oder neue Verordnungen, neue Produkte oder Events? Können Sie über neue Mitarbeiter berichten oder über Jubiläen? Können Sie ein neues Buch empfehlen?

2. Zeitschriften als Quelle

Zeitschriften aus Ihrer Branche sind eine sehr gute Quelle. Was wird dort berichtet, sind die Themen auch für Ihre Kunden interessant?

3. Online-Auftritt der Zeitschriften - Was ist dort das Topthema?

Machen Sie sich ein Bild über die Topthemen auf dem Internet-Auftritt Ihrer Branchenzeitschriften. Zum Beispiel nennt die Internet-World die meistgelesenen Artikel der Woche. Dort werden heute unter News-Charts die Top 3 genannt:
1. Google Insigths sagt zukünftige Suchtrends voraus
2. Isabell Wagner verlässt bigmouthmedia
3. Onlinewerbung schlägt TV
http://www.internet-world.de

Auch bei Werben & Verkaufen finden sich unter Top-Geklickt beliebte Themen
1. Evian gewinnt mit viraler Werbung
2. Bauer Agency Cup: Partyzan Heye holt den Titel
3. Aufruhr beim Hamburger Abendblatt
http://www.wuv.de

4. Webcontrolling

Welche Themen werden auf der eigenen Website am liebsten angeklickt? Diese Quelle eignet sich ebenso hervorragend für die Themensuche.

5. Weblogs

Klären Sie, welches die Themen zurzeit in branchennahen Weblogs sind. Um einen Überblick zu behalten können RSS-Reader unterstützen.

6. Interessanten Leuten bei Twitter folgen

Folgen Sie auf Twitter interessanten Leuten. Schauen Sie aber über Ihren Tellerrand hinweg. Denn je breiter das Themenfeld, desto interessanter können auch die Themen sein.

7. Topthemen auf Twitter finden

Bei Twitter gibt es verschiedene Möglichkeiten an gute Themen heranzukommen:
http://www.twazzup.com zeigt Ihnen die beliebtesten Tweets, Echtzeit Tweets und die beliebtesten Links zu gesuchten Themen
*  Welche Links zurzeit up to date sind zeigt auch http://twitturly.com
*  Ebenso werden Sie auf http://tweetmeme.com fündig. Der Dienst unterscheidet in unterschiedliche Channels.
*  Die aktuellen Twittertrends zeigt Ihnen http://www.twitter-trends.de. Unter den Top 10 fanden sich dort gestern zensursula, iphone, piraten btw09, cdu, xbox, apple, verlosung, videospiel-, browserspiel. Auf Platz 22 hat es die Schweizer Marketing-Fachmesse emex09 geschafft.

8. Keyword-Tools nutzen

Einen Überblick über Begriffe und damit auch Themen, die häufig gesucht werden, geben Keyword-Tools, wie zum Beispiel https://adwords.google.com/select/KeywordToolExternal

9. Themen in anderen Newslettern

Über was schreiben andere? Einen guten Überblick bietet hier das Newsletterarchiv, das wir gemeinsam mit DCI aus Starmberg betreiben: http://wai.marketing-boerse.de.

10. Last but not least: das Gespräch mit Anderen

Sicherlich tauschen Sie sich mit Ihren Kunden aus, führen Gespräche auf Messen oder netzwerken. Bei solchen Gesprächen werden sicherlich auch interessante Themen angesprochen, die Ihre Newsletter-Leser interessieren könnten.

12.10.2009

Steffi Gröscho, Inhaberin der Berliner Kommunikationsagentur „perlrot“, über Whitepaper als aufstrebendes PR-Instrument voller Chancen

Als neues Kommunikations- und Vertriebsinstrument etablieren sich Whitepapers langsam in den PR-Abteilungen deutscher Unternehmen und Einrichtungen als Alternative und Ergänzung zu klassischen Werbemedien.

Denn gerade in Zeiten einer Konjunkturkrise stellen die hochwertigen Inhalte eines Whitepapers einen langfristigen Erfolg sicher: Wenn es darum geht, die knapper gewordenen Mittel zielgerichtet einzusetzen, schätzen Leser und potenzielle Kunden den echten Mehrwert von wissenswerten und nützlichen Informationen und geben sich nicht bloßen Werbeversprechen hin.

„Die Kernidee des White-Paper-Marketings lautet: Gib Kunden, Interessenten oder Partnern etwas Wertvolles: eine glasklare Analyse, eine tiefgehende Beschreibung, eine einfache Lösung. Bekomme danach Wertvolles zurück: Interesse, Vertrauen und eine Kaufentscheidung.”
Whitepapers beschreiben in einem Schlüsseldokument auf 10 bis 30 Seiten Fakten, Hintergründe und Zusammenhänge aus Expertensicht, sachkundig, verständlich und neutral. Sie erscheinen als technische Erklärung, wissenschaftliche Hintergrundbeschreibung, Fallstudie, Anwenderbeispiel oder Analyse. Man unterscheidet dabei Technische Whitepapers, Lösungsorientierte Whitepapers oder Strategische Whitepapers.

Whitepapers sind deshalb sinnvoll, weil sie
• Technologien, Prozesse oder Forschungsstände überzeugend zusammenfassen und so strategische Beschlüsse ermöglichen
• technische oder wissenschaftliche Ergebnisse überzeugend präsentieren
• unterschiedliche Lösungsansätze und Optionen untersuchen
• zu einem klar abgegrenzten Themengebiet durch Auflistung von Pro- und Kontra-Argumenten Stellung beziehen
• Visionen, Strategien und zukünftige Trends beschreiben
• den intellektuellen Vorsprung eines Unternehmens widerspiegeln („Thought Leadership“).

Whitepapers zeigen Kollegen, Partnern, Kunden, Aktionären, Entscheidungsträgern oder Investoren, was entscheidend ist. Sie spielen zunehmend eine entscheidende Rolle bei der Lead Generation – also bei der Herstellung eines Kontaktes zwischen Produkt- oder Dienstleistungsanbietern und potenziellen Kunden, vor allem im B2B-Bereich. Insgesamt bauen Whitepapers Vertrauen auf, fördern Interesse, Begeisterung, Bindung, Kaufentscheidungen und Weiterempfehlungen.

Whitepapers bringen frischen Wind in die Kommunikationsabteilungen und Beziehungen, denn sie lassen sich sehr vielseitig einsetzen und mit bestehenden Marketingmaßnahmen zielführend kombinieren.

Whitepaper kommen zum Einsatz z.B. als:
• Hintergrundinformation oder Anlass für die Pressearbeit
• Mitgabe bei Messen, Kongressen, Vorträgen, Aktionärsversammlungen und sonstigen Veranstaltungen
• Responsemittel bei Werbeanzeigen
• Download auf der eigenen und Partner-Websites
• Download über ein „Syndication Network“ wie bei Heise oder bei ZDNet
• besondere Beigabe von Newslettern oder Briefen
• Angebot bei Google Adwords
• Mittel für die interne Kommunikation (Vorstandssitzungen, Abteilungsinformation, Mitarbeiterbindung), aber auch, um hochkarätige Mitarbeiter anzuwerben

Mehr Informationen zum Thema gibt es im „White Paper über White Papers“ unter
http://www.knowledgeatwork.eu/551000.htm.

05.10.2009

Dr. Gabriele Lüke, freie Wirtschaftsjournalistin aus München, über die Vorteile der Zusammenarbeit mit PR-Agenturen

Was für eine freie Wirtschaftsjournalistin die Zusammenarbeit mit einer PR-Agentur ausmacht?

Darauf fällt mir vor allem diese Antwort ein: Schnelligkeit und Themenvielfalt. Wie häufig bekommen Journalisten von Redaktionen kurzfristige Aufträge, brauchen entsprechend schnell das Statement eines Unternehmers zu einem bestimmten Thema. Dann ist es äußerst komfortabel, bei einer PR-Agentur anrufen zu können und zu wissen: Dort sitzen engagierte Mitarbeiter, die in kürzester Zeit den Draht zu genau dem Unternehmer herstellen können, der dieses Thema beherrscht. Ich muss nur eine kurze Mail schreiben, mein Anliegen skizzieren und die PR-Agentur findet in ihrem Bestand den richtigen Mann oder die richtige Frau. Beziehungsweise eine schnelle Alternative – denn klar ist auch, dass nicht jeder Unternehmer jederzeit zur Verfügung stehen kann, dass das operative Geschäft vorgeht. Wenn eine PR-Agentur diese Vermittlung schafft, rufe ich gerne immer wieder an.

28.09.2009

Ulrike Ostler, Redakteurin bei „SearchNetworking“, einem Online-Portal für Networking-Professionals, über Webcasts und Videos in Online-Medien: ein Plädoyer

Zugegeben: Die Qualität der Darsteller ist zumeist ganz und gar nicht fernsehreif. Auch die Klickraten reichen bei weitem nicht an die von den Fachartikeln heran.
 
Dennoch gibt es gute Gründe, die für Videos und Live-Webcasts in einer Fachpublikation sprechen; eine Handvoll sind hier ausgesucht:

1. Es macht Spaß, sie zu produzieren.Das gilt nicht nur für die Redakteure, die zumeist mit einer Print-Vergangenheit aufwarten können. Ein Termin im Videostudio bedeutet: Raus aus dem Trott und Anwerfen der Denkmaschine. Denn die Fragen müssen anders gestellt und die Themen noch besser vorbereitet werden. Der Kontakt zu Gesprächspartnern oder auch einer Technik sowie zum Zuschauer ist direkter, unmittelbarer.

2. Bewegte Bilder vermitteln eine weitere Ebene, die vor allem in fachlichen Texten kaum eine Rolle spielt, die der Emotion. Ein Gesprächspartner, der begeistert ist von einer Strategie, von einer Technik, von seinen Produkten, wirkt authentischer als jemand, der ein geschliffenes Marketing-Deutsch redet. Die meisten Menschen in solchen Videos sind keine Schauspieler, sie spielen nichts vor. Eigenheiten wie Mundarten wirken, sofern die Aussagen zu verstehen sind, charmant, nicht nervig. Punktum: Der Zuschauer hat die Chance, mit den sonst anonymen Herstellern in eine Art persönlichen Kontakt zu treten. Die Wirkung erzielt nicht allein die Verstandesebene, sie geht tiefer. Die Expertise vermittelt sich direkter.

3. In zehn Minuten lässt sich viel sagen – oder auch nicht.
Die zehn Minuten, die ein Online-Beitrag dauern sollte, können sich endlos dehnen, wenn die Substanz fehlt. Umgekehrt: Wie lange braucht es, um dieselbe Informationsmenge zu lesen? Somit gilt: So schnell der Stoff auch konsumiert werden kann, die Präsentatoren oder Interview-Partner müssen sich gut und intensiv vorbereiten. Das kostet – und zwar nicht nur Zeit. Damit aber hat der Zuschauer schon fast eine Garantie, dass die Inhalte einen Wert darstellen.

4. Die Erfahrung zeigt, dass die meisten Zuschauer über die gesamte Länge eines Beitrags dabei bleiben, wenn die Hürde erst einmal genommen ist und sie sich für einen Live-Webcast angemeldet, oder einen on-Demand-Beitrag aufgerufen haben. Das schaffen die meisten Online-Artikel nicht. Somit lohnt sich der Mehraufwand, den die Videos bedeuten – für die Redaktionen und ihre Partner wie beispielsweise Analysten, Hersteller und Techniker.

21.09.2009

Frank Puscher, freier Autor bei der „Internet World Business“, über Online-Messen 2009, die dmexco und den erstarkten Standort Köln

Kölle alaaf! Nicht München, nicht Berlin, nicht Hamburg, nein Köln ist die Hauptstadt der Onliner. Zumindest der Reisefreudigen, die gerne Messen und Kongresse besuchen. Gerade geht mit der „GamesCom“ eine wichtige Computermesse zu Ende, da steht mit der „dmexco“ schon die nächste vor der Tür. Einige Aussteller, vor allem diejenigen, die sich mit digitalen Zahlungssystemen und den neuen Werbemöglichkeiten in und im Umfeld von Onlinespielen beschäftigen, können gleich da bleiben, zwei, drei Kölsch trinken und dann wieder auf die schäl sick, die falsche (schale) Rheinseite pilgern.

Diese Popularität der Rheinmetropole wäre ja nicht wirklich meldenswert, wenn es eine gewachsene wäre. Aber sie ist es nicht. Köln verdankt den Aufstieg zur Computermetropole machtpolitischen Ränkespielen in den wichtigen Branchenverbänden. Bei den Spielern sind das G.A.M.E. und BIU, bei den Marketing-Spezialisten ist es der Bundesverband digitale Wirtschaft (BVDW) mit dem kernigen Slogan „Wir sind das Netz“. Während die „Gamescom“ schon recht gute Zahlen für ihren Start präsentieren kann, wünschen wir der „dmexco“ alles Gute für September.

Die Erstarkung Kölns bei gleichzeitiger Schwächung Düsseldorfs und Leipzigs ist beileibe nicht die einzige Bewegung in der Online-Messelandschaft. Anfang des Jahres zeigte der DLD zu München, dass sich der digitale Lifestyle bei den Menschen doch nicht so schnell ändert, dass man daraus jährlich eine Trendmesse generieren kann. Irgendwie alles schon mal gehört, auch die Durchhalteparolen für die Kollegen vom Mobile Marketing.

Die mit vielen Vorschusslorbeeren gestartete „Webciety“ während der „CeBIT“, ereilte ein ähnliches Los. Ein Branchentreff der Web2-Produzenten, aber keineswegs der Durchbruch zur gewünschten Volksnähe. Erstaunlich viele iPhones und erstaunlich wenige, die verstehen, warum die vielen anderen keine iPhones haben und mitunter gar keines wollen. Die spannendsten Diskussionen rankten sich um ganz pragmatische Fragen, darüber wie sich Online-Werbung in Blogs auf die Glaubwürdigkeit derselben auswirkt.

Auch an einer Grenze angelangt scheint die Hausmesse „next“ von SinnerSchrader. Die Agenda zeigt zwar allerhand Perlen und Fundstücke, die Spannbreite ist allerdings so riesig, dass es schwer fällt, am Abend ein prägnantes Fazit zu ziehen. Diesmal zeigte sich die Logistik dem Ansturm gewachsen; ganz im Gegensatz zu 2008. Aber die Ausdehnung der Veranstaltung auf 1,5 Tage nimmt ihr einiges an Schwung. Merke: Eine BarCamp-Atmo ist mit mehr als 1000 Besuchern wohl kaum zu erreichen.

Der Software und Support Verlag wagte mal wieder den Sprung nach Berlin. Dort haben sich in den letzten Jahren schon ganz andere Veranstalter die Zähne ausgebissen, und umso überraschender war die durchaus respektable Resonanz in einer eher gruseligen Location (mal abgesehen von der tollen Kuppel). In der Zusammenkunft von Codern mit Grafikern und Marketern liegen noch spannende Potentiale.

Die „InternetWorld“ wählte erstmals einen Termin ohne Systems und direkt vor der Sommerpause. Gewagt, aber gut gegangen. Wenig spektakulär, eher eine solide Arbeitsveranstaltung. Nachholbedarf gibt’s bei der öffentlichen Wahrnehmung. Ein Messebesucher im Zubringerbus: „Es wird ja höchste Zeit, dass München eine eigene Internet-Messe bekommt“. Merke: Die erste „InternetWorld“ fand bereits vor 13 Jahren im MUC statt.

Die Maß voll in Sachen Durcheinanderwirbelung des Terminkalenders machte dann noch Adobe. Nach zwei Jahren mit tollen Besucherzahlen gibt es 2009 leider keine „MAX“ in Europa. Gerüchten zufolge bemühen sich die deutschen Statthalter derzeit darum, einen Reisebus zu chartern, der die Pressevertreter unglaublich nah an die Adobe-Menschen heran bringen soll. Voll Community-mäßig. Abfahrt ist geplant am 24. September, Ankunft in Los Angeles pünktlich am 3. Oktober. Abfahrtsort ist Köln Deutz Messegelände. Wo sonst?

14.09.2009

Dirk P. Lindgens, Geschäftsführer des energate-Verlag, über das neue Fachmagazin „e.21– energie für morgen

Energie ist heute in allen Wirtschaftszweigen ein großes Thema. Unter dem Stichwort Effizienz hält sie Einzug in die Bereiche Architektur und Wohnen, Verkehr und Stadtplanung, Industrie und Gewerbe. Dabei befindet sich der Bereich Energie wie kaum ein anderer im starken Wandel, beeinflusst durch Trends wie intelligente Verbrauchssteuerung, innovative Erzeugungsformen, Energiespeicherung oder Effizienzprojekte.

Gute Gründe für uns, um ein neues Fachmagazin auf den Markt zu bringen: Mit „e.21 – energie für morgen“, das vierteljährlich im energate-Verlag erscheint, greifen wir die neuesten Entwicklungen und Trends in der Energiewelt auf. Das Gerüst der neuen Zeitschrift bilden Berichte, Reportagen, Features und Kommentare zu Themen wie Energieeffizienz, Dezentralität oder der Einzug moderner Informations- und Kommunikationstechnologie in die Energielandschaft.

Schwerpunkt der ersten Ausgabe am 15. September ist das Thema Contracting. Weitere Heftschwerpunkte sind zu Smart Metering, Elektromobilität und energetischer Stadterneuerung geplant. Und eines ist jetzt schon klar: angesichts der rasanten Entwicklung im Energiesektor und der hohen Relevanz für alle Wirtschaftsbereiche werden uns spannende und zukunftsweisende Themen so schnell nicht ausgehen. Mehr Informationen zum neuen Fachmagazin gibt es unter www.e21online.de.

07.09.2009

Christoph Berdi, Chefredakteur von „absatzwirtschaft“ und „Pharma Marketing Journal“, über das neue Portal „MarketingIT

Ohne leistungsfähige Software sind modernes Marketing und Vertrieb gar nicht mehr denkbar. Zu groß ist der Druck auf Effizienz, Effektivität und den Return on Investment. Eigentlich verwunderlich, dass das Thema erst in den vergangenen Jahren forciert wurde. Für die Produktion zum Beispiel ist es selbstverständlich, mit Hilfe der IT das letzte Fitzelchen Produktivität aus Mensch und Maschine herauszuholen. Für uns war es deshalb an der Zeit, eine Plattform zu schaffen, die Entscheider auf dem Laufenden darüber hält, was sich in CRM, E-Marketing oder Marketing Ressource Management tut. „MarketingIT“ heißt das neue, just online gegangene Portal. Powered by „absatzwirtschaft“. Sie können auf Nachrichten, Wissensbeiträge, Jobangebote und Newsletter zugreifen. Das Partnerangebot von „markt-studie.de“ ermöglicht die Recherche und Bestellung von Studien und Analysen zum IT-Markt. Die Kooperation mit der Softguide GmbH & Co. KG erleichtert die Suche nach der passenden Marketing- oder Vertriebssoftware. In Kooperation mit „stellenanzeigen.de“ werden auch Personalanzeigen veröffentlicht. Weitere Funktionen werden in den nächsten Wochen implementiert.

Weitere Informationen finden Sie unter http://bit.ly/uXVXT.

31.08.2009

Heinz Arnold, Chefredakteur von „Markt & Technik“, über sein neues Fachmagazin „Energie & Technik“ und die Zukunft der „Grünen Techniken

Mit „Energie & Technik“ wollen wir den Lesern helfen, sich im Dschungel der grünen Techniken zurechtzufinden. Ständig werden wir mit Schlagworten zum Energiesparen, zu erneuerbaren Energien, zu energiesparender Gebäudetechnik bis hin zu „energiesparenden“ Elektroautos bombardiert. Jedem fallen spontan weitere Stichworte ein, die alle irgendwie unter den „Grünen Techniken“ zusammengefasst werden können.

„Energie & Technik“ hat sich vorgenommen, eine Struktur in dieses Wirrwarr zu bringen. Denn die isolierte Betrachtung einzelner Aspekte zeigt nicht, wie eng sie miteinander verflochten sind und wie sie erst im Zusammenspiel die effiziente Erzeugung und Nutzung von Energie ermöglichen.

Dazu ein Beispiel: Derzeit sind erneuerbare Energien ein heißes Thema. Sinnvoll nutzen lässt sich aber Energie aus Sonne und Wind, die ja nicht ständig und nicht in vorhersehbaren Mengen zur Verfügung steht, erst dann, wenn das Stromnetz diese neuen Energieformen auch verkraften kann.


24.08.2009

Jan Kleinert, Chefredakteur des „Linux-Magazin“, über die Vorteile von Open-Source-Lösungen in Zeiten der Wirtschaftskrise und über das 15-jährige Jubiläum des „Linux-Magazin“

Manchmal bedarf es eines Anstoßes von außen, um sich mit Neuem zu befassen. Schrumpfende IT-Budgets im kalten Wind der Wirtschaftskrise sind ein sehr eindrückliches Beispiel für solch instruktive Umstände.

Eine ökonomische Beschränkung muss nicht automatisch mit einer funktionellen Sparsamkeit einhergehen – im Gegenteil: IT-Abteilungen, die jetzt verstärkt Computer auf das lizenzkostenfreie Betriebssystem Linux umstellen und bei Anwendungen gezielt die Open-Source-Karte ziehen, entlasten nicht nur die Investkasse, sondern gewinnen vielfach auch mehr Stabilität, neue Funktionalität und verbesserte Wartbarkeit ihrer Systeme. Auf jeden Fall lösen sie die Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter und dessen Produktzyklen- und Preispolitik.

Weil viele bisherige Zauderer nun den Schritt wagen, verzeichnen die meisten Anbieter von Open-Source-Lösungen als Folge der Krise gerade mehr Auftragseingänge. Da aktuell im Linux-Lager Freude die vorherrschende Grundstimmung ist, trifft es sich gut, dass Europas wichtigste und zugleich älteste Linux-Zeitschrift, das deutschsprachige Linux-Magazin, ebenfalls feiert: ihr 15-jähriges Jubiläum nämlich. Die Redaktion peppt die Geburtstagsausgabe 10/2009 mit einer DVD auf, die sämtliche seit Oktober 1994 erschienen Heftinhalte enthält. So viel Linux-Profi-Know-how an einer Stelle war nie. Mitarbeiter in neuerdings Linux-willigen IT-Abteilungen, die Weiterbildung brauchen, sollten darum den Weg zum Zeitungskiosk erwägen. Dort angekommen, müssen sie (in der Computerecke) nach der Titelzeile „Süße Fünfzehn“ Ausschau halten. Außer auf den Geburtstag selbst will die Redaktion mit der Headline sanft darauf hindeuten: Linux hat noch ein langes, kraftvolles Leben vor sich – selbst ohne Wirtschaftskrise.

17.08.2009

Dr. Wilhelm Greiner, stellv. Chefredakteur der „LANline“ und IT-Fachjournalist in München, über Communitainment und warum unterhaltsame Fachinformation im Unternehmensumfeld Gewinn bringen kann

Wir leben in einer Aufmerksamkeitsökonomie: Jeder, der lesen kann (und das gilt dann doch für die meisten von uns), und jeder, der im Web unterwegs ist oder andere Informationskanäle nutzt, wird ständig mit Informationen und Info-Häppchen überflutet. Für Unternehmen, die wirklich etwas zu sagen haben, bedeutet das: erst mal das Interesse der Menschen wecken – und dann in Motivation umsetzen. Wer Aufmerksamkeit erregt, hat etwas erreicht. Wer in angenehmer Erinnerung bleibt, hat halb gewonnen. Wer Personen dazu bewegen kann, die Informationen freiwillig selbst weiterzuleiten, ist am Ziel. Marketiers haben dies längst erkannt. Sie nennen das „virales Marketing”.

Es ist aber nicht in Stein gemeißelt, dass sich effiziente, motivierende Kommunikation aufs Marketing beschränken muss. Es gibt noch viele weitere Situationen, in denen es für Unternehmen sinnvoll sein kann, ihr Publikum emotional anzusprechen und einzubinden. Hier kann Communitainment – je nach Community, die es anzusprechen gilt – sehr nützlich sein.

Der Begriff „Communitainment” stammt ursprünglich aus dem Report eines Analysten von Piper Jaffray mit dem Titel „The User Revolution” vom Februar 2007. Gemeint ist hier die Vermengung von Inhalten, Ideen und Unterhaltung in einem Web-2.0- oder Social-Networking-Kontext. Communitainment zielt darauf ab, sich mit einer Community auf eine Weise auszutauschen, die diese Community als ebenso hilfreich wie unterhaltsam und sympathisch empfindet.

Communitainment muss sich aber nicht ausschließlich auf so genannten „User-generated Content” (von Endanwendern erzeugte Inhalte) im Web-2.0-Umfeld beschränken…

Den vollständigen Artikel finden Sie unter: http://metaphorous.com/2009/06/20/communitainment-nicht-nur-fur-web-20-und-marketing/

27.07.2009

Gunther Müller, Direktor bei Thomson Reuters im Bereich Webcasting, über den Nutzen von Video-Liveübertragungen im Inter- und Intranet für interne und externe Kommunikation

Immer mehr Firmen nutzen das Inter- und Intranet für die weltweite, schnelle und effiziente Kommunikation mit Kunden, Presse aber auch zur internen Kommunikation mit Mitarbeitern. Die technischen Möglichkeiten von Videoübertragungen im Inter- und Intranet haben sich in den letzten Jahren sehr stark verbessert. Wo es früher Restriktionen in der Übertragungsqualität und Kapazität gab, haben neue Technologien zu Qualitätsverbesserungen geführt. Insbesondere bei den Bandbreiten und den damit verbundenen Übertragungsgeschwindigkeiten und Auflösungen hat sich Kapazität nahezu verzehnfacht. Auch das Intranet ist bei vielen Firmen in den letzten Jahren stark verbessert worden. Einem historisch hysterischen Wachstum ist in den letzten Jahren eine planvolle Breitbandtechnologie gefolgt.

Es ist schön, dass die Technik wächst und immer besser wird – doch was kann man damit anfangen?

Die neuen Technologien ermöglichen heute eine vollkommen andere Möglichkeit der Nutzung von Inter-und Intranet. Breitbandtechnologien wie Videoübertragungen sind heute keine technische Unmöglichkeit mehr, sondern entwickeln sich zu einem Kommunikations-Standard.

Durch Liveübertragungen von Ansprachen und Präsentationen im Intranet werden Mitarbeiter direkt mit einer authentischen Botschaft am Arbeitsplatz erreicht. Dies spart Reisekosten und Arbeitsausfallzeiten. Durch die Möglichkeit, auch Fragen über einen Rückkanal zu stellen, entsteht eine Interaktion zwischen den Zuschauern und dem Vortragenden.

Die Liveübertragung im Internet wird besonders für zeitkritische Informationsverteilung genutzt, insbesondere für Presse- und Analystenkonferenzen, wo man zeitgleich informieren will. Doch auch Konferenzen und Produktpräsentationen sind klassische Anwendungsbereiche für eine Liveübertragung, um eine größere Zielgruppe, unabhängig von Ort und Zeit, zu erreichen.



20.07.2009

Ludger Schmitz, freiberuflicher Journalist in München, über seine alltäglichen Erfahrungen mit Presseprofis – ganz nach dem Motto „So macht man sich Fremde“

Ziemlich häufig kontaktieren mich Industrievertreter mit der Bitte, ob ich diese oder jene Information „in der Presse verbreiten“ oder auf meiner Website verwenden könnte. Neulich ging es um eine Software, die unter der OSI-akzeptierten Microsoft-Lizenz MS-PL steht. Damit verbundene Frage: „Ist das für Sie als Open-Source-Purist zu weit weg vom klassischen OS-Modell?“ Das spricht gleich eine Menge problematische Aspekte aus der Open-Source-Welt an, aber auch eine kuriose Frage vergnügt mich: Was, bitte, ist ein Open-Source-Purist? Eins aber amüsiert mich überhaupt nicht: Der Frager, immerhin ein Marketing-Verantwortlicher, stellt den Angesprochenen „Pressepartner“ in eine Ecke. Der ist darüber natürlich „not amused“. Und weil ihm die Frage auch noch zeigt, dass der Mann keine Ahnung vom Thema hat, hätte er den ganzen Vorgang auf der Stelle vergessen – wenn's nicht so ärgerlich wäre. An die Pressearbeit sollte man nur Presseprofis lassen.

13.07.2009

Kate Garratt, Account Executive bei Aspectus, der Londoner Partner-Agentur von Möller Horcher, über Twitter in der Pressearbeit

Auch wenn „twittern“ und „tweeten“ sich lächerlich anhören mag – es wird Ernst in Sachen Microblogging. Sowohl in UK als auch weltweit schätzen die Medien die auf 140 Zeichen basierende Social-Media-Seite Twitter inzwischen als wichtiges Tool zur Informationsgewinnung und Nachrichtenübermittlung. Die Möglichkeit, Millionen von Menschen schnell zu erreichen, macht Twitter zu einem äußerst einflussreichen Kommunikationstool – und dieser Einfluss beginnt gerade erst sichtbar zu werden: Beispielsweise die kürzlich bekannt gewordene Nachricht, dass das US State Department Twitter gebeten hat, die Wartung der Webseite zu verschieben, damit Microblogger im Iran weiterhin ohne Unterbrechung mit der restlichen Welt kommunizieren können, während viele andere externe Kommunikationsverbindungen von staatlicher Seite aus blockiert waren.

Aber auch Tageszeitungen und Nachrichtenmagazine mit tausenden „Followern“ (Abonnenten bestimmter Twitter-Blogs) können über Twitter eine News in dem Moment verbreiten, in dem sie bekannt wird. So lassen sich ständig die neuesten Updates zu den letzten Meldungen bringen, während noch an den Textbeiträgen für die Online-Seiten, an dem TV-Beitrag oder an den Artikeln für die nächste Ausgabe der Tageszeitung gefeilt wird. Die UK-Ausgabe der Financial Times beispielsweise nutzte Twitter besonders erfolgreich während der G20-Demonstrationen: sie schickte Journalisten an verschiedene Standorte, sammelte deren Tweets (Tweet = Twitter-Beitrag) in einem einzigen Feed und ermöglichte so die Entstehung der Story in Echtzeit, ohne eine zentrale redaktionelle Bearbeitung.

Journalisten schätzen Twitter inzwischen als eine lebendige Nachrichtenquelle und als Möglichkeit, an Informationen zu kommen, ohne mit irrelevantem Spam überflutet zu werden. So hat beispielsweise der Technik-Redakteur des Guardian, Charles Arthur, wissen lassen, dass er nur noch über Twitter kontaktiert werden möchte. Und die Freelancer Guy Clapperton und Sally Whittle veröffentlichen des öfteren Tweeds mit Nachfragen nach Interviews, Case Studies oder Unterstützung bei Artikeln. PR-Mitarbeiter können auf diese Tweets reagieren und sogar Twitter-Interviews arrangieren – dabei zwingt die Beschränkung auf 140 Zeichen zu Knappheit und Präzision und spart sowohl dem Journalisten als auch dem Interviewpartner Zeit.

Mit Twitter ist eine Plattform entstanden, die aufgrund ihrer Offenheit einen Austausch zwischen Journalisten und PR-Tätigen jenseits der üblichen „Pitch-Telefonate“ ermöglicht. Ausgehend von der Möglichkeit unkompliziert, direkt und schnell auf jeden Tweet zu antworten, lassen sich leicht Beziehungen zwischen diesen beiden Gruppen auf- und ausbauen. Der Übermittlung von Informationen und dem Aufbau von Beziehungen zu Journalisten und Opinion-Leadern kommt bei Aspectus PR eine Schlüsselfunktion zu. Unsere Twitter-Aktivitäten sind beispielsweise besonders fruchtbar in Hinblick auf einen Kunden aus dem Bereich VoIP-Telefonie. So haben wir beispielsweise in einem Tweet unsere Zielmedien gefragt, ob es Interesse an Berichten zum Thema Unified Communications gibt – eine Publikation hat uns direkt mit der Aufforderung geantwortet, einen kompletten Artikel zu liefern. Ebenso sind wir durch unser Twitter-Monitoring auf einen wichtigen Freelancer aufmerksam geworden, der in einem Tweet die Frage aufgeworfen hatte, wie unser Kunde eigentlich zu seinem Unternehmensnamen gekommen ist. Wir haben uns mit dem Journalisten in Verbindung gesetzt und die folgende informelle Kommunikation ermöglichte es uns, eine Beziehung aufzubauen, von der beide Seiten profitieren. Aspectus ist darüber hinaus in der Lage, Twitter als zusätzlichen Distributionskanal für neue Release-Versionen unseres Kunden einzusetzen und damit eine maximale Reichweite für dessen Marke zu erzielen.

Twitter hat ein neues Modell für die Beziehungen zwischen PR und Journalismus geschaffen. Der Erfolg, den wir bei Aspectus dank Twitter für unsere Kunden haben, ist nur ein Beispiel dafür, wie wertvoll dieses neue Tool für Unternehmen ist, die eine erfolgreiche Beziehung zu den Medien aufbauen und pflegen möchten.

06.07.2009

Dipl.-Kfm. Rainer Maassen, Geschäftsführer der convento GmbH, über die Ergebnisse des „Mediakompass I/2009“ – einer regelmäßig durchgeführten Online-Studie von w.komm und convento, bei der im halbjährlichen Wechsel Journalisten und PR-Fachleute zu zentralen Aspekten ihrer Arbeit befragt werden

Ein zentrales Ergebnis unserer Studie: Der Anteil irrelevanter Pressemitteilungen bleibt weiterhin sehr hoch. Fast die Hälfte der Pressemitteilungen, die die befragten Journalisten erhalten, ist für sie vor dem Hintergrund ihres Ressorts oder ihrer thematischen Spezialisierung grundsätzlich irrelevant. Statt einer gezielten Aussendung mit Hilfe gut gepflegter Verteiler herrscht in vielen PR-Abteilungen noch immer das Gießkannenprinzip vor. Vor allem die Journalisten aus dem TV/HF-Bereich beklagen die wenig gezielte Zusendung von Mitteilungen: Hier machen irrelevante Infos rund zwei Drittel aller erhaltenen Pressemitteilungen aus.

Trotzdem sind und bleiben Pressematerialien die Top-Quelle für tagesaktuelle Meldungen: 40 Prozent der von den befragten Journalisten verfassten Meldungen basieren auf Pressemitteilungen und anderen Pressematerialien. Allerdings zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Mediengattungen: Vor allem bei Fachzeitschriften, Wochenmagazinen und Special-Interest-Blättern ist der Rückgriff auf PR-Materialien stark ausgeprägt, bei Tageszeitungen dagegen deutlich weniger.

Auch wenn häufig Pressematerialien verwendet werden – ihre Qualität sehen die Journalisten eher kritisch: Sie geben den PR-Verantwortlichen lediglich eine 'drei minus' wenn es um die sprachliche Güte der Pressemitteilungen geht. Zwei Drittel der befragten Journalisten möchte den gesamten Text einer Pressemitteilung übrigens direkt im Textkörper einer E-Mail erhalten, mit der Überschrift in der Betreffzeile. Besonders die Redakteure von Tageszeitungen bevorzugen diese Variante.

Persönliche Erlebnisse und Erfahrungen sind insgesamt der häufigste Anlass für die befragten Journalisten, sich eingehend mit einem Thema zu beschäftigen. Es folgen tagesaktuelle Top-Themen, Hinweise von Informanten oder Lesern/Zuschauern sowie Anregungen, die aus Pressematerialien stammen.

Hier geht es zu den kompletten Ergebnissen des „Mediakompass I/2009“: http://bit.ly/Ns8zl.

29.06.2009

Dr. Wolfgang Böhmer, Chefredakteur der Fachzeitschriften „ew“ und „netzpraxis“, über den Ärger mit Unternehmensnamen in der redaktionellen Arbeit

Eine Unsitte greift um sich. Immer öfter empfehlen offenbar Agenturen ihren Kunden „verkünstelte“ Unternehmensnamen bzw. -schreibweisen. Das beginnt im einfachsten Fall mit klein oder in Versalien geschriebenen Namen, geht mit Binnenmajuskeln wie BahnCard oder kVASy weiter und endet mit Schöpfungen, in denen sich alle möglichen Zeichen, z. B. Pfeile und Striche, finden.

Das mag aus werblicher Sicht wegen des damit verbundenen Aufmerksamkeitswerts vielleicht sinnvoll sein. Zum Problem wird es aber bei der redaktionellen Arbeit, wenn die Unternehmen dann auf ihre Schreibweisen in redaktionellen Texten bestehen wollen, weil dies ja eingetragene Marken seien. Nach den heutigen Rechtschreibregeln sind solche Konstruktionen nicht offiziell anerkannt und werden im üblichen Schreibgebrauch abgelehnt. Auch sind sie nur schwer lesbar oder „erschlagen“ den Text wie im Fall der Versalien.

Redakteure haben nicht nur den Ärger mit den Unternehmen, sondern auch das Problem, diese Namen durch reguläre Schreibung und gegebenenfalls Einfügen von Bindestrichen oder Leerzeichen in lesbare Formen zu übersetzen. Hilfreich wäre es deshalb, in Pressetexten gleich eine herkömmliche Schreibweise anzubieten. Unternehmen, die ihre spezielle Schreibweise in einem Medium sehen wollen, können dazu ja Anzeigen schalten, in denen diese auch gleich mit Logo und Corporate Design ihrem Zweck dienen kann.

22.06.2009

Karl-Heinz Behrens, Geschäftsführer der vertriebsunion meynen GmbH & Co. KG, über die aktuelle Situation von Fachzeitschriften und ihre Herausforderungen

Auch und gerade Fachverlage sind von der aktuellen ökonomischen Situation betroffen. Bei sinkenden Anzeigenumsätzen steigt besonders die Bedeutung des Vertriebsgeschäftes. Die Erlöse hieraus werden wieder von erstrangiger Bedeutung sein. Wie lange die Fachzeitschriftenmärkte jedoch ihre Spitzenposition behaupten können, ist abhängig von der Entwicklung der New Business-Säule aus Online-, Event- und Dienstleistungsangebot. Denn hier liegen die aktuellen und vermutlich auch künftigen Wachstumstreiber der Fachverlage.

Immer wieder werden gegenläufige Trends bei der Verbreitung und dem Anteil der verkauften Exemplare für die Fachpresse erwähnt. Wenn man aber die Ergebnisse der Fachpresse-Statistik genau betrachtet, wird man feststellen, dass sich in absoluten Werten die Anzahl der verkauften Exemplare seit dem Jahrtausendwechsel zwischen 250 und 235 Millionen Exemplaren bewegt. Die kommunizierte Abnahme der Verkaufsauflage seit 2003 um 10 Prozentpunkte passt zur gegenwärtigen Krisenstimmung, entspricht aber nicht der Realität absoluter Stückzahlen. Insofern ist es doch durchaus beachtlich, dass sich der Kreis von Lesern, die bereit sind, für ein Printprodukt zu bezahlen, bei allen Zuwächsen digitaler und neuer Medien nahezu konstant bleibt – m.E. das Verdienst der Verlage, die nachhaltig Wert auf die bedingungslose Qualität ihres Printprodukts im Sinne von Nähe, Nutzen und Mehrwert legen…

Den kompletten Artikel lesen Sie unter http://bit.ly/uyemF.

15.06.2009

Ulrike Langer, freie Medien- und Marketingjournalistin in Köln, über zehn Strategien für den Journalismus 2.0

1. Diskussion ermöglichen

Journalismus 1.0 druckt eine fertige Geschichte oder stellt sie ins Netz. Dann dürfen die Leser in einem abgetrennten Bereich – manchmal, aber nicht immer – kommentieren. Der Autor schaltet sich in der Regel nicht in die Diskussion ein, die Redaktion höchstens, um unpassende Kommentare zu löschen. Journalismus 2.0 ist anders: Ein Beitrag ist nicht in dem Moment fertig, wo er veröffentlicht wird. Autoren sind gefordert, mitzudiskutieren. Nutzerkommentare müssen ein gleichwertiger Teil der Veröffentlichung werden, wobei aus einem Zeitpunkt ein Prozess wird. Außerdem müssen die Kommentare raus aus den Ghettos und prominent neben den dazu gehörigen Beiträgen platziert werden.

2. In der Link-Ökonomie müssen journalistische Plattformen öffentlicher Gesprächsstoff sein

Webplattformen von Medienhäusern dürfen sich nicht hinter Bezahlschranken verstecken. Sie müssen sich öffnen, um gefunden zu werden. In der Link-Ökonomie, wie sie der New Yorker Medienprofessor und Autor Jeff Jarvis (”Was würde Google tun?”) beschreibt, sind Medien-Websites um so wertvoller, umso mehr sie mit dem Rest der Onlinewelt vernetzt sind. Isoliert hinter Pay-Walls, hinter denen sie nicht gefunden, nicht verlinkt und nicht weiterempfohlen werden können, verlieren die Inhalte an Wert. Sie sind der öffentlichen Diskussion entzogen. Die New York Times hat das erkannt und hat die Bezahlschranke vor ihrem Angebot „Times Select” 2007 wieder aufgehoben. Seitdem ist der Traffic auf der NYT-Website um 40 Prozent gestiegen und die erhöhten Werbeeinnahmen haben die Gebührenverluste mehr als wettgemacht…

Den kompletten Artikel lesen Sie unter http://bit.ly/yrxPk.

02.06.2009

Jonathan Fasel, Student der Journalistik und Politikwissenschaft an der Universität Leipzig, freier Autor, Fotograf und Layouter, über seinen Traumberuf Journalismus und dessen Wandel durch die Anzeigenkrise

Wie tickt Ihre Tageszeitung? Da gibt es den Redakteur, den Anzeigenverkäufer, den Verlagsleiter. Der Journalist wählt Themen, recherchiert seine Geschichten, vielleicht produziert er einige Seiten der Zeitung. Um den Betrieb zu finanzieren, wirbt der Anzeigenverkäufer Inserenten; der Verlagsmanager schließlich hat ein Auge auf das liebe Geld und die reibungslose Zusammenarbeit der Zahnräder. Und, ganz wichtig: Innerhalb des Verlages hat die Redaktion eine isolierte Stellung – sie ist getrennt von allen anderen Geschäftsbereichen.

Ich will einige Begriffe herausgreifen, die mir wichtig sind: Recherche und Produktion. Relevanz und Unabhängigkeit. Und natürlich: Finanzierung.

Alle diese Worte haben sich in ihrer Bedeutung in den vergangenen zehn Jahren gewandelt. Beginnen wir beim Begriff, der am Anfang der aktuellen Wirtschaftskrise stand: Finanzen. Die monetäre Grundlage der Verlage verschiebt sich, Anzeigeneinnahmen und Auflage brechen gleichzeitig weg. Das Problem: Herausgeber verließen sich jahrzehntelang auf die Inserenten als finanzielle Stütze. Immerhin machten die Anzeigenerlöse drei Viertel des Budgets aus und deckten so mehr oder minder die Personalkosten der Redaktion.

Heute müssen die Verlage umdenken. Und das tun sie auch: Indem sie bei gleichbleibendem Umfang der Zeitung Redakteursstellen streichen. Dass dies nicht nur an der Moral der Redakteure kratzt, sondern auch die Qualität der journalistischen Produkte verschlechtert, scheint egal zu sein: Gerade jetzt in der Krise kommt jede Sparmaßnahme recht. So wird der Journalist vom (aktiven) Schreiber zum (passiven) Verwalter von Information: Es zählt das Seiten-Output pro Person, der Inhalt hingegen bleibt allzu häufig auf der Strecke. Produktion verdrängt gründliche Recherche.

Angesichts der klammen Gelder verlieren einige Verleger die Hemmungen, was Trennung von Anzeigenverkauf und Redaktion anbelangt. Es gibt Fälle, in denen Journalisten angehalten sind, ein – vom klassischen Redaktionsteil inhaltlich separates, optisch aber kaum zu unterscheidendes – inserentenfreundliches Redaktionsumfeld zu schaffen. Schließlich müssen die verbliebenen Anzeigenkunden mit Werbetexten seitens der Redaktion umgarnt werden. Relevante Themen, unabhängig recherchiert, verständlich dargeboten, die dem Leser Hintergrund, Orientierung und Nutzen bieten? Fehlanzeige!

Mein Appell an Sie: Helfen Sie mit, in Zeiten der Krise umzudenken. In eine andere, neue Richtung, in der wieder der Leser im Mittelpunkt des journalistischen Interesses steht. Denn der wandert vor allen deswegen ab, weil seine Zeitung immer weniger relevante Themen liefert. Seine berechtigte Frage ist: Wofür soll ich eigentlich als Leser einer Zeitung zahlen, wenn ich nur noch die Qualität eines Anzeigenblättchens geliefert bekomme? Das Überleben der Zeitung besteht in journalistischer Qualität – in nichts anderem.

Sollten Sie zum Kreis der Anzeigenkunden zählen, dann spielen Sie fair mit den Nutzern des Mediums und schalten Sie nur klassische, keine semiredaktionellen Anzeigen. Gehen Sie vielleicht einen Schritt weiter: Setzen Sie sich für Leuchttürme unabhängiger journalistischer Arbeit ein und finanzieren sie nur „saubere“ Redaktionen! Eine wachsende Zahl an Lesern wird es Ihnen danken. Darauf wette ich.

25.05.2009

Wolfgang Donsbach, Professor für Kommunikationswissenschaft an der TU Dresden, über die Erwartungen der Deutschen an den Journalismus und ihre Enttäuschungen darüber

Ergebnisse aus mehreren Ländern lassen erkennen, dass der Journalismus bei den Bürgern an Vertrauen verliert. Dieses Vertrauen ist aber in einer Demokratie notwendig, damit die verschiedenen Teile einer Gesellschaft trotz vielfältiger eigener Interessen und jeweils subjektiver Realitätssicht miteinander kommunizieren können.
In einer deutschlandweiten telefonischen Repräsentativbefragung haben Professor Donsbach, Mathias Rentsch, Anna-Maria Schielicke und Sandra Degen 1.054 Deutsche ab 18 Jahren befragt, wie es um das gesellschaftliche Ansehen des Berufs tatsächlich bestellt ist und welche Wahrnehmungen der Bürger das Vertrauen bestimmen:

In den Augen der Öffentlichkeit ist der Journalismus ein für die Gesellschaft wichtiger, aber in der Tat kein vertrauenswürdiger Beruf. Nicht einmal zwei von drei Deutschen geben an, dass sie Journalisten „eher schätzen“. Damit liegt das Ansehen des Journalismus weit unter jenem klassischer Professionen (90 Prozent schätzen den Arztberuf, 82 Prozent Professoren und 80 Prozent Lehrer) und damit nur auf Platz sechs von zehn abgefragten Berufen. Doch nur 35 Prozent sagen, dass sie Journalisten auch vertrauen. Beim Vertrauen liegt der Journalismus noch weiter hinter anderen Berufen zurück. Selbst den Meinungsforschern bringen die Deut-schen mehr Vertrauen entgegen. Besonders alarmierend ist die Tatsache, dass vor allem die jüngste Gruppe der Erwachsenen (18 bis 24 Jahre) den Journalisten das wenigste Vertrauen entgegenbringt.


18.05.2009

Andrea Wenk, selbstständige PR- und Marketing-Beraterin für Unternehmen der digitalen Wirtschaft, über Fluch oder Segen von kostenlosen Online-Presseportalen

Über kostenlose PR-Portale lassen sich Pressemeldungen auf einen Streich massenhaft im Internet verbreiten. Doch was bedeutet dieser Trend für die klassischen Kommunikationswege in der PR? Und wo bleibt der Journalist in seiner Rolle als vermittelnde, neutrale Instanz zwischen dem parteiischen Unternehmen und dem Verbraucher?

PR-Verantwortliche wissen es schon längst: Die klassische Pressemeldung – einst direkter Informationskanal zwischen PR-Leuten und Journalisten – wird dank des Internets mehr und mehr als Kommunikationsmedium für die Massen missbraucht. Jedenfalls für die virtuellen Massen. Eine US-Studie hat dies jetzt auch mit Zahlen belegt: Demnach werden weniger als ein Drittel aller Pressemeldungen noch gemäß ihrer traditionellen Bestimmung eingesetzt, nämlich um Nachrichten an die Presse weiterzugeben. Längst erfüllen sie überwiegend Marketingzwecke. So wird laut Studie ein Großteil der Pressemeldungen dazu verwendet, direkt beim Verbraucher Aufmerksamkeit für das Unternehmen oder ein Produkt zu erzeugen. Einige Unternehmen nutzen Pressemeldungen sogar als Verkaufswerkzeug, indem sie Angebote kommunizieren oder mit Links auf ihre Shops verweisen.

Pressemeldungen erfüllen heute überwiegend Marketingzwecke. Diese „Zweckentfremdung“ von Pressemeldungen wird durch neue Publizierungsplattformen im Internet ermöglicht, die es jeden Unternehmen erlauben, ihre Informationen massiv zu verbreiten und den Journalist in seiner Rolle als vermittelnde, neutrale Instanz zwischen dem Unternehmen und dem Verbraucher zu überspringen.

Zum Hintergrund: Ungezählte Online-Pressedienste, PR-Webseiten und Newsportale veröffentlichen kostenlos Nachrichten und Pressemitteilungen im Internet. Der PR-Verantwortliche stellt seine Meldung selbstständig online ein, verschlagwortet sie gegebenenfalls noch und schon ist die Meldung im Internet und damit öffentlich. Wenn dann noch der Suchmaschinenroboter von Google die Pressemeldung zu News-Alerts verarbeitet, ist die Sache perfekt und die Verbreitung gelungen.

Fluch oder Segen? Auf den ersten Blick ist das für alle PR-Leute ein Segen, denn bislang waren Dienstleistungen zur Verbreitung von Pressemeldungen an Journalisten teuer. Teuer vor allem, weil es aufwändig ist, qualifizierte Kontakte zu Journalisten zusammenzustellen und aktuell zu halten. Hier liegt der entscheidende Unterschied zwischen den oben genannten kostenlosen Online-PR-Portalen und den etablierten kostenpflichtigen Wire-Services wie News Aktuell oder Business Wire: Online-PR-Portale adressieren nicht etwa Journalisten, sondern oftmals direkt den surfenden Internetuser…

Den vollständigen Artikel lesen Sie unter http://frauwenk.de/blog/.

11.05.2009

Christian Nuernbergk, Mitarbeiter im Forschungsprojekt „Journalismus im Internet“ von Prof. Christoph Neuberger an der Universität Münster, über die Ergebnisse der Studie „Journalismus im Internet“

Im Rahmen der Studie „Journalismus im Internet“ wurden 183 Internetredaktionen aus Deutschland befragt. Damit haben sich 44 Prozent aller ermittelten Redaktionen an der Erhebung beteiligt. Die Forschungsergebnisse lassen vermuten, dass weder partizipative noch technische Angebote den beruflich ausgeübten Journalismus verdrängen.

„Ergänzung statt Konkurrenz“ – mit dieser Formel lassen sich die Ergebnisse der Studie zusammenfassen. Im Kernbereich des Internetjournalismus dominieren nach wie vor die Online-Angebote der traditionellen Massenmedien. Nur wenige partizipative Angebote erfüllen journalistische Mindestanforderungen. Weblogs und Nutzerplattformen stellen insgesamt lediglich 5 Prozent der als journalistisch identifizierten Internetangebote. Auch die Zahl der Nachrichtensuchmaschinen, Portale und weiteren Nur-Internetangebote ist hier noch überschaubar.

Weblogs und Redaktionen beobachten sich gegenseitig, sie übernehmen Themen und kommentieren einander. So ließ sich nachweisen, dass rund drei Viertel der Internetredaktionen in Weblogs recherchieren, sie suchen vor allem nach Themenideen. 99 Prozent der Redaktionen nutzen die Enzyklopädie Wikipedia, und zwar in erster Linie als Nachschlagewerk (83 Prozent). Ihre Zuverlässigkeit schätzen sie als hoch ein.

Die Studie ergab, dass viele Redaktionen mit den Möglichkeiten der Nutzerbeteiligung experimentieren. So gestatten zwei Fünftel der befragten Anbieter ihren Nutzern, redaktionelle Beiträge zu kommentieren. Auch „Web 2.0“-Anwendungen werden in das Angebot integriert: 55 Prozent der Angebote verfügen über Weblogs, Videoblogs oder Podcasts. Differenziert ermittelt wurde, in welchem Maße das technische Potenzial des Internets bei der Gestaltung der Internetangebote ausgeschöpft wird. Erforscht wurde auch, welche Konsequenzen die Nutzerbeteiligung hat.

Die Projektergebnisse zeigen, dass im Internet Marktgrenzen weiter gezogen werden als in den traditionellen Medien. Für Tageszeitungen, Publikumszeitschriften und Rundfunkanbieter stammen die wichtigsten Konkurrenten überwiegend nicht mehr aus dem Ursprungsmarkt. Auch im Internet setzen Qualitätsmedien die Maßstäbe: „Spiegel Online“ wird von 61 Prozent der Befragten als Vorbild für die eigene Arbeit angegeben.

Zwar droht der professionelle Journalismus durch die neuen Anbieter im Internet nicht ersetzt zu werden, dennoch hat er ein gravierendes Problem: Werbekunden und Leser wandern ins Internet ab. Journalistische Websites erzielen hohe Reichweiten, aber das Publikum zeigt bisher keine Zahlungsbereitschaft. Vor allem die Tageszeitungen spüren den Wettbewerbsdruck, der vom Internet ausgeht. Der Journalismus, diesen Schluss lassen die Ergebnisse zu, gerät dadurch in ein Dilemma: Einerseits muss er sich im Internet engagieren, andererseits fehlt ihm dort ein Geschäftsmodell.

Weitere Informationen zu der Studie gibt es unter http://bit.ly/zyBDX.

04.05.2009

Philipp Cueni, Chefredakteur des neuen Schweizer Medienmagazins „Edito“, über Pressefreiheit und die Selbstverantwortung der Medien

3. Mai – Tag der Pressefreiheit. Der traditionelle Gedenktag der UNO mag da und dort daran erinnern, wie wichtig die Pressefreiheit für die demokratische Gesellschaft ist. Und auch daran, wo überall die Pressefreiheit missachtet wird. Traurige Realität ist, dass jeden Tag ein Appell gegen die Behinderung der freien Medien nötig wäre: „Reporter ohne Grenzen“ zählt alleine seit dem 1. Januar 2009 18 getötete Journalisten und 152 verhaftete Medienschaffende. Viele Fälle von massiver Repression gegenüber journalistischer Arbeit werden kaum öffentlich wahrgenommen. Eine Ausnahme ist der gerade aktuelle Fall der US-Amerikanischen Journalistin Roxana Saberi, welche in Iran inhaftiert ist und um deren Freiheit auf internationaler Ebene gerungen wird. Aber Achtung: Pressefreiheit ist auch im Nahbereich ein Thema. Deshalb gilt es genau zu beobachten und anzuklagen, wenn Politik oder Gerichte den Spielraum der freien Medien einengen – zum Beispiel durch Anwendung von Überwachungsmaßnahmen gegenüber Journalistinnen und Journalisten.

Die Pressefreiheit ist unverzichtbar, damit die Medien ihre gesellschaftliche Rolle als vierte Gewalt, ihre Kritik- und Kontrollfunktion wahrnehmen können. Sie ist auch eine Verpflichtung für die Medien, mit dieser Freiheit verantwortungsvoll umzugehen. Eng verbunden mit der Pressefreiheit ist der Grundsatz der „Selbstkontrolle“. Soll nicht der Staat die Medien kontrollieren und einengen, müssen sich die Medien gegenseitig beobachten und kontrollieren. So soll am Tag der Pressefreiheit auch an die notwendige Selbstreflexion und die Selbstkritik der Medien erinnert werden.

Erstmals ist vergangene Woche das Medienmagazin „Edito“ (http://www.edito-online.ch) erschienen. Aufgabe eines Medienmagazins ist, unter den Medienschaffenden den kritischen Diskurs über die Leistungen der Medien zu führen. Wie machen wir unsere Arbeit, was  ist unsere Verpflichtung, und verhalten wir Journalisten uns dabei korrekt? Darüber hinaus debattiert „Edito“ aktuelle Trends in der Medienlandschaft und bespricht berufshandwerkliche Fragen. Dazu gehören auch die Medienethik sowie (in Kooperation mit „Message“ Deutschland) die Beilage „Werkstatt Journalismus“. Und selbstverständlich beobachtet auch „Edito“, wo die Pressefreiheit bedroht ist.



27.04.2009

Jörg Hermann, Chefredakteur der „PCgo“, über den Relaunch seiner PC-Zeitschrift

Wir machen Technik einfach!“ Das ist das Motto der neuen „PCgo“. Mit frischem, modernem Layout machen wir „PCgo“ besser lesbar, selektives Lesen durch Informationsverdichtung in Info-Kästen, Checklisten und Grafiken erlauben eine schnelle Erfassung der wichtigsten Inhalte auf einen Blick. Doch auch thematisch machen wir „PCgo“ fit für die Zukunft. PC, Unterhaltungselektronik und mobile Geräte – keiner der Bereiche ist ohne den anderen mehr denkbar. Hier wollen wir in Zukunft noch mehr Ratgeber sein und den Leser kompetent und praxisnah durch seine digitale Welt begleiten.

Mehr Technik! Mit dem Handy surfen, MP3s vom PC per WLAN an die Stereoanlage im Wohnzimmer senden, Bilder von der Digitalkamera am PC bearbeiten und online als Fotobuch bestellen: In den neuen Rubriken „Mobil“ und „Multimedia“ zeigen wir zukünftig, wie das Zusammenspiel von Technik funktioniert. Auf die gewohnten PC-Themen wie Windows- und Office-Tipps, kompetente Hardware-Tests und Praxis-Workshops muss der Leser natürlich nicht verzichten.

Mehr Praxis! Wir reden nicht nur über Technik, wir zeigen auch, was man damit alles machen kann. Mit vielen Workshops, Checklisten und Kaufberatungen unterstützen wir den Leser beim täglichen Umgang mit seiner Hard- und Software – und das schnell, einfach und praxisnah.

Mehr Service! Jeder Artikel enthält am Ende des Beitrags einen eigenen Link. Dort haben wir alle Internet-Adressen, Downloads und weiterführende Informationen gesammelt, so dass der Leser ohne nerviges Eintippen langer Web-Adressen auf alle Zusatzinfos zugreifen kann.

Mehr DVD! Als Neuheit präsentieren wir die „DVD 2.0“. Das ist die erste wirklich interaktive Scheibe. Sie verbindet sich nach dem Einlegen mit dem Internet und prüft, ob zu den Programmen auf DVD neue Versionen verfügbar sind. So bleibt die Software auf der Heft-DVD immer auf dem neuesten Stand – ganz automatisch!



20.04.2009

Rudolf X. Ruter, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater aus Stuttgart, über das immer noch weitgehend unbekannte Potential von Beiräten in mittelständischen Familienunternehmen

Verantwortungsvolle, nachhaltige Unternehmensführung hat im Begriff des „ehrbaren Kaufmanns“ eine lange Tradition und wird gleichzeitig vor allem auch in Familienunternehmen als Ausgangspunkt und Basis des Selbstverständnisses des Unternehmertums betrachtet. Der Werteanspruch an Familienunternehmen hat eine Dimension erreicht, der mit Verweisen auf Tradition und „verantwortungsbewusste Selbstverpflichtung der Unternehmensführung“ nicht allein entsprochen werden kann. Nachvollziehbare verantwortungsvolle wie auch nachhaltige Unternehmensführung in einzelnen Bereichen des Unternehmens wird in diesem Zusammenhang von Konsumenten, Geschäftspartnern und sonstigen Anspruchsgruppen als wesentliche Alternative mit wachsender Rolle erkannt und gefordert. Zur Umsetzung von Nachhaltigkeit im Unternehmen empfiehlt sich eine Reihe von Schritten, um Corporate Responsibility (CR) langfristig im Unternehmenskonzept zu verankern. Stets stellt sich hier die Leitfrage, welche wesentlichen Geschäftsbereiche soziale und/oder ökonomische Themen „beherbergen“, die in Folge im konstruktiven Dialog mit relevanten Anspruchsgruppen aufbereitet werden können. Die notwendige strategische Bedeutung von CR konzentriert sich hierbei auf die Themenfelder Transparenz und Verantwortlichkeiten, Kommunikation und Etablierung eines fortlaufenden Prozesses. Der Beirat kann beispielsweise in der Kommunikation der Nachhaltigkeitsausrichtung eine wichtige Rolle einnehmen.


14.04.2009

Jens Guder, zuständig für Themenentwicklung und Unternehmenskommunikation beim djd (deutsche journalisten dienste GmbH), über die Verwertbarkeit und den Nutzen von PR-Material für Journalisten

Alle PR-Profis wissen: Die meisten Medien sähen ohne PR-Informationen nicht nur sehr alt, sondern auch recht mager aus. Auch sogenannte „Qualitätsmedien“ verarbeiten regelmäßig Material, das direkt oder indirekt aus der Feder von Unternehmen, PR-Agenturen oder Pressediensten stammt. Den Unterschied macht in der Regel nur das Volumen und die Form der Wiedergabe aus. Gerade Journalisten, die in oder für die verbrauchernahen Ratgeber- und Serviceredaktionen arbeiten, sind geradezu angewiesen auf Neuigkeiten aus dem bunten Universum der Alltagsprodukte. Dennoch erleben wir täglich, dass Redaktionen bei weitem nicht jede Pressemitteilung mit Begeisterung empfangen, geschweige denn in unserem Sinne verarbeiten.

Das Ergebnis unserer Befragung von rund 270 Journalisten mahnt eindeutig, sich immer wieder das erste Gesetz erfolgreicher PR vor Augen zu halten: Nur was nutzt wird auch genossen. Es klingt banal, doch am meisten stört Journalisten, wenn eine PR-Info keinen Nachrichten- oder Neuigkeitswert hat. Fast ebenso sehr nervt sie der nicht nachvollziehbare bzw. ungerechtfertigte Gebrauch von Superlativen. Hier möge sich jeder PR-Texter einmal kurz besinnen und selbst prüfen.

Wenig wundert, dass Redaktionen großen Bedarf an kostenfreien Fotos haben, vorausgesetzt, sie sind gut. Dabei (und das ist schon ein bisschen peinlich für unseren Berufsstand) wäre es aus Sicht der Blattmacher schon ein Fortschritt, wenn das gelieferte Bildmaterial zumindest technisch druckfähig wäre. Hier scheint es in mancher Kommunikationsabteilung (oder Agentur?) doch am kleinen Einmaleins zu mangeln.

Bei aller berechtigten Schelte an offensichtlich unprofessionell gestalteten Materialien bleibt wenigsten den Mitarbeitern in Agenturen und Pressediensten ein Trost: Mit großer Mehrheit beurteilten die Befragten das PR-Material aus diesen Quellen als „besser nutzbar“ im Vergleich zu dem aus Unternehmenspressestellen.

Mehr zu den Ergebnissen im Einzelnen gibt es unter http://www.djd.de/Service/-Aktuelle-Themen/Journalistenumfrage-589/.



06.04.2009

Ludger Schmitz, freier Journalist aus München, über „Große Agentur – schwache Leistung“

Ein exemplarisches Beispiel des gleichermaßen arroganten wie unprofessionellen Umgangs mit freien Journalisten nervt mich gerade: Eine weltweit sehr große PR-Agentur rief an und bot im Auftrag eines Kunden – ein sehr großes Softwarehaus – ein Interview mit einem Topmanager an. Ich kenne einige aus dieser Spitzengarde ganz gut und die mich. Sage in angenehmer Erinnerung guter Gespräche spontan zu und mache mich an die Arbeit.

Die funktioniert dann so: Der Journalist fragt bei Publikationen herum, ob eine Interesse hat und spricht die Themen ab, formuliert Fragen, schickt sie per E-Mail an die Agentur. Die reicht sie an den Kunden durch – und später die Antwort an den Journalisten zurück. Agenturaufwand: Minuten. Aber die Agentur verbucht die Aktion samt Publikation später beim Kunden als tollen Erfolg und schreibt ihm eine saftige Rechnung.

In diesem Fall lag nach einem Monat – Irrsinn in Internet-Zeiten – immer noch keine Antwort vor. Also klopfe ich mal per E-Mail an, was denn nun aus dem Interview geworden sei. Großes Sorry, wir bemühen uns, beim Kunden würden die Mühlen etwas langsam mahlen. Meine Antwort: Dann vergesst die Sache halt. Es folgt ein Anruf von der Agentur, aus dem nach einigem Herumdrucksen hervorgeht: Die Antworten seien längst da, man habe es irgendwie in der Agentur verbaselt. Aber jetzt kämen sie sofort.

Acht Stunden später liegen die Interview-Antworten immer noch nicht vor. Die Angelegenheit stinkt mir gewaltig. Diese PR-Agentur hat ein Kerngeschäft auf andere abgewälzt: Veröffentlichungskanäle selbst erschließen und sichern. Stattdessen haben sie darauf gesetzt, dass diese ganze Meute aus freien Journalisten und Redakteuren irgendwann immer schon gemeinsam in Redaktionen gesessen hat und seither ein erstklassiges Netzwerk pflegt. Die Freien brauchen Aufträge, und seien es die schlecht bezahlten von Redaktionen, ergo: Irgendwas geht immer. Geht nicht, Freunde, das ist nämlich auf unserer Seite mit Arbeit verbunden, die zum Teil eigentlich eure ist. Jede Anfrage dieser Art werde ich künftig als Auftrag durch die Agentur per E-Mail bestätigen. Damit ist meine Arbeitszeit im vollen Umfang honorarpflichtig. Und in diesem speziellen Fall werde ich auch noch meinen Bekannten aus dem Topmanagement der Softwarefirma die Frage stellen, warum sie eigentlich meinen, bei so einer PR-Agentur gut aufgehoben zu sein.

30.03.2009

Dr. Regina Sailer, freie Journalistin, erläutert die Arbeitsweise von Journalisten und stellt ein 5-Schritte-Programm für die erfolgreiche Recherche vor

Einfach drauflos zu recherchieren bringt nichts! Vor dem Beginn jeder Nachforschung grenzen Journalisten ihr Thema daher genau ein. Sie legen fest, was Sie wissen möchten und formulieren eine zentrale Frage (zum Beispiel „Welche Urlaubsziele sind die Renner der Saison?“).
Diese Frage muss die Recherche zufriedenstellend beantworten. Sie darf im Verlauf der Nachforschungen nie aus den Augen verloren werden. Andernfalls könnte es passieren, dass die zentrale Frage (zum Beispiel „Was bringt der Ausbau der Bahn für die Umwelt?“) unbeantwortet bleibt und der Journalist oder die Journalistin stattdessen eine Antwort auf eine ganz andere Frage (etwa „In welchen Finanznöten steckt der öffentliche Verkehr?“) herausfindet.
Natürlich halten Profi-Schreiber auch nicht stur an ihrem Konzept fest, wenn sich im Zuge der Recherche ganz neue Perspektiven eröffnen. So könnte sich etwa aus der zentralen Frage „Hat sich Bürgermeister X durch falsche Reisekostenabrechnungen bewusst finanzielle Vorteile verschafft?“ unter Umständen eine ganz andere Problematik entwickeln (zum Beispiel „Wird durch Schlamperei in der Gemeinde-Buchhaltung Steuergeld verschwendet?“).
Journalisten grenzen genau ab, was sie wissen möchten, und beginnen erst dann mit ihren Nachforschungen. Um ein Durcheinander zu vermeiden, erstellen sie erst einmal einen Rechercheplan. Er enthält alle Stichworte zum Thema sowie Auskunftspersonen, Institutionen und Ansprechstellen mit Adresse und Telefonnummer. Dafür benutzen Profis Karteikarten, handschriftliche Notizen, oder sie tippen alles fein säuberlich in den Computer: Die Art und Weise ist egal – Hauptsache es existiert ein Plan!
Den kompletten Beitrag finden Sie unter http://bit.ly/ZJfUd.



23.03.2009

Dr. Roland Franz Erben, Chefredakteur der Fachzeitschriften „Risk, Compliance & Audit“ (RC&A) und „Risiko Manager“ (Bank-Verlag, Köln) über Krisengewinner

Ein Sechser mit Superzahl bringt an guten Wochenenden schon mal 15 Mio. Euro. Und wer von uns hätte sich nicht schon ausgemalt, was er mit dem Geld alles anstellen würde? Die Spanne reicht – mit allen nur denkbaren Zwischenschattierungen – von „Nie wieder Arbeiten!“ bis „Anderen immer Gutes tun“. Man muss es ja nicht gleich übertreiben wie die nordirische Fußball-Legende George Best (1946-2005), von dem der folgende Satz überliefert ist: „Die Hälfte meines Vermögens ist für Alkohol, Frauen und Autos draufgegangen – den Rest habe ich einfach verprasst.“
Doch jeder, der solche Gedanken schon einmal gesponnen hat, kam letztlich wohl zu dem Schluss, dass 15 Mio. Euro eine Summe sind, deren sinnvolle Verwendung uns allen wohl erhebliche Kopfschmerzen bereiten würde. Daher überrascht es nicht, wenn in der aktuellen Finanzkrise (mehr oder weniger) anschauliche Vergleiche so ziemlich das Einzige sind, was derzeit Hochkonjunktur hat:  Für die Summe von 2.200 Mrd. US-Dollar, auf die sich die Schäden der Finanzkrise laut einer aktuellen Schätzung des Internationalen Währungsfonds belaufen (und zwar allein für den Bankensektor!!!), könnte man den 15-Mio.-Jackpot über 1.400 Jahre lang bei jeder Mittwochs- und Samstags-Ziehung ausschütten. Alternativ könnte auch die gesamte Weltbevölkerung (derzeit knapp sieben Milliarden Menschen) drei Monate lang jeden Tag einen Big Mac (Stückpreis: 3,15 US-Dollar) essen. Nach wie vor beliebt (und auch noch aus der Zeit bekannt, als an den Börsen die Dot-Com-Blase platzte) ist auch das folgende Rechenexempel: Wer vor 18 Monaten für 1.200 Euro Commerzbank-Aktien zum damaligen Kurs von ca. 30 Euro kaufte, hat jetzt noch gut 100 Euro übrig. Hätte man für das gleiche Geld Bier gekauft, wäre man mit einer Kiste pro Woche ziemlich locker und beschwingt  durch den Crash gekommen und säße heute auf Leergut im Wert von über 200 Euro.


16.03.2009

Matthäus Hose, Verlagsbereichsleiter Marketing, Vertrieb und Telekommunikation bei Weka Fachmedien, über die Ergebnisse der next!-Studie „Agenturen im Hightech-Markt“ und die Bedeutung einer rationalen Ansprache in Krisenzeiten

Wir alle wissen, dass diejenigen, die in der Krise antizyklisch ihre Kommunikationsanstrengungen steigern oder zumindest stabil halten, nachhaltig profitieren. Und doch sind PR und Werbung häufig die einfachste und bequemste Variable, um das Ergebnis zu steuern. Wenn die MarCom-Budgets schrumpfen, merken das nicht nur die Medien, sondern auch die Agenturen. So sagen drei Viertel der über zweihundert Agenturinhaber, die an der aktuellen next!-Studie „Agenturen im Hightech-Markt“ teilgenommen haben, dass der Wettbewerb in der Agenturszene härter geworden ist. 

In turbulenten Zeiten sparen viele Unternehmen an der Marktkommunikation. Das ist für die Unternehmen, die weiter in Werbung investieren, die ideale Chance Marktanteile zu gewinnen. Da der Kampf um die Aufmerksamkeit nachlässt, bietet sich die Chance, gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Jetzt kommen die „guten“ Agenturen ins Spiel. Sie überzeugen ihre Kunden mit umfassenden Kenntnissen über die Zielmärkte und die relevanten Werbeträger, mit preislicher Flexibilität, einem guten Image und einem übergreifenden Full-Service-Angebot. Agenturen können helfen, einen kühlen Kopf zu bewahren.

Apropos, kühler Kopf: Auch die befragten Agentur-Entscheider gaben bei der next!-Studie an, dass sich durch die angespannte Wirtschaftslage Kommunikationsbotschaften inhaltlich und hinsichtlich ihrer Tonalität verändern. Neben Attraktivität und Zugkraft von Marken setzt die Unternehmenskommunikation in Krisenzeiten vermehrt auf harte Leistungsaspekte. Denn „Rationale Ansprache geht in der Krise vor!“. Schaffen auch Sie Sicherheit bei Ihren Kunden durch rationale Ansprache, weil jetzt mehr denn je Fakten zählen!

Ich rate Ihnen: Werben Sie mit Ihren Erfolgsgeschichten. Werben Sie mit Ihren erfolgreichen Anwendungsbeispielen, zufriedenen Nutzern und Experten, weil jetzt Expertise und Vertrauen zählen! Unter anderem erscheint deshalb bereits zum zweiten Mal die funkschau-Sonderpublikation CASE STUDY – mit einem ebenso einfachen wie effektiven Konzept: Erfolgreiche Anbieter sichern sich die Platzierung ihrer CASE STUDY und werben darin mit ihren Anwenderberichten, Erfolgsgeschichten, installierten Lösungen oder zufriedenen Nutzern und Experten um neue Kunden.

Gerne informieren wir Sie gezielt zur funkschau-Sonderpublikation CASE STUDY 1/09, die am 24. April 2009 erscheint. Schreiben Sie mir einfach eine E-Mail an mhose@funkschau.de.

PS: Es hängt von uns selbst ab, ob wir die Krise als Bremse oder als Chance nutzen. Die Menschen hierzulande standen wahrlich schon vor größeren Herausforderungen in den letzten 2000 Jahren. Römer, Hunnen, Pest & Cholera und sogar die Halbfinal-Niederlage gegen Holland bei der EM ´88 haben wir verdaut. Da werden wir – Werbetreibende, Agenturen und Medien gemeinsam – doch mit einem negativen Wachstum beziehungsweise positiven Rückgang von ein bis zwei Prozent fertig werden ;-)

09.03.2009

Steffen Ball, Chefredakteur des Wirtschaftsportals „business-on.de/rhein-main“, über die Kampagne „Der Rhein-Main-Krisenkämpfer 2009“

Die Medien berichten annähernd täglich über neue Hiobsbotschaften aus der Wirtschaft und dem Finanzsektor. Optimismus und Sicherheit sind derzeit gefragte Werte. War die Finanzkrise zunächst eine abstrakte Situation, die sich fernab an den amerikanischen Börsen abspielte, sind nun auch viele Menschen in Deutschland beunruhigt. Die allgemeine Krisenstimmung hinterlässt Spuren: Negative Berichterstattungen nähren einen Pessimismus, der bei vielen Deutschen in Mutlosigkeit und Zukunftsangst mündet. Das Wirtschaftsportal „business-on.de/rhein-main“ schafft mit zuversichtlicher Berichterstattung einen Gegenpol: Es startet die Kampagne „Der Rhein-Main-Krisenkämpfer“. Die Initiative soll in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wieder Mut machen und zu mehr Optimismus anregen.

Dass die Wirtschaftskrise in Deutschland angekommen ist, lässt sich nicht leugnen. Es hilft aber nicht, wenn uns tagtäglich nur Hiobsbotschaften und Negativschlagzeilen erreichen. „business-on.de“ möchte diesem Negativ-Trend mit positiver Berichterstattung entgegenwirken. Entscheidungsträger sollen berichten, wie sie der Krise entgegentreten und welche positiven Aktionen trotz dieser schwierigen Zeit möglich gemacht wurden oder möglich sind.

Ab sofort können Unternehmen aus dem Rhein-Main-Gebiet ihre positiven Unternehmensnachrichten an „business-on.de“ schicken und somit ein Mut machendes Zeichen setzen. „business-on.de/rhein-main“ präsentiert die Kampagne in einer eigenen Rubrik. Wer hier Gesicht zeigt und Stellung bezieht, kann nicht nur die eigenen Mitarbeiter motivieren, sondern ebenso Kunden und Teilöffentlichkeiten mit aufbauenden Nachrichten beruhigen.

Unterstützen Sie unser Projekt und schicken uns Ihre persönlichen guten Erfahrungen, die Sie trotz Wirtschaftskrise gemacht haben. Helfen Sie uns, „Good News“ zu verbreiten, um aus dem Sog der negativen Berichterstattung und Stimmung wieder herauszukommen.

Wir freuen uns auf Ihr Feedback! (sm@ballcom.de oder http://rhein-main.business-on.de/rhein-main-krisenkaempfer-2009.html)

02.03.2009

Marco Wagner, Chefredakteur von „18bits“, über sein neues News-Portal für Produkte aus dem B2B IT- und TK-Bereich

Mit „18bits“ setzen wir das um, was es unserer Kenntnis nach auf dem deutschsprachigen ITK-Markt bis vor kurzem nicht gab: Ein redaktionell betreutes News-Portal, das ausschließlich über neue Produkte aus dem B2B IT- und TK-Bereich berichtet. Dabei haben wir an die Qualität der Meldungen denselben Anspruch, den wir auch in unserer Zeit als Zeitschriftenredakteure hatten. In der Praxis bedeutet dies, dass wir nicht einfach jede Meldung 1:1 online stellen, sondern nach redaktionellen Kriterien selektieren und die Meldungen lesergerecht aufbereiten.

Das heißt für uns: Wir erklären das Produkt, nennen die fünf „W“, entfernen Superlative und konzentrieren uns auf das Wesentliche. Der Nutzen des Produkts soll beim Leser ankommen. Des Weiteren gehören zu einer Produktmeldung Preisangaben, auch wenn sich manche Anbieter damit schwer tun. Der Leser freut sich immer über eine ungefähre Preisangabe. Schließlich ist es für einen späteren Kauf nicht unerheblich, ob das Produkt 1.000 Euro oder 10.000 Euro kostet.

Wichtig ist 18bits auch eine ansprechende Optik, die entscheidend zur Usability beiträgt: Gute Lesbarkeit, eine klare Gliederung sowie freigestellte und zoombare Bilder machen den Unterschied. Übrigens: Mitunter fällt ein interessantes Produkt unter den Tisch, weil kein Bildmaterial vorliegt und selbst eine Webrecherche nicht zum Erfolg führt – schade um den Aufwand.

Neben den redaktionellen Kriterien steht für uns der strukturierte Zugang zu unseren Informationen mit an vorderster Stelle. Wir starten mit einer hierarchischen Kategorisierung und Suchfunktion. Alle Produkte sind Produktgruppen und Bereichen zugeordnet. Leser auf der Suche nach einem bestimmten Produkt bekommen so schnell einen Überblick über die neuesten Produkte aus diesem Bereich.

„18bits“ produziert seit Dezember 2008 tagesaktuell Produktmeldungen. Wie es sich für ein Online-Startup gehört, befinden wir uns zurzeit in der Beta-Phase. Hier sammeln wir praktische Erfahrungen mit der Technik des Systems und erweitern die Website sukzessive um weitere Funktionen.

Wir freuen uns über Ihr Feedback, konstruktive Kritik und viele Pressemitteilungen (natürlich mit Bildmaterial und Preisangaben) an redaktion@18bits.de.

23.02.2009

Möller Horcher Public Relations verschenkt in Kooperation mit dem Konradin IT-Verlag und den Zeitschriften „LANline“ und „Computer Zeitung“ wieder ein kleines Kontingent an VIP-Karten für das Tech Forum „IT-Prozessoptimierung mit ITIL“ am 30. Juni 2009 im Holiday Inn Munich-City Centre in München

Vor dem Hintergrund von Finanzkrise und drohender Wirtschaftsflaute wird eine IT-Abteilung oder -Organisation noch stärker als bisher unter den Druck geraten, ihre Arbeit nachweislich am Kerngeschäft des jeweiligen Unternehmens auszurichten und das IT-Serviceportfolio für die Geschäftsprozesse nachweislich laufend zu verbessern.

Genau hier setzt die Best-Practice-Sammlung ITIL an, insbesondere in der seit eineinhalb Jahren vorliegenden Version 3: Anders als der Vorgänger ITILv2 will die aktuelle Version des Empfehlungsrahmens nicht nur den IT-Betriebsalltag klar strukturieren, sondern den Weg vom IT-Service-Management (ITSM) zum Business-Service-Management (BSM) weisen. Nicht umsonst beschreibt ITILv3 den gesamte IT-Service-Lifecycle und sieht einen anhaltenden Verbesserungszyklus (Continual Service Improvement) vor.

Zwar findet ITIL in deutschen Unternehmen zunehmend Akzeptanz, vor Projekten auf der Basis des noch jungen v3-Regelwerks schreckten viele CIOs und IT-Leiter bislang aber noch zurück. Dies zeigt, dass hier noch ein erheblicher Orientierungs- und Informationsbedarf besteht und dass die ITSM- und BSM-Anbeiter die Vorteile eines Business-orientierten IT-Serviceportfolios noch besser herausstellen müssen.

Vor diesem Hintergrund will das Tech Forum „IT-Prozessoptimierung mit ITIL“ der LANline IT-Verantwortliche und ITSM-/BSM-Fachleute über die aktuellen Entwicklungen im ITSM- und BSM-Markt informieren und verdeutlichen, welche strategischen Vorgehensweisen, technischen Möglichkeiten und Lösungen sich heute anbieten. Mehr Informationen finden Sie unter http://www.konradin-events.de/itil


Bei Interesse an einer der limitierten VIP-Karten schicken Sie bitte Ihre Anforderung per E-Mail mit dem Betreff „Tech Forum“ an info@moeller-horcher.de.

Das Angebot gilt nur, solange der Vorrat reicht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

16.02.2009

Thomas Lucas-Nülle, Chefredakteur und Herausgeber des Magazins für Produkt- und Unternehmenskommunikation „prokomREPORT“, über Kundenwünsche und über sein Magazin

Was Kunden wünschen, ist auch in Zeiten einer hohen Markttransparenz häufig ein Buch mit sieben Siegeln. Ob ein neues Produkt den Markt im Sturm erobern wird, ist im Vorfeld der Markteinführung nicht immer abzusehen.

In puncto Kommunikation jedoch können Produkthersteller dafür Sorge tragen, dass die Information über den Nutzen ihrer Produkte sauber durch alle Medien an potenzielle Kunden vermittelt wird. Hersteller, die hinsichtlich ihrer Produktkommunikation kleckern statt zu klotzen, vergeben viel Produktpotenzial. Die richtige IT-gestützte Produktkommunikations-Strategie sorgt dafür, dass nicht nur das „nackte“ Produkt Interessenten und Kunden erreicht: Auch Image und Marke wollen zwecks Pflege der eigenen Unternehmenskultur transportiert werden. Das bedeutet aber auch, dass Informationen über ein Produkt stets bereitgehalten und aktualisiert werden müssen. Schließlich will der Kunde auf den Punkt genau mit Informationen versorgt werden. Nicht selten entstehen aber Informationslücken, da relevante Informationen nicht medienneutral vorgehalten werden.

Wie der Spagat zwischen Anspruch und Realität gelingt, zeigen Software-Anbieter aus dem Bereich des Information Management gemeinsam mit ihren Kunden im „prokomREPORT“. Das Magazin für Produkt- und Unternehmenskommunikation bietet Software-Checks, Projekt-Storys und hochaktuelle Informationen rund um die Themen medienneutrales Datenhandling und IT-gestützte Produkt- und Vertriebskommunikation. Der „prokomREPORT“ ist die Publikation für alle Fach- und Führungskräfte, die sich mit der Erzeugung, Verwaltung und Weiterverarbeitung von kommunikationsrelevanten Produktdaten befassen.

Weitere Informationen zum „prokomREPORT“ sind hier erhältlich: www.prokom-REPORT.de.

09.02.2009

Jens Petersen, Leiter Unternehmenskommunikation bei „news aktuell“, über die Zufriedenheit von PR-Fachleuten mit ihrer Arbeit und die Anforderungen des Berufsbildes

Menschen, die bei einer PR-Agentur arbeiten, tun das gerne. Das ist auf jeden Fall erstmal eine gute Nachricht für die gesamte Branche. Mehr als 70 Prozent aller PR-Fachleute sind zufrieden oder sogar sehr zufrieden mit ihren täglichen Aufgaben. Das ergab der letzte PR-Trendmonitor. Der PR-Trendmonitor ist eine gemeinsame Umfragereihe der dpa-Tochter news aktuell und Faktenkontor, die zwei Mal pro Jahr durchgeführt wird. Gut 900 Fachkräfte aus bundesdeutschen Agenturen haben beim letzten Mal mitgemacht.

Was sind die Gründe für die weit verbreitete Zufriedenheit mit den Arbeitsbedingungen in der PR-Branche? Hohe Gehälter, exzellente Karrieremöglichkeiten? Nein, ganz einfach: „Meine Arbeit bringt mir Freude“ - dies sagen mehr als 70 Prozent aller Befragten. An zweiter Stelle folgt die Aussage „Meine Arbeit ist interessant und vielseitig“. Den dritten Platz nimmt folgende Erkenntnis ein: „Das Arbeitsklima im Unternehmen ist gut bis sehr gut“. Nur knapp ein Drittel aller PR-Macher nennt dagegen das Gehalt als den wichtigsten Faktor für die Zufriedenheit mit dem eigenen Job.

An manchen Tagen sieht das sicher auch ganz anders aus. Was sind eigentlich die Dinge, die PR-Fachleute am wenigsten an ihrem Job mögen? Am meisten nervt es, wenn Kunden die Agentur bei wichtigen Fragen nicht mit einbeziehen. Fast 60 Prozent aller Befragten klagen ab und an über eine verbesserungswürdige Informationspolitik von Unternehmen und Organisationen, wenn es um die Abstimmung mit der Agentur geht. An zweiter Stelle folgt die Tatsache, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von PR-Agenturen gelegentlich Dinge kommunizieren müssen, die sie selber für unwichtig halten. An dritter Stelle steht genauso wie auf Platz eins das Thema Informationsaustausch. Fast jeder dritte PR-Manager beklagt sich, dass öffentliche Äußerungen teilweise nicht mit der Agentur abgestimmt werden. Ein insgesamt erstaunliches Ergebnis, da doch Kommunikation sowohl die Hauptaufgabe der PR-Abteilungen in den Unternehmen ist als auch die wesentliche Kompetenz einer Agentur.Und was sind die wichtigsten Fähigkeiten und Kenntnisse, die eine PR-Fachkraft mitbringen muss, um im Job erfolgreich zu sein? In erster Linie kommt es auf die ausgeprägte Kenntnis der Medienbranche und persönliche Kontakte zu Journalisten an. Das sagen fast zwei Drittel aller Befragten. Mit großem Abstand dahinter folgen mit jeweils einem Drittel der Nennungen ein hervorragendes Organisationsvermögen, Expertenwissen über die jeweilige Branche sowie Kreativität. Erstaunlich an den Ergebnissen des PR-Trendmonitors bleibt, dass im Zeitalter von Blogs, Podcasts und Twitter nur knapp jede zwanzigste PR-Fachkraft meint, dass die Affinität zum Internet einen wichtigen Erfolgsfaktor für die Karriere darstellt. Wenn das mal kein Irrtum ist.

Zusammenfassung der Ergebnisse des letzten PR-Trendmonitors: www.pr-trendmonitor.de

02.02.2009

Georg Jegminat, leitender Redakteur von „fvw“, dem Magazin für Touristik und Business Travel, über Zeiträuber

Prinzipiell kann sich eine Zusammenarbeit mit einer PR-Agentur für einen Journalisten positiv gestalten. Für mich steht dabei die Funktion als Mittler von Ideen und Inhalten sowie als Wegweiser zu kompetenten Gesprächspartnern im Vordergrund. Allerdings gibt es immer wieder Ausnahmen, die zu zeitraubenden Arbeiten führen, die sowohl für den Redakteur als auch für das Unternehmen oder die zuständige PR-Agentur ärgerlich enden. So sollten diese bei dem Angebot exklusiver Storys darauf achten, dass die Information wirklich exklusiv ist, dass es sich bei einer News wirklich um eine Neuheit handelt. Das heißt nicht nur, dass der Bericht nicht schon einmal in einem konkurrierenden Blatt erschienen sein darf, sondern auch, dass der Inhalt des Berichts nicht schon von anderen Unternehmen aufgegriffen wurde und schon – wenn auch aus einer anderen Perspektive heraus – in die Öffentlichkeit getragen wurde. Das würde unnötiges recherchieren, redigieren und layouten ersparen.

Auch möchte ich bei dem Angebot von Interviews nicht nur darüber informiert werden, wer mein Ansprechpartner sein könnte, sondern um welches interessante Thema es geht. Nur weil ein wichtiger Manager auf einer Messe zum Gespräch zur Verfügung steht, ist das noch keine News und der Redakteur ist nicht dafür verantwortlich, ein interessantes Gesprächsthema hierfür zu finden. Denn hat der Redakteur ein Thema im Kopf, stellt er selbst die Interview-Anfrage. Daher meine Bitte: Nur erstgemeinte Zuschriften und Anrufe!

26.01.2009

Joachim Graf, Herausgeber, Publisher, Zukunftsforscher und Future Evangelist, über den Relaunch seines B2B-Wissensportals „iBusiness.de“und dessen neue Funktionen

Ab sofort hat „iBusiness“ eine verbesserte Usability und ein aktualisiertes Design. Die neuen Funktionen „Anbieter“ und „Neugeschäft“ im Hauptmenü erleichtern Dienstleistern und auftraggebenden Unternehmen die Kontaktaufnahme: Der Whitepaper-Upload erlaubt es, beliebigen Content potenziellen Kunden zu präsentieren. Mit der neuen Etatdatenbank kann man bildgestützt einen passenden Dienstleister suchen. Besser zugänglich ist der "Relation-Browser", eine spezielle Content-Funktion von „iBusiness“, mit dem Anwender die Zusammenhänge zwischen Themengebieten und Unternehmen herausarbeiten können.
Geben Sie einfach einen Unternehmensnamen oder ein beliebiges Stichwort ein und Sie erhalten

- eine Tagwolke mit allen Unternehmen, die in hoher Affinität zu dem jeweiligen Unternehmen stehen
- eine Tagwolke mit den dazugehörenden Themenfeldern

Ein Klick in jedes Stichwort ändert die Relations-Wolken, alle dazu gehörenden Artikel sind ebenfalls mit einem Klick erreichbar.

19.01.2009

Ariane Rüdiger, freie Journalistin unter anderem für „Informationweek“, „VDI Nachrichten“, „Lanline“, „net“, „photovoltaik“ sowie für Agenturen und Unternehmen mit den Themenschwerpunkten IT und Energie, über die Arbeitsweise von Journalisten und deren Umgang mit Input von Unternehmen und PR-Agenturen

Journalisten und Journalistinnen bekommen jeden Tag viel Mail. Sie ordnen sie nach Relevanz und verarbeiten sie dann – oder auch nicht. Relevant ist, was gerade Thema ist – für Medien, nicht für die PR-Agentur oder ihren Kunden. Darüber informiert im Zweifel der gedruckte oder im Web abrufbare Mediaplan der diversen Publikationen. Anrufe, in denen die PR-Agentur fragt, ob die vor x Tagen geschickte wichtige Pressemeldung der Firma Y schon gelesen/verarbeitet/gedruckt (!) wäre: Sie werfen ein schlechtes Licht auf die Professionalität der Agentur, die eigentlich um die Umstände journalistischen Arbeitens wissen müsste, und erhöhen bestimmt nicht die Veröffentlichungschance. Etwas anderes gilt nur für Einladungen, besonders mit intensiver Vorbereitung, etwa Flugbuchungen oder persönlichen Terminvereinbarungen. Hier muss im Zweifel nachgehakt werden, und dafür hat auch jeder Verständnis.

Genauso beliebt ist es bei Medienleuten, wenn allein der Aufenthalt eines Geschäftsführers/Marketingmanagers/Gebietsleiters oder eines ähnlichen Würdenträgers Anlass genug ist, Pressevertreter zu einem Treffen möglichst unter vier Augen zu bitten. Anscheinend meinen die Funktionsträger, ihre Person an sich sei schon Information genug, Neuigkeiten oder eine Story braucht es da nicht mehr. Für besonders wichtige Unternehmen mag es Ausnahmen geben – wenn der Chef von HP oder IBM, Intel oder Microsoft zum Gespräch ruft, stehen die Chancen auf eine Zusage auch ohne aktuelle News gut. Meist aber gilt: „The person“ allein ist noch keine ausreichende „message“.

Und noch etwas: Auf Pressekonferenzen werden Materialien immer öfter nur als USB-Stick oder CD und nicht in der aktuellen Fassung gereicht. Ob USB-Sticks und CDs im hektischen Redaktionsalltag ausreichend gewürdigt werden oder lediglich auf dem großen, unbeachteten Berg mit ihresgleichen landen, mag dahingestellt sein. Ich jedenfalls habe noch niemanden Notizen auf einem Stick machen sehen, und Notizen sind es in der Regel, aus denen die Artikel entstehen. Was die Aktualität der Unterlagen – ob digital oder Papier – angeht: Auch von mir wird erwartet, dass ich meine Texte pünktlich, das heißt vor Drucklegung, liefere. Daher finde ich, dass man das auch von Firmenvertretern verlangen kann – selbst wenn sie aus Amerika stammen.

12.01.2009

Dieter Römer, Chefredakteur von „ProFirma“, über den Relaunch seines Wirtschaftsmagazins

Das Bessere ist der Feind des Guten. Dies gilt auch für Zeitschriften, es ist aber nicht immer sofort und eindeutig zu erkennen, was denn nun an einem neuen Konzept wirklich „besser“ ist und nicht bloß anders. Im Fall des Relaunchs für das Wirtschaftsmagazin ProFirma, das nach gut vier Jahren ein neues Gesicht erhielt, hatten wir indes das Glück eines klaren Leservotums: die ungewöhnlich starke Resonanz auf unsere Werbekampagne unter dem Titel „Mittelstand ist Leidenschaft“. Begleitend hatten wir eine Internetseite aufgebaut, auf der Unternehmerinnen und Unternehmer ihre Statements platzieren konnten, warum sie Mittelständler aus Leidenschaft sind. Mehr als 200 Firmenchefs signalisierten dort innerhalb weniger Wochen, dass dieses Motto einen Nerv traf. Sie zeigten uns, wie wichtig ihnen die emotionale Seite wirtschaftlichen Handelns ist, die Ansprache ihrer unternehmerischen Persönlichkeit und die Möglichkeit zu einer Identifikation.

Aus dieser Erkenntnis entstand eine ProFirma, die durch das moderne Layout luftiger und leichter lesbar geworden ist; sie bekam aber vor allem ein neues Ressort, das die oben geschilderten Bedürfnisse spiegelt. In „Wir Unternehmer“ stellen wir innovative Firmenchefs vor, porträtieren Charakterköpfe des Mittelstands, melden wichtige Personalien und geben Raum für Debatten rund um die unternehmerischen Belange. Auch originelle Anregungen für die – knapp bemessene – Freizeit finden hier ihren Platz.

Das, wofür ProFirma seit vielen Jahren steht, der Nutzwert in Fragen der Unternehmensführung, des Rechts, der Finanzierung und der Investitionen, bleibt natürlich erhalten. Wir haben lange an dem Konzept gefeilt und waren zunächst skeptisch, ob sich die unterschiedlichen Herangehensweisen miteinander vereinbaren lassen. Nach den ersten beiden Ausgaben sind wir überzeugt: Es geht beides. Die Zustimmung, die wir bisher in Zuschriften und persönlichen Gesprächen erhalten haben, signalisiert uns, dass die neue ProFirma deutlich mehr Lesevergnügen bereitet. Sie können sich vorstellen, wie sehr wir uns darüber freuen.

15.12.2008

Ernst Lehmhofer, Chefredakteur der funkschau, funkschau handel und funkschau.de, über die Pflicht zur Recherche

Zeit, Zeit, Zeit – das ist, was uns zunehmend fehlt. Ob junge Kollegen oder „alte Hasen“, alle haben heutzutage das gleiche Problem. Immer mehr Meldungen müssen begutachtet werden, immer schneller sollen Beiträge ins Blatt und News online stehen. Und: Zunehmend sollte der eigene Internetdienst noch möglichst vielfältig bestückt werden. Das heißt nicht nur Text und Bild, sondern obendrein mit Audio- oder Videofiles. Da ist die Gefahr, dass die Zeit für die Recherche und somit auch die journalistische Sorgfaltspflicht leidet, groß. Eine Folge dieses Zeitdrucks ist, dass da öfters mal ein Auge zugedrückt und nicht mehr telefoniert wird. Kaum jemand, ich inklusive, kann von sich sagen, dass er wirklich jede Pressemitteilung hinterfragt, beim Verfasser nachhakt. Aber zielgruppengerechte Aufarbeitung von Mitteilungen und Agenturmaterial reicht nicht aus. Recherche bzw. Kontrolle von Texten ist Pflicht, erscheint die Meldung auch noch so klar. Der Sprach-Papst Wolf Schneider bezeichnet die Recherche als „Kür des Journalismus“, eine Aufgabe also, die zu den herkömmlichen Aufgaben obendrein hinzukommt und ohne die Ereignisse nicht ans Licht kämen (Wolf Schneider, Paul-Josef Raue: Handbuch des Journalismus). Der Vollständigkeit halber sei an dieser Stelle auch erwähnt, dass unvollständige oder langatmige Pressemitteilungen, späte Rückrufe oder Antwortmails von Pressestellen oder PR-Agenturen dazu beitragen, den erwähnten Zeitdruck nicht gerade geringer werden zu lassen. Trotz alle dem, der Profession geschuldet, müssen Artikel selbstverständlich sauber recherchiert werden, gegebenenfalls Meldungen entfallen.


08.12.2008

Martin Sonneck, Geschäftsführer der B2B Agentur x-impulse, über B2B-Markenführung im Mittelstand und die Bedeutung der Mitarbeiter als Markenbotschaftler

Was als Tagungsmotto der diesjährigen „Markenkonferenz B2B” in Würzburg im Fokus der Diskussion stand, hat einmal mehr aufgezeigt, wie wichtig das Thema Markenführung für Unternehmen heute ist. Gott sei Dank, die Marke als entscheidendes Asset, nicht nur in turbulenten Zeiten, ist im B2B-Bereich angekommen. Die B2B-Unternehmen haben das Thema auf ihrem Radar, sicher noch nicht ausreichend genug, doch die Veränderung ist erkennbar. Neben den bekannten Marketingoptionen Leistung und Beziehung trägt Marke entscheidend mit dazu bei, die gewünschte Monopolstellung im Kopf des Kunden aufzubauen und die für den B2B-Bereich so wichtige Sicherheit in der Geschäftsbeziehung zu vermitteln. Mitarbeiter haben wesentlichen Anteil am Aufbau einer Marke. Wer wie sie viele Kontakte nach draußen in den Markt hat, sollte idealerweise „Markenbotschafter“ sein und bleiben. Die Tagung machte deutlich, dass es entscheidend ist, ein gemeinsames Verständnis für die eigene Marke zu entwickeln. Deutlich wurde dabei auch, dass dieser Markenführungsprozess ein langfristiger ist, an dem man dranbleiben muss. Nicht „mach mal eine Kampagne“, sondern ein dauerhafter Prozess mit Tiefgang im gesamten Unternehmen ist angesagt.
Den kompletten Beitrag finden Sie unter http://bit.ly/R00W.

01.12.2008

Dr. Matthias Fank, Professor an der Fachhochschule Köln, hat in der „WebKnow Studie 2008“ den Status quo von Webmonitoring in Unternehmen untersucht

Der Begriff Webmonitoring hat sich in den letzten beiden Jahren durchgesetzt und das Internet wird in vielen Unternehmen gezielt beobachtet. Bereits 40 Prozent der Studienteilnehmer verfügen über ein fest etabliertes Monitoring. Weitere 18 Prozent planen die Einführung eines Webmonitorings, so dass das Thema in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen wird. Diese Einschätzung wird auch durch Antworten auf die Frage nach der zukünftigen Entwicklung bestätigt.

Ein Drittel der befragten Studienteilnehmer versucht der Schnelligkeit des Internets in ihrem
Unternehmen mit einem täglichen Monitoring zu begegnen. Erfassung und Auswertung von Beiträgen geschieht derzeit eher über intellektuelle Verfahren als über den Einsatz von Technologien. Die Auswertung zeigt jedoch, dass die Unternehmen ein überraschend geringes Budget für Webmonitoring zur Verfügung haben. Somit stellt sich die Frage, wie ein Webmonitoring qualitativ erfolgen kann und welchen Mehrwert diese Daten für das Unternehmen bringen können. Diese Fragestellung sollte in einer weiteren Studie genauer untersucht werden. Hierzu sind bei der Fragestellung zu den Budgetangaben auch die eigenen Personalkosten für das intellektuelle Monitoring zu berücksichtigen.

Ein Webmonitoring liefert Informationen für die unterschiedlichsten Abteilungen. Informationen aus dem Web können Anhaltspunkte für die Produktentwicklung, das Marketing, die Unternehmenskommunikation oder die Marktforschung liefern. In den Studienergebnissen zeigt sich, dass eine eindeutige Zuordnung des Themas in eine Fachabteilung nicht per se gegeben ist und Webmonitoring in den unterschiedlichsten Abteilungen angesiedelt ist. Über die Freitextangaben wurde zudem ersichtlich, dass aufgrund der unklaren Zuordnung des Themas vermehrt abteilungsübergreifende Teams gebildet werden, die sich des Themas annehmen.

Als größte Gefahr wird von den Studienteilnehmern die Verbreitung von Falschinformationen
im Internet angesehen, gleichzeitig fehlt es vielen Studienteilnehmern jedoch an Argumenten für den Nutzen eines Webmonitorings. Hierin spiegelt sich wider, dass das Erkennen und Verhindern von Falschinformationen quantitativ schwer zu erfassen und mit vielen Unsicherheiten verbunden ist. Gleiches gilt für das frühzeitige Erkennen von kleinen Produktfehlern, um größere Rückrufaktionen verhindern zu können. Hier wirkt sich aus, dass Geschäftsführungen häufig nur bereit sind, Geld in gut gerechnete Business Cases zu investieren. Daher muss es in Zukunft klar die Aufgabe der Anbieter von Webmonitoring-Dienstleistungen sein, den Nutzen ihrer Arbeit stärker zu verdeutlichen. Unternehmen, die selber den Nutzen und die Potentiale eines Webmonitorings erkennen, werden wohl auch weiterhin eher die Ausnahme bleiben. Daher sollten Unternehmen, die bereits Erfahrungen mit Webmonitoring gesammelt haben, auch stärker bereit sein, ihre Erfahrungen zu teilen, die den Nutzen auch für andere Unternehmen deutlich machen. Tagungen, Anwendertreffen und Fachartikel sind hier sicherlich hilfreich und notwendig, um das Thema auch über die derzeitige Aufmerksamkeit hinaus weiter voranzubringen.

Die Studie der Fachhochschule Köln unter Leitung von Prof. Dr. Matthias Fank entstand in Zusammenarbeit mit der Interrogare GmbH und der infospeed GmbH. Basis war eine Online-Befragung zum Thema Webmonitoring. Die Teilnehmer der Studie stammen aus den Funktionsbereichen Marketing, Unternehmenskommunikation und Marktforschung kleiner wie großer Unternehmen.



24.11.2008

Gabriele Braun, Geschäftsführerin und Redakteurin beim Online-Portal „marketing-Börse“, gibt acht Tipps, wie man die Responsequoten von Werbebriefen erhöhen kann. 

Werbebriefe dienen dazu, Interesse beim Empfänger zu wecken und ihn zum Bestellen eines Produkts oder einer Dienstleistung zu bewegen. Wie man allerdings in der Webeflut auffallen kann, dazu finden Sie hier acht Tipps: http://bit.ly/werbebriefe.

17.11.2008

Hans-Martin Piazza, Chefredakteur von „FM - Das Logistik-Magazin“, gibt Tipps, was bei einer Pressmeldung aus dem IT-Bereich beachtet werden sollte und appelliert an die Redakteure mehr an die Leser zu denken.

Die IT-Branche ist sehr viel aktiver in Sachen Öffentlichkeitsarbeit als beispielsweise der konservativere Maschinen- und Anlagenbau. Dies ist sehr zu begrüßen und spiegelt die Offenheit und Lebendigkeit der Branche wieder.

Manchmal allerdings wird von den Marktteilnehmern selbst sowie von den beauftragten Media-Agenturen ein wenig zu viel des Guten getan. Da wird in Superlativen geschwelgt und gerade bei den Softwareherstellern gibt es so viele Marktführer, dass man sich verwundert die Augen reibt. Da gerieren sich manche Softwareanbieter aus den USA, die kaum eine Implementierung in Europa vorweisen können, als Marktführer. Das ist unglaubwürdig, und wer einmal lügt, dem glaubt man nicht – in den Redaktionen und bei den Lesern. Des Weiteren wird auch bemerkenswert viel angekündigt, bevor ein Produkt wirklich auf dem Markt ist. Es fällt vielen Journalisten schlichtweg lästig, wenn aus jeder Mücke ein Elefant gemacht wird. Hier täte weniger Marktgeschrei, und mehr sachliche Beschreibung gut. Eine Presseinformation sollte möglichst so geschrieben werden, dass sie ohne großen Aufwand durch den Redakteur übernommen werden kann. Ansonsten verschwindet die Meldung gar nicht so selten im Papierkorb.

Hier kommt sicherlich auch eine gewisse negative Vorbildfunktion zum Tragen, die für viele IT-Leute die in vielen Aspekten sehr fortschrittliche USA erfüllen. Doch können Gebräuchlichkeiten anderer Länder nicht auf den deutschen Markt übertragen werden. Was dort funktioniert, muss noch lange nicht in Deutschland auf dankbare Gegenliebe stoßen. Lobhudeleien sind bei potenziellen deutschen Abnehmern, also den Lesern von Fachzeitschriften, nicht gefragt. Eine seriöse Fachzeitschrift wird überschwänglichen Selbstbeweihräucherungen aus den eingesandten Informationen mit großem Zeitaufwand entfernen müssen, wenn die Meldung überhaupt gebracht wird. Auch die endlose, proporzorientierte Wiederholung ein und desselben Sachverhalts durch Repräsentanten unterschiedlicher Unternehmen ist nicht nützlich, sondern ermüdend und ärgerlich.

Ein weiterer wichtiger Punkt, der bei einer Presseinformation aus dem IT-Bereich beachtet werden sollte: Bitte kein denglisches Kauderwelsch, das beim Leser ein verständnisloses Achselzucken hinterlässt. Auch eine gut ausgebildete Leserschaft mit hinlänglichen Englischkenntnissen möchte einen deutschen Text vorgesetzt bekommen, und keine schlechte Übersetzung, bei der allenfalls ein paar englische Wörter durch deutsche ausgetauscht wurden. Damit ist nicht gemeint, dass RAM oder WLAN keine verwendbaren Begriffe sind, aber erklärende deutsche Wörter wie Arbeitsspeicher oder Funknetzwerk schaden dem Informationsgehalt nicht.

Wichtig ist auch die Zielgruppenansprache. Die Leser in der Logistik sind zwar durchweg offen für neue Technologien, doch meist keine DV-Freaks, die selbst am PC herumschrauben. Bei der Präsentation eines Produktes muss klar werden, was es kann und für welche Verwendungszwecke es sich eignet. Ziel einer Presseinformation muss es sein, das Produkt zu erklären, nicht durch allzu detaillierte technische Angaben zu verwirren. Ideal wäre es, wenn der wirtschaftliche oder ablauftechnische Vorteil durch ein neues Produkt qualitativ dargestellt werden kann – nach dem Motto: Wie stärkt die neue Software meine Position im Markt, welche Service-Verbesserungen durch ein mobiles Endgerät kann ich dem Kunden anbieten, wie werden meine internen Abläufe durch neue Etikettendrucker verbessert.

10.11.2008

Manfred Kohlen, Chefredakteur der Online-Services von NetMediaEurope (PC Professionell, IT im Unternehmen, eWeek, Channel Insider) über den Wucher von IT-Informationen im Netz und den Versuch, die passenden Leser mit Qualität zu erreichen

Immer wieder tauchen neue IT-Informationsdienste im deutschen Web auf. Viele davon füllen ihre Seiten mit 1:1 übernommenem PR-Material auf, nur um viel "Google-Stoff" zu jedem Keyword zu haben und so gefunden zu werden. In all dieser Jagd nach Suchmaschinen-"Optimierung" geht leider viel Qualität der journalistischen Arbeit verloren.
 
Viele Verleger versuchen dazu, mit möglichst billigem "user generated content" oder eben mit unkritischer Übernahme von PR-Meldungen die nötige  Masse zu erreichen und so trotz Finanzkrise zu überleben.

Nische statt Masse scheint der Ausweg zu sein - statt super hohe Reichweiten zu erreichen, sollte man eben lieber durch Qualität und Themen-Fokussierung die richtigen Köpfe erreichen. Das versuchen wir beispielsweise neuerdings mit der deutschen Ausgabe der amerikanischen eweek (www.ewek.com), die jetzt in deutscher Betaversion gestartet ist. Mit www.eweekeurope.de setzen wir anders als die amerikanischen Lizenzgeber weniger auf die reinen Technikthemen - dazu gibt es im deutschen Web schon genug schlechte und auch gute Websites - sondern auf die wirtschaftliche Seite der IT.

Also nicht auf den Administrator, den wir bereits im kleinen Stil mit der PC Professionell (www.pcpro.de) und in größeren Unternehmen mit www.it-im-unternehmen.de abdecken, sondern gezielt auf diejenigen abgestimmt, die die Wünsche der IT-Leiter dann einmal abnicken (oder ablehnen) müssen. Klar, jeder hat "den Entscheider" als Leser - da fragt man sich aber schon, wer denn dieser "Entscheider" ist, dass er die Zeit hat, alle Blätter und Websites zu lesen. Die "echten" Entscheider aber sind wirklich sehr wenige - und für die gilt es, klare Informationen mit wirtschaftlichem Nutzwert zu bringen. Kein leichtes Unterfangen - aber wir arbeiten daran.

In Gesprächen mit Firmen hat sich gezeigt, dass viele Unternehmen auch in diese Richtung tendieren - lieber klein und fein, als minimale Rücklaufquoten mit schlechter Leserqualität ("Diskussionstrolle") auf großen Konsumenten-Websites in Kauf zu nehmen. Gerade im Umfeld der Finanzkrise ist wieder ein gezielteres Ansprechen der Zielgruppen gefragt - auch wenn diese noch so klein sind.

03.11.2008

Dr. Stefan Hirschmann, Bereichsleiter Zeitschriften bei der Bank-Verlag Medien GmbH, über die Fachzeitschrift RISIKO MANAGER und das Leben als Monopolist

Der Vorteil einer Fachzeitschrift ist, dass sie sich überwiegend mit einem klar eingegrenzten Fachgebiet befasst und an professionell und berufsmäßig interessierte Leser wendet. Überflüssiges bleibt außen vor. Vorausgesetzt, dass sich eine Fachzeitschrift aus verlegerischer Perspektive (zumindest größtenteils) über Abonnements finanziert und nicht über Werbeeinkünfte, stellt dies allerdings auch besondere Anforderungen an die Redaktion – und jene externen Autoren, die mit ihr zusammenarbeiten.

Um es vorweg zu nehmen: Im Bereich Risikomanagement sind wir Monopolist. Mit der Zeitschrift RISIKO MANAGER verfügen wir über einen Titel ohne Konkurrenz. Das 14-tägig erscheinende Heft ist die einzige deutschsprachige Fachzeitschrift für Experten des Financial Risk Managements in Banken, Sparkassen und Versicherungen. Was sich traumhaft anhört, ist aber letztlich eine Konsequenz der Marktgröße. Es steht zu vermuten, dass die Risikomanagement-Community einfach nicht groß genug ist, um gleich mehrere Verlage zu ernähren. Und da die Bank-Verlag Medien GmbH diese Nische seit vielen Jahren belegt, wäre der Aufwand für Marktnachbarn, hier ein weiteres Fachmagazin zu platzieren, extrem hoch.

Der Nachteil dabei ist, dass die inhaltliche Qualität das allein entscheidende Verkaufsmerkmal ist. Woche für Woche. Um den Informationsbedürfnissen verantwortlicher Bankprofis wie Chief Risk Officer, Operational Risk Manager, aber auch Controllern oder Credit Managern gerecht zu werden, bedarf es Fachjournalismus auf höchstem Niveau. Als Redakteure beschäftigen wir deshalb Branchenprofis und machen ein Heft von Risikomanagern für Risikomanager, das als Teil der Branche extrem gut verankert ist und den Lesern echte Insider-Tipps liefert. Dieses Modell ist letztlich nur sehr schwer zu kopieren. Vor diesem Hintergrund wird es auch kaum verwundern, dass die Zusammenarbeit mit PR-Spezialisten eher die Ausnahme als die Regel ist. Es gilt die Formel: anspruchsvolle Zielgruppe = anspruchsvoller Fachjournalismus.

27.10.2008

Herbert Sebald, Chefredakteur der Fachzeitschrift „IT Banken & Versicherungen“, über die verbreitete Unsitte des „Marketingspeak“ in redaktionellen PR-Beiträgen

Als führender Redakteur eines führenden Fachverlages aus einer führenden Nation muss man eines einmal in aller Offenheit sagen: Success- und Case-Studies können durchaus interessante Beiträge für unsere Leser sein – aber häufig sind die Texte, die eifrige PR-Beauftragte an unsere Redaktion schicken, ein arg grenzwertiger Marketingspeak.

Natürlich wissen wir, dass uns wohl niemals ein Bericht angeboten wird, in dem von einem kleinen, unbedeutenden Dienstleister die Rede ist, der für ein erfolgloses Unternehmen eine nicht zufriedenstellende Leistung erbracht hat. Das wäre sicher eine amüsante Abwechslung im Redaktionsalltag, am Ende aber würden unsere Leser – und die wollen wir schließlich überzeugen – sich und uns fragen, was das soll. 

Gegen eine informative, interessante, relevante und sachliche Case-Study ist also nichts einzuwenden. Aber diese sollte in einer klaren Sprache verfasst und sauber recherchiert sein. Daher mein Wunsch an alle PR-Arbeiter: Erklären Sie Ihren Kunden – beziehungsweise der Marketing-Abteilung Ihres Unternehmens – den Unterschied zwischen Pressearbeit und Marketing. Und mein Rat an alle Unternehmen: Hören Sie auf Ihre PR-Verantwortlichen. Denn für deren Beratung bezahlen Sie schließlich. Das Resultat wären journalistisch gute Texte, gewogene Redakteure und eine in jeder Hinsicht erfolgreiche Pressearbeit, die ihre Bezeichnung verdient.

20.10.2008

Carsten Scheibe, Kolumnist bei „Stern.de“, gibt Tipps zum Thema Schreiben im Internet

Zig Milliarden Web-Seiten stehen im Internet. Zu dumm, dass die meisten von ihnen in einem schauderhaften Deutsch geschrieben sind. Besuchen Sie doch einmal ein beliebiges Witzeforum im Internet. Himmel, wer sind diese Leute eigentlich, die hier ihre Zeit damit verplempern, lauter neue Witze in die Web-Formulare zu tippen? Lernen die denn gar nichts mehr in der Schule? Also: Es macht absolut keinen Sinn, in einem so kurzen Text zu versuchen, mit Satzzeichen Stimmung zu erzeugen. Ist ein Satz von sich aus nicht komisch oder dramatisch genug, dann bringen auch die dahinter gesetzten drei Ausrufezeichen nicht wirklich etwas. Es macht den Witz übrigens auch nicht besser, wenn die Ausrufezeichen nach wirklich jedem einzelnen Satz platziert werden. Auch die von vielen Lesern bereits gefürchteten drei Pünktchen am Ende der wörtlichen Rede ergeben keinen Sinn. Lasst den Satz doch einfach mit einem ganz normalen Satzzeichen zu Ende gehen. Punkt. Reicht doch.

In der deutschen Sprache gibt es schon ein paar Regeln. Niemand mahnt dabei die richtige Setzung der Kommata an. Selbst ein gestandener Schreiberling weiß doch heutzutage gar nicht mehr, wo nach der Rechtschreibreform noch ein Komma hin muss und wo nicht. Zumal sich die Rechtschreibkontrolle von Word auch sehr stark zurückhält und Kommata geflissentlich ignoriert. Aber: Wie sieht es eigentlich mit den Leerzeichen aus? Liebe Web-Autoren, bitte habt fein Acht, ich hab euch eine Regel mitgebracht.

Den kompletten Beitrag und weitere Kolumnen von Carsten Scheibe finden Sie unter http://bit.ly/3Bq16v.

13.10.2008

Jürgen Schreier, Chef vom Dienst der „MM MaschinenMarkt online“, über Methoden gegen Stress im Büro

Stress im Büro: Wer da nicht gleich in die Luft gehen wollte, griff früher zum Glimmstengel (einer ganz bestimmten Marke). 26% der von TND Emnid Befragten tun das auch heute noch. Allerdings überwiegen eindeutig die Anhänger gesunden Stressabbaus durch Sport (47%). Nichtrauchern, die es eher mit Winston Churchill halten (No Sports!), empfiehlt die Studie, mit einem Kaugummi gegen die Hast des Alltags anzukauen. Denn Kauen steigere die Gehirndurchblutung, was als entspannend empfunden werde, so der Braunschweiger Hirnforscher Prof. Korte. Übrigens: Die Umfrage wurde vom Kaugummihersteller Wrigley in Auftrag gegeben. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.



06.10.2008

Dr. Volker Schulz über die Studie „Pressearbeit im Spannungsfeld zwischen Lesern, Redaktionen und Unternehmen“, die an der Schweizer Universität Neuchâtel durchgeführt wird 

Der Bereich „Public Relations“ (PR) führt – zumindest in der deutschsprachigen – wissenschaftlichen Literatur eher ein Schattendasein und wird in Marketinglehrbüchern nur rudimentär im Rahmen der Kommunikationspolitik abgehandelt. Pressearbeit spielt dort gegenüber den anderen Instrumenten wie der Werbung oder der Verkaufsförderung nur eine untergeordnete Rolle.
In der Lehre mag die relativ geringe Beachtung der PR daran liegen, dass PR wenig konkret fassbar ist und der Erfolg nicht nur von den Inhalten der Botschaft, sondern wesentlich durch die Zeitungsredaktionen bestimmt wird; PR ist somit nur bedingt steuerbar und der Erfolg der Unternehmenskommunikation in diesem Bereich durch Variablen bestimmt, die seitens des Unternehmens nicht bzw. nur schwer beeinflussbar sind.

Dieses spiegelt sich auch in der Wirtschaft wider: So verfügen die Unternehmen in der Regel über eine Marketing- oder Werbeabteilung – eine eigenständige Abteilung für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit jedoch ist nur in größeren Unternehmen zu finden. Zudem besteht ein Spannungsfeld zwischen den Unternehmen und den Redaktionen, da differente Berufsbilder, Arbeitsweisen und Einstellungen aufeinander treffen und es daher zwischen den jeweiligen Kommunikationspartnern zu Spannungen kommen kann: Während Unternehmen – wie bei der Werbung – das Ziel verfolgen, ihre Informationen relativ unverändert dem Zeitungsleser zu übermitteln, ist der Redakteur darauf bedacht, objektiv, umfassend und aufklärend zu informieren.

Aufgabe der dreistufigen Untersuchung ist es, das Leseverhalten in Bezug auf Unternehmensmeldungen zu untersuchen, die Erwartungen und Arbeitsweisen der jeweiligen Kommunikationspartner zu analysieren und das Ausmaß der Defizite im Bereich des Informationsaustauschs herauszuarbeiten. Auf dieser Informationsbasis wird das bestehende Delta durch konkrete Maßnahmen und Handlungsanweisungen, die sich an Unternehmen richten, geschlossen.
Die Ergebnisse der Studie sollen zum einen das gegenseitige Verständnis von Unternehmen und Journalisten durch die Transparenz erhöhen und zum anderen durch die Ableitung von Kommunikationsstrategien und -maßnahmen die Zusammenarbeit von Geschäftsführern, Marketingleitern bzw. Mitarbeitern der Pressestellen und Redaktionen verbessern.

Redakteure und Kommunikationsfachleute aus Unternehmen, die an der Studie teilnehmen möchten, können den für sie relevanten Fragebogen unter www.pr-wissenschaft.org abrufen. Die angegebenen Daten werden ausschließlich für wissenschaftliche Zwecke genutzt. Für die Anonymisierung der Individualdaten wird garantiert. Teilnehmer werden auf Wunsch über die Ergebnisse der Untersuchung informiert.



29.09.2008

Sascha Bém, Chefredakteur von „news.at“, über die Herausforderungen der schönen neuen Kommunikationskultur

Social Networks kombiniert mit Fun Applikationen auf Mobile Devices für Special Interest Communities, wo punktgenau Content in Blogs zum Selbstläufer wird ... Blablabla.

Wir haben alle schon von großen Visionen und berauschenden neuen Geschäftsfeldern gehört, gelesen oder – selbst über sie parliert. Und in der Tat ist das Aufeinandertreffen von neuen medialen Möglichkeiten mit gewachsenem redaktionellen Know-how eine überaus spannende und Horizonte eröffnende Angelegenheit. Ungeahnte Reichweiten, aufregende Darstellungsformen, neue interaktive Kommunikationskultur. Toll.

Und dann? Scheitert das Ganze, weil ein JPEG von einem System nur als CMYK und vom anderen nur als RGB verwertet werden kann (schon erlebt!). Oder weil die Handycam kein Stativ hat (auch schon erlebt!). Oder weil groooße Systeme – technisch wie personell – in Einbahnen etabliert wurden.

Sie ahnen schon, worauf ich hinaus will: Oft steigen wunderbare Ideen in luftige Höhen, nur auf den Boden kriegen – wie man in Wien für eine tatsächliche Umsetzung sagt – tun’s die Wenigsten. Im Auf-die-Reihe-Kriegen realitätsnaher Ideen sehe ich meinen ersten Schritt. Der Rest ist Kür.

Den Stand der Dinge sehen Sie auf www.news.at.

22.09.2008

Regina Böckle, Redakteurin der Fachhandelszeitschrift IT-Business, zum Thema medien- und zielgruppenspezifisches PR-Material

Als ausgewiesene IT-Fachhandelszeitschrift erhalten wir natürlich sehr viele wohlformulierte Pressemeldungen in der inständigen Hoffnung auf Veröffentlichung in unserer Print- und/oder Online-Ausgabe. Leider beachten sehr viele Absender nicht, dass unsere Zielgruppe ausschließlich IT- und TK-Fachhändler, Systemhäuser und Online-Reseller sind. Das bedeutet, dass Meldungen für unsere Berichterstattung entweder uninteressant sind, wenn Produkte, Lösungen und Technologien nicht über Händler vertrieben werden. Oder die Meldungen sind viel zu allgemein formuliert, sodass wir auch bei interessanten Produktmeldungen, Fachhandelsprogrammen etc. häufig noch aufwändig nachrecherchieren müssen.

So benötigen wir zum Beispiel unbedingt die Informationen über die Händereinkaufspreise, die Unverbindliche Preisempfehlung und auch Hinweise zur Margensituation.
Für unsere Zielgruppe ist es nicht nur wichtig, Details zu den Produkten zu erfahren, sondern auch, mit welchen Vertriebsargumenten der Reseller welche Endkunden adressieren und den echten Nutzen vermitteln kann, der beim Einsatz dieser Lösung zu erwarten ist. Hilfreich ist dabei immer auch eine Abgrenzung gegenüber Mitbewerberprodukten, sofern möglich. Angesichts zunehmender Vergleichbarkeit von Produkten ist es immer auch empfehlenswert darzustellen, welchen speziellen Vorteil der Händler hat, wenn er genau dieses Produkt vertreibt oder mit diesem Hersteller oder Distributor zusammenarbeitet. Auch kurze Statements von Händlern, die schon Erfahrungen mit diesem Produkt oder dem Hersteller(programm) sammeln konnten, sind hier sehr willkommen.

Unternehmen und Agenturen, die diese Informationen von sich aus in die Meldung oder doch zumindest ins Anschreiben integrieren, tun damit sich und uns einen großen Gefallen. Außerdem gilt beim Bildmaterial für unsere Berichterstattung: Während sich vielleicht andere IT-Magazine sträuben, Box-Shots zu veröffentlichen, nutzen wir für unsere Zielgruppe solche Pack-Shots sehr gerne. Wir wünschen uns daher, mit Presseinformationen spezifischer angesprochen zu werden, damit wir auch ohne größeren Zusatzaufwand die News bringen können, die unsere Leser wirklich interessieren.

08.09.2008

Joe McNally, international anerkannter Fotograf und erfahrener Fotojournalist, über den entscheidenden Moment mit der Kamera

Wer kennt sie nicht – die magischen Momente. Fotografieren ist die Möglichkeit, einen speziellen Moment, einen Bruchteil eines Augenblicks, mit der Kamera festzuhalten. Dieser Moment ist aber nur in den seltensten Fällen ein zufälliger Schnappschuss. Beim entscheidenden Moment verbindet sich ein klares visuelles Konzept mit einem sehr persönlichen Blick – intuitiv und bewusst zugleich. Voraussetzung ist natürlich handwerkliches Know-how, aber erst das Gefühl für den besonderen Moment unterscheidet den guten Fotografen vom Hobby-Knipser. Fotografieren Sie immer sofort. Verschieben Sie Aufnahmen nicht auf später. Diese Erfahrungen sowie Techniken wie Kamerawinkel, Beleuchtung, Verschlusszeiten und vieles mehr sind in meinem Buch „Der entscheidende Moment“ zusammengestellt. Lassen Sie sich davon inspirieren.

Nähere Informationen zum Buch finden Sie unter http://bit.ly/tMuk1.

01.09.2008

Petra Payer, Fotoredakteurin bei der „Süddeutschen Zeitung“ und Jury-Mitglied bei den OBS-Awards, über gute PR-Fotos und Bildmaterial, das Redaktionen gerne hätten

Ein gutes Foto muss den Betrachter fesseln – er muss unbedingt nochmal hinschauen wollen. Das gilt grundsätzlich auch für PR-Bilder. Aber bei diesen Aufnahmen gilt noch etwas: Ich erwarte, dass ich nicht sofort sehe, dass es ein PR-Foto ist. Fotos, die von Unternehmen zur Verfügung gestellt werden, haben oft eine andere Ästhetik als die eher reportagehaften Bilder, mit denen Tageszeitungen und Magazine arbeiten. Auf PR-Fotos greifen wir vor allem zurück, wenn wir Köpfe brauchen. Aber leider sehen die Portraits meistens so aus, als hätten die Damen und Herren für den biometrischen Personalausweis Modell gestanden. Kerzengerade von vorne, ohne Emotionen und Brüche und oft auch retuschiert.

Wir wollen dagegen eher Fotos, auf denen der Mensch als Mensch rüberkommt und auf denen auch etwas mehr zu sehen ist als der Ausschnitt, den Passfotos üblicherweise zeigen. Es würde uns oft schon sehr helfen, Fotos auch in unterschiedlichen Formaten zu bekommen, auf denen die Leute reden und gestikulieren – Fotos, die einfach lebendiger sind. Außerdem wird oft sogar vergessen in den Dateien genau zu vermerken, wer beziehungsweise was auf dem Foto zu sehen ist. So werden die Bilder später oft nutzlos.

Als Tipp empfehle ich, einfach mal die Seiten von Bildagenturen durchzusehen, um ein Gespür dafür zu bekommen, was für Bilder von der Presse gefragt sind. Außerdem erwarten wir natürlich, dass die Bilder „echt“ sind, das heißt nicht per Bildbearbeitung manipuliert wurden, und dass nicht nur der Bildinhalt, sondern auch die Auflösung für Print den Anforderungen genügt. Selbstverständlich müssen auch die Rechte am Bild geklärt sein, bevor es uns als Pressefoto zur Verfügung gestellt wird.

Petra Payer ist auch als Referentin für Seminare zum Thema „Pressebilder“ tätig. Beispielsweise im Oktober in München: http://tinyurl.com/64fo27.

25.08.2008

Kerstin Plehwe, Fachbuchautorin und selbstständige Kommunikations-Beraterin, verrät zehn Regeln für eine erfolgreiche Kommunikation – von „Authentizität“ über den „Königsweg Crossmedialität“ bis zur „Kraft der Mobilisierung“

Für die erfolgreiche Arbeit von PR-Profis war Glaubwürdigkeit schon immer wichtig. In Zeiten immer leichterer Informationsbeschaffung – vor allem durch das Internet – wird sie überlebenswichtig. Authentizität und Ehrlichkeit im Umgang mit Journalisten sind heutzutage ein Muss. Anhand der folgenden zehn Regeln wird gezeigt, wie der PR-Arbeiter glaubwürdig mit seinen Medienkontakten kommuniziert.

Lesen Sie den vollständigen Beitrag unter http://bit.ly/3CMuG9.

18.08.2008

Matthias Thauer, Medienforscher und Blog-Autor im Marketing B2B-Blog media-treff.de, stellt den „ 3. ePerformance Report 2008“ zum IKT-Standort Deutschland im internationalen Vergleich vor

Seit dem Jahr 2000 wird der Entwicklungsstand der deutschen Informations- und Kommunikationswirtschaft (IKT) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und von TNS Infratest, München, umfassend und differenziert abgebildet sowie systematisch bewertet. Im »3. ePerformance Report 2008« werden die aktuellsten Entwicklungen im Vergleich zu den führenden IKT-Ländern mit Hilfe von 26 „Kernindikatoren” in drei Bereichen kompakt zusammengefasst. In allen drei Bereichen (Gesamtmarkt, Infrastruktur, Anwendungen) liegt Deutschland über dem europäischen Durchschnitt. Steigern konnte sich die deutsche ePerformance bei elf Kernindikatoren.
Mehr dazu lesen Sie unter http://bit.ly/eperform.

11.08.2008

Möller Horcher Public Relations verschenkt in Kooperation mit dem Konradin IT-Verlag und den Zeitschriften „LANline“ und „Computer Zeitung“ ein kleines Kontingent an VIP-Karten für das Tech Forum „IT-Prozessoptimierung mit ITIL“ am 25. September 2008 im Holiday Inn Munich-City Centre in München.

Die IT Infrastructure Library (ITIL) ist eine Sammlung von Publikationen, die eine mögliche Umsetzung von IT-Service-Management (ITSM) beschreiben und inzwischen international als De-facto-Standard hierfür gelten. Die aktuelle Buchreihe ITILv3 orientiert sich am Lebenszyklus des Service: Strategie (Strategy), Entwurf (Design), Überleitung in den Betrieb (Transition), Betrieb (Operation) und Verbesserung (Continual Improvement). In dem Regel- und Definitionswerk werden die für den Betrieb einer IT-Infrastruktur notwendigen Prozesse, die Aufbauorganisation und die Werkzeuge beschrieben.

Für Unternehmen - auch für kleinere und mittelgroße Betriebe - gilt: Qualität, Geschwindigkeit und Kosteneffizienz der IT-Prozesse sowie Kunden- beziehungsweise Anwenderzufriedenheit sind heute zentrale Anforderungen an IT-Abteilungen. Die IT steht heute vor der Herausforderung, ihr Tun und ihre Servicequalität zu rechtfertigen. Dazu müssen IT-Abteilungen ihre Prozesse definieren, strukturieren und optimieren. Als Mittel der Wahl gilt das IT-Service-Management, häufig auf der Basis der Best-Practice-Sammlung ITIL vermarktet.

Im Jahr nach der Einführung der grundlegend erweiterten ITIL-Version 3 ist es Zeit für eine Prüfung, was sich inzwischen verändert hat. Das Tech Forum der LANline und Computer Zeitung zeigt den Stand der Entwicklung von ITILv2 zu ITILv3 auf und diskutiert die Fallstricke auf dem Weg zur Business-Orientierung der IT mittels ITSM und ITIL. Mehr erfahren sie unter: http://tinyurl.com/5bl2eh.

Bei Interesse an einer der limitierten VIP-Karten schicken Sie bitte Ihre Anforderung per E-Mail mit dem Betreff „Tech Forum“ an info@moeller-horcher.de.

Das
Angebot gilt nur, solange der Vorrat reicht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

04.08.2008

Rudolf X. Ruter, Partner der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Ernst & Young, Stuttgart, über die Wichtigkeit von Corporate Responsibility für den Unternehmenserfolg

Corporate Responsibility (CR) ist nicht nur Chefsache, sondern macht auch den Chef noch erfolgreicher! In Zukunft werden nur diejenigen Unternehmen wirtschaftlich erfolgreich sein, die Nachhaltigkeit in die gesamte Wertschöpfungskette integrieren. Corporate Responsibility war schon immer die Basis einer jeden Führungsaufgabe.
Gesellschaft und Politik erwarten heute mehr denn je, dass Unternehmen für die Gemeinschaft aktiv werden und dass sie bei ihrem Streben nach Gewinnen weltweit ökologische, soziale und humane Standards beachten und dabei vollständig alle gesetzlichen Vorschriften weltweit einhalten. Das Ansehen von Unternehmen beruht nicht mehr nur auf wirtschaftlichen Erfolgen. Die Öffentlichkeit reagiert sensibel auf Verstöße gegen Menschen- oder Arbeitsrechte oder den Raubbau mit natürlichen Ressourcen. Schlechte Nachrichten wiederum verbreiten sich blitzschnell rund um die Welt, werden im Internet ausgiebig diskutiert und führen nicht selten zu Boykottaufrufen gegen Marken und Produkte. Leider haben noch nicht alle Unternehmen dieses enorme Risikopotenzial der Globalisierung erkannt.


28.07.2008

Liane Borghardt, Redakteurin bei der „Wirtschaftswoche“, klärt auf, wie viel wir in einer flüchtig verfassten E-Mail von unserer Persönlichkeit preisgeben und liefert eine Typologie: Vom Kontroll-Freak über den Wadenbeißer bis zum Betreffzeilen-Schreiber

Welcher E-Mail-Typ sind Sie? Man kann nicht nicht kommunizieren, behauptete der österreichische Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick: Jedes Verhalten zweier Menschen, die sich gegenseitig wahrnehmen, sei bereits Kommunikation. Und jede Botschaft enthalte über die reine Sachinformation hinaus einen Hinweis darauf, wie der Sender emotional zum Empfänger steht. Mit Schweigen, Worten und Gesten verraten wir also eine Menge über uns und wie wir unsere Beziehung zum Gegenüber sehen.
Berater Gunter Meier ist überzeugt, dass Gleiches für den digitalen Austausch im Berufsalltag gilt. Meier zeigt Fach- und Führungskräften den richtigen Umgang mit E-Mails.

Lesen Sie den kompletten Artikel hier http://tinyurl.com/58x9d7.

21.07.2008

Andrea Bötel, Chefredakteurin der Fachzeitschrift „Druck&Medien“, über do’s und dont’s bei der Messe-PR

Für jeden Redakteur ist bei einem PR-Kontakt auf einer Messe die erste Frage: Was ist neu, was ist die Story? Wenn man pro Messetag auf 10 bis 12 Pressekonferenzen eingeladen ist und noch Anfragen für persönliche Meetings, Interviews und Produkt-Demos hat, ist dieses das Hauptkriterium. Natürlich will man auch Kontakte pflegen und ein guter Kontakt bleibt auch über die Messe hinaus als direkter Draht für Fragen sehr hilfreich, aber die erste Priorität ist und bleibt der Nutzwert für den Leser des Magazins. Ganz besonders hinderlich sind dann auch die Nachrichten, die zu einer Sensation aufgeblasen werden und beim zweiten Hinsehen gar keine sind. Damit können sogar gute Kontakte konterkariert werden.

09.07.2008

Prof. Dr. Ansgar Zerfaß, Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig, ruft zur Teilnahme an der Online-Umfrage "Bewegtbildkommunikation im Internet - Herausforderung für Journalismus und PR" auf.

"Viele Redaktionen sind dabei, Webvideos in ihre Internetangebote einzubauen und den YouTube-Trend für eigene Konzepte zu nutzen. Das bietet neue Chancen für die Medienarbeit: werden Presseinfos künftig durch Video-Content ergänzt? Für welche Themen ist das sinnvoll? Welche Kompetenzen sind notwendig?
Diese und andere spannende Fragen stehen im Mittelpunkt des Forschungsprojekts "Bewegtbildkommunikation im Internet - Herausforderung für Journalismus und PR" der Universität Leipzig. Mit Unterstützung von news aktuell werden deutschlandweit Entscheider in Kommunikationsabteilungen, Pressestellen, PR-Agenturen sowie Freelancer befragt. Parallel wird die Sicht von Journalisten erhoben, um Interdependenzen zu identifizieren.

Bitte nehmen Sie sich einige Minuten Zeit und beantworten Sie den Fragebogen unter www.bewegtbildstudie.de.
Die Umfrage dient ausschließlich Forschungszwecken und läuft bis zum 25.Juli 2008. Alle Teilnehmer erhalten auf Wunsch kostenlos den Ergebnisbericht - beteiligen Sie sich jetzt!

07.07.2008

Gabriele Braun, Geschäftsführerin und Redakteurin beim Online-Portal „marketing-Börse“, gibt wertvolle Tipps für Ihre Messeplanung

Ein Messeauftritt kostet Geld. Eine frühzeitige Planung im Vorfeld sollte daher nichts dem Zufall überlassen. Messen und Ausstellungen gelten laut einer Umfrage von TNS Emnid (im Auftrag der AUMA) für 82 Prozent aller 500 befragten Unternehmen als die wichtigste Kommunikationsform im B-to-B-Bereich. Erst danach folgen der Außendienst (77 Prozent) und Direktmailing (55 Prozent). Damit auch Ihr Messeauftritt zum Erfolg wird, finden Sie hier 15 Tipps für Ihre Messeplanung: http://tinyurl.com/5m8xr4.

30.06.2008

"Manfred Berger, Mitarbeiter der asc agenturscouts consulting gmbh" und bis 30.09.08 Lizenznehmer des Portals www.benchpark.com, stellt im M!H Weekly die aktuellen Ergebnisse seines Marktmonitors vor, in dem verschiedene Agenturen bewertet werden:

Zwar wird Kreativität von der größten Gruppe der Auftraggeber (74 %) als „entscheidend“ angegeben, mit der erhaltenen Kreativität zeigen sich die Bewerter von Benchpark aber nur nachrangig zufrieden. Den besten Wert erzielen die Internetagenturen mit 8,6 von 10 möglichen Punkten; den geringsten Kreativwert erhalten die Dialogagenturen mit 7,5 von 10 Punkten. Werbeagenturen rangieren mit 8,4 von 10 Punkten ebenso wie Designagenturen mit 8,4 von 10 Punkten auf einem sehr guten Niveau. Interessant dabei ist allerdings, dass keine der Agenturformen in dieser Disziplin ihre Bestnoten verzeichnen konnte. Für die befragten Agenturkunden ist die Beratung die zweitwichtigste Agenturanforderung (66 % nennen sie „entscheidend“). Hier erhalten Mediaagenturen den besten Wert (9,1/10), während Dialogagenturen (6,7/10) mit einem deutlichen Abstand den schlechtesten einfahren. Die Bewertung von Werbeagenturen erzielt zwar ein Niveau von 8,1/10, bildet aber im Rahmen aller Werbeagenturbewertungen das Schlusslicht. Kleine Internetagenturen (8,3/10) erhalten hier ebenfalls die geringste Benotung ihres Leistungsspektrums. PR-Agenturen bilden mit dem Wert 8,0 hier das Mittelfeld.

Die ausführliche Auswertung finden Sie unter http://www.agenturscouts.de/presse-news/marktuntersuchung.html.


23.06.2008

Stephan Musiol, Herausgeber der Zeitschrift „süsswaren technik+wirtschaft“, über die Bedeutung von PR und Marketing in der Süßwarenbranche.

Die deutsche Süßwarenindustrie ist durchweg mittelständisch geprägt. Der Konsolidierungsprozess ist heute weit fortgeschritten. Es gibt rund 300 produzierende Betriebe. Die größten unter ihnen, Unternehmen wie Kraft Foods, Nestlé, Mars, Bahlsen, Ferrero und Co. mit Marketingbudgets in siebenstelliger Höhe, haben sicher wenig Probleme, ihre Messages an die jeweilige Zielgruppe zu transportieren. Die breite Masse der mittelständischen und kleinen Unternehmen aber kann sich in der Regel keine großen Sprünge leisten. Hinzu kommt die Problematik, dass das Vertriebsmodell heute noch immer an die direkte Bindung von Key-Account Manager und Einkäufer des Handels gebunden ist. Die meisten Unternehmen verzichten daher komplett auf ein endkundenorientiertes Marketing.


16.06.2008

Ingo Schloo, Geschäftsführer Schimmel Media Verlag, über die Bedeutung einer Plattform für Business-Videos

Die multimedialen Darstellungsmöglichkeiten und die einfachen Verbreitungswege über das Internet motivieren immer mehr Unternehmen, eigene Videoinhalte zu publizieren.
Video eignet sich optimal für Öffentlichkeitsarbeit, Meinungsdarstellung, Veranstaltungs- und Trendberichte. Die Werbung für Dienstleistungen, Jobangebote und Produkte erhalten per Video einen neuen Wirkungsgrad. Begünstigt wird die Effektivität von stark gesunkenen technischen Kosten und der hohen Akzeptanz von Videoinhalten im Internet.
Aber Unternehmen haben spezielle Ansprüche an eine solche Plattform: Eine thematische Navigationsstruktur und ausführliche Beschreibungstexte sollen die einfache Recherche für Nutzer und Suchmaschinen fördern.
In Navigation, Optik und Geschäftmodell ist  businessworld.de auf Wirtschaftszielgruppen optimiert. Jeder kann als Publisher in eigenem Namen kostenfrei Videos veröffentlichen. Diese Videos stehen dann nicht nur auf der Plattform zur Verfügung, sondern lassen sich auch in Webseiten einbinden oder per E-Mail-Newsletter weiterleiten.
businessworld.de ist ähnlich wie YouTube & Co. eine Hosting- und Vermarktungsplattform – nur dass wir uns auf Businessthemen und -Zielgruppen konzentrieren und so das optimale Umfeld für Videos mit Businessinhalten bieten. Das Portal startet jetzt mit über 300 Business-Videos aus allen Bereichen.

Die neue Plattform für Business-Videos finden Sie hier: http://www.businessworld.de.

09.06.2008

Norbert Samhammer, Herausgeber von „Service CRM Magazin“, stellt die neue Fachzeitschrift rund um das Thema „Mit Service Menschen begeistern“ vor
 
Marktführender Service benötigt die gleiche langfristige Entwicklungsleistung wie marktführende Produkte. Damit Unternehmen am Thema Service arbeiten und sich in diesem Bereich weiterentwickeln können, haben wir das neue Service CRM Magazin auf den Markt gebracht – als Wissensquelle für Geschäftsführer, Service- und IT-Leiter. Unter dem Motto „Mit Service Menschen begeistern“ liefern wir mit dem Service CRM Magazin Beispiele aus Unternehmen, welche die Kunst, Kunden zu begeistern, bereits leben. Außerdem bieten wir mit den Themenschwerpunkten „Werkzeuge“, „Methoden“ und „Controlling“ informatives Fachwissen dazu, wie Service Prozesse praxisbezogen unterstützt werden, auf welchen Methoden Service Excellence beruht und beschreiben Verfahren und Kennzahlensysteme zur Qualitätssicherung im Service. Sowohl Fachartikel mit wissenschaftlichem Hintergrund als auch praxisnahes Wissen und aktuelle Veranstaltungshinweise ergeben ein rundes Profil, mit dem das Service CRM Magazin das Thema Service umfassend behandelt.
Besuchen Sie uns auch im Internet unter www.servicecrmmagazin.de.

02.06.2008

Eloy A. Barrantes León, Freier Journalist und CvD der Redaktion von „pr on air“, dem Podcast für Kommunikationsmanager, über den sinnvollen und erfolgreichen Einsatz von Podcasting

Für Angela Merkel, TV-Koch Jamie Oliver und Komiker Olli Dietrich gehört es schon zum Alltag: Podcasting. Was die Promis und Politiker ins Netz laden, haben inzwischen auch viele Unternehmen für sich entdeckt. PR-Podcasts überschütten die User mit vermeintlich wichtigen Informationen über neue Produkte und Dienstleistungen. Aber was ist eigentlich ein Podcast? Wie aufwendig ist die Produktion? Und was macht einen guten Podcast aus?

Fakt ist: Das meiste, was uns unter dem Titel Podcast im Internet präsentiert wird, ist streng genommen keiner. Denn nicht etwa durch das bloße Bereitstellen, sondern durch die Möglichkeit, sie mittels RSS zu abonnieren, werden Audiobeiträge zu richtigen Podcasts. Die Produktion ist eigentlich ganz leicht. Ein Schnittprogramm, ein Mikrofon sowie ein internetfähiger Computer reichen aus, um Botschaften weltweit zu verbreiten. Die potenzielle Reichweite beträgt allein in Deutschland 40 Millionen Online-User. Eigentlich paradiesische Aussichten. Zumal Podcasts bei weitem nicht als so unkommerziell gelten wie beispielsweise die hiesige Bloggerszene. Eine Studie zeigt: 72 Prozent der Hörer würden sogar Werbung in den Beiträgen akzeptieren, sofern diese zum Thema passe (Quelle: podcastumfrage.de). Im DAX wurde dieser Trend erkannt und aufgegriffen. Die Allianz bietet einen monatlichen Kapitalmarktausblick und Episoden des „Business-TV“ an. Für BASF beantwortet der „Chemie Reporter“ Alltagsfragen zum täglichen Geschäft und Bayer entwickelte eigens ein „Podcast Center“ für interessierte Hörer. Ähnlich gut sieht die Verbreitung im Mittelstand aus. Podcasts funktionieren immer dann, wenn die Informationen einen wirklichen Nutzwert für die Zielgruppen haben. Außerdem müssen die Beiträge gut gemacht sein. Einfache Audioversionen der aktuellen Pressemitteilungen werden von den Hörern in der Regel nicht angenommen. Aber Achtung. Gute Beiträge erfordern vor allem eines: Zeit. Wer ein Podcast-Projekt startet, muss sich bewusst sein, dass der Podcast eine gewisse Anlaufzeit benötigen wird, um sich zu etablieren. Außerdem eignen sich viele Informationen schlichtweg nicht für den Audio- oder Videokanal. Wie bei allen PR-Maßnahmen kommt es also auch hier vorrangig auf ein durchdachtes Konzept an.

Die „pr on air“ Podcasts finden Sie im Internet unter www.pr-on-air.de, hören Sie doch mal rein!

26.05.2008

Uwe Mommert, Vorstand der Landau Media AG, über die Ergebnisse der Medienresonanzanalyse zum Thema „Sterben die Energie-Dinos aus?“  

Kein Thema verfolgte uns zuletzt so hartnäckig: Die Energiekosten steigen, die Verbraucher sind schwer gebeutelt und die großen Energie-Riesen wie Vattenfall und E.on werden immer mächtiger.
Landau Media hat unlängst das Medienimage der großen Energie-Anbieter und das der kleinen Herausforderer, zum Teil Ökostromversorger, untersucht und das Ergebnis auf einer Roadshow in ganz Deutschland präsentiert. Gekoppelt mit einer Marktforschung von tns infratest konnten wir sowohl die Tendenzen der Berichterstattung der letzten Jahre nachzeichnen, als auch das, was daraus in den Köpfen der Verbraucher als Meinungsbild entstanden ist.

Wenig verblüffend: Es sind vor allem die altbekannten Energieunternehmen, die bei den Deutschen präsent sind. So kennt fast jeder die Konzerne E.ON, Vattenfall und RWE und die Marke Yello Strom von EnBW. Diese Energieanbieter dominieren auch in der Berichterstattung. Aber 2007 konnten sich erstmals auch die neuen Anbieter wie Nuon, LichtBlick oder E wie Einfach wahrnehmbar in den Medien darstellen. Dabei hilft ihnen das aktuell gesteigerte Medieninteresse am Thema „Strom“. Einige dieser „neuen“ Anbieter sind allerdings Baby Dinos, also Tochterunternehmen der großen Konzerne. Stromversorger wie Yello oder E wie Einfach haben in der Berichterstattung unter dem schlechten Ruf ihrer Eltern zu leiden und werden nicht wirklich als Alternativen zur bisherigen Entwicklung von den Journalisten präsentiert.
Die große Ausnahme in der Berichterstattung bildet der Ökostrom-Anbieter LichtBlick, der als wirkliche Alternative zu den bisherigen Energieversorgern dargestellt wird. Dabei kann LichtBlick gleich doppelt punkten: neben der positiven Darstellung als Alternative zu den Großen der Branche, werden in der Berichterstattung zu dem kleinen Ökostromversorger auch häufig zwei Aspekte betont, die der Verbraucher von seinem neuen Energienanbieter erwartet und die entscheidend sind für einen Wechselimpuls: günstiger Preis und ökologische Stromerzeugungsmethoden. Doch LichtBlick ist nicht einfach nur Trittbrettfahrer dieses aktuellen Medienthemas, sondern versteht es vielmehr, seine PR clever zu inszenieren. Die Meldungen zu LichtBlick waren in 40 Prozent der Fälle selbst initiiert. Mit PR über die Wahrnehmungsschwelle – das scheint hier das Erfolgsrezept gewesen zu sein.
Ob diese gute Positionierung dauerhaft ausreicht, um die Energie-Dinosaurier in eine Eiszeit ohne Kunden zu schicken, ist fraglich. Einen großen Teil des Kuchens kann sich LichtBlick aber sichern, wenn weiterhin so offensiv kommuniziert wird.

Nachlesen kann man die Ergebnisse der Studie auch hier: http://www.landaumedia.de/fileadmin/templates/images/ pdf/veranstaltung/Handout_Roadshow_2008.pdf



19.05.2008

Dr. Alfons Schräder, Geschäftsführer des Heise Zeitschriftenverlags, zur aktuellen Leseranalyse Computerpresse (LAC) 2008:

Die LAC 2008 wurde für 15 Verlage mit 23 Publikationen erhoben, um unabhängige Marktforschungsergebnisse über das Mediennutzungsverhalten in Bezug auf Besitz und Anschaffungsabsichten bei Hard- und Software zu erhalten. Um das sich permanent verändernde Entscheiderverhalten im privaten und beruflichen Bereich abzubilden, wurden insgesamt zwei Grundgesamtheiten für die LAC 2008 neu definiert. So liefert die aktuelle Reichweitenstudie Media-Experten wieder dringend benötigte aktuelle Zahlen als Grundlage für ihre Planung. Trotz der steigenden Bedeutung des Internet – bei uns sieht man das am Wachstum von heise online – gibt es keine große Verlagerung von Print zu Online. Wir verzeichnen im Gegensatz zur Publikumspresse im laufenden Jahr sogar ein kleines Plus im Print-Anzeigenumsatz bei unseren Zeitschriften c’t und iX.“

Die Leseranalyse Computerpresse 2008 steht zum Download bereit unter www.lac.de.

13.05.2008

York von Heimburg, Vorstand der IDG Communications Media AG, zur neuen IDG-Studie „Medientagebuch von IT-Entscheidern“

Mit dem Projekt „Medien-Tagebuch von IT-Entscheidern“ haben wir einen berufsbezogenen Einblick in die komplexen Mediennutzungsgewohnheiten von Führungskräften möglich gemacht. Als vernetztes Medienhaus wollen wir damit das Zusammenspiel verschiedener Mediengattungen bei der individuellen Informationsbeschaffung von IT-Entscheidern im Ablauf eines prototypischen Arbeitstages aufzeigen. Wie wir feststellen konnten, hat sich eine motivgeprägte Mediennutzung entwickelt, mit einer klaren Mediengattungs-Präferenz bei bestimmten Inhalten zwischen Print und Online. So nutzen IT-Entscheider das Internet mehr für News, Produktvergleiche und Tests, das Printmedium mehr für Technologie-Trends, Management-Themen und Strategien.

Während bei Print der persönliche „Relevant Set“ an Titeln feststeht, wird online meist zuerst die Website genutzt, die die Lösung des anstehenden Problems scheinbar am schnellsten verspricht. Dabei haben sich E-Mail-Newsletter durch ihre Hinführung auf bestimmte Themen im Medien-Mix zur zentralen Schnittstelle zwischen Print und Online entwickelt. Neben den Suchmaschinen sind sie beim zunehmend komplexeren Aufgabenfeld der Entscheider bei der Selektion relevanter Informationen ein weiteres wichtiges Hilfsmittel.

Die auf der Basis der IDG-Studie erstellte Broschüre „Wie Entscheider heute Medien nutzen: Neue Formen und Möglichkeiten vernetzter Medienmarken“ kann im Internet unter www.idgmedia.de als PDF-Version heruntergeladen werden.

05.05.2008

Sandra Liebich, Produktmanagerin Originaltextservice (ots) bei der dpa-Tochter news aktuell GmbH, über die Rolle von Online-Nachrichtenportalen und die Trends in der Medienlandschaft

Deutschland goes online. Jeder dritte Deutsche liest Nachrichten zum aktuellen Tagesgeschehen mittlerweile lieber im Internet als in der Tageszeitung. Nachrichtenportale profitieren von dieser Entwicklung und schießen wie Pilze aus dem Boden. Innerhalb der letzten zwei Jahre hat sich die Zahl von Online-Newsportalen fast verdoppelt. Die Nutzung dieser Angebote steigt: der Branchenverband Bitkom zählte in 2007 fast vier Milliarden Besuche allein bei den 20 meistgenutzten Portalen in Deutschland. 

Verlage investieren daher in großem Umfang in Onlineangebote und Internetfirmen. Journalisten goutieren diese Investitionen, wie der aktuelle Medien-Trendmonitor von news aktuell und Faktenkontor zeigt. Knapp die Hälfte der 3.000 befragten Redakteure ist der Meinung: wer jetzt nicht mitzieht, der hat in Zukunft verloren. Nur zwei Prozent glauben, dass die Verlage mit ihren Investitionen dem Printgeschäft schaden.

Doch was bedeuten diese Entwicklungen für die Tageszeitung? Eine pessimistische Zukunftsprognose wagte Wolfgang Blau, Chefredakteur von ZEIT online. Er ist der Ansicht, dass es in Deutschland im internationalen Vergleich zu viele Tageszeitungen gibt. Viele dieser Zeitungen würden in Zukunft nur noch im wöchentlichen Rhythmus erscheinen. Geht Deutschland also online und lässt die Printmedien zurück? Das bleibt wohl abzuwarten.

Der aktuelle Medien-Trendmonitor zum Download:
http://www.newsaktuell.de/pdf/medientrendmonitor032008.pdf

Der Film zum media coffee „Im Sog des Internets – was bleibt übrig von Print, TV und Radio“ in Hamburg am 8. April 2008: http://www.youtube.com/watch?v=ujrJpHprrKM



28.04.2008

Marlene Doobe, Chefredakteurin der Fachzeitschrift „lightweight design“, zum Launch des neuen Magazins für Leichtbau

In allen Branchen, in denen Massen bewegt werden, müssen aus Energiespargründen konsequent Leichtbaustrategien umgesetzt werden. Um dabei auch den wirtschaftlichen Anforderungen der Zukunft gerecht zu werden, bedarf es der interdisziplinären Zusammenarbeit. Die neue Fachzeitschrift „lightweight design“ aus dem Vieweg Verlag unterstützt Entwickler, Konstrukteure und Fertigungsingenieure deshalb dabei, die stetig steigenden Herausforderungen auf diesem Gebiet zu bewältigen. Damit fördert sie den konsequenten Einsatz von Leichtbauwerkstoffen und Leichtbaustrukturen, um durch Gewichtsreduzierung Energie einzusparen. Die Redaktion bietet aktuelle Informationen über die Umsetzung von Leichtbauprinzipien bei der Entwicklung und Herstellung neuer Produkte entlang der gesamten Wertschöpfungskette - von der Werkstoff- über die Konstruktionstechnik sowie Simulations- und Optimierungsverfahren bis hin zur Fertigungstechnik, Qualitätssicherung und zum Recycling. Die neue Fachzeitschrift „lightweight design“ richtet sich an Entscheider aller Branchen, in denen Massen bewegt werden, wie beispielsweise Transport- und Luftfahrtindustrie, Schiffbau, Maschinen- und Anlagenbau.

21.04.2008

Hans Schmidt, Redakteur der Marketingfachzeitschriften „w&v“ und „Kontakter“, bricht eine Lanze für IHK-Magazine

Zum Vergnügen liest sie fast keiner, aber beruflich gehören sie zur Pflichtlektüre. Mittelständler schätzen die IHK-Magazine als kompetentes und hilfreiches Medium. Fast jeder zweite (45 Prozent) greift zur IHK-Zeitschrift. Das hat eine Umfrage des Deutsche Industrie- und Handelskammertag DIHK ergeben, der durch das Emnid Institut über 3.000 Mittelständer nach ihren Lesegewohnheiten befragt hat.

73 IHK-Magazine gibt es in Deutschland. Verbreitet in einer monatlichen Auflage von rund 2,5 Millionen Exemplaren, theoretisch ein eigenes für jeden der 2,45 Millionen mittelständigen Entscheider. Die einzelnen Auflagen reichen von 3.500 (Bremerhaven) bis zu deutlich über 100.000 (Köln, München, Nürnberg). Verbandszeitschriften zählen gewöhnlich nicht gerade zur glamourösesten Spezies der Print-Medien, was Aufmachung und journalistische Raffinesse betrifft, aber die Blätter, die sich mit so bescheidenen Titeln wie „Unsere Wirtschaft“, „Faktor Wirtschaft“ oder „Bayerisch-schwäbische Wirtschaft“ schmücken, können sich neben der etablierten Wirtschaftspresse ohne weiteres sehen lassen.

14.04.2008

Matthäus Hose, Verlagsbereichsleiter Marketing, Vertrieb und Telekommunikation bei Weka Fachmedien, hat etwas zu feiern und verteilt Geschenke an die Leser des M!H NewsService

Ich bin 80 und sehe blendend aus! Unter diesem Motto feiert die „funkschau“ in 2008 ihren 80-jährigen Markterfolg. Damit ist „funkschau“ weltweit eine der ersten Fachzeitschriften für Telekommunikation überhaupt. 1928 entstand die Zeitschrift „funkschau“, um das „technische Wissen zu fördern und zu verbreiten“. Seither begleitet die „funkschau“ die wichtigsten Entwicklungen der Telekommunikation, Informationstechnik und Elektronik, vielmehr noch: „funkschau“ beschleunigt deren Umsetzung. Das galt einst für die Verbreitung des Rundfunks und des Fernsehens und gilt heute für den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik im Zeitalter digitaler, konvergenter Medien.

Seit nunmehr 80 Jahren sind mehrere Lesergenerationen von den technischen Berichten und spannenden Hintergrundartikeln begeistert. Und so ist die „funkschau“ für viele ein fester Bestandteil ihres Berufslebens. Doch auch der ITK-Nachwuchs in den Hochschulen und Betrieben nutzt die „funkschau“ und „funkschau.de“ bereits, um sich einen zuverlässigen Überblick zu verschaffen. Denn technische Kompetenz, Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit sind unverändert die Grundvoraussetzungen für alles, was unter der Medienmarke „funkschau“ erscheint. 

Am 08.08.2008 erscheint die große Jubiläumsausgabe „80 Jahre funkschau“. Mediaentscheider, die die Jubiläumsausgabe für ihre Marktkommunikation nutzen wollen, profitieren von einem einmaligen Rabattmodell. Wer seine Werbung in der Jubiläumsausgabe „80 Jahre funkschau“ platziert, bekommt einen seinem Lebensalter entsprechenden Jubiläums-Rabatt. Das heißt, wenn der Mediaentscheider, der die Anzeige bucht, beispielsweise 50 Jahre alt ist, dann erhält er einen Jubiläums-Rabatt von 50 Prozent auf die Schaltkosten seiner Werbung in der Jubiläumsausgabe „80 Jahre funkschau“. Über Hundertjährige sind von der Jubiläums-Rabatt-Aktion ausgeschlossen! 

Die ersten 10 Leser, die an info@moeller-horcher.de Glückwünsche schicken, erhalten kostenlos ein T-Shirt mit der Aufschrift: Ich bin 80 und sehe blendend aus!

31.03.2008

Malte Landwehr, Gründer und Betreiber von „Landwehr Online Reputation Management“, Blogger und Suchmaschinenoptimierer, zum Thema Selbstpromotion und Manipulation bei Wikipedia

„Wikipedia? Da stellen wir immer unsere Pressemitteilungen ein.“ Was wie die Aussage eines PR-Amateurs klingt ist unter deutschen Großkonzernen harte Realität. Auf dilettantische Art und Weise haben Mitarbeiter mehrerer DAX Konzerne die Wikipedia-Einträge ihrer Arbeitgeber bearbeitet. Auf den ersten Blick ist es natürlich lobenswert, dass Firmen sich bemühen ihre Artikel bei Wikipedia aktuell zu halten.  Doch einige scheinen zu denken, dass ein freies Lexikon so etwas ähnliches ist wie ein Presseverteiler. Immer wieder werden kritische Passagen geändert, Absätze gelöscht und in einigen Fällen sogar komplette Artikel durch Unternehmensportraits ersetzt, die von der internen Marketing-Abteilung erstellt werden.

Bei vielen PR-Experten scheint sich noch nicht die Erkenntnis durchgesetzt zu haben, dass sie im Web 2.0 mit Marketingstrategien aus den 90ern keinen Fuß mehr auf den Boden kriegen.
Das Internet steckt voller Mitmach-Plattformen, die man für Werbezwecke verwenden kann. Doch bevor ich mit Hilfe von Blogs einen Hype erzeuge, oder Wikipedia dafür nutze, mein Image aufzupolieren, muss ich mich darüber informieren, wie diese Medien funktionieren. Nur wer ein Portal aus Sicht der Konsumenten versteht, hat Chancen, es auch erfolgreich als Produzent zu nutzen.

In vielen PR-Abteilungen hat sich diese Erkenntnis noch nicht durchgesetzt. Dabei ist es gerade in dieser Branche extrem wichtig, die gegebenen Möglichkeiten nutzen zu können. Wer heute noch auf die Methoden von gestern setzt ist nicht mehr konkurrenzfähig.

Eine genaue Aufschlüsselung der einzelnen Manipulationen finden sie hier:
www.lorm.de/2008/03/11/jeder-3-dax-konzern-manipuliert-bei-wikipedia



25.03.2008

Hans-Florian Zangerl, Chefredakteur der österreichischen Fachzeitschrift „Industriemagazin“, verrät, wie Redakteure ticken und warum Zeitung lesen Unternehmen bei der Pressearbeit hilft

Wir haben mal knallhart nachgerechnet: pro Jahr erhält jeder einzelne Redakteur unseres Magazins rund 1.000 Pressemitteilungen, täglich läutet bei jedem einzelnen unserer Redakteure rund zehn Mal das Telefon und PR-Agenturen und Presseabteilungen von Unternehmen betreiben dann das, was wir „thematische Kaltakquise“ nennen. Der redaktionelle Output aus all diesen kommunikativen Bemühungen ist vergleichsweise gering, denn nur wenig von dem, was Unternehmen oder PR-Agenturen als unvergleichlich tolle Story identifizieren, findet auch Gefallen bei unseren Redakteuren. Das liegt wohl daran, dass die Selektionsmechanismen von PR-Arbeitern auf der einen und Redaktionen auf der anderen Seite naturgemäß völlig unterschiedlich sind.

Vereinfacht gesagt: Während PR-Arbeiter für ihre Kunden oder Arbeitgeber einen Erfolg nach dem anderen kommunizieren möchten, sieht sich der Redakteur im besten Falle in der Rolle desjenigen, der kontroverse Geschichten recherchiert, vielleicht sogar mal investigativ tätig wird. Dazu kommt: Der Redakteur hat meist den Blick auf die gesamtwirtschaftliche Relevanz gerichtet, der PR-Arbeiter dagegen meist ausschließlich den Blick für das Wohl des Unternehmens. Wenn ein mittelständischer Staubsaugerhersteller von einem Umsatzrekord zum nächsten wieselt, ist das vielleicht wichtig für den mittelständischen Staubsaugerhersteller, nicht aber für die Leser eines Wirtschaftsmagazins.

Soll heißen: Die eigene Kommunikation nach Möglichkeit mit aktuellen wirtschaftlichen, sozialen oder auch kulturellen Themen zu takten, ihnen sozusagen einen Überbau an gemeinschaftlichem Interesse zu verleihen, ist angesichts der Flut an PR-Arbeit, vor der sich Redaktionen heutzutage schützen müssen, besonders wichtig.

Auch die sprachliche Gestaltung von PR-Texten spielt eine große Rolle in Zeiten, in denen zumindest bei kurzen Meldungen auch schon mal der eine oder andere Satz direkt ins Heft übernommen werden soll. Viele der PR-Texte, die wir den ganzen lieben langen Tag so erhalten, sind verfasst, als hätte da jemand seine Rolle als Texter so sehr verinnerlicht, dass er schreibt wie Breschnew es wohl einst für die Prawda getan hat: ohne Distanz zum Thema, ohne sprachliche Wendungen, gespickt mit Superlativen. Dass dies noch immer so ist, kann zwei Gründe haben: Entweder viele PR-Arbeiter haben noch nie Zeitung gelesen oder sie mögen nicht verstehen, dass Redakteure eben anders ticken und mit Superlativen wenig anfangen können.

Deshalb unser Appell: Schreiben Sie Ihre Texte, als würden Sie für ein Magazin formulieren. Je journalistischer Sprache und Aufbau, desto besser. Denn auch hier haben wir nachgerechnet: Exakt fünf Sekunden nehmen wir uns Zeit, um bei einem neu eingelangten Pressetext zu entscheiden, ob wir ihn der Rundablage zuführen oder vielleicht doch zur Kenntnis nehmen. Wenn dann Titel und Vorspann formuliert sind wie die Produktbeschreibungen im Quelle-Katalog, entscheiden wir uns – genau – für die Rundablage.


Informationen zu Workshops mit Hans-Florian Zangerl zum Thema Pressearbeit unter  http://www.industriemagazin.at/index.php?id=323



17.03.2008

Peter Pagel, leitender Redakteur bei „Business Technology“, stellt das neue Magazin für IT- und Management-Führungskräfte vor und erklärt, warum „IT“ heute „BT“ ist.

Business und Technologie existieren mittlerweile nicht mehr nebeneinander, sondern miteinander. Kurz gesagt ist IT heute BT – also Business Technology. Dieser Wandel war für uns der Grund dafür, mit Business Technology ein Magazin auf den Markt zu bringen, das sich mit der veränderten Rolle der Informationstechnologie in Unternehmen befasst. Die Zeiten sind vorbei, in denen Business und Technologie in getrennten Welten nebeneinander existierten. Wechselseitiges Verstehen ist ein Schlüsselfaktor für zukünftigen Unternehmenserfolg geworden. Wir wollen dieses Verstehen fördern.

Wir wollen Lesern aus beiden Welten das Wissen zur Verfügung stellen, das nötig ist, um gemeinsam die Geschäftsstrategien ihres Unternehmens zum Erfolg zu führen. Die Texte sind deshalb so geschrieben, dass jeder, der sich für dieses Themenfeld interessiert, verstehen kann, worum es geht. Inhaltlich beschäftigen wir uns deshalb mit Trends und Entwicklungen und der praktischen Umsetzung von Technologie in Unternehmen.

Technische Details, die zwar für Entwickler bedeutsam sind, aber die Business-Seite nicht betreffen, behandeln wir nicht. Wichtig ist uns außerdem eine klare und übersichtliche Gestaltung – in der gedruckten Ausgabe und auch beim Internetauftritt. Das betrifft die grafische Präsentation genauso wie den Aufbau der Texte.

Tagesaktuelle, kurze Informationen rund um Business und IT veröffentlichen wir als „Meldungen“ auf unserer Website. Die kleinste Einheit der gedruckten Ausgabe nennt sich „kurz berichtet“ und füllt ein bis zwei Magazinseiten. Hier geht es um Themen, die über den Tag hinaus von Bedeutung sind.

In „zur sache“ finden Sie Fachartikel von Experten aus der Praxis zu konkreten Aufgaben, die IT und Fachabteilung in Unternehmen heute gemeinsam lösen müssen. Hier zeigt sich auch, was Business Technology ausmacht. Jenseits der harten Fakten der Fachartikel bietet dann „im gespräch“ Ansichten, Meinungen und Perspektiven zu Arbeit und Leben.
www.bt-magazin.de



10.03.2008

Gunnar Wiedenfels, Doktorand an der RWTH Aachen, zu einem Forschungsprojekt über das Kundenvertrauen in PR-Agenturen

Trust matters – Ergebnisse der Online-Befragung zum Vertrauen in PR-Agenturen

Welche Bedeutung hat Vertrauen für die Beauftragung einer PR-Agentur? Welche Maßnahmen und Attribute treiben das Vertrauen eines potentiellen Kunden? Gibt es im Hinblick auf Kundenvertrauen signifikante Unterschiede zwischen jungen Agenturen und etablierten Spielern? Diese Fragen wurden im Rahmen eines Forschungsprojekts des Lehrstuhls von Prof. Brettel an der RWTH Aachen im Sommer 2007 mittels einer Online-Befragung untersucht, deren Ergebnisse jetzt vorliegen.

Für die Untersuchung wurden Entscheider, die mit der Beauftragung von PR-Agenturen und Kommunikationsberatungen befasst sind, gebeten, einzelne Anbieter hinsichtlich vertrauensrelevanter Eigenschaften zu beurteilen. Die Befragung hat sich großen Interesses erfreut, was sich nicht zuletzt in der Zahl von 216 verwertbaren Antworten äußert, einem guten Ergebnis für eine derart spezifische Befragung.

Die Auswertung der Antworten deckt zahlreiche interessante Ergebnisse auf. Zunächst deuten die Daten darauf hin, dass Vertrauen für die Absicht, eine PR-Beratung zu beauftragen, überragende Bedeutung hat. So erklärt das getestete Modell fast 50% der Unterschiede in der Kaufabsicht. Dabei liegt die Bedeutung von Vertrauen beispielsweise deutlich über der von wahrgenommen niedrigen Kosten.


03.03.2008

Peter Rensch, Chefredakteur des BankMagazin, zum Relaunch des Titels

Die Bankenbranche hat in den letzten Jahren einen enormen Wandel erfahren. Vor allem die Themenbereiche Vertrieb, IT und Strategie sind in den Vordergrund gerückt. Mit dem Relaunch des BankMagazins haben wir diesen Prozess adaptiert. Die Themenbereiche Vertrieb/Verkaufstraining, Strategie, IT und Management stehen nun im Fokus und werden der Leserschaft in modernem Layout und praxisorientierter „Schreibe“ präsentiert. Hochkarätige Autoren unterstützen dabei die Redaktion in Wiesbaden.

Das BankMagazin ist die einzige verbandsunabhängige Zeitschrift für Finanzdienstleister und Branchenführer. Die kritische Berichterstattung ist weiterhin eine tragende Säule. Schon heute können wir von einem Erfolg sprechen, denn sowohl die Abo-Auflage als auch die Anzeigenumsätze sind überdurchschnittlich gewachsen.

Unter www.bankmagazin.de finden Sie weitere Informationen.

25.02.2008

Markus Reiter, Schreibtrainer, Journalist und Ratgeberautor, über kreative Konzeptionen, integrierte Kommunikationsstrategien und deren Gemeinsamkeiten mit Salatgurken.

Wir konzipieren eine Konzeption
Werbe- und PR-Agenturen werden für „kreative Ideen“ bezahlt. Dabei handelt es sich zwar um einen Pleonasmus, aber in einer Agentur kommt nichts ohne das Attribut „kreativ“ aus. Diese Ideen werden von den Mitarbeitern der Agentur zusammengetragen. Ihre Sammlung nennen sie „Konzeption“. Für solche Konzeptionen müssen Unternehmer eine Menge Geld bezahlen. Deshalb sollten Firmenchefs froh sein, dass sie nicht so genau wissen, wie Konzeptionen entstehen – nämlich als Ergebnis stundenlanger Brainstormings von Praktikanten und studentischen Hilfskräften.


18.02.2008

Horst Ellermann, Chefredakteur des CIO-Magazins, meint: E-Papers sind mehr als Print-Online-Zwitter

Psychologen ist das längst klar: Informationen werden am leichtesten gelernt, wenn Rezipienten sie mit positiven Emotionen verknüpfen. Wir Medienmenschen ignorieren das jedoch. Printler schaffen hohe Informationsdichte, emotionalisieren aber bestenfalls mit unbewegten Bildern. TVler emotionalisieren mit tollen Bildern, widmen der Information aber selten mehr als eine Tonspur. Und Onliner wissen zwar, wie man Filme und Fakten verknüpft, aber sie können ihre Websites nicht für jedes Kommunikations-Bedürfnis umbauen.

Hier kommt das E-Paper ins Spiel. Inhaltlich muss nicht viel mehr drin stecken, als man online schon vorliegen hat. Dafür kann das E-Paper beliebige Formen annehmen, ohne ein Content Management System an die Grenzen zu treiben. Nach unserem ersten E-Paper bin ich von mehreren Firmenvertretern angesprochen worden, ob wir unsere Plattform nicht für deren interne Kommunikationszwecke bereitstellen können. Können wir. Für Unternehmen hat es einen riesigen Wert, wenn sie ihre Inhalte immer wieder neu anpreisen können – obwohl vielleicht nicht mehr dazu gekommen ist als die Weihnachtsansprache des Vorstands.

Technisch gesehen sind die animierten pdfs zwar ein Anachronismus. Aufgrund ihrer Einfachkeit könnten sie jedoch ähnlich erfolgreich werden wie Faxgeräte in den 80er Jahren. Gucken Sie sich das doch mal an: http://www.cio.de/epaper/



11.02.2008

Marc Platthaus, Chefredakteur des Fachmagazins „LaborPraxis“, zum Thema „Verknüpfung von Print und Internet“:

Die Vogel Industrie Medien haben sich der Tatsache gestellt, dass die klassische Kennziffer keine Zukunft hat. Sinkende Nutzungszahlen in den vergangenen Jahren beweisen dies. Deshalb hat die „LaborPraxis“ schon vor vier Jahren das Internet-gestützte System InfoClick eingeführt. InfoClick eröffnet eine neue Nutzendimension für alle Beteiligten: Für den Leser, für die Industrie und für uns als Zeitschrift.
Was ist InfoClick? InfoClick ist eine konsequente Print-Online-Verknüpfung. Unter jedem Artikel findet der Leser eine Nummer, die ihm den Zugang zur Zusatzinformation im Web verschafft. Auf der LaborPraxis-Homepage findet der Leser die InfoClick-Box, in die er die Ziffernfolge eintippen muss. Nach Eingabe zeigt das System den betreffenden Beitrag nebst Zusatzinformationen (Applikations-Downloads, Produktvideos etc.) und fünf themenverwandte Artikel. Der Leser kann so in kürzester Zeit vertiefend zu dem betreffenden Thema recherchieren. Mit diesem Mechanismus bieten wir eine Informationserweiterung, wie sie allein durch das Heft nicht darstellbar ist. Der Vorteil für den Leser: Er kann am Arbeitsplatz direkt auf spezifische Informationen zugreifen. Er muss nicht wie im alten Kennziffer-System Wochen auf Material warten. Und über eine halbe Millionen Zugriffe auf das System beweisen, dass der Leser die Vorteile erkannt hat und sie nutzt.

04.02.2008

Christoph Pause, leitender Redakteur bei Teletalk, dem Fachmagazin für Telekommunikationsdienstleitungen und Kundenservice, zu seinen Erfahrungen mit optimierungsbedürftigem Multichannel-CRM 

„Ich kann Sie nirgendwo finden!“

Die Digitalisierung des Alltags und der Wirtschaft, so hört man allerorten, verändert auch die Kommunikation zwischen Unternehmen und Kunden. Diese lassen sich naturgemäß nicht vorschreiben, auf welchem Weg sie mit Unternehmen in Kontakt treten, sondern möchten den Weg nutzen, der ihnen in einer bestimmten Situation am bequemsten erscheint – einmal per Telefon, ein anderes Mal per E-Mail und beim dritten Mal vielleicht über die Website eines Anbieters. Es soll sogar Kunden geben, die noch Briefe schicken. Die Unternehmen haben darauf reagiert und stellen Interessenten und Kunden verschiedene Kanäle zur Verfügung. Das vereinfacht Transaktionen, zumindest theoretisch. Ärgerlich wird es aber, wenn dieses Multikanal-Angebot nicht hält, was es verspricht.

Neulich bestellte ich auf der Website eines Verlags ein Vier-Wochen-Kurzabonnement einer Tageszeitung. Hat zunächst alles wunderbar funktioniert, sofort nach Vertragsabschluss erhielt ich eine E-Mail-Bestätigung mit der Zusicherung, die Lieferung werde in drei Tagen beginnen. Was nicht kam, Sie ahnen es, war die Zeitung. Ein Anruf beim Verlag brachte Überraschendes zu Tage: Meine Bestellung war gar nicht im System gespeichert, auch die Bestätigungs-E-Mail war unauffindbar. Kein Problem, meinte die freundliche Mitarbeiterin, dann machen wir das Ganze am Telefon eben noch einmal. Allerdings wusste sie nicht, dass der Verlag solche Kurzabos überhaupt vermarktet. Lange Recherchen und gutes Zureden meinerseits waren nötig, um das Angebot endlich zu finden. Nach zehn Minuten konnte ich die Bestellung zum zweiten Mal aufgeben, nicht ohne meine gesamten Daten erneut zu nennen, die ich ja bereits im Internet und zu Beginn des Telefongesprächs angegeben hatte.
Immerhin war der Anruf für mich kostenfrei.

Dieses Erlebnis zeigt, welches Risiko Unternehmen eingehen, wenn sie nicht sicherstellen, dass Online-Aufträge auch wirklich in die internen Warenwirtschafts- und CRM-Systeme eingespeist werden. Und es macht deutlich, wie wichtig es ist, dass alle Abteilungen wissen, was das Unternehmen über die verschiedenen Kanäle anbietet. Ansonsten geht der Schuss nach hinten los, und statt eines einmaligen Service erlebt der Kunde Inkompetenz und Desinteresse. Denn eines ist klar: Mein Kurzabo werde ich nicht verlängern. Wer weiß, was dabei alles auf mich zukäme.



28.01.2008

Bernd J. Mischlewski, Geschäftsführer des TelekomForum, Geschäftskundenbeirat der Deutschen Telekom AG, über Tradition und Neuerungen auf dem 12. TelekomForum JahresKongress (19./20.02.2008, Hamburg)

Der Höhepunkt unserer jährlichen Aktivitäten rückt näher: Am 19. und 20. Februar findet der TelekomForum JahresKongress in Hamburg statt. Mittlerweile hat der JahresKongress schon Tradition. 2008 veranstalten wir ihn immerhin schon zum zwölften Mal in Folge. Das Motto des JahresKongresses: „ICT – Treiber, Trends und Potentiale“. Im Laufe der Jahre konnten wir den JahresKongress zu einer großen Trendveranstaltung weiterentwickeln, die den gesamten Themenkreis rund um Information und Communication Technology beleuchtet. Auch für 2008 ist es uns gelungen, zahlreiche hochkarätige Referenten mit interessanten Vortragsthemen zu gewinnen. Sie werden unseren Besuchern die Trends und zukünftigen Entwicklungen der TIMES-Branchen Telekommunikation, Informationstechnik, Multimedia, Entertainment und Sicherheit näher bringen. In diesem Jahr haben wir der Wissenschaft viel Platz eingeräumt. So konnten wir beispielsweise den Nobelpreisträger für Physik Prof. Joseph H. Taylor von der Princeton University als Key Note Speaker gewinnen. Praxisbezug und internationaler Blickwinkel kommen aber auch nicht zu kurz. So zum Beispiel im Vortrag „Trends in der Asian Telecom World“ von Christoph Nettesmann, dem Geschäftsführer der Boston Consulting Group. Neu in diesem Jahr ist der Veranstaltungsort. Nachdem wir den JahresKongress in den vergangenen Jahren immer in München abgehalten haben, ist nun Hamburg an der Reihe. Auch künftig wollen wir unseren Mitgliedern aus den verschiedenen Regionen Deutschlands näherkommen. Deswegen findet der JahresKongress ab sofort abwechselnd in München, Hamburg, Düsseldorf und Berlin statt.

Unter www.jahreskongress2008.de finden Sie weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung.

21.01.2008

Im aktuellen M!H-Weekly gibt „PR-Journal“-Chefredakteur Gerhard A. Pfeffer wertvolle Tipps zum Schreiben professioneller Pressemeldungen und zu den speziellen Anforderungen an die Online-Pressearbeit

Warum wird Selbstverständliches so oft ignoriert? PR-Agenturen und Pressestellen sollten eigentlich wissen, wie journalistisch professionelle Pressetexte geschrieben werden müssten. Weit gefehlt! Nach etlichen Seminaren für professionelles Schreiben muss leider festgestellt werden: die Amateure sterben nicht aus. Da es mehr als ärgerlich ist, wenn die Grundregeln nicht eingehalten werden, gibt es in der aktuellen Checkliste „Allgemeine Anforderungen an die Pressearbeit“ Richtlinien, wie es besser gemacht werden könnte/sollte - mit zusätzlichen Anforderungen an Online-Pressearbeit. Die Checkliste finden Sie unter: http://tinyurl.com/2u4lqx.

14.01.2008

Darf ein Pressesprecher lügen?
Studie untersucht Berufsfeld Pressesprecher und Kommunikationsmanager

Lügen darf er nicht, aber bestimmte Sachverhalte bei seinen Äußerungen weglassen. So entschieden die Befragten der Studie „Profession Pressesprecher 2007“. Die bislang größte deutsche Berufsfeldstudie hat zum zweiten Mal nach 2005 die Branche der Pressesprecher und Kommunikationsmanager unter die Lupe genommen. Im Auftrag des Bundesverbands deutscher Pressesprecher (BdP) befragten Wissenschaftler des Lehrstuhls Öffentlichkeitsarbeit an der Universität Leipzig 2.300 PR-Arbeiter, vorzugsweise Führungskräfte in Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen, Verbänden und Institutionen. Lediglich sechs Prozent der Befragten halten demnach eine Lüge für vertretbar, wenn diese beispielsweise auf Anweisung eines CEOs erfolgt oder um negative Auswirkungen auf die Organisation abzuwenden. Rigoros sind nur elf Prozent. Sie sind der Meinung, ein Pressesprecher darf nie lügen. Auffallend hier: Besonders Vertreter bei den öffentlichen und staatlichen Institutionen sind der strikten Auffassung, ein Pressesprecher spricht immer die Wahrheit. Die Autoren der Studie, Prof. Dr. Günter Bentele, Lars Großkurth und René Seidenglanz, erklären diese Tatsache mit der behördlichen Auskunftspflicht in manchen dieser Organisationen. Nützlich können bei Fragen der Wahrheitsfindung und -verkündung auch Kodizes und Standesregeln sein. 65 Prozent finden solche Regularien für die Pressearbeit ebenso wichtig wie für andere Berufsgruppen. Die bestehenden Regelwerke wie beispielsweise „Code d’Athènes“ und „Code de Lisbonne“ hingegen kennen nur acht Prozent der PR-Arbeiter Deutschlands gut.

Gut gebildet und kritisch
Pressesprecher und Kommunikationsverantwortliche in Deutschland sind durchschnittlich 41 Jahre alt, verdienen gut und arbeiten in dreiviertel aller Fälle auf Leitungsebene oder direkt der Leitungsebene zugeordnet. 80 Prozent sind in ihrem Beruf zufrieden oder sehr zufrieden. Mehrheitlich begreifen sie sich als „Vermittler“, seltener als Repräsentant bzw. Interessenvertreter ihrer Organisation. Sie haben durchaus Kritik an den von ihnen vertretenen Organisationen und auch an Journalisten anzubringen, mit denen sie am meisten zu tun haben. Ihre Budgets steigen kontinuierlich und sie sind optimistisch, dass dies auch in den nächsten Jahren anhalten wird. Pressesprecher und Kommunikationsverantwortliche sind sehr gut gebildet und das Berufsfeld wird immer weiblicher: bei den unter 40-Jährigen überwiegt das weibliche Geschlecht schon deutlich. Frauen verdienen im Durchschnitt allerdings auch deutlich weniger als Männer und besetzen (bislang) nur wenige Top-Positionen.
Dies sind nur einige Ergebnisse der Studie, die unter dem Titel „Profession Pressesprecher 2007 – Vermessung eines Berufsstandes“ bei Helios Media, Berlin veröffentlicht worden ist.

(Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit unter  http://tinyurl.com/2d2quq)

07.01.2008

Christian Thunig, stellvertretender Chefredakteur der absatzwirtschaft- Zeitschrift für Marketing sagt, warum „absatzwirtschaft-online“ den neuen Schwerdt Blog gelauncht hat

Viele Leser kennen Yvette Schwerdt aus unserer Rubrik „Briefe aus Amerika“ im Heft der „absatzwirtschaft“. Seit Jahren profiliert sie sich im multinationalen Marketing, und oft genug nimmt sie mit ihren tiefsinnigen Beschreibungen der amerikanischen Marketingszene europäische Entwicklungen vorweg. Jetzt bloggt sie für „absatzwirtschaft-online“. Darüber freuen wir uns sehr. Sie soll ein Fenster in eine andere Welt aufstoßen und über Marketing-Trends aus den USA, über das Leben in New York City und über Themen, von denen man vielleicht schon mal entfernt gehört hat, berichten. Wir gehen dabei bewusst den Weg, nicht Entwicklungen oder Diskussionen in Deutschland aufzugreifen, sondern ähnlich wie viele Marketing-Manager heute schon im internationalen Kontext zu beobachten. Der Schwerdt Blog kommt mehrmals in der Woche und hat schon einige Fans. Besuchen Sie den Blog unter:
http://www.absatzwirtschaft.de/content/default_1004158.aspx

17.12.2007

Christoph Pause, leitender Redakteur bei TeleTalk, über die optische und inhaltliche Neugestaltung der Fachzeitschrift für professionellen Kundendialog

Nur wer sich ändert, bleibt sich treu. Diese Weisheit gilt auch für TeleTalk, und deshalb erscheint das Magazin ab Januar in einem neuen Format. Auch inhaltlich haben wir einiges erneuert: Die Konvergenz von Sprache und Daten verändert die interne Kommunikation von Unternehmen, das Stichwort heißt Unified Communications. Kunden und Unternehmen kommunizieren längst nicht mehr ausschließlich per Telefon, der Wandel von reinen Call Centern zu multimedialen Contact Centern ist seit Jahren im Gange und gewinnt weiter an Fahrt.

Diese Entwicklungen greift TeleTalk auf und passt seine Ressorts entsprechend an. Künftig bieten die Bereiche Call & Contact Center, Kommunikation & Dienste sowie Job & Karriere den Rahmen für die Berichterstattung:
Das Ressort Call & Contact Center vereint die bisherigen Ressorts Contact Center-Management und Contact Center-Technik und widmet sich den Fragen rund um Kundendialog, Unternehmensorganisation, Management und effizienten Technikeinsatz im Contact Center. Themen sind unter anderen Prozessoptimierung, Automatisierung, Kennzahlen-basiertes Management, Qualitätssicherung, Servicelevel Agreements und Outsourcing.
Im Ressort Kommunikation & Dienste führt TeleTalk die bisherigen Bereiche Telekommunikation und Hotline zusammen. Das Zusammenwachsen von Festnetz und Mobilfunk verändert den Mehrwertdienstemarkt, die sogenannten Next Generation Networks stellen Mehrwertdiensteanbieter vor große Herausforderungen. Zugleich wird Telefonie auf IP-Basis zum Standard in Unternehmen, mit entsprechenden Folgen für die interne Kommunikation und Organisation. All diese Themen finden sich nun gebündelt im neuen Ressort.
Das ebenfalls neu geschaffene Ressort Job & Karriere ist die Antwort auf die Anforderungen, welche die gewandelten Aufgaben von Call Centern an die Rekrutierung und Weiterbildung von Agents und Führungskräften stellen: Wie und wo finden Unternehmen engagierte und kompetente Mitarbeiter? Was macht Schulungen erfolgreich? Wie sinnvoll sind leistungsorientierte Vergütungsmodelle? Was muss ein effektives Programm für die Führungskräfteentwicklung leisten? Das neue Ressort gibt Antworten auf diese drängenden Fragen.

Vieles ist neu bei TeleTalk, doch das Wichtigste bleibt: Die Redaktion berichtet aktuell Monat für Monat über neue Entwicklungen und Tendenzen in der Kundendialog- und ITK-Branche, ordnet das Geschehen ein und legt, wo nötig, den Finger in die Wunde.

10.12.2007

Richard Seibt, Vorstandsmitglied der Open Source Business Foundation e.V., zur Zukunft des europaweit wachsenden Open Source-Netzwerks

Jetzt ist es so weit: Open Source Business Foundation e.V. (www.osbf.de) ist ab sofort der neue Name des bisherigen Linux Business Campus Nürnberg e.V. Mit dem neuen Namen dokumentiert die OSBF, die den Vereinssitz in Nürnberg beibehält, ihre erweiterte Perspektive auf die gesamte Business-Welt der Open Source-Software und eine neue, europaweite Ausrichtung. Die neue OSBF trägt damit auch dem Erfolg des Open Source-Netzwerks Rechnung, das unser 2006 gegründete Vorgänger LBCN geschaffen hat – allein in den letzten zwölf Monaten hatte sich die Mitgliederzahl verdoppelt. Inzwischen zählen fast 120 internationale Softwareunternehmen und Servicefirmen, Coaches, Wachstumsfinanzierer und Hochschulen zu den Mitgliedern. Entsprechend hat sich auch die ursprünglich regionale Perspektive zu einer internationalen gewandelt: Die Open Source Business Foundation wächst rasant und ist auf dem besten Weg, ein internationales Netzwerk der europäischen Open Source-Branche zu werden.

Auch der ausschließlichen Konzentration auf Linux-Applikationen ist der Verein entwachsen – der OSBF geht es jetzt um das ganze Feld der Open Source-Software. Gegenüber dem Vorgänger LBCN bleibt allerdings unverändert, dass auch die OSBF das Thema Open Source konsequent aus der Business-Perspektive betrachtet: Bei den vielfältigen Aktivitäten des Vereins steht immer der geschäftliche Nutzen von Open Source-Software im Vordergrund. In der Open Source Business Foundation finden jetzt Unternehmensgründer und etablierte Unternehmen aus ganz Europa eine Kontaktplattform, die ihre Geschäftsideen unterstützt und fördert. Auf unserer Website unter www.osbf.de stellen wir Ihnen die Open Source Business Foundation und unsere Aktivitäten vor. Finden Sie heraus, was Sie dazu beitragen und wie Sie davon profitieren können! Und wenn Sie Fragen oder Ideen haben, schreiben Sie uns bitte unter E-Mail: richard.seibt@osbf.de

03.12.2007

Jens Petersen, Head of Media Communications der news aktuell GmbH, über die Ergebnisse der jüngsten PR-Trendmonitor Umfrage zur Beliebtheit unterschiedlicher Branchen bei Pressefachleuten 

Wo ist die Grenze? Wer PR macht, dessen Aufgabe ist es, seinen Auftraggeber im besten Licht erscheinen zu lassen. Letztendlich geht es immer genau darum. Wo aber sind die Grenzen? Bei welchen Branchen stellen sich PR-Verantwortliche die Frage, ob sie generell bereit wären, für diese Firmen zu arbeiten? Was ist mit den Branchen, die „verdächtig“ sind, wie etwa Atomkraftwerkbetreiber, Rüstungsindustrie oder auch Zigarettenhersteller? Die dpa-Tochter news aktuell und die Kommunikationsagentur Faktenkontor haben im jüngsten PR-Trendmonitor genau diese Fragen gestellt.

Erstaunliches Ergebnis: Am wenigsten attraktiv sind Unternehmen der Geflügelproduktion. Nur gut 12 Prozent der befragten Pressesprecher könnten sich vorstellen, für eine solche Firma zu arbeiten. An zweitletzter Stelle folgen die Zigarettenhersteller (13 Prozent). Die Rüstungsindustrie (14 Prozent) ist nur wenig beliebter. Die Beschäftigten in PR-Agenturen sehen das allerdings anders: So können sich immerhin fast ein Viertel für Unternehmen der Zigaretten- und Geflügelindustrie als Auftraggeber erwärmen. Mit der Textilindustrie und ihrer oft konstatierten Nähe zur Kinderarbeit haben die deutschen PR-Fachleute dagegen die wenigsten Schwierigkeiten. Knapp zwei Drittel der Pressesprecher und über drei Viertel der Beschäftigten in PR-Agenturen sehen kein Problem darin, für Unternehmen dieses Industriezweiges zu arbeiten. Ebenfalls als attraktive Arbeit- oder Auftraggeber gelten Lederindustrie und Gentechnologie-Unternehmen. Sie folgen auf den Plätzen Zwei und Drei.

Und was lernen wir daraus? Die Kommunikationschefs der Geflügel-, Zigaretten und Rüstungsindustrie müssen sich kräftig Gedanken machen, wie sie sich als attraktive Arbeitgeber besser positionieren können. Denn haben sie in den Presseabteilungen keine guten Leute, dann sind positive Effekte auf die Öffentlichkeit höchst unwahrscheinlich. Ein Teufelskreis? Insgesamt haben mehr als 1.900 Fach- und Führungskräfte aus PR-Agenturen und Pressestellen an der Umfrage teilgenommen. Weitere Themen des PR-Trendmonitors: „PR-Agentur-Auswahl“, „Beste Agenturen und Lieblingsunternehmen“, „Virtuelle Realitäten“, „Gehaltsentwicklung“ und „Vorgesetzte“.
Mehr unter: www.pr-trendmonitor.de.

26.11.2007

Peter Schäuble, Chefredakteur der „bpz - baupraxis zeitung“, erklärt, was für ihn einen guten Anwenderbericht ausmacht

So wie der in der bpz 10/07 veröffentlichte Beitrag "Wasserdichte Kundenbeziehungen" muss ein guter Anwenderbericht aussehen. Im Bericht über den Einsatz von CRM-Software der update software AG beim Bauzulieferer Tremco illbruck werden im Vorspann das Problem und seine Lösung kurz umrissen. Und dann geht es im Artikel ans Eingemachte. Das Ganze ist sehr lebendig und praxisnah geschildert. Zahlreiche Zitate vermitteln Authentizität. Kurz und sehr gut:  Der Artikel bringt einen hohen Lesernutzen. Und davon profitiert auch das Unternehmen, in diesem Fall update software.

Ein Abstract des besprochenen Anwenderberichts finden Sie unter: http://www.moeller-horcher.de/de/pressezentrum/download/update/Abstract_AB_update-und-illbruck_vMH.pdf.

19.11.2007

Michael Bernau, Product Marketing Manager/Client Consulting bei TechTarget Deutschland (Vogel  IT-Medien), stellt das neue Printmedium „TechTarget Magazin“ für IT-Professionals vor, das am 25. Februar 2008 erscheint.

„Wir hungern nach Wissen und ertrinken in Informationen.“ Dieses Zitat des amerikanischen Trendforschers John Naisbitt charakterisiert das Dilemma des Informationszeitalters. Im permanenten Informationsüberfluss haben gerade IT-Professionals das Problem, im Internet oder in Fachzeitschriften die konkrete Antwort auf ihre individuelle Fragestellung zu finden. Vogel IT-Medien geht den Weg der starken thematischen Fokussierung mit seinen vier Online-Informationsplattformen SearchNetworking.de, SearchSecurity.de, SearchStorage.de und SearchDataCenter.de, die im Zuge der Kooperation mit TechTarget USA in den letzten zwölf Monaten erfolgreich auf den Markt gebracht wurden.


12.11.2007

CeBit-Chef Ernst Raue äußert sich im Interview mit Computerwoche online über das neue Konzept der weltweit größten Messe für die ITK-Branche

CW: Wie haben die IT-Anbieter bisher auf das neue CeBIT-Konzept reagiert, das Sie im kommenden Jahr erstmals realisieren wollen?

RAUE: Gut – und das, obwohl wir das Konzept der Messe radikal verändert haben. Bis zum vergangenen Jahr war die CeBIT angebotsorientiert aufgestellt – nach Themen wie Business-Software, Hardware oder Services. Das machen wir heute ganz anders. Die CeBIT 2008 basiert auf den drei Säulen Business Solutions, Public Sector und Home & Mobile Solutions. Die Basis für diese Säulen bildet das Thema Technology &Infrastructure. Für den Besucher bietet die neue Struktur den Vorteil, dass er sein Thema an einem Platz vorfindet.


05.11.2007

Franz Neumeier, Chefredakteur vom „Internet Magazin“, zum neuen Profil seines Mediums

Die Entwicklungen rund um Web 2.0 machen den User zum Mitgestalter und Fortentwickler des Internet. Entsprechend anspruchsvoller und professioneller werden die Leserbedürfnisse. Zugleich hat das „Internet Magazin“ durch den Wegfall der „Internet Professionell“ und die Übernahme von deren Abonnenten jetzt eine Alleinstellung im Markt als Monatsmagazin für Internet-Themen.

Diesen Anforderungen werden wir mit dem neuen „Internet Magazin“ gerecht: Wer sich ernsthaft mit Webdesign und -entwicklung befasst, wer sich aktiv im Internet bewegt, braucht Informationen über aktuelle Trends und direkt in die Praxis umsetzbare Workshops und Tricks. Unsere Autoren kommen direkt aus der Praxis. Sie arbeiten hauptberuflich als Berater, Programmierer, Designer und können den „Internet Magazin“-Lesern so auf Augenhöhe begegnen und genau die Informationen liefern, die gerade relevant sind. Genau da liegt die Stärke eines Print Magazins, und zwar auch für Leser, die es eigentlich gewohnt sind, sich Informationen direkt aus dem Internet zu beschaffen. Das Themenspektrum des „Internet Magazin“ erstreckt sich dabei von neuer Soft- und Hardware über HTML, CSS, Javascript, PHP, Java und ASP.Net bis hin zu Suchmaschinenoptimierung, E-Business und Online-Marketing.

29.10.2007

BITKOM-Präsident Professor August-Wilhelm Scheer kommentiert die neuesten Umfrageergebnisse zum guten Geschäftsklima im Hightech-Sektor

Das Geschäftsklima im Hightech-Sektor ist weiterhin gut. Das geht aus einer Umfrage hervor, die der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) quartalsweise in der ITK-Branche durchführt. Danach rechnen 75 Prozent der Unternehmen im Jahr 2007 mit steigenden Umsätzen im Vergleich zum Vorjahr. 12 Prozent erwarten stabile und 13 Prozent sinkende Umsätze. Der BITKOM-Branchenindex steht derzeit bei 59 Punkten und liegt damit 18 Zähler über dem Wert des entsprechenden Vorjahresquartals. „Die Hightech-Firmen stehen vor einem erfolgreichen Jahresendgeschäft“, sagte BITKOM-Präsident Professor August-Wilhelm Scheer bei der Präsentation der neuen Umfrageergebnisse.

Insbesondere die Anbieter von Software, IT-Dienstleistungen und digitaler Unterhaltungselektronik verzeichnen eine sehr rege Nachfrage.  Das Wachstum könnte laut BITKOM noch stärker ausfallen, wenn ausreichend Fachkräfte zur Verfügung stünden. In der Umfrage gaben 62 Prozent der Unternehmen an, dass der Mangel an Fachkräften ihre Geschäftstätigkeit behindert. „Die Chancen für einen interessanten Job im IT-Bereich sind so gut wie seit Jahren nicht mehr“, sagte Scheer.  Von den befragten Software-Firmen und IT-Dienstleistern erwarten fast 80 Prozent steigende Umsätze, 70 Prozent gehen von höheren Gewinnen aus. Die BITKOM-Befragung zeigt zudem, dass sich die Beschäftigungssituation in der IT-Branche weiter verbessern wird. 57 Prozent der befragten Unternehmen wollen im laufenden Jahr zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Dagegen müssen nur 12 Prozent Arbeitsplätze abbauen. Zum Vergleich: Vor einem Jahr planten lediglich 42 Prozent der Unternehmen, neue Stellen zu schaffen. „Der Bedarf konzentriert sich auf Software-Firmen und IT-Dienstleister, die vor allem nach Programmierern und IT-Beratern suchen“, sagte Scheer.

Nachwuchsförderung wird ein Schwerpunkt des zweiten nationalen IT-Gipfels mit Bundeskanzlerin Angela Merkel sein, der am 10. Dezember in Hannover stattfindet. „Der IT-Gipfel entwickelt sich zu einem festen Meilenstein für die Weiterentwicklung des Hightech-Standorts Deutschland. Wir wünschen uns, dass er regelmäßiger Treffpunkt für Politiker, Manager und Wissenschaftler wird“, sagte Scheer. Ein weiteres Kernthema der Veranstaltung ist der Ausbau der elektronischen Verwaltung. „Deutschland hat zwar Boden gut gemacht, ist beim E-Government aber international noch längst nicht an der Spitze“, sagte Scheer. Deshalb sei ein zentraler Koordinator für die ITK-Aktivitäten der Bundesregierung erforderlich. Damit ein solcher Chief Information Officer (CIO) des Bundes etwas bewirken könne, müsse er mit den notwendigen Ressourcen ausgestattet werden. Scheer: „Seit Monaten beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe mit dem Thema, umfangreiche Gutachten und Konzepte liegen auf dem Tisch. Jetzt sollte man an die Umsetzung gehen.“
(Quelle: BITKOM,  www.bitkom.org/de/presse/30739_48501.aspx)

15.10.2007

Das aktuelle M!H Weekly erscheint erstmals als Video: Tim Hahn, Geschäftsführer der Internetagentur netz98 new media GmbH, spricht im Interview mit dem Handelsblatt über die Bedeutung von „Social Commerce“.

„Social Commerce“ heißt, die Kunden in den Mittelpunkt des Online-Handels zu stellen. Im Trend liegen laut Tim Hahn daher die Unternehmen, die ihre Kunden nicht ausschließlich als Konsumenten, sondern als Mitgestalter und Berater sehen und die interaktiven Möglichkeiten des Internets entsprechend nutzen. Als gefragter Interviewpartner zum Thema „Social Commerce“ stand Hahn kürzlich auf der OMD dem Handelsblatt zur Verfügung (www.handelsblatt.com/omd-tv).

Zum Video



08.10.2007

Thomas Pilhatsch, Chefredakteur bei „it+e trader“, stellt das neue österreichische Fachhandelsmagazin für die IT- und Unterhaltungselektronik-Branche vor:

Das neue österreichische Fachhandelsmagazin "it+e trader" gab in der vergangenen Woche sein Debut. Der "it+e trader" richtet sich an Fachhändler in der klassischen IT-Handelskette ebenso wie an Fachhändler, die mit Produkten im Bereich computerbasierter Unterhaltungselektronik und "digital-lifestyle"-Produkten handeln. Zur Zielgruppe zählen darüber hinaus System- und Netzwerk-Integratoren, Softwarehäuser, Unternehmensberater, Distributoren, Assemblierer/OEMs, aber auch Webagenturen und Provider. "it+e trader" ist ein "Channelmedium von Profis für Profis". Aufbauend auf der langjährigen Erfahrung der beteiligten Personen in diesem besonderen Umfeld bietet der "it+e trader" Information in Referenzqualität. "it+e trader" sieht sich als Informations-Partner der Hersteller ebenso wie der Händler. Die Redaktion legt dabei Wert auf einen spezifisch österreichischen Zusammenhang, wo dies thematisch angebracht ist. Der ständig gewartete und aktuell gehaltene Verteiler garantiert die Distribution an strategisch und finanziell verantwortliche Entscheidungsträger in diesen Unternehmen. "it+e trader" wird in einer Auflage von 12.000 Stück gedruckt und in ganz Österreich verbreitet. Die gesamte Auflage gelangt über eine geschlossene, qualifizierte Distribution zu den Lesern. Die Auflage wird von der Österreichischen Auflagen Kontrolle (ÖAK) kontrolliert.

02.10.2007

Klaus Hensen, Herausgeber des neuen Fachmagazins „marketingprofile“, über die Ziele, die er mit der Veröffentlichung der Marketingzeitschrift verfolgt

Ab dem 19. Oktober bringen wir sechs Mal im Jahr bundesweit das neue Marketing-Fachmagazin „marketingprofile“ heraus. Wir konzentrieren uns inhaltlich ganz bewusst und ausschließlich auf das Thema Marketing und wollen uns als Meinungsplattform der gesamten Marketingbranche etablieren. In unserem Magazin beleuchten wir das Thema Marketing deshalb aus allen Perspektiven und greifen sowohl die Sichtweisen der Kommunikationsagenturen auf als auch die der Verantwortlichen in den Unternehmen.

Das Themenspektrum von „marketingprofile“ reicht unter anderem von Markenführung, Pressearbeit und Dialog- und Eventmarketing über Verkaufsförderung und TV-Werbung bis hin zu Corporate Publishing und Online-Marketing. „marketingprofile“ beinhaltet Fachartikel, Porträts, Reportagen und Interviews mit Marketing-Persönlichkeiten. Das Magazin soll auch als Forum für kritische Betrachtungen und kontroverse Diskussionen dienen und so dazu beitragen, die Zusammenarbeit zwischen Kommunikationsagenturen und Unternehmen zu verbessern. Mit „marketingprofile“ helfen wir unseren Lesern sowohl bei der Auswahl von Marketing-Dienstleistern als auch bei der Gestaltung einer effektiven Zusammenarbeit. Zu den Lesern der „marketingprofile“ gehören Marketingverantwortliche, die als Entscheidungsträger in den Unternehmen maßgeblich an diesen Auswahlprozessen beteiligt sind und eng mit Kommunikationsagenturen zusammenarbeiten. Es handelt sich dabei um Inhaber, Geschäftsführer, Marketing- und Werbeleiter und Produktmanager sowie ihre internen und externen Berater, die in Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern und einem Umsatz von über 10 Mio. Euro arbeiten.

„marketingprofile“ erscheint mit einer Auflage von rund 25.000 Exemplaren. Auf der Internetsite www.marketingprofile.de sind alle Informationen des Magazins und viele branchenrelevante News verfügbar. Eine permanente Diskussion über aktuelle Themen der Branche wird hier gewährleistet. Probeexemplare von „marketingprofile“ können unter www.marketingprofile.de/cms/mp/top/contact/abo.html kostenlos bestellt werden.



19.09.2007

Dr. Eike Wenzel, Trend- und Zukunftsforscher des Zukunftsinstituts Kelkheim sowie Chefredakteur des Zukunftsverlags, über Lebensstile im Jahr 2020 und veränderte Zielgruppen in der PR:

Welche sozialen Muster, welche Lebens- und Arbeitsweisen sind wegweisend für die Gesellschaft von morgen? Mit der Analyse klassischer Milieus oder den Statistiken der Marktforschung lässt sich dazu nicht allzu viel sagen. Der Grund dafür: Das Zeitalter der biografischen Befreiung, der Multigrafie, hat begonnen. Die gesellschaftliche Komplexität und die fraktalen Biografien passen nicht mehr in die alten Muster der Normalbiografie. Völlig neue Wünsche entstehen, völlig andere Konsumentscheidungen werden getroffen, wenn beispielsweise erlebnishungrige Senioren ihre plötzlich gewonnene Freiheit und Zeitsouveränität ausleben und wie Teenager einkaufen, oder junge Menschen sich verstärkt nach Sicherheit und verlässlichen Werten sehnen. Auch Familien sind in Zukunft nicht mehr mit standardisierten Angeboten zufriedenzustellen.

Worauf Sie im Multigrafie-Zeitalter bei Ihrer PR achten müssen:

- Verabschieden Sie sich von isolierten Parametern wie Einkommen, Geschlecht und Alter, wenn Sie der zukünftigen Dynamik des Werte- und Konsumwandels gerecht werden wollen. Im Zeitalter der individualisierten Lebensstile sind vor allem situative Faktoren für die Konsumwünsche der Menschen verantwortlich.

- Denken Sie Zielgruppen neu: Zielgruppen müssen künftig stärker kontextualisiert, also zum gesellschaftlichen Wandel und vor allem zu Trends und Megatrends in Beziehung gesetzt werden. Zielgruppen sind keine homogenen Einheiten, sie setzen sich aus Lebensstilen zusammen, die mehr von Trends und situativen Bedingungen abhängen – und weniger von klassischen Wertmustern.

- Achten Sie mehr auf singuläre Lebensstile: Milieus, Subkulturen und Schichten lassen sich kaum noch trennscharf analysieren. Schärfen Sie Ihren Blick für die Unterschiede und die multigrafische Vielfalt der Lebensstile anstatt für mehrheitliches Zielgruppen-Verhalten.

- Wenn Sie mit Ihrem Unternehmen zukunftsfähig sein wollen, müssen Sie ein „prognostisches Marktverstehen“ entwickeln: Achten Sie mehr auf Trends und Megatrends, wenn Sie Planungsunsicherheit minimieren wollen. Marktforschung mit der Analyse einheitlicher Cluster, Gruppen und Kohorten kann lediglich ein Bild der Vergangenheit und bestenfalls der Gegenwart liefern.

Den kompletten Artikel, der im PR Professional Newsletter 15/07 erschienen ist, finden Sie als PDF zum Download.




03.09.2007

Marcus Hahm, Leiter New Business beim Radio-PR-Spezialisten point of listening, nennt Faktoren  für den Erfolg einer Hörfunkkampagne:

Gehören Sie auch zu den Menschen, die kurz nach dem Aufstehen schon das Radio einschalten? Oder hören Sie Nachrichten vielleicht erst im Auto auf dem Weg ins Büro? Egal, wo und wann Sie Radio hören: Sie sind in guter Gesellschaft. Vier von fünf Deutschen hören täglich Radio und das sogar für mehr als 2 Stunden. Auch die Senderlandschaft ist enorm! Wir sprechen von ca. 350 Radiostationen in Deutschland – öffentlich-rechtliche wie private. Wie wäre es denn, wenn auch Ihr Thema in diesem Medium Gehör finden würde? Um mit dem eigenen Thema auch wirklich auf Sendung zu gehen, sind einige Punkte zu beachten:

1.) gute Kontakte zu entsprechenden Redakteuren, 
2.) eine hörfunkgerechte Aufarbeitung des Themas und
3.) der Aussand des Themas zum richtigen Zeitpunkt.

Alle drei Faktoren sind im gleichen Maße wichtig für den Erfolg einer Hörfunk-Kampagne. Besonders die Frage nach dem idealen Zeitpunkt wird häufig gestellt. Es gibt eine Reihe von Faktoren, die dabei eine Rolle spielen: Zu welcher Tageszeit spielt ein Sender überhaupt Wortbeiträge? Wann ist die Redaktion besetzt? Wann ist der zuständige Planungsredakteur anzutreffen? Gerade wenn es sich um Newscontent handelt, müssen diese Fragen schnell geklärt werden. Einen Punkt sollten Sie in der Distribution des eigenen Themas nicht vernachlässigen. Zweimal im Jahr werden in der Media-Analyse die Hörerzahlen ermittelt. In dieser Zeit sollen Hörer möglichst den Radiosender parat haben, den sie täglich hören. In dieser Zeit sind viele Sender auch besonders präsent mit Printkampagnen, Plakatierung und großen Gewinnspielen „on air“. Unter diesen Kampagnen in eigener Sache leidet auch schon mal das redaktionelle Umfeld. Wortbeiträge entfallen und die Berichterstattung wird auf ein Minimum zurückgefahren. Das einzig Wichtige ist dann der Sendername! In dieser Zeitspanne ist es natürlich etwas schwieriger eigene Beiträge zu platzieren. Eine Übersicht der Medienanalyse finden Sie auf den Seiten der Arbeitsgemeinschaft Medien-Analyse e.V. Um eine Hörfunk-Kampagne ab der ersten Minute professionell zu betreuen, stehen in Deutschland mittlerweile diverse Dienstleister zur Verfügung.

27.08.2007

Arne Schulze-Geißler, Chefredakteur des Online-Marketing-Magazins „Adzine“, über die erstmalige Veröffentlichung der elektronischen Zeitschrift im Printformat:

Seit dem 29. September 2005 veröffentlichen wir unter www.adzine.de vierzehntägig das E-Mail-Magazin „Adzine“ und berichten seitdem sowohl über Trends und Strategien als auch über Produkte und Unternehmen im gesamten Spektrum des Online-Marketings. Wir erreichen mittlerweile fast 4400 Abonnenten aus der Online-Media-Branche und den verwandten Bereichen. Zu den Lesern gehören Werbetreibende, Mediaplaner, Vermarkter, Affiliate- und Searchmarketer, Publisher wie auch Kreative. Unser zweijähriges Bestehen nehmen wir zum Anlass, ein Printformat zu veröffentlichen.

Inhaltlich wird sich das Format sehr stark an das Konzept der Online-Version anlehnen. Wir haben immer versucht, einen möglichst breiten Blick auf die Instrumente und Möglichkeiten des digitalen Marketings zu richten. Die Printedition besteht aus einem Themenmix, der ein breites Publikum mit sehr unterschiedlichen Kommunikationszielen ansprechen wird.
Wir stellen generell die Frage, wie sich Unternehmen bei der wachsenden Vielfalt digitaler Kanäle und Möglichkeiten zurechtfinden können. Denn es soll ja schließlich das Ziel sein, die bestehende Kommunikation „online“, in welcher Form auch immer, zu ergänzen und zu bereichern. Daher ist erstens die Kenntnis der bestehenden Möglichkeiten gefragt und zweitens die Urteilsfähigkeit, ob diese Möglichkeiten für die eigenen Kommunikationsziele sinnvoll sind. Mit „Adzine“ (online + print) wollen wir zu einer kritischen Auseinandersetzung mit den Online-Medien für Marketingzwecke beitragen. Zudem versuchen wir, durch die Einbeziehung vieler Stimmen aus der Branche, auch den Dialog und die Meinungsbildung zu fördern. „Adzine Print“ erscheint in der zweiten September-Hälfte und wird direkt an Werbetreibende, Agenturen und andere Interessierte verschickt. Außerdem nutzen wir verschiedene Branchenevents wie die OMD in Düsseldorf oder die Social Web World in Hamburg zur Verbreitung. „Adzine Print“ bleibt im Jahr 2007 eine einmalige Aktion. Für die Planungen in 2008 möchten wir zunächst die Reaktionen auf die Erstlingsausgabe abwarten und werden dann über das weitere Vorgehen entscheiden.

20.08.2007

Robert Schoblick, Chefredakteur des TK-Fachmagazins „telekom praxis“ (www.telekom-praxis.de) und geschäftsführender Gesellschafter eines freien
Redaktionsbüros (www.srg.at), erläutert seine Philosophie des modernen Fachjournalismus:

Als mein Redaktionsbüro vor drei Jahren die inhaltliche Gestaltung der Fachzeitschrift „telekom praxis“ von der ebenfalls kurz zuvor neu angetretenen Geschäftsleitung des Fachverlages Schiele & Schön übertragen bekam, hatten wir ein paar grundsätzliche Fragen zu beantworten. Die erste Frage, die ich mir selbst gestellt habe, war: „Was möchte ich als Techniker in einer Fachzeitschrift lesen?“ Nicht immer waren es Marktentwicklungen, die doch mehr den Betriebswirt als den Ingenieur ansprechen. Und was ist mit dem Nachwuchs, den Auszubildenden und Studenten? Was ist mit den echten Experten, die nach Abschluss eines langjährigen Projektes eine neue Herausforderung übertragen bekommen und sich einarbeiten müssen? Welchen Inhalt wünschen sich diese Leser in einem Fachmagazin?

Man soll es nicht glauben, aber noch vor wenigen Jahren waren solche Fragen gar nicht nötig. Hauptberuflich als freie Fachjournalisten arbeitende ausgebildete Techniker und Ingenieure verfassten kompetente Beiträge für die namhaften Magazine. Dann plötzlich gingen „Geiz ist geil“-Parolen in der Medienwelt um und jeder wollte doppeltes Know-how zum Nulltarif.

Den kompletten Artikel finden Sie als PDF zum Download.




13.08.2007

Arndt J. Nagel, Rechtsanwalt der Münchener IT-Recht Kanzlei (www.it-recht-kanzlei.de), erklärt die Bedeutung von „sock-puppeting“ im Marketing-Bereich und warnt davor:

Wie der Name unschwer erkennen lässt, leitet sich der Begriff „sock-puppeting“ vom englischen Wort sock-puppet, zu deutsch: Sockenpuppe, ab. Die Bezeichnung spielt auf einen Bauchredner an, der sich mit seiner Sockenpuppe „unterhält“. Nach der Online-Enzyklopädie Wikipedia bezeichnet der Begriff Sockenpuppe, auch Smurf, Multiaccount, Second oder Fake-Account genannt, in der Internetkommunikation zwei oder mehr Benutzerkonten, die eine Person angelegt hat, um eigene Argumente innerhalb einer Online-Community mit mehreren „Stimmen“ zu unterstützen oder Regeln der Community zu unterlaufen.

Der Begriff „sock-puppeting“ wird im angloamerikanischen Raum auch für bestimmte Fälle in der Wirtschaftskriminalität verwendet. Genauer gesagt versteht man hierunter Fälle, in denen Unternehmer mit einer verschleierten Identität im Internet auftreten, um so unerkannt für das eigene Unternehmen zu werben oder Konkurrenten zu behindern. Ein solches Verhalten verstößt nach deutschem Recht gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG). So ist es nach §§ 3, 4 Nr. 3 UWG unzulässig, den Werbecharakter von Wettbewerbshandlungen zu verschleiern. Der Verbraucher darf danach nicht darüber getäuscht werden, dass es sich um eine Werbemaßnahme für ein bestimmtes Unternehmen handelt. Wird unter dem Deckmantel einer verschleierten Identität im Internet auch noch Abwertendes über Konkurrenzprodukte oder -unternehmen verbreitet, so fällt dies unter den Tatbestand des § 4 Nr. 10 UWG. Danach verhält sich unlauter, wer Mitbewerber gezielt behindert. Darüber hinaus könnte man auch noch an irreführende Werbung im Sinne des § 5 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 UWG denken, weil der Werbende über seine Identität täuscht. Rechtsfolgen solcher Verstöße sind unter anderem Ansprüche auf Unterlassung und Schadensersatz. Wenn der Schwindel auffliegt, kann ein derartiges Verhalten den Unternehmer je nach Dauer und Intensität der Identitätsverschleierung im Internet daher sehr viel Geld kosten.

06.08.2007

Frank Schleicher, Product Manager des Originalbildservice von news aktuell und Leiter von Seminaren zur visuellen PR, gibt die 10 wichtigsten Tipps für erfolgreiche PR-Arbeit mit Bildern

Am Anfang war das Wort – so ist es meist auch in der Pressearbeit. Der Formulierung und Abstimmung von Pressemitteilungen wird im Schnitt weit mehr Aufmerksamkeit und Zeit gewidmet als der Produktion von Pressebildern. Das ist nicht unbedingt sinnvoll, denn in der Wahrnehmung der Leser steht das Wort erst an zweiter Stelle: Beim Konsum von Print- und Onlinemedien nimmt das Augentier „Mensch“ zuerst die Bilder wahr. Richtig eingesetzt, kann die Fotografie zu einem sehr wirksamen Instrument der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit werden. Denn PR-Bilder, die von den Medien veröffentlicht werden, tragen direkt zur Imagebildung von Unternehmen und Organisationen bei. Hier die 10 wichtigsten Tipps, die die PR-Arbeit mit Bildern erfolgreich machen:

1. Erleichtern Sie den Redakteuren die Arbeit, indem Sie zu Ihrer Pressemitteilung auch die passenden Bilder zur Verfügung stellen.
2. Haben Sie Mut zu ungewöhnlichen und originellen Bildern.
3. Vermeiden Sie eindeutige Werbeaussagen und allzu aufdringliches Product Placement im Bild.
4. Halten Sie immer Fotos der wichtigsten Personen in Ihrem Unternehmen für Anfragen der Medien bereit.
5. Erleichtern Sie auch dem Layouter die Arbeit, indem Sie Ihre Bilder möglichst in verschiedenen Varianten (Hochformat/Querformat) bereitstellen.
6. Fotoredakteure benötigen Platz für den Bildausschnitt und das Einpassen der Bilder in ein vorgegebenes Layout. Lassen Sie deshalb in Ihren PR-Bildern ausreichend Raum am Bildrand.
7. Zeigen Sie auf Ihren Pressebildern nicht nur Ihre Produkte und Ihr Führungspersonal, sondern auch die Herstellungsprozesse, die Mitarbeiter und die Produktionsanlagen.
8. Bei Digitalbildern sollten die Bildinformationen als Metatext im IPTC-Header der Datei vorliegen. Ein untrennbar mit der Datei verbundener Bildtext ist auch dann erforderlich, wenn Sie gleichzeitig eine Pressemeldung verbreiten.
9. Stellen Sie sicher, dass Sie die Nutzungsrechte an den Bildern haben, die Sie in Umlauf bringen, und dass die Persönlichkeitsrechte abgebildeter Personen nicht verletzt werden. Durch Hinweise im Bildtext können Sie die Verwendung Ihrer Bilder auf den Umfang Ihrer Nutzungsrechte und den beabsichtigten Verwendungszweck einschränken.
10. Meist sind PR-Bilder für den Abdruck in einem Printmedium bestimmt. Stellen Sie deshalb den Redaktionen Ihre Bilddateien in druckfähiger Auflösung zur Verfügung.



30.07.2007

Frank D.P.M. Lether, Managing Partner bei der niederländischen Partneragentur von Möller Horcher, Presstige Public Relations & Marketing Communications aus Bunschoten, warnt vor Pressekonferenzen in den Niederlanden

Wenn eines in den Niederlanden anders ist, wenn es um Presseleute geht, dann dies: Sie sind nicht einfach. Lassen Sie mich das erklären. Beide Managing Partner von Presstige Public Relations haben jahrelang für amerikanische Unternehmen gearbeitet und dabei unzählige ausländische Kollegen kennen gelernt. Bei solchen Gelegenheiten spricht man auch über die Presse und über Pressekonferenzen. Der große Unterschied war, dass in anderen Ländern viel mehr Pressekonferenzen organisiert wurden und – noch entscheidender – auch mehr Journalisten daran teilnahmen. Die goldene Regel, der wir hier bei uns folgen, ist dagegen: Erst wenn sich die Information, die man verbreiten will, wirklich nicht zu Papier bringen lässt, dann kann man vielleicht über eine Pressekonferenz nachdenken. Anders gesagt: In den Niederlanden empfehlen wir Pressekonferenzen nur selten.

Zudem ist die Presse immer sehr in Eile, der nächste Redaktionsschluss droht und die Redaktionen sind notorisch unterbesetzt. Wenn man dennoch eine Pressekonferenz organisiert, sollte man sich dann nicht wundern, wenn nur drei oder fünf Journalisten erscheinen. Es fällt auf, wie unterschiedlich das in anderen Ländern wie etwa Großbritannien oder Belgien ist. Auch laden PR-Kollegen in anderen Ländern oft zusätzlich Analysten ein, ihre Kunden oder eigene Mitarbeiter. Die holländische Presse schätzt das gar nicht – also tun wir es nicht. Betrachtet man die heutige Medienlandschaft, sieht man eine enorme Anzahl digitaler Medien, die versuchen Fuß zu fassen. Nicht nur, weil viele Printtitel eine eigene Website entwickelt haben, auch Newsportale gehören dazu – Portale sozusagen für die Presse selbst. Ob die Presse all diese Newsportale tatsächlich wahrnimmt, ist natürlich die Frage, aber um sicher zu gehen, nutzen wir sie trotzdem. Eine völlig neue Entwicklung in den Niederlanden sind die sogenannten Bürgermedien. Dabei handelt es sich um Portale, auf denen Menschen einfach ihre eigene News einstellen können, ohne Überarbeitung durch ein Redaktionsteam. Wie wichtig diese Websites schließlich sein werden, ist eine Frage für die nahe Zukunft.

23.07.2007

Max Bold, Chefredakteur des „PHP-Journals“, über die neue Zeitschrift für PHP-Profis

PHP hat sich in den letzten Jahren konsequent von einer einfachen Skriptsprache zur vollwertigen Programmiersprache für Web-Applikationen weiterentwickelt. Ihre Bedeutung wächst gerade im Unternehmensbereich ständig. Einige der am stärksten frequentierten Websites basieren auf dieser Umgebung.

Die neue Zeitschrift vermittelt praxisrelevantes Wissen für Entwickler von Web-Applikationen, für Content- und Online-Manager, Agenturen und Webmaster. Neben Praxisartikeln zu Programmiertechniken und Schnittstellen werden im „PHP-Journal“ auch angrenzende Themen wie modernes Webdesign mit AJAX, Aufbau und Betrieb von Web 2.0-Communities und erfolgreiches Online-Marketing, zum Beispiel über Suchmaschinen-Optimierung, behandelt. Auch Open-Source-Software für Web-Anwendungen, für die PHP vielfach die Basis bildet, wird Thema der Berichterstattung sein. Neben Entscheidungs- und Auswahlkriterien erhält der Leser auch Einblick in das Innenleben solcher Applikationen und in Workshops werden die Möglichkeiten der Anpassung und Erweiterung dargestellt.

Nähere Informationen unter www.phpjournal.de.

16.07.2007

Markus Bereszewski, Chefredakteur der „InformationWeek“ (www.informationweek.de), zur Neuausrichtung seines Mediums

IT ist erwachsen geworden, tief und selbstverständlich in den Unternehmen verwurzelt und mit weitaus mehr Fachbereichen verzahnt als noch vor Jahren – und das sogar über Unternehmensgrenzen hinaus. Infolge dieser Entwicklung änderte sich auch das Anforderungsprofil für IT-Verantwortliche. Sie müssen heute weit mehr sein als Techniker, die eine Infrastruktur und Applikationen in Betrieb halten: Sie sollen Kommunikatoren sein, Business Developer, Strategen, Innovatoren, Juristen, Marketiers et cetera.

Mit dem Relaunch der InformationWeek haben wir nicht nur ein moderneres und lesefreundlicheres Layout umgesetzt. Wir haben auch auf die neuen Anforderungen reagiert und mit der Rubrik „Recht & Management“ Raum für Themen geschaffen, die nicht unmittelbar mit IT zusammenhängen, über die IT-Leiter heute aber Bescheid wissen müssen. Und damit die Fülle wichtiger Informationen etwas leichter verdaulich wird, bieten wir dem Leser am Ende des Magazins vermehrt auflockernde Elemente wie etwa die neue Seite „Fragen an...“, auf der CIOs auch einmal einen Blick in ihr Privatleben gewähren.



09.07.2007

Anselm Müller, Redakteur der „acquisa“, über die Bedeutung der redaktionellen Pflege von Communities

Community oder nicht - das ist derzeit eine omnipräsente Frage. Auf fast jedem Kongress oder Forum hört man sie – die Schlagworte Web 2.0, Community, User-Generated-Content. Selten bis nie hört man dagegen Antworten auf Fragen, wie: Wer pflegt die Communities redaktionell? Werden Kommentare zensiert, die das Unternehmen kritisch hinterfragen? Wie kann man eine kritische „Communitiy-Masse“ aufbauen? Hoffentlich bedenken dies demnächst diejenigen, die immer die Ersten bei der Verbreitung von Trendstrategien sind.

02.07.2007

Gabriele Braun, Redakteurin von marketing-boerse.de, gibt die 10 wichtigsten Tipps für einen erfolgreichen Messeauftritt

Ein Messeauftritt kostet viel Geld, Zeit und Energie. Die Planung nimmt meist im Vorfeld einige Monate in Anspruch. Damit Ihre Investition nicht verpufft, ist es umso wichtiger den Messeauftritt gut vorzubereiten. Auf was sollten Sie bei einem Messeauftritt achten?
Hier finden Sie die 10 wichtigsten Praxis-Tipps, die den Messeauftritt Ihres Unternehmens erfolgreich machen:
www.tinyurl.com/2y7tap

25.06.2007

Simone Droll, Inhaberin von „Simone Droll consulting e.u.r.l.“, der Partneragentur von Möller Horcher PR, über die Bedeutung des Sommerlochs für PR-Arbeit in Frankreich

Vive les vacances! Die Franzosen und das Sommerloch.
Wenn man glaubt, dass das Sommerloch heute für die Kommunikation und die PR kaum noch von Relevanz ist, dann muss man sich in Frankreich eines besseren belehren lassen. Es gibt wohl kein Tabu, an dem in Frankreich so wenig gerüttelt wird und werden darf, als die Sommerferien. Paris und die größeren französischen Metropolen leeren sich nach dem 14. Juli von einem Tag auf den anderen, die meisten Unternehmen laufen auf absoluter Sparflamme, Geschäfte und Restaurants sind für vier Wochen wegen „congés annuels“ geschlossen, und erst gegen Ende August zur legendären „rentrée“ (= Schulanfang) kommt dann wieder Bewegung in das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben des Landes. Für die Pressearbeit bedeutet das, dass Sie am besten das tun, was alle anderen tun – inklusive der Journalisten: machen Sie Urlaub!
Den kompletten Artikel finden Sie als PDF zum Download.



18.06.2007

Jochen Mai, Ressortleiter Beruf und Erfolg der „WirtschaftsWoche“, über die „7 goldenen Regeln für eine überzeugende Rede“ aus seinem Karriereblog (http://blog.wiwo.de/karriere)
 
„Ich bin kein Freund von Podiumsdiskussionen. Meist sagen die Redner nur, was sie sagen wollen, aber reden nicht –  schon gar nicht miteinander. Und dass einer dem anderen zustimmt, passiert schon mal gar nicht. Es bleibt eine akustische Anordnung von Standpunkten. Langweilig.

Ähnlich ist es mit öffentlichen Reden, Präsentationen, schlimmstenfalls mithilfe von Powerpoint. Auch die bleiben in der Regel langweilig, inspirieren kaum und erinnern allenfalls an Frontalunterricht. Dabei gibt es ein paar ganz leichte Grundregeln für einen überzeugenden Vortrag – die sieben goldenen Gesetze für eine richtig gute Rede:

1. Beginnen Sie mit einem Knall, einer Anekdote, einer Pause. Die meisten Zuhörer merken sich nur Auftakt und Schlusspointe eines Vortrags. Deshalb sollten beide sitzen. Wem partout nichts einfällt, sagt den Zuhörern wenigstens, warum das Kommende ihr Leben beeinflussen wird.“

Den kompletten Beitrag finden Sie als PDF zum Download.


11.06.2007

Anja Van Bocxlaer, Chefredakteurin und Herausgeberin von „RFID im Blick“, wählt für ihre Fachzeitschrift gerne interessante Formate für besonders wichtige Themen, wie zum Beispiel die Talk-Reihe „Expertenrunde“.
 
„Gerade die öffentlich geführte Diskussion zwischen Wirtschaft, Politik und gesellschaftlichen Gruppierungen über das Thema RFID kann für die Einführung dieser Technologie gewinnbringend sein. Gerade RFID verändert logistische Prozesse so nachhaltig und bereitet die Grundlage für Anwendungen, die dem ‚Pervasive Computing’ entsprechen, dass von einem Paradigmenwechsel gesprochen werden kann. Ein Wechsel, der nicht nur Auswirkungen auf industrielle und wirtschaftliche Bereiche mit sich bringt, sondern die gesamte Gesellschaft erreichen wird. Aus diesem Grunde ist es begrüßenswert, wenn die allgemeine Diskussion nachhaltig, informativ und vor allem gesamtgesellschaftlich geführt wird. Medien und Agenturen bereiten den Boden, auf dem der informatorische Austausch stattfindet. Interessante Diskussionen, Talk-Runden zu Spezialthemen oder Anhörungen unterstützen die öffentliche Debatte nachhaltig. In diesem Sinne ist der Beitrag ‚Innovation RFID – Chance oder Risiko?’ ein Mosaikstein der öffentlichen und reflektorischen Meinungsbildung.
Den Beitrag „Innovation RFID – Chance oder Risiko?“ finden Sie als PDF zum Download.


04.06.2007

Nicole Kräge, Redakteurin beim Magazin „Wissensmanagement“ zum Thema
„Was macht für Sie, als Redakteurin, eine gute Zusammenarbeit mit einer PR-Agentur aus?"
 
Presseagenturen fungieren als Bindeglied zwischen Anbietern und Medienmachern. Diese Funktion kommt häufig einem Drahtseilakt gleich. Eine professionelle Agentur zeichnet sich daher dadurch aus, dass sie ihre Zwitterrolle geschickt verbirgt und sowohl den Kunden als auch der Presse das Gefühl gibt, nur in ihrem Interesse zu arbeiten.

29.05.2007

Andreas Pfeilschifter, Herausgeber des Magazins „Indukom Industrie & Kommunikation im Dialog“

Der steigende Wettbewerbsdruck und die Globalisierung fordern auch die Industrieunternehmen zunehmend in ihrer Vermarktung und Kommunikation. Umso verwunderlicher ist, dass es vor „Indukom“ kein periodisches Informationsangebot rund um alle Facetten der B2B-Kommunikation gab. Und Pressemeldungen über die Kommunikations- und Marketingaktivitäten sind heute
noch Mangelware. Von wem soll die Industrie also lernen? Von Marketingstories über Schokoriegel und preisgekrönter Bierwerbung? Unsere Leser, die Marketingleute in der Industrie, wollen Informationen aus dem eigenen Branchenumfeld. Die Fragen, die wir beantworten müssen, lauten: Wie macht man gute PR für Pumpen und wie inszeniert man einen Messeauftritt für Tunnelbohrgeräte? Hier gibt’s eine Kostprobe: http://www.indukom.informationsmail.de/LP/?Leseprobe=LP070201


14.05.2007

WirtschaftsWoche-Redakteur Sebastian Matthes (http://blog.wiwo.de/gruenderraum) über die
10 PR-Gebote für Gründer

Ich hatte vor und nach Erscheinen unserer Titelgeschichte „Die neue deutsche Gründerwelle“ Kontakt mit Dutzenden Jungunternehmern, Investoren und Businessangels. Viele der frisch gebackenen Unternehmer waren im Umgang mit der Presse hoch professionell. Doch einige haben scheinbar ganz absurde Vorstellungen davon, was die Aufgabe von Journalisten ist.
Für letztere hier ein paar Gedanken: 


07.05.2007

Dipl.-Kfm. Andreas Gaida, Sprecher der „Initiative Deutscher Mittelstand“ und selbst mittelständischer Unternehmer

Eine weitere Mittelstandsinitiative, die nur von einem starken Mittelstand redet? Nein, dass wollten wir nicht. Die „Initiative Deutscher Mittelstand“ berichtet über konkrete Leistungen mittelständischer Unternehmer und zeichnet diese dafür aus, vor allem für die Schaffung von Arbeitsplätzen in Deutschland.
„Ausgezeichnetes Unternehmen 2007“ – im Rahmen der Initiative vergeben wir dieses Zertifikat an kleine und mittlere Unternehmer, die im abgelaufenen Geschäftsjahr mindestens einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz zusätzlich schaffen konnten. Unabhängig von Wettbewerben und „großen“ Mittelstandspreisen, wollen wir so auf das tägliche Engagement mittelständischer Unternehmer für den Wirtschaftsstandort Deutschland aufmerksam machen. Während die großen Unternehmen vorrangig Arbeitsplätze abbauen, ist es der Mittelstand, der Jobs schafft und so Verantwortung für Deutschland übernimmt. Aber wer berichtet über ein mittelständisches Unternehmen, welches Mut und Risikobereitschaft auf sich nimmt, um zusätzliche Ausbildungs- oder Arbeitsplätze zu schaffen? Wer zeichnet dieses Unternehmen dafür schon aus? Beiden Zielen wollen wir im Rahmen der „Initiative Deutscher Mittelstand“ gerecht werden und mit konkreten positiven Beispielen aus dem Mittelstand dazu beitragen, dass die Bedeutung und Leistungsfähigkeit des Deutschen Mittelstandes im Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit angemessen dargestellt und verankert wird. 
Besuchen Sie unsere Mittelstandsinitiative online unter www.ID-Mittelstand.de


23.04.2007

Sönke Brandt, Re