Möller Horcher Public Relations tritt aus GPRA aus

Um es gleich vorwegzunehmen: unsere Kündigung der GPRA-Mitgliedschaft hat nichts mit der Diskussion um den neuen Vorstand zu tun. Ich beglückwünsche Uwe Kohrs und alle Präsidiumsmitglieder ausdrücklich zu ihrer Wahl. Die Beweggründe für die Kündigung liegen einzig in der Fokussierung auf unsere Zielgruppe. Es ist leider eine Tatsache, dass unter unseren Klienten die GPRA weder als Institution noch als Gütesiegel bekannt ist. Man mag das bedauern, denn es steht fest: die Aufnahme in die GPRA ist ein Gütesiegel. Inzwischen erwähnen wir unsere GPRA-Mitgliedschaft bei Neukundengesprächen aber nicht einmal mehr, weil es zu viel der kostbaren Präsentationszeit verschlingt, zu erklären, was die GPRA ist.

Das ist kein Angriff auf die GPRA. Die Kreise, in denen sich die GPRA und in denen sich unsere Klienten bewegen, überschneiden sich nicht. Unsere Klienten sind kleine und mittelständische B2B-Unternehmen mit erklärungsbedürftigen, häufig hochtechnischen Produkten. Spannende Anbieter, die in ihrer Nische Marktführer sind oder die Marktführerschaft im Visier haben. Unsere Kunden sind keine großen Unternehmen, Konzerne oder Behörden, die Kommunikationsbedarf im B2C-Segment haben.

Spezialfall B2B-Kommunikation
Was uns von anderen Agenturen unterscheidet, ist zum einen, dass in der B2B-Kommunikation wenig Diskussionsbedarf über ethische Bedenken bei der PR-Arbeit besteht. Zum anderen hat eine Umfrage zum Leserverhalten unserer bestehenden und potenziellen Klienten ergeben, dass sie die Medien, in denen die GPRA präsent ist, kaum zur Kenntnis nehmen. Unsere Klienten lesen beruflich überwiegend Branchenmedien, nutzen Xing und gegebenenfalls noch Linked-In. Selbst die Kommunikationsverantwortlichen der Unternehmen haben kaum eins der einschlägigen Medien abonniert oder besuchen regelmäßig deren Online-Portale.

Der Austausch mit den GPRA-Kollegen war und ist für uns sehr wertvoll. Die im vergangenen Jahr installierten Seminare waren auch hilfreich. Letztlich reichen sie aber nicht aus, eine Entscheidung für eine weitere kostenpflichtige Mitgliedschaft zu rechtfertigen.

GPRA unseren Kunden leider unbekannt
Wir sind stolz darauf, die Bedingungen für die GPRA-Aufnahme erfüllt zu haben. Leider hat sich in unserem speziellen Fall daraus nicht der erstrebte Mehrwert für uns oder für unsere Kunden ergeben. Wir wünschten, auch unsere Kunden betrachteten die GPRA als das Gütesiegel, als das wir es nach wie vor sehen.

Ist Ihnen die GPRA bekannt? Sind Sie Mitglied in einem Verband?

Autor: Gabriele Horcher

Geschäftsführerin der Möller Horcher PR GmbH

2 Kommentare

  1. Pingback: Störfeuer aus Offenbach nach GPRA-Wahlen - Theoretisches Konstrukt*

  2. Vielen Dank Herr Watzinger für den Kommentar. Es tut mir sehr leid, die Siegesfeier von Herrn Kohrs gestört zu haben. Wenn Sie den Beitrag zum Austritt gelesen haben, so haben Sie sicherlich den folgenden Satz bemerkt:

    Um es gleich vorwegzunehmen: unsere Kündigung der GPRA-Mitgliedschaft hat Nichts mit der Diskussion um den neuen Vorstand zu tun. Ich beglückwünsche Uwe Kohrs und alle Präsidiumsmitglieder ausdrücklich zu ihrer Wahl. Die Beweggründe für die Kündigung liegen einzig in der Fokussierung auf unsere Zielgruppe.

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